Was ist Musik?

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von Stilblüte, 24. März 2007.

  1. ubik
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    ubik

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    Hm? Die gleichen Stücke? Wieso denn das? Die Auswahl der Stücke ist ja nicht beschränkt, es sind ja ein paar tausend und noch viel mehr, die man zur Auswahl hat. Ist nur so, dass die meisten nur populäre Stücke spielen wollen, aber es gibt noch viel großartigere Stücke.
     
  2. Wir sind Haydn!
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    Wir sind Haydn!

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    Haló Stilblüte...

    Ich kann an dieser Stelle nur aus einem "Büchlein" rezitieren, das mich immer wieder zum Schmunzeln bringt:

    Musik ist...

    ...echt fidel.
    ...wenn mann's trotzdem macht.
    ...ist, wenn der Nachbar nicht darunter leidet.
    ...Sonne fürs Herz.
     
  3. klavigen
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    klavigen

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    Verwunderung

    Das mit Mozart habe ich ja noch nie gehört- und was haben die denn nie erreicht? Waren die nicht kreativ, oder konnten die nicht improvisieren. Ich würde das gerne besser verstehen
     
  4. slawa
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    slawa

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    Mozart schwul

    Mozarts Homosexualität ist mir auch neu.
    Viel wichtiger finde ich jedoch die Frage:

    selbst wenn - ja... und??? :rolleyes:

    @ubik: habe die Posts zu diesem Thread ein wenig durchgeforstet.
    Deine Ansichten über Musik (im Hintergrund), Musikstile usw. finde ich ganz gut. Zeugt eigentlich von einer gewissen Toleranz und Kritikfähigkeit. Umso erstaunlicher/befremdlicher ist deine Ablehnung z.B. Mozart gegenüber, per se, aufgrund seiner vermeintlichen sexuellen Orientierung (wie es immer so schön heißt). Dann solltest du konsequenterweise auch gleich eine Menge nahmhafter Klaviereinspielungen mit einpacken (bekannter-/gerüchteweise waren/sind ja einige Pianisten schwul- fallen mir jetzt akut keine ein :D bzw. es sträubt sich in mir, nun eine etwaige Liste zu starten.)
    Oder, um mit Horowitz zu reden (sinngemäß): es gibt drei Sorten von Pianisten: jüdische, schwule und schlechte...
    Im Klartext: eine solche deine Einstellung lässt die Türen offen für eine Menge 'bedenkliche', weiterführende Diskriminierungen.

    Übrigens: an anderer Stelle meintest du, keinen Liebhaber klass. Musik zu kennen, der nicht selbst ein Instrument spielt. Hier postet gerade einer (1. soweit natürlich Forumuser als 'Bekanntenkreis' zählen, klar; 2. mein Geklimper hält bislang keinem 'ich spiele ein Intrument' stand ;))

    Grüsse
     
  5. ubik
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    ubik

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    Das mit Mozart war doch nur ein Scherz! :D Ich mag Mozarts Musik deswegen nicht, weil seine Musik einfach nur so fröhlich vor sich hinspielt und ich nichts davon habe. Es fällt mir schwer mit Worten zu erklären, warum ich seine Musik nicht mag. Sie ist einfach nur so "da" und bereichert mich nicht, keine musikalischen Ideen, die im Hinterkopf bleiben. Er hat zwar einige erstaunliche Sachen komponiert, z. B. die beiden Moll-Klavierkonzerte gefallen mir sehr. Aber ansonsten langweilt mich diese Musik sehr, obwohl es anscheinend nicht einfach ist solche einfache Musik zu komponieren.

    Ich meine Musik, wo man sich einfach nur frei fühlt und dazu tanzen kann. Klassische Musik ist halt komplett anders gestrickt. Ich glaub nicht, dass während eines Klavierkonzerts plötzlich Zuschauer aufstehen, zu tanzen anfangen und sich einfach nur mit der Musik gehen lassen. Das geht bei dieser ernster Musik einfach nicht. Schon allein, dass man während eines Stücks nicht klatschen darf, sogar nicht zwischen den Sätzen, finde ich einfach absurd. Ich will dann klatschen, wenn mir ein Moment gefallen hat.

    Mit dem Ausdruck "was an klassischer Musik so wertvoll sein soll" hab ich wohl ein wenig übertrieben. Sie ist mir sogar noch wertvoller als diese Bandmusik, die ich oben aufgeführt habe.
     
  6. tapirnase
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    tapirnase

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    wow, is nicht lohnenswert darauf einzugehen, da stecken viele worte und vielemerkwürdige sachen drin^^
    aber bach hat menuette geschrieben und die meisten seiner stücke oder zminedst viele seiner klavierwerke gehen auf tänze zurück [sarabanden etc], mozart und später chopin etc ham salonmusik gemacht wo durchausgetanzt zu wurde
    und jawohl die miesten komponisten haben sehr wohl politisch gedacht bzw komponiert! nur dass das ebn niht auf derart flache art passiert wie in den oben von dir genannten sachen. immerhin konnte man bei einem ausruf alla "anarchie und rock n roll - komm wir saufn und voll" schnell erleben wie es sich anfühlt, nichtm ehr frei zu sein.
    aber findet du es nicht ein wenig anrüchig zu sagen, nur weil du es nich als solche empfindest, es nicht so ist?
    weil dann könnte ich ebenfalls so argumentieren, nur weil ich denke, dass du merkwürdige sachen schreibst, auch gleich merkwürdig bist! okay das beispielw ar schlecht, wel du tatsächlich merkwürdig bist, aber du weisst was ich meine :]
    ach ubik du hast echt merkwürdigen ääähm guten humor :D
     
  7. klavigen
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    klavigen

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    Vielschichtiger Mensch

    Hi ubik, das Lesen deiner Posts ist richtiges Gehirnjogging, was ich natürlich postitiv meine. Aus den vielen Schnipseln, die du von dir preisgibst, ist es schwer, einen Gesamteindruck zu erhalten. Mal schwingst du die Keule und hinterher soll es nur ein klitzekleines Stöckchen gewesen sein. Das ist aber auch das Recht der Jugend, mal richtig rumzupoltern, wenn einem die Erzkonservativen so richtig auf den Sack gehen.
    Schau dich nur um in der Welt, da wirst du viel Festgefahrenes leider auch bei der Jugend bemerken und mancher "Alte" ist vielleicht deinen Gedanken näher, als du vermutest. Ich hoffe, du hast noch Gelegenheit, Mozart weiter zu erforschen, denn dein bisheriger Eindruck (alles so verspielt und einfach) wird sich auf Dauer nicht halten lassen, es sei denn, du verweigerst weitere Erkenntnisse. Die etablierten russischen Klavierlehrer, die ja wissen, was sie taten, haben ihre begabten Schüler an den Instituten zuerst die sogenannten Kalvierhämmer studieren lassen, also Liszt, Rachmaninow, usw. wenn sie das einigermassen auch im Vortrag beherrschten, durften sie sich an ein Stück der deutschen Klassik wie Beethoven oder Mozart heran wagen. Das hatte seine Gründe und die sind immer noch gültig. Viele Meister, die sich Virtuosen nennen dürfen, haben bei Mozart ihre Schwierigkeiten. Unbestritten haben alle Klassiker auch Unterhaltungsmusik gemacht, was ja auch der Begriff "Divertimento" (also Unterhaltung" impliziert. Ihr ureigenes Resort war allerdings die grosse Form, also Oper, Konzert, Klavierwerke usw. - Begib dich doch mal auf das Abenteuer und spiele mit einem Freund die Symphonie in g-moll Nr. 40 vierhändig am Klavier. Das erfordert einiges an Üben, aber es lohnt sich. Wenn du erfolgreich damit durch bist, wird allein schon durch diese Beschäftigung dein Mozartbild verändert sein. Und zum Schluss noch eine gesellschaftskritische Anmerkung: Zu Mozarts Zeit gab es den Begriff "schwul oder auch homosexuell" garnicht. Schau dir den gesamten Hofstaaat am Versailler Schloss an. NAch unserem heutigen Denken wären die wohl alle schwul gewesen. Ihre ausdrucksweise, Perücken, Schminke bis zum Abwinken, aber das war eben eine andere Zeit und hatte eine völlig andere Bedeutung, der man nicht so leicht auf den Grund kommt.

    Ich bin zuversichtlich, dass du deinen Horizont ständig erweitern wirst.
     
  8. ubik
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    ubik

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    Da bin ich ganz und gar deiner Meinung, klavigen. Ich hab wahrscheinlich noch nicht viel Mozart gehört, deswegen habe ich einfach ein Vorurteil von Mozarts Musik. Und ehrlich gesagt, wenn ich so ein wenig in diesem Thread zurückblättere, dann weiß ich auch nicht mehr, was ich mit meinen Beiträgen sagen wollte. Aber es lässt sich auf folgendes reduzieren:

    Jeder hat seinen Geschmack und seine Ansichten, was Musik angeht!

    Eigentlich ein bisschen schade, weil man sich dann immer nur in einem Bereich aufhält und nie die anderen Inseln erforschen will. Aber wer das erkennt, hat ja schon den Hemmschuh ausgezogen. ;)

    Und die Symphonie Nr. 40 gefällt mir zum Beispiel nicht. Ich hab nach dem Thema sofort einen nervigen Ohrwurm. Warum macht Mozart solche fiese Musik? :D Aber selbstverständlich ist das ein großartiges Werk, aber ich würd es mir nicht zweimal anhören. Eigentlich schließe ich mir Glenn Goulds Aussage an: ""Die Sinfonie in g-Moll besteht aus acht bemerkenswerten Takten umgeben von einer halben Stunde Banalität."
     
  9. slawa
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    slawa

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    ... ha-ha! :lol:...
    ich hab' echt schon den ganzen Tag immer wieder an dein Statement und noch mehr an meine Antwort denken müssen. Dachte mir schon, dass es halt "so'n Spruch" war. Aber im Ernst, ubik, du kannst dich doch eigentlich wunderbar artikulieren, die Sprache ist so reich an Beschreibungen, da ist es doch schade, auf so einem Niveau in der Abneigung zu sinken. Gelle!?

    Ich konnte dem Wolfgang A. jah-re-lang ebenfalls nichts abgewinnen. Mittlerweile mag ich recht viele Sachen von ihm, gerade im Klavier- oder generell Tastenbereich. Außer Don Giovanni, Figaros Hochzeit und ein paar Stellen aus der Zauberflöte kann ich mit seinen Opern wiederum auch immer noch nicht viel anfangen. Die Chorwerke und Messen hingegen wachsen und wachsen :)

    Kennst du (wahrscheinlich) 'Amadeus', Film von Mílos Forman?

    @Klavigen: ähm... was hatte denn spezifisch der Versailler Hof mit der Kosmetik Mozarts und Konsorten zu tun? Der Wiener und Salzburger Hof ist doch viel (auch geographisch) naheliegender. Zumal ja gerade in Frankreich, noch vor Mozarts Ableben, beschriebene Köpfe als erste rollten. ;)
     
  10. ubik
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    ubik

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    Nein. Ich verzichte auf einen Fernseher und gucke generell keine Filme.
     
  11. klavigen
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    klavigen

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    Nimm dir von allem nur das Beste

    Hi Ubik,

    Glenn Gould war ein hervorragender Musiker, aber selbst bei solchen findet sich oft Merkwürdiges. Das betrifft auch andere Aussprüche von berühmten Musikern über Kollegen, seien sie nun Pia- oder Komponisten. So hat Glenn Gould auch von der nervigen Banalität im Emperor Konzert Nr. 5 von Beethoven gelästert. Das muss man eben hinnehmen. Ich habe gelernt, dass man sich das Gute oder das jeweils Beste aus dem Herausnehmen soll, was jemand schreibt oder auch spielt. Selbst grosse Wirrköpfe können in mancher Hinsicht durchaus Bemerkenswertes sagen. Das wird dann nur leicht übersehen, weil sie ja dieses Etikett "Blödmann" tragen.
    Ich könnte aus dem von dir über die Nr. 40 Gesagten fast wetten, dass du sie nicht richtig kennst. Oder kennst du etwa vielleicht nur populäre Leichtversionen, die ja auch herumgeistern?

    du hast ja die Fähigkeiten, also nimm dir die Partitur und spiele das am Klavier. ICh erwarte nicht, dass du begeistert gleich loslegst aber ich hoffe, dass mein Vorschlag noch lange in dir nagen möge und du zu gegebener Zeit dieses Vorhaben doch umsetzen wirst. Der Gewinn auch für dein eigenes Klavierspiel wird hoch sein. Das kann ich dir versprechen.
     
  12. klavigen
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    klavigen

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    Hofschranzen

    Hi Slawa,

    das war doch nur eine Schluss- bzw Randbemerkung. Natürlich hätte ich auch den Wiener Hof nennen können. Aber ich gehe davon aus, dass die Jugend noch bessere Vorstellungen vom Versailler Hof hat.
    Ansonsten bezog sich das nur auf Ubiks lapidare Äusserung über den angeblichen schwulen Mozart. Da wollte ich nur verweisen, dass dieser Terminus damals weitgehend unbekannt war und dass aus unserer heutigen Sicht, man den gesamten Hofstaat, sei es nun in Wien oder anderswo mit allen seinen Schranzen auch leicht für schwul halten könnte, wenn es nach der Attitüde, dem Aussehen, der Kleidung, der Sprache , der Schminke usw. gehen würde. Diese Beurteilung würde sicher falsch sein und den damaligen Verhältnissen nicht gerecht. Merh sollte das nicht