Verzierung Doppelschlag wie spielen

40er

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Hallo zusammen,

da meine KLehrerin für einige Wochen im Urlaub weilt, benötige ich Hilfe wie die Verzierung hier zu spielen wäre:



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Die Erläuterung, die mir Wiki hierzu gibt ist etwas schwer nachvollziehbar.

Herzlichen Dank & Grüsse
40er
 
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dilettant

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Hi, ich meine, Du spielst am Ende der Viertelnote "c" die Töne d-c-h-c und dann gleich das 16tel d, das da ausnotiert ist, so dass sich eine Verzierung d-c-h-c-d ergibt. Ciao. Karsten.
 
Shigeru

Shigeru

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Lass doch den Doppelschlag einfach weg, bevor du dir etwas falsches einübst. Gibt ja so auch noch genug zu üben.
 
Pirata

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Einmal drumherumgespielt, beginnend mit der oberen Nebennote also dem d.

Also zuerst: Obere Nebennote = d, dann wieder zurück auf das c, untere Nebennote = h, wieder zurück auf das c. Fertig. Danach dann weiter mit dem d aus dem Notentext.

Viel Spaß.
 
dilettant

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Klingt einleuchtend. Welche allgemeingültige Regel steckt dahinter?
Nun, dass das Symbol ein Doppelschlag ist, wusstest Du schon. Und selbiger beginnt mit der oberen Nebennote (in der jeweiligen Tonart, in diesem Fall also d, was einen Ganzton über der Hauptnote c liegt), läuft dann in Sekundschritten über die Hauptnote (hier: c) zur unteren Nebennote (h) und wieder zur Hauptnote.

Manchmal sind die Nebennoten alteriert, d.h. es sind nicht die leitereigenen Nachbartöne. Dann steht irgendwo ein Kreuz oder b dabei. Nach welcher Regel man erkennt, ob die Alteration für obere oder untere Nebennote gilt, weiß ich nicht. Oftmals hilft aber dann der Herausgeber und notiert den Triller als Fußnote aus. Das eigene Gehör sollte auch helfen. Wahrscheinlich kann jemand mit mehr Ahnung von Harmonielehre als ich auch ableiten, welche Nebennote im jeweiligen harmonischen Kontext sinnvollerweise zu alterieren ist (z. B. bei Doppelschlag auf dem Grundton einer Molltonart - hier würde man wohl die untere Nebennote erhöhen um zu harmonisch Moll zu kommen).

Dass man das ganze zeitlich so legt, dass sich gleich danach die nächste ausnotierte Note (wieder d) anschließt, ergibt sich daraus, dass der Doppelschlag nicht direkt über der Hauptnote notiert ist, sondern später. Und man wird ihn ja nicht in der Mitte der Hauptnote spielen. Er kann am Anfang liegen (d. h. man beginnt gleich mit der oberen Nebennote und endet auf der Hauptnote, die dann entsprechend ihres Notenwertes auszuhalten ist), oder eben am Ende, und dann spielt man danach gleich weiter. In aller Regel wird die nächste notierte Note dann als Teil der Verzierung empfunden, wie es auch in Deinem Beispiel der Fall ist.

Ciao
- Karsten.

P. S.: Eine tolle Quelle ist wie immer pian e forte - Musizieren mit dem Klavier. Speziell zu Verzierungen klickst Du hier.
 
dilettant

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@40er: Hier noch mal der Klugscheixxer. Das ist ja vermutlich aus "Für Elise", außer dass in meiner und auch der auf IMSLP verfügbaren Ausgabe dieser Doppelschlag gar nicht vorkommt. Also schließ' ich mich Shigeru an: Lass ihn weg :).
 
40er

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Mal herzlichen Dank für die Antworten.

Anbei noch der zum Ausschnitt zugehörende Bassschlüssel.



Sehe ich es dann richtig, dass der Doppelschlag, oder das Gruppetto, in der Zeit zu spielen ist, in der ich links E G E spiele, also nach dem ersten G, das ja zeitgleich mit dem viertel C der rechten Hand gespielt wird. Der Doppelschlag ersetzt hier praktisch das längere aushalten des viertel C der rechten Hand.

Danke & Grüsse
40er
 
Shigeru

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Das letzte E links ist keins
 

40er

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@40er: Hier noch mal der Klugscheixxer. Das ist ja vermutlich aus "Für Elise", außer dass in meiner und auch der auf IMSLP verfügbaren Ausgabe dieser Doppelschlag gar nicht vorkommt. Also schließ' ich mich Shigeru an: Lass ihn weg :).
Danke. Werde mich erstmal mit dem Doppelschlag nicht belasten. Die Theorie dahinter möchte ich gerne verstehen.
 
Peter

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Bechsteinfan
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Sehe ich es dann richtig, dass der Doppelschlag, oder das Gruppetto, in der Zeit zu spielen ist, in der ich links E G E spiele, also nach dem ersten G...
Ich würde den Doppelschlag so kurz als möglich spielen. Entweder nur auf das zweite E, was vermutlich aber zu schnell ist, dann eben als 32tel auf das zweite "G-E". Das C sollte schon noch als ein viertel Note wahrgenommen werden.
Hier kannst Du den Doppelschlag in einer Einspielung hören.
 
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40er

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Danke für die Antworten und Hinweise. Systematik wurde verstanden. Thema abgehakt.

Gruss
40er
 
DonBos

DonBos

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Manchmal sind die Nebennoten alteriert, d.h. es sind nicht die leitereigenen Nachbartöne. Dann steht irgendwo ein Kreuz oder b dabei. Nach welcher Regel man erkennt, ob die Alteration für obere oder untere Nebennote gilt, weiß ich nicht.
Das ist eigentlich ziemlich einfach: Wenn das Versetzungszeichen (also # oder b) über dem Doppelschlag steht, gilt es für die obere Nebennote, wenn das Versetzungszeichen unter dem Doppelschlag steht, gilt es für die untere Nebennote.
 
 

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