Tonarten


H
Hacon
Dabei seit
28. Juli 2007
Beiträge
2.443
Reaktionen
0
Hab jetzt ne dumme Frage:
Kann es sein, das es zu jeder Dur-Tonart eine Moll-Tonart gibt, die sich genau so anhört?
So sieht es jedenfalls auf dem Quintenzirkel aus.
 
.marcus.
.marcus.
Dabei seit
11. Apr. 2007
Beiträge
3.771
Reaktionen
1.262
Dass es zu jeder Dur-Tonart eine Moll-Tonart gibt, ist natürlich richtig. Aber die klingen auf jeden Fall unterschiedlich. Ich bin kein Tonarten-Experte, aber es gibt deutliche Unterschiede.
Moll soll ja z.B. immer weich,traurig klingen wogegen Dur hart,klar sein soll. (Ich halte das für ziemlichen Unfug, aber Unterschiede gibt es trotzdem...)

Sicher findet sich noch jemand, der das fundierter erklären kann :D

marcus
 
H
Hacon
Dabei seit
28. Juli 2007
Beiträge
2.443
Reaktionen
0
Ich wollte halt die Tonarten vom Quintenzirkel auswendig lernen, und da verwirrt mich das.
 
Mirko
Mirko
Dabei seit
20. März 2006
Beiträge
146
Reaktionen
0
Ja, es gibt zu jeder Dur-Tonart eine parallele Moll-Tonart, aber die klingen natürlich anders, sonst wäre das ganze ja sinnlos ;)
Während bei der Dur-Tonleiter die Halbtonschritte immer beim 3-4 und beim 7-8 Ton vorliegen, liegen sie bei der Moll-Tonleiter immer beim 2-3 und beim 5-6 Ton vor. Darum klingen sie halt "anders"

C-Dur Tonleiter: c d (ef) g a (hc)
a-Moll Tonleiter: a (hc) d (ef) g a

Hoffe das diese Darstellung verständlich ist ^^

Außerdem hat die parallele Moll-Tonart immer gleich viel Vorzeichen wie die Dur-Tonart (Oder auch umgekehrt). Darum ist sie ja auch die Parallele ;)

Lg
Mirko
 
L
Livia
Dabei seit
5. Aug. 2006
Beiträge
334
Reaktionen
92
Bei Auswendiglernen:
Spruch für die Kreuze Dur: Geh du alter Esel hole Fisch.
Spruch für die Bs Dur: Fesche Burschen essen Asperind deshlab gesund. (Es gibt auch andere geläufige.)
Und wenn du die Parallelmolltonart wissen willst, dann denkst du Z.B. von A-Dur, eine kleine Terz runter (3 Halbtonschritte, 3 Klaviertasten, schwarz und weiß) und dann hast du Fis-Moll, das dieselben Kreuze wie A-Dur hat.
 
H
Hacon
Dabei seit
28. Juli 2007
Beiträge
2.443
Reaktionen
0
Ich wills ahlt so auswendig lernen, dass wenn ich was kompomiere, dass ich dann gleich erkenne, welche Tonart des ist.
 
G
Guetiger
Dabei seit
14. Aug. 2007
Beiträge
4
Reaktionen
0
Das mit dem Moll ist hier alles richtig, wenn man von natürlichem Moll spricht.

Es gibt da allerdings noch das harmonische Moll (7. Stufe um einen halbton erhöht), das etwas orientalisch klingt.

Und dann gibt es da noch das melodische Moll beim aufwärts spielen 6. und 7. Stufe erhöht hat, beim abwärts spielen entspricht es dem natürlichen Moll.
Die melodische Moll-Tonleiter wird oft in der Jazz-Musik verwendet.

Hoffentlich war das jetzt nicht zu verwirrend?!
 
H
Hacon
Dabei seit
28. Juli 2007
Beiträge
2.443
Reaktionen
0
Verwirrend war das jetzt nicht, aber so genau wollt ichs ja auch gar nicht wissen.
Ich erklär besser mal genauer worum es mir geht:
Im Quintenzirkel stehen außen die Dur-Tonarten und innen die Moll-Tonarten.
Dazwischen sieht man die Kreuze bzw. Bs in den Notensystemen.
Aus dem Quintenzirkel kann ich jetzt also z.B. folgendes ablesen:

kein Vorzeichen= C-Dur und a-Moll
cis, fis, gis = A-Dur und fis-Moll
b, es= B-Dur und g-Moll

Ich will nur wissen: Lese ich den Quintenzirkel auf diese Weise richtig?
Wenn nein, wie ließt man ihn?
Wenn ja, wie kommt es, dass es beispielsweise zu C-Dur a-Moll gehört und wie finde ich heraus, ob meine Tonart nun eine Dur-Tonart oder eine Moll-Tonart ist?
 
Mirko
Mirko
Dabei seit
20. März 2006
Beiträge
146
Reaktionen
0
Ja, so ist es im Prinzip richtig würd ich mal sagen. Wobei ich die Vorzeichen in einer anderen Reihenfolge lese. Z.B
G-Dur/e-moll: fis
D-Dur/h-moll: fis, cis
A-Dur/fis-moll: fis, cis, gis
usw...
Die Tonarten (z.B. C-Dur und a-Moll) gehören zusammen, weil beide gleich viele Vorzeichen haben (nämliche beide keines). Hatt ich ein Post eher glaub ich auch schon erwähnt :P
Um bei Stücken herauszufinden um welche Tonart es sich handelt, guckst du am besten in den Noten auf den Anfangs- und/oder Endakkord. Dieser ist in der Regel der, in dem auch die Tonart des Stückes ist (Es gibt sicherlich auch Ausnahmen, aber meistens ist es so).

Lg,
Mirko
 
L
Livia
Dabei seit
5. Aug. 2006
Beiträge
334
Reaktionen
92
Am einfachsten ist, wenn du die Melodie des Stückes spielst und darauf hörst, auf welchem Ton du aufhören könntest, ohne, dass es klingt, als wär das Stück nicht fertig.
 

R
rappy
Dabei seit
7. Juli 2007
Beiträge
881
Reaktionen
136
Wenn du nicht weißt, in welcher Tonart deine "Melodie" steht, wie willst du sie dann harmonisieren?
Außerdem hat eine Melodie per se keine Tonart. Die Notenfolge G-H-D-C-H z. B. könnte in G Dur genauso wie in e Moll oder C Dur etc. als Thema vorkommen.
 
H
Hacon
Dabei seit
28. Juli 2007
Beiträge
2.443
Reaktionen
0
@mirko: Das war schon mal das erste was ich wissen wollte, jetzt lese ich zumindest den Quintenzirkel schon mal richtig.

Aber das ist noch nicht alles.
Wenn ich jetzt an den Anfang des Stücks z.B. fis, cis, gis notiert habe,
woher weiß ich dann ob das jetzt fis-Moll oder A-Dur ist?

@Livia: Was hab ich denn davon, wenn ich den letzten Ton des Stücks habe?

@rappy: Ich gehe ja auch davon aus, dass ich schon bisschen mehr notiert habe als nur eine kurze Tonfolge.
 
Mirko
Mirko
Dabei seit
20. März 2006
Beiträge
146
Reaktionen
0
Du meinst, wenn du selber ein Stück schreibst? Naja, musst dich halt entscheiden, ob du ein Stück in Dur oder in Moll schreibst ;)

Wegen dem letzten Ton:
Angenommen du hast eine Melodie, die auf dem Ton C endet, dann ist es möglich, dass das Stück in C-Dur oder c-moll ist. (Muss jedoch nicht sein) Ich glaub das wollte Livia damit sagen

Lg,
Mirko
 
.marcus.
.marcus.
Dabei seit
11. Apr. 2007
Beiträge
3.771
Reaktionen
1.262
Kann ich das dann einfach nur am Klang erkennen? Also gut und klar= dur
böse, traurig= Moll
Ich versteh das noch nicht so ganz,
schreibst du ein Stück und überlegst dann in welcher Tonart du es geschrieben hast??:confused: so klingt es jedenfalls für mich

leicht verwirrt
marcus
 
H
Hacon
Dabei seit
28. Juli 2007
Beiträge
2.443
Reaktionen
0
schreibst du ein Stück und überlegst dann in welcher Tonart du es geschrieben hast??
Ja, genau so mache ich es. Ich spiele nämlich zuerst mal bisschen am Klavier herum bis etwas herauskommt was sich gut anhöhrt, und das baue ich dann aus. Und dann will ich halt wissen, welche Tonart es ist, damit ich sie an den Anfang notieren kann(das will ich ja schon nach wenigen Takten notieren).
 
A
Amfortas
Guest
Kauf dir mal ein Buch über Harmonielehre oder Musiklehre allgemein. Lohnt sich.


oli
 
H
Hacon
Dabei seit
28. Juli 2007
Beiträge
2.443
Reaktionen
0
Hab mir schon eins gekauft:D
Nur bis ich da mal so weit bin, dass ich plötzlich aufkommende Fragen beantworten kann, das dauert. Ich muss ja langsam lesen um mir auch zu merken was da steht, und um es zu verstehen.
Außerdem bin ich ungehäuerlich durch andere Bücher abgelenkt;)
 
klavigen
klavigen
Dabei seit
1. Sep. 2007
Beiträge
2.503
Reaktionen
4
Kauf dir mal ein Buch über Harmonielehre oder Musiklehre allgemein. Lohnt sich.


oli

@Hacon, fein dass du dieser freundlichen Aufforderung nachgekommen bist.

Auch wenn dich die anderen Bücher so ablenken, würde ich doch die Harmonielehre selbst aufs Klo mitnehmen. Ich habe den leisen Verdacht, dass die Harmonielehre dir als ein böser Popanz escheint, den irgendwelche Theoretiker als Schikane am Leben erhalten. Da ist natürlich was dran, aber es gibt jede Menge Theoretiker, die keinesfalls Klavierspielen oder Komponieren können, aber es gibt keinen !!!!Komponisten und eigentlich auch keinen guten Pianisten, der sich nicht hervorragend mit Harmonielehre auskennt. Die Harmonien sind nun mal die Seele der Musik. Wenn du erstaunlicherweise, feine Sachen komponierst, die auch gut klingen, dann solltest du grösstes Interesse darauf legen, zu wissen, was du da eigentlich machst. Und sicher willst du ja auch was aufschreiben und da benötigst du dies Kenntnisse oder wie willst du sonst wissen, ob du fis oder ges notieren solltest?

Mit Dur und Moll - fröhlich und traurig ist es auch nicht so einfach - denn eigentlich heisst moll ja weich und dur heisst hart, aber es gibt viel abstufungen, eben fast wie bei den Menschengeschlechtern, wo es auch eher weibliche Männer und männliche Frauen gibt samt sämtlichen Zwischenstufen.

und die verschiedenen arten von Moll sind auch mit unterschiedlichen Affekten geladen, das heisst, sie provozieren unterschiedliche Gefühlslagen.

Bach selber benutzt in vielen Stücken entgegen der Konvention beim Abwärtslauf des melodischen Moll gerade dann die erhöhte 6. un7. Stufe, um einen gewissen Grad von Agression zu verdeutlichen oder auch stärke des Ausdrucks.
 
 

Top Bottom