Was Anfänger verwirrt und zum Grübeln veranlasst...

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Pedall

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Edit, noch mal die Umkehrungen angeschaut. Hat mich noch mehr verwirrt, aber Es-Moll-Sextakkord scheint hinter den überlegten Alternativen recht glorreich hervor. Passt aber nicht wirklich
Wenn Du die es-moll-Töne miteinkalkulieren willst, dann nimm doch den As-Septnonakkord, da hast Du alle Töne drin, die in der zweiten Takthälfte vorkommen: as - c - es - ges - b (bzw. in der Umkehrung ges - as - b - c' - es'!

Und dann schau mal, wohin sich dieser Akkord auflöst:

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L

ListenToLiszt

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Ich versuche mich nun am 1. Teil der Mondschein-Sonate. Ich weiß, es ist ein leidiges Thema. Von den Noten mag es ein Stück für Anfänger sein, aber wir wissen, dass es nicht so ist.
Ich versuche mich daran aus eigenen Stücken, meine KL hat mir davon abgeraten. Ihre Worte waren, dass sie dieses Stück eigentlich nie spielen lässt. Sie versucht es zwar beizubringen, aber bisher konnten nur 2 von den aktuellen 9 Schülern dies einigermaßen umsetzen.

Ich liebe das Stück, und zwar komplett. Ich weiß, dass ich vermutlich niemals den 3. Part spielen werde und selbst der 2. liegt in ferner Zukunft. Aber aktuell beschäftigt mich auch nur der 1.

Ich habe mehrere Versionen gehört. Wenn ich mir Kommentare aus Meisterklassen anhöre, heißt es, ich sollte das Pedal fast durchgehend aber nur zur Hälfte spielen.
Ich habe 3 Versionen der ersten 15 Takte getestet. Normales Pedal-Spiel(mit heutigen Klavieren), halbes Pedalspiel und durchgehendes Pedalspiel.
Für mich ist es weiterhin sehr schwer zu verstehen, wie es gewollt war.

Damit meine ich nicht, dass ich nicht verstehe, wie es klingen sollte, sondern, wie es gemacht wird. Für mich (so sehe ich es), ist der 1 Teil der nSonate die Zurückweisung der Liebe. Es ist durchgehend traurig gestimmt aber enthält teilweise Passagen, die etwas freudiger klingen, wie eine Art aufglimmende Hoffnung, die direkt zerschlagen wird.

Technisch bin ich da sehr unbeholfen. Ich weiß, dass der 1. Ton minimal stärker klingen sollte. Ich weiß, dass die Obertöne bzw Stimme klar hervorgehoben werden muss. Und obwohl ich das alles weiß, fällt es mir eben doch so schwer, es so zu spielen, wie ich es möchte.
Ich spiele sehr oft sogar ohne Pedal, um zu versuchen, die Noten so gut wie möglich gebunden zu spielen, ohne Pedal nutzen zu müssen.
ABER ich kriege einfach nicht das hin, was ich will, was ich mir vorstelle, wie ich es ausdrücken möchte und das frustriert mich unglaublich.

Sollte ich es sein lassen und vielleicht in 2-3 Jahren erneut angehen?
 
Demian

Demian

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das frustriert mich unglaublich.

Sollte ich es sein lassen und vielleicht in 2-3 Jahren erneut angehen?
Meiner Meinung nach ja, unbedingt. Denn wenn du dieses Stück, das du so liebst, mit Gefühlen wie Frust verbindest, ist die Chance sehr gering, dass du es beim Spielen so genießen kannst wie du es dir wünschst. Es hat schon einen Grund, warum dir deine Klavierlehrerin davon abgeraten hat, es spricht für sie.

Es gibt so viele andere großartige Klavierstücke. Suche dir etwas, an dem du dir nicht die Zähne ausbeißt, an dem du viel lernst, was dich deinem Ziel, dein Wuschstück zu spielen wirklich näher bringt als ein eigenständiger Versuch, ein Stück zu erlernen, das zum jetzigen Zeitpunkt wohl nur Überforderung und Frustration mit sich bringt.
 
Ralph_hh

Ralph_hh

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Sollte ich es sein lassen und vielleicht in 2-3 Jahren erneut angehen?
Ich glaube, der Fingertechnik werden in dem Stück keine Höchstleistungen abverlangt, das verleitet Anfänger dazu, sich an dem Stück zu versuchen. Aber einen Ton so klingen zu lassen, wie er klingen soll, ist doch mehr als einfach eine Taste drücken. Ich glaube, es tut dem Stück gut, wenn man sich dem erst nähert, wenn nicht nur die Finger die richtigen Tasten treffen, sondern man auch ein bisschen sicherer ist bei der Klangbildung.
Übrigens, das Stück hat nicht 3 Teile sondern 3 Sätze.
 
 

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