Wie gehts weiter? Will besser werden...

K

KlavierEd

Dabei seit
19. Nov. 2008
Beiträge
6
Reaktionen
0
Hallo zusammen,

ich hab mal ne Frage:

Ich habe mit 7 jahren 3 jahre klavierunterricht gehabt. Dann hatte ich keine Lust mehr, bis vor einem Jahr. Da hatte ich wieder riesig Lust und hab mir ein elektronisches Piano gekauft und über seitdem fleißig. Jetzt bin ich 29 jahre alt.

Jetzt hab ich Claire de lune gelernt...zumindest so, dass ich es auswendig durchpsielen kann. Wie ihr im verlinkten Video sehen könnt, kann ich die schönsten Passagen einfach nicht schnell genug spielen. Ich möchte keinen Klavierlehrer, weil ich dann spielen MUSS. Ich will aber nur spielen, wenn ich Lust drauf habe.

Ich mache übrigens keine Finderübungen...ich versuche einfach irgendwas zu lernen, was sich schön anhört..derzeit lern ich Liebestraum, ich weiß es ist zu schwer, aber man kann es von den Noten her ja mal auswendig lernen und mit der Übung wirds schon irgendwie
Ich bin über jeden Tip dankbar.

Könnt Ihr das Video von Claire de lune eventuell mal anschauen und mir Tips geben, was ich verbessern muss...Ziel wäre halt dass es flüssiger klingt. Ich mache doch sicher irgendwas grundsätzliches von der Technik her falsch...

http://www.youtube.com/watch?v=g9oExAqTji0
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
fisherman

fisherman

Dabei seit
3. Dez. 2007
Beiträge
21.121
Reaktionen
9.245
KlavierEd: Du hast also insgesamt 4 Jahre "vor dem Klavier" verbracht, davon 3 vor Jahrzehnten? Mit Verlaub und Respekt vor deinem Talent & Fleiß: Das ist schon ein Brocken, den Du da angehst. Da hilft nur Geduld, Geduld, Geduld (wenngleich hier sicherlich noch gute Tipps von Profis kommen werden).

Zum Orientierung: Meine Tochter spielt nun schon 6 Jahre (12 Jahre alt). Claire de lune ist ein Herzenswunsch von ihr. Die KL sagt kategorisch nein und verlagert dieses Stück (um Frust zu vermeiden) in die mittlere Zukunft (so in 2-4 Jahren). Das kommt natürlich auch daher, weil unsere KL zu Recht bei manchen Stücken die nötige Reife und Befähigung verlangt, weil sie diese "Heiligtümer" gestottert und zusammengebastelt nicht ertragen kann/will.
Ich kann das gut verstehen: ein dahingeleierter Goethe z.B. macht mir nichts aus, manche Gedichte von Brecht hingegen will ich nur von "Berufenen" hören.

Geläufigkeit kommt nur vom Üben. Und sie kommt erst mit der Zeit.
 
Haydnspaß

Haydnspaß

Dabei seit
22. Feb. 2007
Beiträge
5.134
Reaktionen
102
Ich mache doch sicher irgendwas grundsätzliches von der Technik her falsch...

Ich habs mir jetzt auch mal angesehen, und ich denke eigentlich nicht, daß du "was Grundsätzliches falsch" machst. Es sieht nur so aus, als ob dir ein bißchen der "Bodenkontakt" fehlt. Die Hand- und Fingerhaltung gefällt mir gut. Vielleicht könntest du mal versuchen, die Finger etwas mehr hängen zu lassen, also mehr Fingergewicht. Nicht sehr viel mehr, nur ein kleines bißchen. Und dann bei Legatofiguren wie z.B. bei 2:20 in jeder Hand mindestens einen Finger immer unten am Tastenboden halten. Zur Zeit sieht es so aus, als würdest du jede Taste nur kurz von oben "anschubsen". Häng dich mal in die Tasten rein. Das muß nicht bedeuten, daß das Spiel dadurch schwerfälliger wird. Die Leichtigkeit ist für dieses Stück sehr vorteilhaft. Aber jede Taste braucht einen bestimmten, leichten Druck damit sie unten bleibt.

Es ist wirklich schwierig zu erklären in Worten. Aber vielleicht ahnst du ja, worauf ich hinauswill ;)
 
B

Bachopin

Dabei seit
5. Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
268
Hi KlavierEd,

ich kenn das Stück leider nicht gut genug.

Aber:

1.) Sind da im mittleren Teil nicht ein paar falsche Töne?

2.) Das Pedal ist für meinen Geschmack manchmal zu lang gedrückt (oder ist das im Notentext so angegeben). Dadurch verschwimmen manche Teile oder müssten besser getrennt werden.

3.) Der mittlere Teil ist irgendwie lasch, keine Spannung.

Ansonsten zum richtig üben und Verbessern der Technik:

1.) C. Chang: Fundamentals of Piano Practise.

2.) Alle Posts vom User Bernhard auf dem Pianostreet Forum.

3.) Bücher:
Mastering Piano Technique: A Guide for Students, Teachers and Performers von Seymour Fink
Klavier-Choreographie von Seymour Bernstein
Technik des Klavierspiels: Ein Handbuch für Pianisten von Rudolf Kratzert

...


Gruß
 
B

Bachopin

Dabei seit
5. Nov. 2008
Beiträge
2.475
Reaktionen
268
Hi KlavierEd,

vorab, nichts für ungut.

Ich hab's mir nocheinmal mit Notentext angehört.

Bitte nicht ärgern, aber für mich ist es, wie du das Stück spielst, ein grosse Baustelle.

Kurz ein paar Hauptpunkte:

Noten definitiv richtig lernen.
Pedal ist in meinem Notentext nicht angegeben. Pedalisierung überarbeiten.
Dynamik Angaben beachten (ppp und pp, cresc. und dim.)
Melodie aleine spielen und herausarbeiten (Melodiebögen beachten)
Rhythmik beachten, ist 9/8, bischen viel Rubato (gar kein Rhythmus mehr) manchmal.
Möglichst mehrere veröffentlichte Aufnahmen anhören und vergleichen

Impressionistische Stücke sind übrigens vom Ausdruck her höchst anspruchsvoll, von der Technik aber weniger.

Ich hatte Clair de Lune früher auch mal gespielt, aber musste feststellen, das Stück ohne Lehrer richtig hinzukriegen, ist super schwierig (nicht von der Technik).

Ich hatte es jedenfalls nicht geschafft. Ich wünsche dir die entsprechende Ausdauer und Freude dabei (keine Ironie!).

Gruß
 
 

Top Bottom