Was für Lieder spielen eure Schüler gerne?


C
Charly70
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@Demian

ich beneide deine Schüler um den Unterricht.

Mir ist es unverständlich, aber ich hatte 10 Jahre Unterricht in der Schule aber außer dem Violinschlüssel und den Notenwerten ist sehr wenig hängen geblieben.

Nach knapp einem Jahr Klavierunterricht kann ich jetzt mehr Theorie als nach 10 Jahren Schulunterricht.
 
D
DerOlf
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Sehr bedingt.

Mich stört mehr die Abkürzung an sich ... aber mir ist klar, das "LuL" (Lehrerinnen und Lehrer) in Texten über "SuU" (Schule und Unterricht) durchaus solche Kurzformen brauchen können.
Ich musste im Studium auch einige Arbeiten über Schule und Unterricht schreiben, und dieses ständige "Schülerinnen und Schüler" nimmt echt Überhand.
Ich bin irgendwann zum Begriffspaar "Lehrende und Lernende" übergegangen ... aber ich weiß, dass das auch nicht ganz unproblematisch ist (vor allem sprachlich). Manchmal habe ich dem "Lehrkörper" auch einfach einen "Lernkörper" gegenübergestellt.

Als "Genderbewegter" (ich beleidige mich damit wenigstens selbst) ist mir ziemlich egal, wie Genderneutralität in der Sprache erreicht wird. Asterisk, Doppelpunkt, Unterstrich, Binnen-I, x-Endung oder was auch immer ... Hauptsache nicht rein binär.
 
E
Edeltraud
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Also ich habe damals gelernt Stücke zu analysieren, vierstimmige Sätze auszusetzen, die drei wichtigsten Schlüssel zu lesen etc. Dazu gehörte auch die Lehre über entsprechenden Formen. Für Klausuren wurde ein Walkman gebraucht, damit man sich das zu analysierende Stück anhören konnte, wie man will.
Das klingt sehr nach Oberstufe und in diesen Klassenstufen gibt es m. W. nur noch die Wahl zwischen Musik _oder_ Kunst. Wer das nicht kann / mag, hat also längst Kunst gewählt.
Nebenbei gab's verschiedenen Chöre und Orchester.
Das liegt am Profil der Schule und ist mittlerweile absolut nicht mehr üblich, auch am Gym. Die Gründe sind vielfältig und würden einen eigenen Thread füllen.

Außerdem gibt es in den Schulen seit 2 Schuljahren überhaupt keine Aktivitäten diesbezüglich (zumindest in meinem BL), weil singen nur unter erschwerten Bedinungen erlaubt und jahrgangsübergreifende Gruppenbildung strengstens verboten ist. Nächstes Schuljahr soll prinzipiell wieder etwas möglich sein, mal sehen wer dann noch bzw. wieder kommt.
 
G
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Ich muss gestehen, dass ich einigermaßen schockiert über die mangelnde Fachsprache eines professionellen Klavierlehrers(?) bin @Higgi25
Bitte bitte sag nie wieder "Lied" wenn du "Stück" meinst. In einem Lied wird gesungen!
Und es gibt nichts nervigeres als das ständige darauf lauern werwannwiewo Lied sagt. "hihi er hat Lied gesagt". Da springt dann die Rige der "Ach bin ich professionell, ich sortiere Erbsen und zähle sie sogar." Prima Kommentar auch von nachtmzSIC!
 
Tastatula
Tastatula
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Mir geht es wie @Stilblüte . Ich finde es nicht nervig, wenn auf Fehler aufmerksam gemacht wird.
Das hat mit Erbsenzählerei nichts zu tun. Wenn ein dreizehnjähriger Instrumentenanfänger von "Lied" spricht, wenn er ein Stück meint, ist das völlig in Ordnung, dann korrigiert man als Lehrer. Wenn eine Lehrkraft sich falscher Begriffe bedient, dann kann man das anmerken. Keiner von uns, der sich über den ubiquitären Begriff "Lied" für alles, was klingt äußert, denkt: Ach Gott, was bin ich professionell.
Die anderen Profis hier können mich gerne eines Besseren belehren...
 
antje2410
antje2410
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Exakt. Sie ist noch sehr jung - und man lernt doch nie aus! Ich bin auch froh, wenn mich jemand auf Fehler hinweist, und finde es bedenklich, wenn Leute meinen, dass man sowas nicht machen sollte.
Oder sich über den gewählten Ton mokieren.
(weil man ja selber jederzeit hier total freundlich ist, nicht wahr?)

Mich hat der Ton von @Stilblüte auch erst überrascht. Aber wenn man sie hier erlebt, weiß man doch genau, dass sie alles ist, aber nicht bösartig oder a Bissgurn, sondern engagiert und mit Herzblut dabei.
 
Rheinkultur
Rheinkultur
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Wenn jemand, der singen kann, etwas singt, dann ist das ein Lied.
Wenn jemand, der nicht gut singen kann, etwas singt, dann ist das ein Chanson.
Wenn jemand, der überhaupt nicht singen kann, etwas singt, dann ist das ein Song.



Auch davon gibt es eine Punkrockversion mit den MÄCHTIGEN KASSIERERN, gucksu hier, Alder:



Schülerstilblüte aus dem Musikunterricht: "In der Oper können die Solisten singen. In der Operette singen sie, wenn sie können."

LG von Rheinkultur
 
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DerOlf
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Ich bin auch froh, wenn mich jemand auf Fehler hinweist, und finde es bedenklich, wenn Leute meinen, dass man sowas nicht machen sollte.
Ich hoffe, dass das nicht auf meine Aussagen zu dem Thema bezogen war.
Wenn doch, dann habe ich wirklich was verbockt und muss mich entschuldigen.

Ich halte es für falsch, Andere "dumm sterben zu lassen", wenn man ihnen auch sagen kann, wie es richtig geht.
Fehler nimmt man auf, und verwandelt sie idealerweise in Lernfortschritt (sie bieten dazu ideale Möglichkeiten).

Ich finde es nur doof, auf Fehlern rumzureiten ... die sind für den, der sie macht, oft schon unangenehm genug. Da muss man meiner Meinung nach nicht noch Salz in die Wunde reiben.
 
G
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Doch muss man. Die Daseinsberechtigung vieler ist "Salzstreuer-in sein."

Aber über andere Dinge soll man kulant schweigen, weil... es sich da nicht geziemt, warum auch immer. Aber wehe einer zeigt Schwäche, da steht das Exekutionskommando (extra dazu da den Grünstreifen für dem Stacheldraht zu bewachen ... ) schnappsbedrosselt da. BAM *Kopfschuss* ... Ach war eh nur ein unwürdiger der Lied statt Stück gesagt hat.

Aber man richtet ihn nicht auf, stützt ihn, NEIN man richtet. Und warum? Weil sie (ssysteme) sich auch nur so prima vor anderen abzeich(n)en, wenn man klar trennen und differenzieren kann. Die, deren Abzeichen zu Allegitimität verpflichten, und die, die aus versehen stolpern.

Tja so ist das, lieber, werther Herrin Gefahrenerstellerin: Sie werden zeit- Forenlebens als KKL stigmatisiert herumlaufen und von nicht straf - bekleideten ewig und drei Tage willkürlich malträtiert werden dürfen und MÜSSEN, WEIL es nicht sein kann, dass SIE als Wurzel allen Übels sich hier als neuer Brandherd der Volksverdummung entpuppen. Der Rasen könnte in Mitleidenschaft gezogen werden! Stolpern ist hier ausdrücklich untersagt. (Es sei denn sie sind Bajuvvare, dann haben sie hier ohnehin vollkommene Narrenfreiheit.)

Ein Tipp: Legen Sie sich ein neues Profil an und konzentrieren sie sich besser auf die Lage. Sonst geraten sie schnell zu den falsch ge- (nicht-) eich(en laub)ten.

Und hören sie mit dem Singen auf. Singen gildet nicht. Was ist das für eine Zunft in der man singt? Wissen Sie überhaupt wo Sie hier sind? Das hier ist das berüchtigte Goldmund Forum. Bitte versickern Sie an anderer Meinung Spiegel.

MFG

OKKL
 
Robinson
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Gabriel Müller Piano hat dieses Schicksal auch teilen müssen . Er verschwand auf nimmer wieder sehen. Schade wo wir doch hier durchaus auch sehr junge Mitglieder begrüßen möchten.
 
samea
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Ich finde es schade, dass Higgi25 keine Antwort auf seine Frage bekommt. Bis jetzt hat nicht einer ein Stück genannt, das seine Schüler gerne spielen.
 

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DerOlf
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Bis jetzt hat nicht einer ein Stück genannt, das seine Schüler gerne spielen.
Stimmt, da steht nirgends was davon, ob die Schüler das gerne spielen.
Beispiele gab es allerdings auf Seite 1 einige, bevor der Faden "von Sprachpedanten gekapert" wurde (das ist nicht so hart gedacht, wie es eventuell klingt).

Der kleine Klavierschüler den ich eine Weile vor Corona hatte, hat tatsächlich mit einigen Kinderliedern angefangen, die er wohl von seinen Eltern kannte. "Alle meine Entchen", "Hänschen Klein", "Fuchs du hast die Gans gestohlen" und da ihm die Melodie alleine irgendwann zu langweilig wurde, habe ich ihm dazu dann auch einige Begleitungen geschrieben (begonnen bei Bordunbegleitung bis hin zu Alberti). Als es auf Weihnachten zuging, hat er sich "Jingle Bells" gewünscht. Zwei Monate später war der Unterricht dann allerdings beendet ... da war er gerade auf dem "pirates of the caribean"-trip (he's a pirate).
Am schwierigsten fand ich bei dem, dass er sich oft Stücke gewünscht hat, die er dann 2 Wochen später schon wieder doof fand. Aber er war gerade erst eingeschult worden, also habe ich mich da nicht groß drüber gewundert ... bei mir ging es zwar nicht um Musik, aber ich war in dem Alter ähnlich flatterhaft.
 
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Ich finde es schade, dass Higgi25 keine Antwort auf seine Frage bekommt. Bis jetzt hat nicht einer ein Stück genannt, das seine Schüler gerne spielen.
wie wäre es mal mit gründlich lesen, z.B. post 30? ich habe einige Vorschläge gebracht aus meiner Unterrichtspraxis, allerdings auch registriert, dass die ratsuchende TE ihren eigenen Faden entweder bereits aufgegeben hat, oder zumindest keinerlei Reaktion gezeigt hat (sowas wie "danke") ...
 
samea
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wie wäre es mal mit gründlich lesen, z.B. post 30? ich habe einige Vorschläge gebracht aus meiner Unterrichtspraxis, allerdings auch registriert, dass die ratsuchende TE ihren eigenen Faden entweder bereits aufgegeben hat, oder zumindest keinerlei Reaktion gezeigt hat (sowas wie "danke") ...
Ich verbessere mich: Bisher haben nur wenige Stücke genannt, die ihre Schüler gerne spielen.
 
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DerOlf
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Ist dir inzwischen eigentlich die Begründung dafür eingefallen, dass ein Choral kein Lied sein soll?
Ja ... willst du sie wissen?

1. Instrumentation.
Lieder sind in meinen Augen Gesangsstücke mit Instrumentalbegleitung (also "Mucke mit Gesang").
Mir ist jetzt kein gregorianischer Choral bekannt, bei dem Instrumente benötigt werden.

2. Form.
Auch wenn es manchmal schwerer zu erkennen ist, halten sich die meisten Lieder doch einigermaßen an die klassische Liedform mit "Strophe" (A), "Refrain" (B) und einem C-Part (Bridge .. gerne auch für Soli genutzt).
Kennst du Choräle, die sich an dieser Form orientieren? Für Beispiele wäre ich dankbar ... ich lerne gerne was dazu.
 
Tastatula
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Lieder können auch ohne Instrumente daherkommen. Es gibt schwedische, irische und 34759 andere Volkslieder, die in ihrer Alleinheit geradezu berückend sind, und bei denen Instrumente bitte schweigen mögen.
Und doch sind sie Lieder
 
 

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