Was sagt ihr zu diesem meinem Klavierspiel (mit Audioaufnahme)


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nils1
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Das, was Nils mit den Millisekunden geschrieben hat, ist zwar richtig gemeint, als Handlungsanweisung aber unpraktikabel. Man kann nicht jemandem sagen "verschieb' Deine Zählzeiten um fünf Millisekunden nach hinten". Dann fängt derjenige an, darüber nachzudenken, wie lange denn fünf Millisekunden sind, wann er denn jetzt genau zu spielen hat und ob er nicht aus Versehen acht oder neun Millisekunden nach vorne versetzt hat. Timing lernt man nur durch Praxis, am besten mit anderen zusammen.

Naja.., genau so, habe ich es eben nicht gemeint. Ich habe zwar den Ausdruck "Millisekunden" verwendet, hätte jedoch eher keine Zeitangabe verwenden sollen. Denn wenn man anfängt zu zählen, wie viel nun 5, 9 oder 6 Millisekunden sind, laufen wir ja wieder auf mechanisches Spiel hinaus.

Ich meinte eher, nach Gefühl einen Versatz zu spielen, um einen natürlichen Groove zu entwickeln. Sich in Musik oder einen Beat hineinfallen zu lassen, bedeutet zwingend, jedes zählen oder ablesen einzustellen.

Die Natürlichkeit eines Grooves liegt im Puls, im Blut, im Gefühl des Spielenden. Niemals in einer Uhr, Metronom, Partitur oder ähnlicher Vorgabe.
 
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newbie123
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Erstmal nochmal Dank für alle Kritiken, Tipps und Hinweise und vor Allem an cwtoons der auch noch was Gutes an meinem Spiel gefunden hat.
Da ich jetzt erstmal genug Infos zum Verdauen habe, werde ich jetzt erstmal hier Schluss machen.
 
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newbie123
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Ich habe jetzt eine Veränderung in meiner Art und Weise zu Üben aufgenommen. Und zwar höre ich mir jedesmal, wenn ich ein Stück übe (also ca. alle 3 Tage), das Stück vorher auf CD (von einem Profi gespielt) an. Es ist wirklich ein Riesenunterschied. Wenn ich mir das Stück eingehend anhöre (teils auch mitsumme und mit dem Körper mitgehe), dann kann ich danach die Interpretation des Spielers sehr gut nachvollziehen, indem ich es ähnlich spiele. Das macht mein Spiel wesentlich lebendiger und es macht mir viel mehr Freude, da ich die Stimmung und die Intention des Komponisten viel mehr selbst nun ausdrücken kann.

Das klingt vielleicht banal, aber durch das jeweils vorher anhören von CD hat sich mein Spiel wesentlich verbessert und es bringt mir viel mehr Freude. Bisher bin ich so verfahren ein Stück auswendig zu lernen und dann einmal mit der CD abzugleichen, ob ich alles korrekt spiele, d.h. ob alle Töne stimmen und zum richtigen Zeitpunkt kommen. Danach habe ich das Stück nie wieder angehört. So mache ich das die letzten 5 Jahre. Ich habe die Stücke die ich auswendig kann also einfach immer wieder gespielt, ohne es mir je wieder von einem Profi (also von CD) anzuhören.
Ich werde das auch zukünftig auf jeden Fall ändern und mir eine professionelle Interpretation immer wieder anhören, also jedesmal wenn ich ein Stück wieder spiele.

Danke nochmal. Das hat mich jetzt schon ein großes Stück weiter gebracht, obwohl es eigentlich eine einfache Sache ist.
Zum Glück habe ich zu meinem Übungsbuch eine CD dabei, so dass ich alle Stücke die ich auswendig kann und fast jeden Tag übe, mir nun jedesmal vorher anhören kann.
 
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Jörg
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Das ist doch eine gute Idee, sich die Stücke vor dem Üben mal von einer CD anzuhören.
Ich mach das auch immer wieder um noch einige richtigen Impulse zu bekommen.
Noch besser ist es, wenn man die Möglichkeit hat, das selbst gespielte Stück auf zu nehmen und es sich dann danach anhören.
Selber spielen und selber sich anhören, finde ich sind unterschiedlich zu empfinden. Probier das auch mal aus oder machst es ja schon.
Selbst das Anhören von zwei unterschiedlichen Interpreten, kann neue Erkentnisse bringen, denn es wird nie alles zu 100 % von jedem Profi gleich gespielt, oder irre ich mich da? Dann bitte um sachliche Korrektur.

LG Jörg
 
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pianochris66
pianochris66
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Selbst das Anhören von zwei unterschiedlichen Interpreten, kann neue Erkentnisse bringen, denn es wird nie alles zu 100 % von jedem Profi gleich gespielt, oder irre ich mich da? Dann bitte um sachliche Korrektur.

Das ist jetzt aber eine rhetorische Frage:D.

Seit dem Ende meines Klavierunterrichtes vor ca. 30 Jahren spiele ich eigentlich nur noch Werke die mir gefallen. Das Anhören dieser Stücke von Profis ist dabei wesentlicher Bestandteil weil man erst auf diesem Weg einem bisher Unbekanntes kennen lernt und bei bekannten Stücken das Mitlesen der Noten -zumindest mir- z.B. Zusammenhänge, Nuancen, Phrasierungen verdeutlichen, die man selbst am Instrument manchmal nicht erkennt.
 
 

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