Warum verspiele ich mich ständig?

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Nica

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Musicus

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Hallo Nica,

wie du es beschreibst klingt es wirklich sehr stark danach, dass du schlicht und einfach zu schnell spielst, daher die Verspieler und deswegen auch keine richtige Chance sich auf die musikalische Gestaltung (Dynamik) konzentrieren zu können.

Also, Tempo drosseln, so lange bis es auch beim ersten Anlauf fehlerfrei klappt und erst dann gaaanz langsam wieder steigern.

Ob du die Stücke vom Blatt spielst oder auswendig ist relativ egal.

Herzliche Grüße
Musicus
 
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pennacken

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Mach nicht gleich alles auf einmal!

Also: Erst einmal beide Hände getrennt ganz langsam p, allenfalls mf. Solange das nicht klappt, kannst Du beidhändig schnell spielen erst recht nicht!

Dabei entspannt (Hals-, Kinn-, Schultermuskeln usw.) sitzen, jeden Ton wirklich bewußt und kontrolliert anschlagen. Wenn Du das in einem langsamen Tempo hinbekommst, nicht gleich schneller werden, sondern weitere Wiederholungen langsam, kontrolliert, entspannt und leise anschließen, u.U. über mehrere Tage hinweg. Nur so prägt sich der Bewegungsablauf nach und nach dem Unterbewußtsein ein.

Viel Erfolg!

LG

Pennacken
 
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Stewardess

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Mein Problem ist ähnlich. Zuhause bekomme ich die Stücke super hin, aber beim KL verspiele ich mich dauernd.
 
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Nica

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Flageolett

Flageolett

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Hallo!
Mir ging und geht es eigentlich immer noch ähnlich. Ich glaub, das ist ein Konzentrationsproblem. Wenn ich mir vor dem ersten Versuch bei einem gekonnten Stück selbiges genau anschaue, also nochmal vorher verinnerliche, klappt es- zumindest wesentlich besser. Obs dann auch beim KL klappt, ist dann wieder eine andere Geschichte...
 
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Nica

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Martin2

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Hallo Nica,

mit dem Problem stehst Du wahrlich nicht alleine da. Ich spiele erst seit kurzem und verhaue mich noch bei einfachen Stücken (meine Stücke sind alle einfach:p) die ich schon hundertmal gespielt habe, oder halte mal den Ton zu kurz oder mal zu lang.

Allerdings habe ich gemerkt, daß es auch sehr stark von der Tagesform, bei mir auch von der Tageszeit, und wie schon oben erwähnt wurde, von einer guten Konzentration abhängt, die ja wiederum Voraussetzung für eine gute Tagesform ist.

Es dürfte somit nichts sein, das man nicht mit Übung und Geduld in den Griff kriegt, auch wenn´s dauert. Bei mir wird es langsam besser, auch weil ich mich davon nicht mehr frustrieren lasse und nicht mehr in Hektik verfalle.



Viele Grüße

Martin
 
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Musicus

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ich hätte allerdings dazuschreiben sollen, dass das bei jedem Tempo so ist, zumindest als ich es das letzte Mal langsam versucht hab.
Offensichtlich habe ich es noch nicht ganz klar gemacht:

So lange das Tempo runter bis es klappt! Nach unten gibt es da keine (!) Grenze. Gerade als Anfänger ist das verdammt wichtig, weil du mit jedem Stück Bewegungsmuster, bewußt wie unbewußt, entwickelst auf die du aufbauen wirst. Sind diese Abläufe unsauber eingeprägt, wird sich das wie ein roter Faden durchziehen.
 
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Remis

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Übe die Stücke auch ohne Klavier! Erst mental (dann trainierst du gleichzeitig die KLANGVORSTELLUNG, vielleicht fehlt es da etwas) und dann auf dem Klavierdeckel oder auch auf ner weichen Oberfläche. Versuche es dort so gut es geht realistisch zu spielen (mit den Tastenabständen und der Dynamik), allerdings nicht so weit, dass es frustrierend wird. An Anfang ist es sowieso bisschen öde, aber mit der Zeit legt sich das. Musst dich halt nur überwinden.
Erst wenn du das Stück mental und sogar in der Luft spielen kannst, sitzt das Stück. Außerdem kannst du dich dann mehr auf den Rythmus konzentrieren. Da du außerdem auf deine Klangvorstellung angewiesen bist, wird diese effektiv trainiert.
Und ohne Klavier ist es auch leichter, langsam zu üben. Auf dem "echten" Klavier lässt man sich schneller zum Klimpern verführen.
Hat mir meine Klavierlehrerin geraten, und seitdem ich mich täglich damit auf das richtige Üben vorbereite (10 Min. mit Etüden, ..), habe mich damit UM FAKTOREN verbessert.
 

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Nica

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Stuemperle

Stuemperle

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...schlicht die Tatsache, daß Du gerade eine ziemlich komplexe Fertigkeit erlernst. Du hast auch nicht in wenigen Monaten Deine Muttersprache fehlerfrei sprechen gelernt, oder? Also - alles völlig normal.
Unterschreib ich glatt. Wenngleich man sich manchmal auch noch in der Muttersprache verhaspelt...
Oft ist der Musiker der einzige, der den Verspieler bemerkt, dem unbedarften Zuhörer fällt er gar nicht auf. Und ein erfahrener Zuhörer weiß, dass Fehler passieren (auch guten Profis) und die musikalische Aussage nicht schmälern. WENN der Musiker damit umgehen kann:

Das heißt, den Fehler hinnehmen und Vergangenheit werden lassen. Sich nicht aus der Bahn werfen lassen, im Stück an passender Stelle zeitnah wieder einfinden und unbeeindruckt weiterspielen. Nimm' ein häufiges Verspielen einfach als willkommene Gelegenheit, dieses zu üben.

Souveränität heißt das dann, glaube ich. Viel Erfolg!
 
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Nica

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Monte

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*lol* Doch, da gibt es schon eine Grenze ;) 0 bpm... Bei mir ist die Grenze aber eher 15-20 bpm, weil ich darunter kein Gefühl mehr dafür habe, wann der nächste Ton gespielt werden muss (schon im Bereich zwischen 15 und 30 ist es schwierig). Allerdings gebe ich zu, dass ich die 'alten' Sachen (die ich ja eigentlich kann) schon seit längerem nicht mehr mit unter 30 bpm versucht habe. Ich kann's ja mal versuchen und werde davon berichten!
Das richtige Tempo findest Du, indem Du probierst, wie schnell bzw. langsam Du die kleinsten vorkommenden Notenwerte in dem Stück spielen kannst. Und diese Notenwerte werden dann gezählt, also das Metronom danach eingestellt (nicht etwa nach der Taktart des Stückes, denn die sagt in diesem Zusammenhang zunächst mal herzlich wenig aus). Sind es z.B. 16tel, dann bekommt eine ganze Note eben 16 Schläge. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man dann ein Tempo in der Gegend von 30 bmp einstellen muss. Wenn doch, dann lass das Metronom eben 32tel schlagen (das wären dann 60 bmp, wesentlich angenehmer als in 30 bmp zu denken).

Monte
 
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Babette

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Gibt es da nicht irgend ein Orgelkonzert, dass über mehrere Jahre geht, weil es so langsam gespielt wird?
 
rolf

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Aaalso, ich hab's jetzt versucht. Mit der Langsam-Methode hat's leider nicht geklappt, weil ich mich so darauf konzentriert habe, wann ich den nächsten Ton spielen soll, dass ich leider oft übersehen habe, wie ich den Ton spielen soll... :(
das ist doch schonmal sehr lehrreich, denn nun weisst du, wie man das komplett falsch macht ;)

1. du berührst den ersten Ton mit dem richtigen Finger, schaust aber auf den zweiten Ton
2. du spielst den ersten Ton - Heureka, den kannst du nun bis zum Abbendessen festhalten, aber ändern kannst du nichts an ihm (denn neu anschlagen wäre schon ein zweiter Ton)
3. nun ist erstmal nicht interessant, wann der zweite Ton kommt, sondern dass du ihn vorbereitest: also während noch der erste klingt, den zweiten schon berühren oder anvisieren

so, und nu der Witz dabei: je schneller du vorausdenken und vorausfühlen kannst, also je schneller du motorisch und mental vorbereitet bist, umso sicherer wirst du spielen - denn die Zeit zwischen den Tönen sollte man zu nutzen lernen und nicht abwarten und auf den zweiten Ton wie das Kaninchen auf die Schlange gaffen.

zuletzt dann kannst du diese Zeit einteilen, also z.B. dir Vorgaben machen wie jeder Ton soll jetzt mal vier Metronomticker dauern -- es ist also auch ein Umgang mit der Zeit, und das nach und nach in sehr kleinen (d.h. schnellen) Einheiten
 
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Nica

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