Wettbewerb für Amateure in Paris 2015

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Inaki

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Hallo liebe Clavios!

Diesen März findet mal wieder der alljährliche Klavierwettbewerb für Amateure in Paris statt.

Wie ich mitbekommen habe, haben bereits einige Clavios an diesem Wettbewerb teilgenommen und hier hinterher von ihren (teilweise gemischten) Erfahrungen berichtet.

Ich habe nun also beschlossen, dann nächstes Jahr 2015 in Paris dabei zu sein. Es wäre dann mein erster Amateur-Wettbewerb. Die Wettbewerbe in Amerika (z.B. Washington) sollen ja angeblich etwas freundlicher von der Atmosphäre her sein, aber

Nun meine Fragen bezüglich Paris an die ehemaligen Teilnehmer:

1. Die Teilnahmebedingungen habe ich mir bereits auf der Website (PIANOAMATEURS) durchgelesen.

Allerdings ist mir bezüglich der zweiten Runde nicht ganz klar, wie die Programmfolge aussehen soll bzw. aussehen darf.

Dort steht: "a work by Bach and a romantic composition (15 minutes)".

Bedeutet das, dass man maximal 2 Stücke in der zweiten Runde spielen darf? Also einen Bach+eine romantische Komposition?

Oder darf man das auch ggf. aufteilen in einen Bach + einen Romantiker + z.B. etwas Modernes?

Ist 15 min. das absolute Maximum an Zeit oder ein Orientierungswert? Beim Van-Cliburn z.B. ist die Zeitbegrenzung mit 16-20min. für die zweite Runde angegeben.


2. Gibt es einige Komponisten, die man wegen des "Geschmacks" der Jury eher meiden sollte?

Ich denke da z.B. an Beethoven, von dem viele ja sehr "eigene" Vorstellungen haben, wie man ihn spielen sollte... und mit dem man sehr schlecht fährt, sollte man diesen "Geschmack" nicht 100% treffen...

Ich denke da z.B. an dieses Video aus dem Pariser-Amateurwettbewerb. Der Teilnehmer spielt die Appassionata m.E. nicht schlecht und wird (obwohl es sich um einen Amateur-Wettbewerb handelt!) trotzdem rüde gestoppt..

[video=youtube;JSg4D0Nwio4]http://www.youtube.com/watch?v=JSg4D0Nwio4[/video]

.. ist solch ein Verhalten da üblich?


Viele Grüße und Danke für Eure Antworten im Voraus!
Euer Inaki
 
LMG

LMG

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Hi Inaki,

ich bin zwar kein Wettbewerbsteilnehmer, sondern nur Autodidakt und gemütlicher Daheim-Spieler, habe allerdings einige Jahre lang einen genaueren Blick auf beispielsweise - unter anderem - Waldstein und auch Appassionata geworfen, so dass ich trotzdem was sagen möchte. Und zwar folgendes:

Nicht zu unrecht unterbrochen.

Sub-Objekt "zu hörender Abschnitt aus Objekt "Appassionata, Satz 1" " wurde trotz Wettbewerbsbedingungen in einzelne "Verständnis-Blöcke" unterteilt, innerhalb derer sich aber nicht genügend tut: Es ist zu gleichförmig, denn innerhalb der "Blöcke" sind keine Tempoabstufungen und zuviel dynamische Gleichheit zu hören.

Doch auch die Appassionata, genau wie die Waldsteinsonate, lebt meiner Ansicht nach davon, sich kleine "Rückzugsgebiete" zu schaffen, bezüglich speed, also "Reserven", und dann muss der "Dampfhammer" kommen, auf so einem Wettbewerb! Aber das bedeutet NICHT, dass die "Dampfhammer"-Stelle, also z.B. die, wo man "explodieren" muss ( hervorgehobene Noten rechte Hand ), dann auch bis zum Ende dieses "Blockes" genauso weiterverlaufen muss, sondern bereits dann, wenn man die Stelle z.B. eben begonnen hat, schon die nächste ABSTUFUNG im Kopf haben / antizipieren.

Und das ist bei dem Kandidaten nicht der Fall. Und dadurch, dass er viele dieser "Blöcke" sogar innerhalb dieser nur 2 Minuten verwendet, wird das ganze zum Teufelskreis... .
Schlage daher vor: WENIGER dieser "Blöcke", dafür LÄNGERE, und MEHR Abstufungen / Reserven in ihnen ! ( "Explodieren" => "Lockerlassen" / "Hart" => "Weich" / "Wie ein Jaguar: brutal zuschlagen => dann sich wieder auf den Ruheplatz zurückziehen...dann wieder zuschlagen!" )

( Außerdem macht er rein technisch ein paar Sachen, die mir persönlich nicht soo behagen, und kl. Ungenauigkeiten, aber das ist erstmal egal, da sich das auf Unterricht, Lehrmethoden und Herangehensweisen ( falls Autodidakt ) bezöge. Und ich glaube auch nicht, dass das Unterbrechen an kleineren Ungenauigkeiten oder auch Unnötigkeiten liegt / lag, sondern am m.E. nicht so guten Konzept. )

****

Weiters kann ich nicht soo ganz mit dem Infotext aus Tube konform gehen, wo der Partizipand sagt:

"At one of my practicing times, there were no free pianos. All in all, the competition was terribly organized and the participants were very disrespectfully treated.
I would advise everybody with self-respect and love for their piano playing not to participate in the competition."
Verständlich ist, dass man sich ärgert, denn man hat viel Zeit und Arbeit in das Sonätchen gesteckt. ABER wer sich auf einen "Wettbewerb" einlässt - auch auf einen Amateurwettbewerb - kann m.E. nicht als Entschuldigung ins Feld führen, dass plötzlich kein Klavier zum Üben da war. Die Stücke sollte man alle auch ohne direkt vor Ort üben zu müssen, beherrschen. Die müssen jederzeit ausm kalten Lamänng abrufbar sein. Terminliche und organisatorische Probleme müssen m.E. bereits im Vorfeld miteinkalkuliert werden vom Teilnehmer.

( Man bedenke, welch Tradition solche "Wettbewerbe" haben ! Die Größten der Größten haben sich in "Wettstreiten" am Klavier miteinander gemessen: Händel und Scarlatti, Liszt und Thalberg, Gottschalk und Thalberg, ( das "Wettspiel" der letzteren beiden wurde zu einem Wahnsinns-Kracher, weil sich beide arrangierten und ZUSAMMEN dann ein ganz schwieriges Stück von Thalberg 4 händig oder an 2 Klavieren aufführten - die Leute riss es von den Sitzen, und beide Pianisten waren freundschaftlich verbunden für immer ! Sogar später noch, als sie sich erneut trafen ( Thalberg war der ältere ) ) !

Und ich glaube nicht, dass Männer wie Scarlatti, Händel, Liszt, Gottschalk oder Thalberg vor oder nach einem Wettspiel gewimmert hätten:

"buhuhuhuuuu ich konnte ja nicht üben weil kein Klavier da war."

Und "rüde gestoppt" wird man auch in anderen Wettbewerben. Wir kennen ja dieses Video hier, zum Beispiel:

Competition Failure - YouTube

Bin aber, so wie Du, ebenfalls gespannt auf Berichte / Aussagen / Einschätzungen von etwaigen Wettbewerbsteilnehmern. ( Und insgeheim glaube ich aber sicher - um der Gerechtigkeit auch Genüge zu tun - dass es auf diesen Amateur-Wettbewerben auch SCHLECHTERE Appassionatas gibt, als die im obigen Video............ . GANZ sicher. )

LG, Olli !
 
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Pianojayjay

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Aaaaaaaaaaaaalsooooooo.......... ich war ja 2012 und 2013 da, 2014 hatte ich schon gebucht und dann wurde der Wettbewerb verschoben. Meine Erfahrung:

Es ist eine tolle, interessante Erfahrung, um einmal so etwas gemacht zu haben. Richte Dich beim ersten Mal darauf ein, dass Du eh nur die erste Runde spielst. Weiter kommen direkt meist nur Franzosen, oftmals sogar immer dieselben... spielen eher schlecht als recht, fliegen im Halbfinale total raus, aber kennen die Juroren. Aussenstehende kommen eher weiter, wenn sie mehrmals da waren. Was das Programm angeht: In der ersten Runde maximal 10 Minuten, die lassen aber auch 11 oder 12 spielen. Ich habe letztes Jahr sogar 13 gedurft, sass allerdings da und habe die ganze Zeit mit dem Abbruch gerechnet. Manchmal brechen sie nach 2 Minuten ab und Du bist raus, manchmal bist Du dann aber sogar weiter, alles erlebt. Nutze den Wettbewerb um Leute kennenzulernen und Paris zu sehen! Alles andere ist dort eher Lotterie... erfahrungsgemäß haben es Frauen dort sogar noch viel schwerer! Was das Programm angeht: Versuch kreativ zu sein, nicht nur Chopin... auch die Juroren freuen sich über Abwechslung! Und nimm Stücke, die Deinem Stand angemessen sind. Ich habe dort viele auf der Bühne sterben sehen... Chopin 4. Ballade in der 1. Runde, so oft rausgeflogen etc., Chopin Etüden durchgewurschtelt....

In der 2. Runde soll ein Bach gespielt werden, manche machen es aber auch nicht. In der ersten Runde ein Stück, es dürfen aber meist auch zwei kürzere sein. Es gibt Möglichkeiten zu üben, man muss rechtzeitig reservieren, es ist etwas weiter weg gelegen. Den Flügel kannst Du vorher nicht spielen, allerdings ist es immer ein schöner Steinway B gewesen. Feedback von der Jury gibt es kaum, vielleicht am letzten Abend mal beim Dinner

Wenn Du Fragen hast, dann schick mir einfach noch ein paar PN. Hier sind übrigens meine beiden Auftritte:

Outstanding Amateurs Paris 2012: Jeremias Mameghani - Bach/Liszt Prelude & Fugue a-minor BWV 543 - YouTube

Liszt: Vallée d'Obermann, Jeremias Mameghani, Piano, Les grands Amateurs Paris 2013 - YouTube


Wie gesagt, es ist eine Glückssache dort und viel Gemauschel. Die Glocke macht es nicht besser, im ersten Jahr haben sie im Halbfinale fast alle abgebrochen. In Washington hingegen war es ganz anders, unglaublich familiär, die haben sich um einen gekümmert, es war alles bestens organisiert! Allerdings muss man dort auch viel mehr Repertoire vorbereiten. paris können 30 Minuten reichen, Washington ist eine Stunde gefordert und sie müssen Dich vorher akzeptieren beim ersten Mal. Und D.C. ist halt im Sommer auch von der Anreise her sehr sehr teuer. Ich mache das auch nur, weil ich dort Familie habe und dann noch 10 Tage dran hängen kann.
 
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Inaki

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Vielen Dank euch beiden!

@Pianojayjay:

Mmh, das klingt ja ernüchternd. Wenn ich eines nicht mag, dann ist es "Gemauschel".

Aber na ja, vielleicht sollte man es wirklich so sehen, dass man denen einfach in der ersten Runde voller Überzeugung sein Stück vorlegt, und sich ansonsten mit Begleitung auf die Statdbesichtigung konzentriert ;-) Und wenn man nicht weiter kommt... who cares!

Aber meine Frage bezüglich der zweiten Runde bleibt bestehen: Kann man 1 Bach + mehrere kleine Stücke spielen? Oder muss das zwingend 1 Bach + 1 romantisches Einzelstück sein?


Ach ja: Hast Du meine Antwort-PM bekommen? Irgendwie taucht die seit dem Absenden nicht mehr in meinem Postfach auf... komisch. Deine Videos gefallen mir übrigens gut!


@LMG:

Ja, ich kann nachvollziehen, was Du meinst. Es fehlt ein bisschen das "Zwingende" in seiner Interpretation.

Bei Beethoven gilt es halt auch, unbedingt jede kleinste Anweisung hinsichtlich Dynamik, Tempo usw. zu beachten. Erst hieraus ergibt sich meist der musikalische Sinn. Bei z.B. Liszt oder Chopin ergibt sich das oft bereits schon aus der pianistischen Struktur eines Werks. Bei Beethoven dagegen eigentlich nie.

Trotzdem finde ich die Interpretation für einen Amateur-Wettbewerb mehr als ordentlich! Er spielt gut und musikalisch. Keinen Grund, ihn abzuwürgen. Diese paar Minuten bis zum Ende hätte die Jury auch noch gehabt... und das kleine Publikum hätte auch mehr davon gehabt.



EDIT: Pianojayjay. Es wird gemeldet, Dein Postfach sei voll. Kann Dir leider nicht wie gewünscht antworten!
 
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Pianojayjay

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Mein Postfach ist wieder leer :)
 
Pianojayjay

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Es war übrigens die Zwischenrunde bei dem Beethoven und er ist ausgebildeter Konzertpianist.

In der zweiten Runde kannst Du auch mehrere Stücke Spielen!
 
Pianojayjay

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Die Zwischenrunde ist dazu da um einige Halbfinalisten auszuwählen. Letztes Jahr hat übrigens dieser Herr hier den zweiten Preis erhalten:

Paolo Gilardi | Milano Civica Scuola di Musica

Es machen viele Profis mit, es kontrolliert keiner, Hauptsache das Niveau stimmt! Viele haben auch Klavier studiert und machen jetzt was anderes. In Sankt Petersburg zum Beispiel gibt es zwei Kategorien, subj. eine für diejenigen die nicht studiert haben. Google mal nach Christopher Shih! Er hat Paris, Washington und Van Cliburn gewonnen, den van Cliburn für Profis gespielt aber ist auch Arzt und gilt daher als Amateur... Als nächstes spielt er mit dem 2012 Sieger des Tschaikowski Wettbewerb Cello...
 
Dreiklang

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Ah ja, danke... ich muß sagen, das mit der Appassionata hat mich auch ein wenig gewundert, die kann man relativ problemlos auch schlechter spielen (auch wenn ich sie musikalisch anders gestalten würde).
 
Pianojayjay

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Ich bin halt wirklich richtiger Amateur ;) die appassionata habe ich aber auch schon gespielt :)
 

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Inaki

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Schade. Je mehr Du davon berichtest, desto weniger bekomme ich eigentlich Lust, daran teilzunehmen.

"Gemauschel", Cliquenwirtschaft. Dann auch noch das....

Es machen viele Profis mit, es kontrolliert keiner, Hauptsache das Niveau stimmt!

... das finde ich ziemlich armselig von diesen Leuten. Jedenfalls solange es sich wirklich um (noch halbwegs aktive) Profis handelt.

Wenn jemand mal Klavier studiert hat, seitdem aber aktiv einen völlig anderen Beruf in Vollzeit ausübt, dann mag man das wiederum anders sehen. Da habe ich nichts dagegen. Der kann dann noch halbwegs als Amateur durchgehen (nach meiner Definition).

Aber echte Profis, die sich da unter Amateure mischen, welche weder die entsprechende Ausbildung noch (neben ihrem Job) vergleichbare Zeit zum Übern haben..... das finde ich... na ja... armselig. Es gibt genug Profi-Wettbewerbe, an denen sie teilnehmen könnten. Bloß da sind ihre Chancen geringer, klar.


Ich werde es wie gesagt wahrscheinlich 2015 einfach mal probieren. Hab mir in Youtube ein paar der Wettbewerbsvideos angesehen (Paris, Cliburn, Boston etc...). Mit entsprechend konzentrierter Vorbereitung kann ich da auf jeden Fall mithalten, denke ich. Die Erwartungshaltung sollte bloß nicht zu groß sein.

Hatte bezüglich dieser Wettbewerbe bisher irgendwie die Vorstellung von einer Zusammenkunft von "echten" Amateuren, die das Klavierspiel lieben und sehr viel Zeit und ernsthaft Energie darin investieren und sich mit anderen austauschen und Gleichgesinnte kennenlernen möchten.
 
Pianojayjay

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Das findest du in den Staaten. In Washington googeln die vorher die Leute, haben letztes Jahr auch rinnt heraus geschmissen. Versuch Paris aber ruhig, sei aber nicht enttäuscht, sondern lerne Leute kennen und genieß die Stadt!

Noch eine Story? 2012 war eine Australierin im Finale, hatte einen kleinen Patzer... 2013 hat sie nicht einmal die Vorrunde überstanden...
 
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Inaki

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Das findest du in den Staaten. In Washington googeln die vorher die Leute
Das finde ich richtig so. Entweder man macht einen Wettbewerb für echte Amateure, oder man lässt es bleiben. Leider ist ein kleiner Abstecher in die USA momentan für mich nicht bezahlbar. Aber das kann sich in 1-2 Jahren auch wieder ändern.



letztes Jahr auch rinnt heraus geschmissen.
Wer oder was ist "rinnt"?
 
Pianojayjay

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Fehlerbei der automatischen Eingabe, soll "vorher" heissen
 
Joh

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Hi,

zum Pariser Klavierwettbewerb kann ich nur sagen, dass es unglaublich wichtig ist, den Geschmack der Jury, welche leider sehr einseitig eingestellt ist, zu treffen. Auch im Finale sitzen fast nur französische Pianisten und Musiker, so dass man, wenn man gut spielt, aber nicht nach deren Geschmack, keine Chance hat.

Prinzipiell rate ich zu Stücken, wo man nicht so viel Interpretationsbandbreite hat, z.B.: Beethoven, Schubert etc. Chopin hingegen ist ziemliche Glückssache, hier gehen die Meinungen immer stark auseinander.

Weiterhin zieht immer: schnell, laut, mit viel Energie, also Stücke, die das Publikum mitreißen. Das Finale soll schließlich den Zuschauern was spektakuläres bieten...

Ich kann nur sagen - man muss wissen, auf was man sich einlässt. Am besten man verbindet den Wettbewerb mit einem Paris Urlaub, dann lohnt es sich auf jeden Fall. :-)

PS.: das "ausgebildete" Konzertpianisten, wie man zu sagen pflegt, mitmachen dürfen, ist meiner Meinung nach kein Problem, solange diese hauptsächlich in einem anderen Beruf arbeiten. Ausbildung heißt ja nur: guter Klavierunterricht und fleißig geübt - das kann man auch ohne Studium...
 
Pianojayjay

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Da hast Du völlig Recht! Bei anderen Wettbewerben nimmt die Jury das hin was wir spielen, in Paris muss es Gerard und seinen beiden alten Damen entsprechen. Ich glaube, Du hast deren Nerv dieses Jahr getroffen, finde es immer noch unglaublich stark! Ich denke, ich versuche es nächstes Jahr mal in der ersten Runde mit Messiaen, das würde ich gerne mal riskieren! Kannst Du Dir vorstellen nochmal anzutreten?

Die Wettbewerbe sollten eh immer nur der Anlass sein zu reisen ;) Ich möchte auch immer etwas von der Stadt sehen, von daher ist mir auch egal wie weit ich 2015 in Warschau komme...
 
Fips7

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...dass es unglaublich wichtig ist, den Geschmack der Jury, welche leider sehr einseitig eingestellt ist, zu treffen. Auch im Finale sitzen fast nur französische Pianisten und Musiker, so dass man, wenn man gut spielt, aber nicht nach deren Geschmack, keine Chance hat.
Ist das nicht ein bisschen armselig? Von einer niveauvollen und kompetenten Jury sollte man doch erwarten können, dass sie von ihrem subjektiven Geschmack abstrahieren kann und imstande ist, die Qualität einer Darbietung relativ unabhängig vom gespielten Werk zu beurteilen.
 
 

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