Weitermachen oder aufhören?

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Hallo!

Ich habe seit ca einem Jahr Klavierunterricht, da ich in erwägung gezogen habe Gesang oder Schulmusik mit Hauptfach Gesang zu studieren. Da habe ich mich jedoch gegen entschieden.
Im Moment mache ich eine Ausbildung, in 3 Jahre werde ich dann studieren.

Ich habe ein Klavier zur Miete zuhause, jedoch weiß ich nicht ob ich es behalten soll. Und ob ich überhaupt weiter Unterricht nehmen soll. Ich komme kaum zum üben und bin auch Klaviertechnisch nicht sehr talentiert, es ist für mich und meinen Lehrer auch sehr mühsam.
Ich bin mir auch garnicht so sicher, ob das Klavierspielen mir wirklich Spaß macht, oder eben nur Pflicht war (und da ich mich ja gegen ein Musikstudium entschieden habe, jetzt nicht mehr nötig). Natürlich ist es für Sänger von Vorteil Klavier spielen zu können.

Aber auf der anderen Seite: Das Klavier kostet ja einiges. Ich würde mich also bald entscheiden, ob ich es kaufe. Denn weiter mieten lohnt sich irgendwann nicht mehr. Ich muss das alles inklusive Unterricht übrigens selber bezahlen. Und dafür, dass ich es vielleicht kaum spiele, ist das doch viel Geld, dass ich fürs Studium sparen könnte...

Ich bin mir gerade einfach unsicher was ich machen soll...

Liebe Grüße
 
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Hallo putput,

diese Entscheidungen wirst nur Du selbst treffen können, da wird Dir hier kaum jemand helfen können.

Mein Rat, da ich annehme, dass Du noch nicht sooooo alt bist: wenn Du eine Beziehung zur Musik hast, und das scheint ja so, dann mache weiter. Auch wenn es mühsam ist (ist bei mir mit 53 nach drei Jahren an den Tasten auch), ist es eine Option. Und Du weißt nicht, was noch auf Dich zu kommt. Oder auf welche Ideen Du kommst. :-)

Rainer

Geändert: typo
 
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Putput,

eigentlich hast du dich doch schon entschieden, das lese ich aus deiner Anfrage heraus. Oder lautet deine Frage: Benötige ich das Klavierspiel für das angestrebte Studium? In diesem Fall müsstest du dich eh mehr anstrengen, es zu lernen (üben und so...)

Beste Grüße,
8f2d
 
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Ich bin mir auch garnicht so sicher, ob das Klavierspielen mir wirklich Spaß macht, oder eben nur Pflicht war (und da ich mich ja gegen ein Musikstudium entschieden habe, jetzt nicht mehr nötig).
Hi,

nimm dir doch vielleicht noch Zeit, genau das herauszufinden. Dass du kein "akademisches" Niveau mehr erreichen musst, nimmt doch vielleicht auch eine Menge Druck und macht mehr Platz für den Spaß oder die Freude an der Sache. :)

Gruß,
Pigpen
 
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Hallo putput,
ich weiß nicht, wie alt du bist, nehme aber an, dass du noch sehr jung bist.
Ich habe mit ca. 14 Jahren aufgehört Klavier zu spielen, was ich jetzt sehr bereue, denn ich fing nach über 40 Jahren Pause fast wieder bei Null an.

Wenn man jung ist, ist alles viel leichter zu erlernen. Da musst du gar nicht mal eine "Streberin" sein. Ich würde dir auf jeden Fall zum weitermachen raten - zumindest so, dass dir der Spaß am Klavierspielen bleibt. Mach dir keinen Strress, aber bleib dran. Nach einem Jahr ist man noch nicht so weit, dass man all die tollen Stücke spielen kann, aber diese Zeit kommt ganz bestimmt. Das Klavierspielen ist einfach zu schön und wenn du jetzt aufhörst, irgendwann bereust du es.
 
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Brauchst du Klavier nicht auch für das Studium? Wenn nicht, höre einfach auf, neu anfangen kannst du immer.
 
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Hi putput,

kauf Dir ein E-Piano, für Gesang brauchst Du ein Instrument zum Einüben. Ein E-Piano ist günstiger als ein Naturinstrument, muss nicht gestimmt werden und reicht für diesen Zweck völlig aus.

Dann würde ich die Klavierstunden auf 14-tägig oder 3-wöchentlich wechseln, so bleibst Du dran, schonst aber den Geldbeutel, auch wenn Einzelstunden etwas teurer sein dürften. Lass Dir gezielt für Deine Zwecke Unterricht erteilen, Akkorde und Rhythmen für Liedbegleitung, leichtes Blattspiel oä.
 
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hallo :)

es klingt wirklich so als ob du dich schon entschieden hättest.
aber mir ging es auch schon oft so. ich selbst spiele inzwischen seit 9 jahren und bin 17 jahre alt. zurzeit quäle ich mich durch stücke die sehr viel technik beanspruchen - wahrescheinlich wird das ganze ohne erfolg enden ^^.

das mit dem aufhören kenne ich irgendwo her, ich selbst habe es mir schon mind. 3x vorgenommen, weil es mir weder spaß noch sonst etwas gemacht hat und ich auch nicht wirklich geübt habe. ja. vorgenommen. ihr könnt ja sehen, dass ich immer noch lerne.
wie es sich entwickelt, kann dir keiner sagen. vielleicht geht es dir wie mir - ich weiß inzwischen dass ich das klavier spielen für mich und als ausgleich brauche und ich bin total froh dass ich nie aufgehört habe. ich melde mich sogar in internetforen an um mich selbst weiterzubilden ^^.

lass dir zeit mit der entscheidung, solche sachen bereut man bald.
aber zwinge dich auch zu nichts, dass dir nichts bringt, dass macht einen nur unglücklich.

also. lange rede, kurzer sinn - zeit lassen & dann einfach entscheiden.
du solltest dich zu nichts zwingen nur weil es deinem studium nützt, denk einmal daran wie unglücklich du dann damit wirst wenn du beim studium täglich 3 stunden (minimum ^^) klavier übn musst..
 
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Hallo,

also ich habe nur einen eigentlich ganz simplen Tipp. Wenn ich mich nicht entscheiden kann, hilft es mir oft, einmal die Vor- und Nachteile der Entscheidung aufzuschreiben. Dabei wird manchmal schon einiges klarer. Einige Pro und Kontra Argumente wurden hier ja schon genannt, die Deine eigenen Überlegungen vielleicht noch ergänzen können.

Einfach mal alles auflisten. Was spricht dafür und was dagegen - und dann in Ruhe alles überdenken.

lg
Nora
 
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Ich musste zwar bisher immer nur mein Instrument zahlen sprich einmal Keyboard und einmal Piano (Yamaha P 140) und den Unterricht meine Eltern, aber wenn meine Eltern aus irgendeinen Grund eines tages meinen ich soll das selbst zahlen, würde ich das auch machen, da es mir einfach Spass macht.
NAja gut ich spiel auch schon fast 10 Jahre:D.

Wie mein Vorredner schon sagt, erstell eine Pro und Kontra Liste, mir hat die auch oft geholfen.
Hab auch schon 2 mal ans aufhören gedacht, einfach weil ich keine Zeit mehr zum Üben hatte, was ich mir aber nur eingebildet hatte, sondern eigentlich so oft und so lange üben konnte wie ich will, man muss nur die Disziplin haben sich auch in frei Minuten/Stunden hin zu hocken und zu üben, selbst wenn es mal kein Spass macht, spätestens wenn man das Lied dann kann ist man stolz drauf, dass man geübt hat und durch gehalten hat;).

Bei mir wars ganz einfach, bei mir steht immer der Spass an höchster Stelle über alles, somit sah z.B. meine letzte Pro und Kontra Liste so aus:

Pro:
- Spass
- Spass
- Spass
- man lernt Disziplin
- man lernt Sachen die man in der Musik immer wieder braucht

Kontra:
- Üben ist oft ätzig
- man hat wenig Zeit (was man sich aber nur oft einbildet siehe oben)
- (bei dir würde dann noch Geld hier stehen, was bei mir zum Glück nicht ist)

Aber eigentlich musst du es selbst entscheiden, aber jeder denk ich mal hier, hatte mal kein Bock zum Üben, hat es somit auf die Zeit geschoben und hat somit sich überlegt aufzuhören.

Du kannst auch aus Büchern sehr gut lernen und ein gescheites StagePiano reicht da voll kommen aus, ich hab z.B. das Yamaha P 140 ist echt Top, sowohl der Klang als auch die Tasten, aber das ist nochmal ein gesondertes Thema, denn Pianos haben trotzdem andre Stimmfarben und auch die Tasten sind recht unterschiedlich (schwergängig/leicht gängig/eckige...).

Wennste Dich nicht durch ringen kannst, dann machs wie "Guendola" sagte, aufhören und irgendwann bereuter weiße wieder anfangen:D
 
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Das mit der Pro und Kontra-Liste ist eine gute idee, das werde ich mal tun.
Ich bin jetzt fast 20 Jahre alt, wie gesagt habe ich seit einem Jahr unterricht. Ich musste mich von Anfang an zwingen überhaupt zu üben. Und ich habe versucht mich davor zu drücken, egal wie. Und das ist jetzt auch noch so.
Ich merke, dass ich, wenn ich wochenlang (!) nicht übe, vermisse ich es nicht. Es ist wohl doch mehr Qual als Wahl.

Ich meine, ich fände es toll, richtig toll spielen zu können, aber ohne Motivation und genug Talent.... naja...
Ich weiß nicht, aber ich habe das Gefühl das ist nur Selbstbetrug wenn ich weitermache. Ich rede mir immer ein, ich übe jetzt regelmäßig und habe Spaß daran und werde besser. Aber dann, wenn es soweit ist, mag ich nicht. Dann steht das Klavier für viel Geld (noch ja nur gemietet, aber auch das kostet)da rum und wird nicht benutzt, und ich habe die ganze Zeit ein schlechtes Gewissen, aber kann mich nicht dazu zwingen zu spielen. Und das ist ja nun auch nicht Sinn der Sache.Das ist ein komisches Gefühl zu beschreiben, schwierig.
 

B

Babette

Guest
Man kann doch nicht alles machen, und an allem Freude haben.

Sonst muss ich Dich jetzt verdonnern nicht nur das Klavierspielen ernsthaft zu lernen. Sondern auch Zeichenunterricht zu nehmen und Dir natürlich eine Staffelei und das ganze drum und dran anzuschaffen. Ausserdem musst Du unbedingt einen Roman oder zumindest einen Gedichtsband schreiben. Schneidern ist auch ganz wichtig, oder willst Du wirklich in Klamotten von der Stange herumlaufen. Und dann der ganze Bildungsbereicht, kannst Du es wirklich auf Dir sitzen lassen nicht in wenigstens allen Themen die in irgendeinen Bildungskanon aufgelistet sind nicht eleoquent mitreden zu können....

Wenn Du das Klavier Beruflich nicht brauchst, ist es Freizeitgestalltung und die Freizeit solltest Du Dir so gestallten, wie es Dich glücklich macht.
 
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Also wenn das sooo heftig ist, würde ich Dir raten es sein zu lassen und sobald Du wieder Lust hast, einfach mal erstmal 1-2 Std. Unterricht wieder zu nehmen und wenn Du dann wieder denkst Du hast Lust dran, dann fang wieder an;).

Aber wenn man sich quälen muss zum Üben, dann is das ein -sorry- falsches Hobby.
Wie mein Vorredner schon sagte, man muss nicht alles können, ich wollte mal E-Gitarre spielen lernen, hab mir erstmal `ne Akkustik Gitarre von meiner Cousine geholt und spiel nur ab und an, wenn sie mal gestimmt ist, aber ich würde nicht sagen können "Ach Geil, jetzt hab ich Zeit jetzt üb ich erstmal 3 Std. Gitarre" Nein ich schieb lieber Klavier vor:D.

Aber es gibt ja noch massenweiße andere Hobbys, vielleicht machts Dir irgendwann wieder Spass und wenn nicht auch nicht schlimm;).
 
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Hallo,

dass man keine Lust zum Üben oder Lernen hat, ist aber ein bekanntes Phänomen. :D

Es gibt da so kleine Tricks, wie immer zu festgelegten Zeiten zu üben, das Üben quasi in die Alltagsroutinen fest einbauen. Oder sich auch bei Unlust sagen, ich setze mich jetzt zumindest für 5 Minuten ans Klavier. Hat man erstmal begonnen, ist das Problem meist gelöst und man spielt doch länger.

lg
Nora
 
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Hallo,

Hat man erstmal begonnen, ist das Problem meist gelöst und man spielt doch länger.
Genau das meint sie das sie nichtmal das macht.

Wenn ich mich hin hock muss eigentlich erst meine Mutter hoch kommen "Kannste mal etwas leiser drehen", dass ich aufhör weils leise einfach kein Spass macht, aber eigentlich ist das erst nach `ner Stunde der Fall und dann auch nur wenn es Abends ist:D.

Zwick dich mal in die Wangen und denk dir "Wenn ich jetzt Klavier spiel ist der schmerz weg, wenn nicht bleibt er da" und wenn du dann sagst "Nein ich spiel trotzdem nicht Klavier" , dann würde ich es echt sein lassen;).
So hab ich mich öfters überwunden zum Teakwon-Do zu gehn:D.
Habs aber trotzdem aufgehört, is aber ein andrer Grund...
 
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Depressive Phasen, in denen nichts klappte und ich mir sagte, das ist doch alles Unsinn, das wird doch eh nix, Du bist halt kein Naturtalent, ich lass das, hatte ich auch schon und auch jetzt noch ab und zu.

Oft geht es mir so, wenn ich etwas höre, das mir gefällt, aber ich weiss genau so werde ich das nie hinkriegen, dann will ich es aufgeben.

Es genügt, wenn ich dann etwas Einfaches Schönes höre, das kann z.B. ein schöner Pianoklang in der Begleitung morgens in einem Popsong im Radiowecker sein und schon flammt der Wunsch wieder auf.

Am meisten Erfolg hab ich auch wenn ich morgens übe, aber leider geht das nur selten.

Man darf nicht zuviel von sich verlangen. Etwas einfach und schön spielen ist besser als virtuos und beeindruckend und relativ verzichtbar zu spielen.

"Vergleiche Dich nie mit Anderen, denn das ist der beste Weg zum Unglücklichsein". Das bringt mich dann wieder auf die Reihe.... dann machts auch wieder Spass.

Peter
 
 

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