Übeweisheiten Sammelthread

  • Ersteller des Themas alibiphysiker
  • Erstellungsdatum
alibiphysiker
alibiphysiker
Super-Moderator
Mod
Dabei seit
25. Feb. 2013
Beiträge
1.369
Reaktionen
2.910
Ich habe bisher noch keinen solchen Thread gesehen, fände ihn aber sehr hilfreich, deswegen starte ich ihn mal.

Viele "Übeweisheiten"/"Übeerkenntnisse"/"Übeideen", welche man so über die Jahre ansammelt lassen sich ja in 1-2 Sätzen zusammenfassen. Ich persönlich führe ein kleines Büchlein, in welchem ich soetwas notiere. Vielleicht könnte man ja einen Sammelthread für solche "Erkenntnisse" eröffnen. Jeder schreibt einfach nur in 1-2 Sätzen die jeweilige Erkenntnis auf, ohne weiteres Kommentar. Mh, Leider weiß ich nicht wie man damit umgeht, wenn sich Diskussionsbedarf ergeben sollte. Naja, egal! Ich fange einfach mal an.

Idee, der Übersichtlichkeit halber kann ja jeder User nur einen Beitrag verfassen und diesen einfach von Zeit zu Zeit weitereditieren!
 
alibiphysiker
alibiphysiker
Super-Moderator
Mod
Dabei seit
25. Feb. 2013
Beiträge
1.369
Reaktionen
2.910
02.11.16:

- Übeidee für Bach: "Cembaloübung" Stück bei komplett gleicher Dynamik spielen und dennoch versuchen dieses zu gestalten.

- Wenn die Finger bei Läufen nicht Laufen hilft es mir sehr, diese Läufe einige Tage bei maximaler Lautstärke ohne Handgelenkeinsatz zu spielen.
 
Klafina
Klafina
Dabei seit
15. Mai 2013
Beiträge
3.947
Reaktionen
6.908
Für mich ganz wesentlich (wenn auch vielleicht banal):
Klavierüben in die guten Aufmerksamkeitsphasen des Tages legen - sofern das im Tagesablauf machbar ist. (bei mir eine Stunde nach dem Frühstück und am späten Nachmittag)
(Für die meist ebenfalls anstehende Schreibtischarbeit habe ich genügend Routine.)
 
ChristineK
ChristineK
Dabei seit
12. Nov. 2010
Beiträge
1.466
Reaktionen
1.788
Für mich ganz wesentlich (wenn auch vielleicht banal):
Klavierüben in die guten Aufmerksamkeitsphasen des Tages legen - sofern das im Tagesablauf machbar ist. (bei mir eine Stunde nach dem Frühstück und am späten Nachmittag)
(Für die meist ebenfalls anstehende Schreibtischarbeit habe ich genügend Routine.)

Diesen Luxus haben vermutlich nur Studenten oder Freiberufler.... :-(
 
B
BWV999
Dabei seit
17. Nov. 2015
Beiträge
206
Reaktionen
100
Die schwierigsten Passagen übe ich immer zuerst, dann spiele ich das Stück als Ganzes.

Stücke lerne ich meist 'rückwärts', d.h. ich spiele von hinten nach vorn.
 
B
BWV999
Dabei seit
17. Nov. 2015
Beiträge
206
Reaktionen
100
Zumindest linke und rechte Hand vertauschen wäre eine sinnvolle Ergänzung.... :dizzy:
 

D
Doc88
Guest
Aber zurück zum wirklichen Thema.
Auch wenn hier einige Clavianer das ablehnen: knifflige Stellen und Passagen erarbeite ich mit recht gutem Erfolg nach der Metronommethode. Die betreffende Stelle mit Metronom sehr langsam so oft im gleichen Tempo zu üben bis sie sitzt. Dann eine Spur schneller , dann wieder eine Einheit schneller u.s.w. Hierbei versuchen, dynamische und Artikulationsanweisungen und Phrasierung bereits einzuarbeiten. In der Nähe des Endtempos, wenn die Finger gut laufen, die musikalische Gestaltung ausfeilen.
 
trialogo
trialogo
Dabei seit
1. Feb. 2014
Beiträge
1.062
Reaktionen
1.371
...heute erst wieder im Unterricht erfahren: nachdenken beim Üben, was, warum und wie, vor allem HÖREN und sich kleine Portionen heraussuchen, in die Tiefe gehen.
 
K
Kleiner Ludo
Dabei seit
17. Mai 2016
Beiträge
1.031
Reaktionen
669
Meine "jüngsten" Erkenntnisse:
- sofortiges sehr langsames beidhändiges Spiel, eine Art "Prima-Vista" Spiel
-den Ton/Akkord bereits vor dem Anschlag (innerlich) hören, den Ton "erwarten"
-Vorauslesen und bildliches Vorstellen der Taste(n) - statt Akkord/Notenname - bevor diese angeschlagen werden soll(en)
-blindes Erfühlen der Tasten wenn möglich (zumeist anhand der schwarzen)

wahrscheinlich alles banal, aber trotzdem...
 
Klavirus
Klavirus
Dabei seit
18. Okt. 2006
Beiträge
12.126
Reaktionen
6.359
Aber zurück zum wirklichen Thema.
Auch wenn hier einige Clavianer das ablehnen: knifflige Stellen und Passagen erarbeite ich mit recht gutem Erfolg nach der Metronommethode. Die betreffende Stelle mit Metronom sehr langsam so oft im gleichen Tempo zu üben bis sie sitzt. Dann eine Spur schneller , dann wieder eine Einheit schneller u.s.w. Hierbei versuchen, dynamische und Artikulationsanweisungen und Phrasierung bereits einzuarbeiten. In der Nähe des Endtempos, wenn die Finger gut laufen, die musikalische Gestaltung ausfeilen.
Der Thread heißt "Übeweisheiten", Dreiklang.
 
D
Doc88
Guest
Oh nein Leute. Doc88 ist nicht Dreiklang. Und falls die "DKMM" auf die Dreiklangsche Metronommethode hinweisen sollte, so möchte ich darauf hinweisen, daß diese Methode zu üben ein viel älterer Hut ist und im Prinzip ja praktisch von jedem angewandt wird, der erstmal schwierige Passagen langsam übt und dann immer schneller. Macht im Prinzip doch eigentlich jeder. Der " Trick" bei der Verwendung des Metronoms ist jedoch ganz einfach der, daß eine zu frühe Temposteigerung verhindert wird. Im entsprechend langsamen Tempo werden Bewegungsabläufe wesentlich bewusster und meist auch schneller abgespeichert . Man sollte selbstverständlich erst dann im Tempo weitergehen, wenn die Passage absolut fehlerfrei sitzt. Das Metronom erlaubt keine vorschnelle Steigerung, die meist durch Ungeduld bedingt ist und dann zum Mitschleppen von Ungenauigkeiten führt. Läuft eine Stelle eben nicht fehlerfrei, dann ist das Übetempo noch zuhoch gewählt und man muß entsprechend zurückgehen.
Daß der Charakter eines Stückes in Zeitlupe noch nicht herauskommt ist ja klar, und ebenso, daß die Arbeit am musikalischen Inhalt erst in der Nähe des Endtempos stattfinden kann.
Geht der Übende zu schnell vor, weil er vermeintlich " intelligent übt" dann ist das Ergebnis oft einfach unpräzise und es bleibt Zufall, ob eine schwierige Passage klappt.
Eigentlich selbstverständlich. Insofern prinzipiell keine " Übeweisheit", wie @Klavirus richtigerweise spottet.
Aber ein gutes Mittel gegen die allgegenwärtige Übe-ungeduld und Selbstüberschätzung.

:-D
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
J
jannis
Dabei seit
27. Sep. 2008
Beiträge
479
Reaktionen
552
Bezueglich langsamem Ueben mit Metronom:

Aber ein gutes Mittel gegen die allgegenwärtige Übe-ungeduld und Selbstüberschätzung.

Das mag natuerlich wahr sein, aber es gibt ein prinzipielles Problem: Die Bewegungen im Zieltempo sind manchmal ganz andere als die in langsamem Tempo. D.h. die Bewegungen im Zieltempo sind nicht einfach die des langsamen Tempos "nur schneller". Langsames Ueben hat also nur Sinn, wenn man weisz, wie die Bewegungen im schnellen Tempo funktionieren. Genau daran scheitern aber viele. Es gehoert z.B. das Kleben an den Tasten oder Fingersaetze mit Fingerwechseln dazu oder umstaendlicher Ueber/Untersatz, die im Zieltempo eventuell nicht mehr funktionieren. Auch das "Dehnen" der Hand erzeugt dann oft unnoetige Spannung. Wer aber weisz, wie die Bewegungen im schnellen Tempo aussehen, kann meist auch ohne Metronom langsam ueben...
Jannis
 
 

Top Bottom