Los gehts-ich begebe mich auf Flügelsuche. Weich und warm und gnädig. Unterstützung gewünscht!


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Ich spiele erst seit vier Jahren, nach einem Fehlkauf aktuell auf einem kleinen Förster aus den 70érn. Zunehmend stört mich das Hallen des Klavieres ( es gelingt mehrere Sekunden nach,der Klaviestimmer sagt, das kann man nicht ändern, es liegt einfach amKlavier) und egal auf welchem Instrument ich spiele, sind mir im Grunde alle Klaviere zu laut. Ich habe oft den Wunsch einen Meter abzurücken.
ein Piano kommt trotz der Möglichkeit es leiser zu stellen nicht in Frage. Natürlich liegt es z.T. Daran, dass es mir als Anfängerin noch schwer fällt, besonders in der linken Hand leise zu spielen, dennoch habe ich dieses Phänomen bei allen Klavieren-auch bei wirklich guten. Nun habe ich zum Vergleich einige Flügel angespielt und merke, dass ich mich viel mehr entspannen kann, weil der Klang auf Becken- und Bauchhöhe entsteht und etwas weiter weg von meinem Körper und Kopf.
Bisher mochte ich vor allem die Bechsteine.
Ich suche in einem unteren Budget - also bis Max 15.000 Eur nun einen gebrauchten Flügel zwischen 160 und 200 Länge. Optisch darf er gerne mitgenommen sein, innen soll er in einem guten Zustand sein. Mein Wunsch: er soll gnädig sein, also leicht leise zu spielen sein, einen warmen und weichen klang haben.
Ab gesehen davon, dass es preislich nicht zu stemmen sein wird, fand ich bisher alle STeinways gandenlos - die machen genau das, was ich tue, aber das ist leider nicht genau das, was ich mir als klang wünsche. Für eine Anfängerin nicht zu beherrschen. Ich habe über die Suche nicht viel gefunden. Welche Marken empfehlt ihr, die evtl in eine ähnliche Klangrichtung gehen wie ein Bechstein?
Freu mich über Tipps und Hinweise. Ich wohne im Münsterland und kann auch im Ruhrgebiet oder in Niedersachsen suchen.
Vielen Dank im Voraus für eure Nachrichten
 
Peter
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Bechsteinfan
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Mein Wunsch: er soll gnädig sein, also leicht leise zu spielen sein, einen warmen und weichen klang haben.
Ab gesehen davon, dass es preislich nicht zu stemmen sein wird, fand ich bisher alle STeinways gandenlos - die machen genau das, was ich tue, aber das ist leider nicht genau das, was ich mir als klang wünsche. Für eine Anfängerin nicht zu beherrschen.

Spontan fällt mir sofort ein: Digi. Die sind sehr "gnädig".
Ein etwas merkwürdiger Anspruch an ein Instrument. Es soll nach vier Jahren beherrschbar sein und nicht so präzise das tun, was ich mache?
Hmm, da wüsste ich echt nicht, was ich empfehlen sollte.

Welche Marken empfehlt ihr, die evtl in eine ähnliche Klangrichtung gehen wie ein Bechstein?
Einen Bechstein. Gibts doch reichlich Angebote.
 
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Zunehmend stört mich das Hallen des Klavieres ( es gelingt mehrere Sekunden nach,der Klaviestimmer sagt, das kann man nicht ändern, es liegt einfach amKlavier) und egal auf welchem Instrument ich spiele, sind mir im Grunde alle Klaviere zu laut. Ich habe oft den Wunsch einen Meter abzurücken.

Ich möchte vorsichtig vorschlagen, das man sich zu dieser Aussage einmal eine Zweitmeinung einholt. Wenn es tatsächlich am Klavier liegt, dann sind es in der Regel nicht richtig regulierte, fehlerhafte oder schlechte Dämpfer - und dann kann man als einigermaßen versierter Klavierbauer selbstverständlich etwas daran ändern. Vielleicht läßt Du uns auch wissen, ob die Flügelklappe komplett geöffnet ist, oder nur der vordere Deckel, oder der vielleicht sogar ganz geschlossen oder mit kleinen Abstandshaltern leicht geöffnet ist.

Ich zweifle aber auch die "mehreren Sekunden" Nachklang in einer normalen Räumlichkeit an, wenn das Instrument nicht gerade in einer Kirche steht. Es wäre sehr, sehr sinnvoll, einmal eine Aufnahme für das Forum anzufertigen, die diesen Effekt aufzeigt, dann kann man dem Problem eher auf den Grund gehen.

Bevor man anfängt, am Klavier herumzuschrauben, weil es einem zu laut vorkommt, sollte man alle Möglichkeiten nutzen, den Raum, im dem sich das Instrument befindet, akustisch "abzumildern". Manchmal reicht ein Teppich unter dem Flügel, manchmal Vorhänge, Möbel oder Flügel umzustellen oder gar Wände zu verkleiden. Auch hier würde ich zunächst selbst herumexperimentieren; unter den Stichworten Flügel zu laut sollten sich hier im Forum einige hilfreiche Tips finden,

Den Flügel selbst kann man natürlich weicher intonieren, damit er leiser oder angenehmer wird. Es ist nicht immer die reine Lautstärke, die störend ist, manchmal reicht auch eine Intonation, die das Obertonspektrum für Deine Ohren zu scharf klingen läßt, weniger die absolute Lautstärke.

Bevor Du also über einen anderen Flügel nachdenkst, sollten die genannten Optionen einmal durchgegangen werden, denn ich kann mir vorstellen, dass sich da mit wenig Aufwand eine deutlich größere Zufriedenheit einstellt.

Was Bechsteins angeht: https://www.clavio.de/threads/bechstein-modell-m-bj-1929.29536/ könnte vielleicht ein Instrument sein, das Deinen Vorstellungen entspricht, aber der Verkäufer sagt schon selbst, dass noch einige Nacharbeiten notwendig sein werden, die muß man zum Kaufpreis noch dazurechnen, idealerweise, in dem man das Instrument durch einen Klavierbauer begutachten läßt, um diesen Umfang abzuschätzen.

Und gerade was Mechaniken angeht, hat Bechstein eine sehr interessante, aber auch wechselvolle Geschichte durchgemacht. Einerseits gab es schon sehr früh in den 1870ern englische Mechaniken, aber auch noch bis 1953 Mechaniken mit Wippen (Was nichts schlechtes ist). Man muß also einen Bechstein vor dem Kauf selbst gespielt haben, um zu sehen, ob er den eigenen Vorstellungen entspricht, was die Spielart angeht.

Anfangen würde ich trotzdem erst einmal mit dem Förster und bei dem dann die genannten Optionen ausloten.
 
Marlene
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Meiner Erfahrung nach rate ich Dir: Löse Dich von einer Marke und einem bestimmten Hersteller. Spiele verschiedene Instrumente an die Deiner Preisvorstellung entsprechen. Und dann lasse Dein Gefühl entscheiden. Den Verstand sollte man - abgesehen von Geldbörse oder möglichen technischen Mängeln des Instruments) weitgehend ausschalten. Wenn Du am richtigen Instrument sitzen wirst, dann kommt die Rückmeldung nicht vom Kopf, sondern von der Körperchemie. Was man dabei erlebt, treibt mir schon beim daran Denken wieder eine Gänsehaut über den Körper.
:-)

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Suche.
 
Tastenscherge
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Mein Tipp ebenfalls: schau nicht auf die Marke. Spiel alles an, was in deinem Budget liegt. Und vor allem: bloß nix kaufen, was noch repariert, optimiert, überholt, gewartet oder sonst was muss. Du solltest das fertige Endprodukt vor dir haben, welches du anspielst.

An einem kleinen DDR Föster würde ich auch nichts mehr an der Dämpfung machen lassen. Wobei mir einige Sekunden Nachhall auch sehr unglaubwürdig vorkommen. Wenn das wirklich einige Sekunden sind, dann ist wirklich etwas kaputt oder einfach das Pedal falsch eingestellt. Aber das sollte jeder Stimmer sehen.
 
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Marlene
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Noch ein wichtiger Tipp: Nicht vor einem alten Instrument zurückschrecken, wenn es technisch in Ordnung ist! Auch diesen Rat kann ich aus Erfahrung geben.

Im Frühjahr wird mein Bechstein V200 (fünf 200) 118 Jahre alt. An seinem Geburtstag werde ich zehn Jahre mit ihm vereint sein. Sein Preis lag unter dem von Dir genannten Betrag und er hat während dieser zehn Jahre keine einzige Reparatur über sich ergehen lassen müssen (wenn man mal vom Austausch der Hammerröllchen vor vielen Jahren absieht und davon, dass die Lyra sich nach dem Umzug erstmal nicht anschrauben ließ).
 
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Spontan fällt mir sofort ein: Digi. Die sind sehr "gnädig".
Ein etwas merkwürdiger Anspruch an ein Instrument. Es soll nach vier Jahren beherrschbar sein und nicht so präzise das tun, was ich mache?
Hmm, da wüsste ich echt nicht, was ich empfehlen sollte.


Einen Bechstein. Gibts doch reichlich Angebote.
Es gibt Instrumente, wie ZB die Steinways, die ich gespielt habe,
Spontan fällt mir sofort ein: Digi. Die sind sehr "gnädig".
nein ein digitales geht gar nicht, die Erfahrung von „gnädig“ habe ich mal auf einen alten Bechstein gehabt: ich hatte das Gefühl, das trotz meiner Fehler und meiner zu laufen linken Hand usw es für mich schön klang, mit den stainways genau umgekehrt, die haben meine Mängel gefühlt hervorgehoben.
 
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Ich möchte vorsichtig vorschlagen, das man sich zu dieser Aussage einmal eine Zweitmeinung einholt. Wenn es tatsächlich am Klavier liegt, dann sind es in der Regel nicht richtig regulierte, fehlerhafte oder schlechte Dämpfer - und dann kann man als einigermaßen versierter Klavierbauer selbstverständlich etwas daran ändern. Vielleicht läßt Du uns auch wissen, ob die Flügelklappe komplett geöffnet ist, oder nur der vordere Deckel, oder der vielleicht sogar ganz geschlossen oder mit kleinen Abstandshaltern leicht geöffnet ist.

Ich zweifle aber auch die "mehreren Sekunden" Nachklang in einer normalen Räumlichkeit an, wenn das Instrument nicht gerade in einer Kirche steht. Es wäre sehr, sehr sinnvoll, einmal eine Aufnahme für das Forum anzufertigen, die diesen Effekt aufzeigt, dann kann man dem Problem eher auf den Grund gehen.

Bevor man anfängt, am Klavier herumzuschrauben, weil es einem zu laut vorkommt, sollte man alle Möglichkeiten nutzen, den Raum, im dem sich das Instrument befindet, akustisch "abzumildern". Manchmal reicht ein Teppich unter dem Flügel, manchmal Vorhänge, Möbel oder Flügel umzustellen oder gar Wände zu verkleiden. Auch hier würde ich zunächst selbst herumexperimentieren; unter den Stichworten Flügel zu laut sollten sich hier im Forum einige hilfreiche Tips finden,

Den Flügel selbst kann man natürlich weicher intonieren, damit er leiser oder angenehmer wird. Es ist nicht immer die reine Lautstärke, die störend ist, manchmal reicht auch eine Intonation, die das Obertonspektrum für Deine Ohren zu scharf klingen läßt, weniger die absolute Lautstärke.

Bevor Du also über einen anderen Flügel nachdenkst, sollten die genannten Optionen einmal durchgegangen werden, denn ich kann mir vorstellen, dass sich da mit wenig Aufwand eine deutlich größere Zufriedenheit einstellt.

Was Bechsteins angeht: https://www.clavio.de/threads/bechstein-modell-m-bj-1929.29536/ könnte vielleicht ein Instrument sein, das Deinen Vorstellungen entspricht, aber der Verkäufer sagt schon selbst, dass noch einige Nacharbeiten notwendig sein werden, die muß man zum Kaufpreis noch dazurechnen, idealerweise, in dem man das Instrument durch einen Klavierbauer begutachten läßt, um diesen Umfang abzuschätzen.

Und gerade was Mechaniken angeht, hat Bechstein eine sehr interessante, aber auch wechselvolle Geschichte durchgemacht. Einerseits gab es schon sehr früh in den 1870ern englische Mechaniken, aber auch noch bis 1953 Mechaniken mit Wippen (Was nichts schlechtes ist). Man muß also einen Bechstein vor dem Kauf selbst gespielt haben, um zu sehen, ob er den eigenen Vorstellungen entspricht, was die Spielart angeht.

Anfangen würde ich trotzdem erst einmal mit dem Förster und bei dem dann die genannten Optionen ausloten.
Es ist akut ein kleines Klavier-kein Flügel- ich spiele es mit geschlossenem Deckel. Das Hallen ist ein Problem, dass zumindest zwei verschiedene Stimmer nicht beeinflussen konnten, (wenn ich zb mehrere Tasten aufeinander kurz ohne Pedal anspiele, bleibt für ca vier sekunden ein echo oder eine art klangwolke im klavier, subtil ist es beim Spiel, als würde ich quasi von einem Schatten hinter herziehen.
Das größte problem ist aber tatsächlich (und das habe ich auch bei anderen hochwertigen Klavieren wie dem meiner klavierlehrerin) mein Gefühl, es ist mir zu nah und schnell zu laut. Daher der Wunsch nach einem Flügel, bei dem der klang weiter weg und tiefer von mir entsteht.
Ab Samstag probiere ich noch mal einen im klavierhaus.
 
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Meiner Erfahrung nach rate ich Dir: Löse Dich von einer Marke und einem bestimmten Hersteller. Spiele verschiedene Instrumente an die Deiner Preisvorstellung entsprechen. Und dann lasse Dein Gefühl entscheiden. Den Verstand sollte man - abgesehen von Geldbörse oder möglichen technischen Mängeln des Instruments) weitgehend ausschalten. Wenn Du am richtigen Instrument sitzen wirst, dann kommt die Rückmeldung nicht vom Kopf, sondern von der Körperchemie. Was man dabei erlebt, treibt mir schon beim daran Denken wieder eine Gänsehaut über den Körper.
:-)

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Suche.
Ja-das klingt stimmig! Ich glaube diese Erfahrung hatte ich mir den alten Bechstein vor zwei Jahren… das hatte ich das erste mal das Gefühl, ich kann Klavierspielen!♥️
 
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So kurz vor dem Schlafen gehen fällt mir keine vernünftige Antwort ein. Ich bin aber sicher, dass dein gefühltes Hörproblem kein Ohrenarzt behandeln kann :017:
 
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Herzlichen Dank für die vielen tipps und Meinungen. Das Förster möchte ich tatsächlich nicht mehr behalten-die frage war also besseres Klavier oder Flügel.
Ich werde am Samstag probespielen und bin sehr dankbar für eure Hinweise. Wenn es ein Flügel wird, was ich hoffe, stellt sich dann die nächste frage: Waage ich es auch ihn zu mehr Farbe zu verhelfen?! ( das outfit meines Försters mag ich nach wie vor sehr gerne- Siehe Profilbild)
Die meisten Flügel sind schwarz, was ich persönlich nicht mag. Der Klang und das spielgefühl oder mir wichtig. Aber ein schwarzes Instrument in Wohnzimmer, kann ich mir gar nicht vorstellen…
 

OE1FEU
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Die meisten Flügel sind schwarz, was ich persönlich nicht mag. Der Klang und das spielgefühl oder mir wichtig. Aber ein schwarzes Instrument in Wohnzimmer, kann ich mir gar nicht vorstellen…

Phew. Ich wollte Dir gerade einen richtig großartigen 220er Bechstein anbieten, aber mit dem jetzigen Vorwissen würde ich dann doch mit Bedauern auf einen anderen potentiellen Käufer verweisen, der doch gerne das originale Schellack beibehalten möchte und Du leider nicht zum Zuge kämst.
 
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lica
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Die Position, wo das Klavier im Zimmer steht, spielt auch eine große Rolle. Ich finde mein 170cm langer Flügel deutlich leiser als mein 130cm großes Klavier in dem gleichen Raum aber an unterschiedlichen Wänden. Mein Flügel war vorher auch etwas zu laut. Ich habe versucht, die Raumakustik mit Teppich und Akustikschaum zu verbessern. Aber was am meisten geholfen hat war ein bisschen Drehen.
 
SternimMeer
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Ich kann das von Dir geäußerte Gefühl nachvollziehen, es könnte aber tatsächlich ein rein psychologisches Problem sein. Kann es sein, dass Du vielleicht mit der eigenen Spielqualität (noch) nicht zufrieden bist und deshalb ein zurückhaltendes Instrument suchst - in der Hoffnung, dass das bei geringerer Lautstärke nicht so aufdringlich ist? Auch die Tatsache, dass man beim Klavierspielen mit dem Rücken zum Raum sitzt, macht Flügel für mich deutlich attraktiver. Das Klavier auf Deinem Profilbild scheint in einem recht leeren Raum zu stehen, was für den Klang keineswegs positiv ist.

Unabhängig von der Ursachenforschung würde ich Dir empfehlen, möglichst viele Flügel auszuprobieren, bis Bauch und Kopf Dir zweifellos sagen, dass Du vor dem richtigen sitzt. Das muss kein Steinway oder Bechstein sein, denn die Streuung der einzelnen Instrumente einer Marke ist nicht zu unterschätzen (gerade bei älteren, restaurierten Instrumenten). Wenn ich nochmal einen Flügel suchte, würde ich mir wahrscheinlich ein "blindes" Ausprobieren wünschen, bei dem ich mit verbundenen Augen von Instrument zu Instrument geführt werde, um mich vollkommen unbeeinflusst auf Mechanik und Klang konzentrieren kann. Sogar die Größe würde ich dabei im ersten Schritt nicht gezielt festlegen.

Zur Farbe: Lackieren lassen kann man alles irgendwie. Ob Dir das persönlich gefällt, musst Du dir selbst beantworten. Für mich widerspricht eine zu knallige Lackierung dem Anspruch daran, das Instrument sehr lange zu behalten und dabei möglichst von kurzlebigen Trends unabhängig zu sein. Auf der anderen Seite habe auch ich mich für einen Flügel mit deutlich sichtbarem Art Nouveau Design aus dem Jahr 1907 entschieden - ich mag sowas, solange es zeitgenössisch ist. Wäre ein weißes Instrument vielleicht ein Kompromiss für Dich? Ansonsten könnte es interessant sein, sich in ein laufendes Restaurationsprojekt einzuschalten und dabei Einfluss auf die Farbe zu nehmen. Mir fällt da zum Beispiel Pianova Klavierbau in Ostfriesland ein oder Reha-Piano in Aurich. Aber theoretisch könntest Du das mit jedem Klavierbauer verwirklichen, der Instrumente im Kundenauftrag restauriert.
 
Universaldilettant
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Die meisten Flügel sind schwarz, was ich persönlich nicht mag. Der Klang und das spielgefühl oder mir wichtig. Aber ein schwarzes Instrument in Wohnzimmer, kann ich mir gar nicht vorstellen…

Besonders bei Flügeln mag ich schwarz auch nicht so gerne... Da bist du nicht alleine!

Allerdings käme ein weisser Flügel (oder auch Klavier) für mich so gar nicht in Frage 🤢

Ich mag beispielsweise die 60er bis 80er Naturholztöne ( auch wenn ich da manchmal auch alleine mit stehe...)
Und anmalen darfst du ja deinen Flügel wie du lustig bist... Solange du den nie wieder verkaufen willst 😉
 
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Toll-soviel Unterstützung. Vielen Dank für so viel Zuspruch und die vielen Hinweise.
Ich bin tatsächlich fündig geworden, in einem Klavierhaus in der Nähe gab es einen Bechstein von 1906, der in den 90érn schon von diesem Klavierbauer überholt worden ist und seit dem wenig aber regelmäßig für private Konzerte genutzt wurde. Ich hatte tatsächlich wieder dieses Gefühl, dass ich gesucht habe: Ich kann leise spielen und ich habe nicht den Drang mich weiter weg von den Tasten zu setzen, weil es mir so laut vorkommt.! Meine linke Hand kann sich unterhalb der rechten halten, statt sie zu übertönen. Das gelingt mir auf meinem Klavier einfach nicht gut.
An das neue Spielgefühl muss ich mich gewöhnen, ich freu mich sehr darauf.
Ich bin gespannt auf den Klang in meinem Wohnzimmer, aber es gibt mehrere Möglichkeiten Ihm einen Platz für seine 2 m zu geben.
Ich wollte ihn zunächst nicht selbst spielen, sondern ihn nur hören - Vielen Dank an Herrn Gottschling- ich musste vor Rührung weinen.
Und für mich sehr praktisch - er ist zwar innen „schön“, aber außen nicht so perfekt schwarz lackiert, da wird nun auch nichts gemacht. Ich nehme ihn erst mal in dieser Farbe-allein dass er einige Fehler und Macken und Lackschäden hat, macht ihn mir viel sympathischer, als die Hochglanz-Ferraries.
vermutlich bekommt er dann irgendwann ein neues Kleid. Vielleicht ein warmes altrosa? Nach zwei Klavieren ist nun ein Flügel dran. Weniger knallig als das türkiesfarbene Förster, oder das grüne Grotrian, das mittlerweile bei meiner Nichte steht.

Ob sich nun wohl jemand findet, der/die ein so türkis-goldenes Klavier kaufen möchte?! Ich bin gespannt.
 
Universaldilettant
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Das ging ja fix!

Dieser hier? Bechstein 203

Sieht doch toll aus! (obwohl schwarz...)
 
 

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