Träumerei Schumann

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Stegull

Stegull

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Gefällt mir sehr gut.

Wenn man bedenkt, dass Du erst seit Anfang 2012 spielst ist das doch ganz ordentlich. Es gibt natürlich eine Menge im Detail zu arbeiten aber Du kommst dem Kern des Stückes schon gut nahe. Dazu muss man nicht einmal die manipulativen Bilder betrachten.

Ich übe übrigens auch an diesem Stück. Das 2. Mal mittlerweile. Vor 1 1/2 Jahren habe ich einen Teil der Kinderszenen, inclusive der Träumerei, eingespielt. Das wird von Mal zu Mal besser.

Ich schau mal, ob ich eine Einspielung mache kann um mit Dir einen Erfahrungsaustausch zu veranstalten.

Grüße
 
SpaetzuenderDD

SpaetzuenderDD

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Hehe,

Schön dass es dir gefällt. Die Bilder habe ich genommen weil ich kein Video beim aufnehmen gedreht habe. Erspart eine Menge Arbeit da ich sonst immer erst synchronisieren muss und bei der Audio so nochmal etwas aufbessern kann wenn mann will. ;-)

Habe schon ein paar ähnliche Statements bekommen was das Gefühl angeht. Ist mir ehrlich gesagt auch am wichtigsten da ich finde die Feinheiten kann man lernen das Gefühl ist da oder nicht. Da ist Rubinstein mein grosses Vorbild. :-)

Freu mich wenn du was einstellst.

Gruss
Dennis
 
L

Lustknabe

Guest
Feinheiten kann man lernen das Gefühl ist da oder nicht

Sicher das ein Mensch nicht in der Lage ist Gefühle zu erlernen, so doof es auch klingen mag? Und ich verstehe nicht immer dieses "Gefühl" bei Musik, nur weil ich vielleicht ein überaus großes Sensibelchen bin, heißt es doch lange nicht, das ich überaus "Emotional" Musik präsentieren kann... Da kommt doch glaub ich eher Rythmus"gefühl" und diese angesprochenen Feinheiten ins Spiel...

lg Lustknabe
 
SpaetzuenderDD

SpaetzuenderDD

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Schockbilder? Also so schlimm isses ja auch nicht. ;-)
Habe ja auch geschrieben dass die Feinheiten noch fehlen und die kommen noch, garantiert. :-&
 
SpaetzuenderDD

SpaetzuenderDD

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Sicher das ein Mensch nicht in der Lage ist Gefühle zu erlernen, so doof es auch klingen mag? Und ich verstehe nicht immer dieses "Gefühl" bei Musik, nur weil ich vielleicht ein überaus großes Sensibelchen bin, heißt es doch lange nicht, das ich überaus "Emotional" Musik präsentieren kann... Da kommt doch glaub ich eher Rythmus"gefühl" und diese angesprochenen Feinheiten ins Spiel...

lg Lustknabe

Meiner Meinung nach schon. Ich finde das hat überhaupt nix mit Sensibelchen zu tun. Ich meine damit nicht dass ich ala Lang Lang bei einigen seiner Stücke ein Gesicht ziehen muss als wenn ich gleich sterbe. ;-)

Sondern ich meine damit, dass mir persönlich am wichtigsten ist zu versuchen das Stück rüberzubringen und das mit allem emotionalen von Innen.

Dazu dann Technik und es ist perfekt...

Es gibt aber bestimmt viele Menschen die Dinge technisch super machen und trotzdem kommt nichts rüber.

Das gilt für alle Lebensbereiche. Es gibt Schauspieler bei denen kommt etwas rüber beim spielen weil sie etwas Ausstrahlen. Andere haben vielleicht auf der Schauspielschule viel besser abgeschnitten aber es kommt nichts an.

Oder beim Verkaufen.. Du kannst tausend Seminare besuchen um besser zu werden wenn du es nicht liebst und naja diese emotionale Sache hast mit Leuten zu aggieren wirst du niemals ein TOP Verkäufer.

Bitte bevor mich jetzt jemand steinigt ich will hier auf keinen Fall Aussagen das dies auf mein Klavierspiel zutrifft. Nach gerade 20 Monaten kann ich nicht perfekt spielen wie andere und werde es vermutlich auch nie. Bitte versteht das nicht falsch.

;-)

Ich hoffe du verstehst nun etwas besser was ich mit meinem Satz vom Gefühl ausdrücken wollte.

In der Biographie von Rubinstein beschreibt er es so schön dass er etwas zwischen sich und dem Publikum spürt...
Und genau das kannst du nicht lernen sondern es passiert oder nicht egal wie technisch perfekt du spielst oder auch mal ne falsche Note dabei hast. Ein Sänger der exakt jeden Ton singt kann toten langweilig sein.
 
Dreiklang

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ich meine damit, dass mir persönlich am wichtigsten ist zu versuchen das Stück rüberzubringen und das mit allem emotionalen von Innen. Dazu dann Technik und es ist perfekt...

Ich würde sagen, Musik ruht auf drei Säulen: Gefühl/Emotionalität, Musikalität (das Wissen um eine treffende und gute musikalische Gestaltung), und Technik (die im Regelfall den Hobbyspieler vom Profi unterscheidet).
 
mick

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Ich würde sagen, Musik ruht auf drei Säulen: Gefühl/Emotionalität, Musikalität (das Wissen um eine treffende und gute musikalische Gestaltung), und Technik (die im Regelfall den Hobbyspieler vom Profi unterscheidet).

Es soll im fernen China Pianisten geben, die sich tatsächlich nur in der besseren Technik von Hobbyspielern unterscheiden. Es gibt aber auch Pianisten, bei denen das musikalische Verständnis und die Ausdrucksfähigkeit meilenweit über dem stehen, was ein Hobbyspieler jemals erreichen kann. Zu erkennen ist das beispielsweise in einigen langsamen Mozart-Sätzen, die auch so mancher Hobby-Pianist locker vom Blatt spielen kann. Aber daraus große Kunst entstehen lassen, dazu gehört schon ein wenig mehr...

Gruß, Mick
 

Dreiklang

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Es gibt aber auch Pianisten, bei denen das musikalische Verständnis und die Ausdrucksfähigkeit meilenweit über dem stehen, was ein Hobbyspieler jemals erreichen kann.

Ich wollte nicht zum Ausdruck bringen, daß Hobbyspieler automatisch über eine ähnliche musikalische Gestaltungskraft verfügen wie Profis. Nur sehe ich die Technik (wie wird das Instrument angefaßt...) als ein ganz besonders augenfälliges Unterscheidungsmerkmal Profi/Amateur.
 
SpaetzuenderDD

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Ihr könnt Dinge ausdiskutieren... Ich denke ein guter Profi wird sich doch in allen Bereichen von einem Hobbypianisten absetzten oder? Wobei es hier auch darauf ankommt was ihr unter Hobbypianist versteht. ist jemand der seit 30-40 Jahren Klavier spielt aber es halt nie als sein Hauptberuf gewählt noch ein Hobbypianist?

Wie viele Pianisten von Beruf bzw. Studierte gibt es und wie viele davon sind gut?
Wie viele davon haben anscheinend das gewisse Etwas und schaffen sich aus der Masse zu arbeiten oder haben Sie nur Glück und/oder Vitamin B?

Denke es gibt hier keine endgültige Antwort auf all die Fragen.

Aber viel Spass noch beim diskutieren.
 
T

terrigol

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Ich wollte nicht zum Ausdruck bringen, daß Hobbyspieler automatisch über eine ähnliche musikalische Gestaltungskraft verfügen wie Profis. Nur sehe ich die Technik (wie wird das Instrument angefaßt...) als ein ganz besonders augenfälliges Unterscheidungsmerkmal Profi/Amateur.

Das ist ja auch das auffälligste, was LL von einem guten Hobbyspieler unterscheidet. Über den Rest - lässt sich mit Chris herrlich streiten.:D:D:D

Terri
 
Dreiklang

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Wobei es hier auch darauf ankommt was ihr unter Hobbypianist versteht. ist jemand der seit 30-40 Jahren Klavier spielt aber es halt nie als sein Hauptberuf gewählt noch ein Hobbypianist?

Ich würde sagen, de facto ist er's. Wenn jemand mit Musik nicht sein Geld verdient, betreibt er es als Hobby. Die andere Frage ist, wie gut jemand im Laufe der Zeit in seinem Hobby wird (vgl. auch Sportvereine o.ä., da gibt es große Unterschiede).

Wie viele Pianisten von Beruf bzw. Studierte gibt es und wie viele davon sind gut? Wie viele davon haben anscheinend das gewisse Etwas und schaffen sich aus der Masse zu arbeiten oder haben Sie nur Glück und/oder Vitamin B?

Diejenigen, die gut werden, haben sicher die Fähigkeit, ganz besonders viele Menschen zu begeistern, mit dem, was sie tun. Das wird wohl das entscheidende sein - sofern man da überhaupt eine Antwort geben kann.

Viele Grüße.
 
L

Lustknabe

Guest
Styx, da ich gehört habe, wie Horowitz diese gespielt hat, stell' ich mir persönlich die Frage, welchen Sinn es noch machen würde, die Welt um eine weitere Version "bereichern" zu wollen...

Amen... fallt alle augenblicklich auf die Knie, ringsum erhöhte Schatten, sie rauben mir den willen was eigenes zu schaffen...

Ich weis ja nicht... aber nur weil Hunz und Kunz was besseres geleistet hat, heißt es noch lange nicht, es selber nicht zu probieren und seine Mitwelt teilhaben zu lassen... Der lauf der Dinge entscheidet ob es im Datenmüll verschwindet oder eben nicht... Ein Horowitz wird (wahrscheinlich) aussergewöhnlich gewesen sein... kann das net beurteilen.. hab immer das Gefühl, erst etwas zu verstehen wenn ich das Stück selber spiele und dann höre, was eine andere Person (aus Fleich und Blut, einem Menschen vom äußeren Anschein recht ähnlich) aus diesen oder jenen Noten "zaubert" ... Aber was solls, es wurde nie behauptet das Musik einfach wäre... auch wenn es ja um so viele "Emotionen" geht...

lg lustknabe
 
Dreiklang

Dreiklang

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@Lustknabe

bitte nicht falsch verstehen, was ich sagte (ich hatte es schon befürchtet). Ich will natürlich niemandem die Freude, Motivation o.ä. nehmen, sich mit der Träumerei oder anderen Stücken zu beschäftigen und die auch einzustellen. So etwas lohnt sich schließlich immer, und das wäre ja schlimm...
Ich selbst werde die Träumerei aber wohl sein lassen (nur, Styx fragte halt danach...).
 
thomas 1966

thomas 1966

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@Lustknabe

bitte nicht falsch verstehen, was ich sagte (ich hatte es schon befürchtet). ...
Danke für diese Worte - Ich befürchtete schon das Niederlegen aller Pinsel weil es das schönste Bild schon geben könnte.

Vielleicht versuchst Du einmal die Kunst nicht als Schmuck des Lebens zu sehen. Geblendet von dem Glanz, den sie den Dingen verleiht gehst Du dem Licht selbst nicht nach - scheint es mir.

Gruß
Thomas
 
 

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