Studiomonitore / Nahfeldmonitore?

Peter

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Bechsteinfan
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Eigentlich sagt der Name "Nahfeld" ja schon alles.
Aber bei 8-Zöllern könnte ich mir durchaus vorstellen, dass sie auch für eine Wohnraumbeschallung ausreichen. Falls möglich, einfach mal in einem Laden austesten. Ansonsten habe ich mit diesen Monitoren auch schon geliebäugelt. Sie scheinen fast konkurrenzlos in dieser Preisklasse.
 
Peter

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Bechsteinfan
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Das mit der genauen Ausrichtung haben sicher alle Studio-Monitore und überhaupt alle Hochtöner gemeinsam und im Nahfeld ist das auch wichtig. Aber Du willst die ja eben nicht für´s Nahfeld und da kommt bestimmt noch jede Menge Raumakustik hinzu.
 
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jensen1

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Die Angabe der Bündelung erklärt sich vor dem Hintergrund der Nutzung. Bei einem Studiomonitor ist es wichtig, dass er linear arbeitete. Das klingt trivial, ist aber in Verbindung mit dem Raum gar nicht so leicht zu realisieren. Da kann man den Lautsprecher so entzerren, dass er auf Achse linear klingt. Dann hat er unter Winkeln gemessen einen leichten Abfall in den Höhen. Oder man entzerrt ihn so, dass er auf Achse leicht ansteigend ist, dann klingt er unter Winkeln gemessen linear, bzw. ist in der Abhörsituation nicht nur für einen Hörplatz optimiert, sondern für einen größeren Bereich. Nun wird das Thema aber sogar noch komplizierter, denn es kann in Verbindung mit manchen Räumen keine der beiden Einstellungen richtig sein. Deswegen haben Studiomonitore häufig eine Ortsanpassung, so auch der Yamaha ("Room Control" und "High-Trim").

Praktisch relevant ist das ganze insbesondere für Klaviersounds nicht. Der Hochtöner liefert vom Bündelungsverhalten her sicher bis 8 KHz auch unter Winkeln gemessen noch linearen Schalldruck, insbesondere da er in ein Waveguide eingebaut ist. Das ist ein Bereich, in dem alle "wesentlichen" Klanginformationen des Klaviers schon abgedeckt sind, darüber passiert dann eigentlich nicht mehr so viel. Daher halte ich diesen Lautsprecher durchaus für geeignet. Problematisch wäre eher ein großer Breitbandlautsprecher, der bspw. schon bei 2-3 KHz anfängt zu bündeln.

Die Angabe von Yamaha richtet sich an Toningenieure. Denn wenn man das Bündelungsverhalten des Lautsprechers nicht auf dem Schirm hat, kann es passieren, dass man eine Aufnahme zu höhenlastig oder auch zu muffig abmischt, obwohl es über die Boxen "richtig" klingt.
 
ahc

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In dieser Preisklasse kommen vielleicht auch die Nubert nuPro A-20 in Frage.
 
Peter

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Bechsteinfan
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Ich habe Monitore von Alesis mit USB-Anschluss. Sie "umgehen" ebenfalls die Soundkarte vom Rechner (nicht wirklich, denn sie beherbergen quasi eine externe Soundkarte, die der Rechner ansteuert).

Ja, ein PC gibt Mididaten über USB aus, auch ohne interne Soundkarte. Aber irgend wo müssen die Daten weiterverarbeitet werden und dazu braucht es dann was Externes (ich z.B. nutze ein externes Interface).

Also:
MP11 <---USB---> Rechner UND nuPro <---USB---> Rechner: Geht mit entsprechender Software.
MP11 <---USB---> nuPro: Geht sicher nicht.
 
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Steinbock44

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die HS 8 8 Zöller. Und es stehen 80W gegen 120W. Anscheinend geben sie aber die Bässe bis hinab zu 39Hz wieder, während bei Yamaha die Wiedergabe anscheinend unter 55Hz unbrauchbar wird.
Ich muss mir mal die HS8 anhören, dann sehen wir weiter.

Jörg
Es ist korrekt, wenn man tiefer als 55Hz möchte, dann muss man dazu den Yamaha Subwoofer kaufen. 39Hz in dieser Lautsprechergrösse (ohne Subwoofer) ist schlicht nicht möglich. Ausser man verbiegt gewaltig die Liberalität und somit sie als Monitorlautsprecher unbrauchbar macht.

LB Grüsse
Antoine
 
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jensen1

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Lautsprecher und Prospektdaten..... ein kompliziertes Thema. Die Hersteller müssen irgendwas angeben und die Kunden vergleichen nunmal gern Zahlen.

Den Unterschied zwischen einer 80 Watt und einer 120 Watt Endstufe kann man nicht hören. Auch hier wird es wieder komplizierter, denn es gibt verschiedene Messverfahren, wie die Werte ermittelt werden. Außerdem gibt es verschiedene Endstufentypen, die im oberen Aussteuerungsbereich unterschiedliche Verzerrungen produzieren, so dass man dann gehörmäßig u.U. auf die "letzte" Aussteuerung verzichtet. Dann kommt noch hinzu, dass der Wirkungsgrad des Lautsprechers darüber entscheidet, wie laut das am Ende klingt. Um es kurz zu machen, man kann nicht pauschal sagen, dass die eine Endstufe besser ist, als die andere. Gut möglich, dass die "schwächere" Box lauter klingt.

Nächster Punkt: Basswiedergabe. Eine Halbierung der Hz-Zahl ist eine Oktave, musikalisch gesprochen. D.h., würde die eine Box statt 39 Hz 19 Hz haben, wäre sie im Vergleich zu 55Hz ein echter Gewinn. Denn das wäre eine ganze Oktave mehr. Der Unterschied zw. 55 und 39 Hz ist nicht so riesig. Auch ist es keinesfalls so, dass die Boxen unterhalb ihrer Grenzfrequenz gar nichts mehr wiedergeben, lediglich fällt die Wiedergabe dann ab. Auch hier wird es wieder komplizierter, denn normale Wohnräume heben Basstöne unter 50 Hz häufig an, so dass ein etwas höher abgestimmter Lautsprecher durchaus sogar besser, präziser, klingen kann. Einen Nachteil haben beide Boxen insofern, als dass sie das beliebte Bassreflex System benutzen, welches unterhalb der Abstimmfrequenz stärker im Pegel abfällt, als bei geschlossenen Boxen.

Als letztes noch, Unterschied zw. 6.5" und 8". Auch hier gilt, da kann man nicht pauschal sagen, dass der eine gegen den anderen gewinnt, nach dem Motto, größer ist besser. Zwar kann ein größeres Chassis aufgrund der Membranfläche mehr Luft verschieben, jedoch geht es auch hier zusätzlich noch darum, wie groß die maximale lineare Auslenkung ist und diese Angabe fehlt (wie üblich). Es kann durchaus sein, dass das kleinere Chassis eine höhere Auslenkung hat und mehr Luft verschieben kann.

Ich kenne weder den einen, noch den anderen Lautsprecher. Es ist nur so, dass man sie anhand der technischen Daten kaum vergleichen kann, auch wenn es beliebt ist, Zahlen gegeneinander abzugleichen. Über den tatsächlichen Klang sagt das nur sehr wenig aus, insbesondere, wenn die Daten bei nüchterner Betrachtung so dicht beieinander liegen.
 
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