Sechzentelnoten

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CroBenji

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Hallo,

ich habe eine Frage. Ich habe vor einiger Zeit mit "nach-Noten-spielen" angefangen. Hatte dazu ein Buch, war auch wirklich gut, aber es hat keine Sechzentelnoten behandelt.

Jetzt stehe ich vor dem Problem, das ich schon nach Noten spielen kann, allerdings nicht weiß, wie ich mit Sechzentelnoten zurecht kommen soll. Klar vom Prizinp her weiß ich was und wie aber in der Praxis, vorallem wenn ich diese Noten vormir habe bin ich völlig überfordert.

Vor allem weil ich mit dem zählen nicht weiterkomme. Ich habe gelernt

... 1 - und - 2 - und - 3 - und - 4 - und ...

das klappt auch super mit Achtelnoten, aber eben nicht weiter. Muss ich anders zählen oder wie geht das?

Gibt es spezielle Übungen bzw. habt mir mir Tipps etc.?

Vielen Dank schon jetzt und liebe Grüße
 
B

Barpianodilettant

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Hallo,

zählen z.B.:

1 - e - un - de
2 - e - un - de
3 - e - un - de
4 - e - un - de
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Ich würde im Normalfall nur die Viertelnoten zählen, und gelegentlich vorkommende Achtel und Sechzehntel nach Gefühl einfügen. Es ist nicht notwendig, daß man zu jeder zu spielenden Note eine Zählsilbe sagt.

In langsamen Sätzen, die in schnellen Notenwerten (Achtel, Sechzehntel, Zweiunddreißigstel) notiert sind, empfiehlt es sich, die Achtel als Zählzeit zu nehmen, also 1 2 3 4 für die Achtelschläge.
 
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CroBenji

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Ich würde im Normalfall nur die Viertelnoten zählen, und gelegentlich vorkommende Achtel und Sechzehntel nach Gefühl einfügen. Es ist nicht notwendig, daß man zu jeder zu spielenden Note eine Zählsilbe sagt.

In langsamen Sätzen, die in schnellen Notenwerten (Achtel, Sechzehntel, Zweiunddreißigstel) notiert sind, empfiehlt es sich, die Achtel als Zählzeit zu nehmen, also 1 2 3 4 für die Achtelschläge.
Ich schätze mal, es liegt einiges an Übung vor mir....................
 
Guendola

Guendola

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nach Gefühl ist gut, sobald man einen Rythmus kapiert hat. Aber um ihn erstmal zu verstehen - bei komplexen kann das manchmal etwas dauern, vor allem wenn man noch Noten Lesen lernt - hift "eins - e - und - e" oder ähnliches sehr, auch wenn es sehr dämlich klingt, es vor sich her zu sagen.

Und es kann auch mal sein, daß man aus dem Gefühl heraus falsch spielt, entweder z.B, punktierte Noten zu weich oder Triolen zu hart spielt (also im Prinzip das eine statt des anderen), das findet man dann erst mit Zählen heraus. Angeblich gab es mal einen Streit zwischen Chopin und einem anderen Musiker, ob Chopin eine bestimmte Stelle nun triolisch oder punktiert spielt, sie konnten sich allerdings laut dieser Geschichte nicht einigen - haben wohl nicht mitgezählt. Aber das gehört eigentlich erst in die nächste Unterrichtsstunde :)
 
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guido48

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Hallo liebe FreundInnen,

das mit dem Zählen ist schon so eine Sache, bis zu den Sechzehntel geht es ja noch ganz gut mit dem 1-e-und-e aber wie zählt man bei 32stel , die ja doch auch ganz gerne mal vorkommen oder wie verhält es sich mit dem zählen

wenn Achtel mit Sechzehntel kombiniert mit einem Balken verbunde auftreten, also vielleicht drücke ich mich etwas schlecht aus, aber die Profis unter Euch wissen wohl was mich meine, also wenn zum Beispiel eine Achtel mit zwei Sechzehntel durch einen Balken verbunden ist, die Sechzehntel dann mit einem Doppelbalken.

Dies zum Beispiel in einem 4/4 Takt also zum Beispiel mit einer Viertel, dann zwei dieser Kombinationen und dann wieder eine Viertel.

Zähle ich dann richtig, wenn ich folgerdermaßen zähle:

1 2-e-und 3-e-und 4


Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende wünscht Euch

Wolfgang
 
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Bachopin

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Hi Freund guido48,

Zähle ich dann richtig, wenn ich folgerdermaßen zähle:

1 2-e-und 3-e-und 4
Meiner Meinung nach: nein.

Das Zählen sollte immer einem durchgehenden Grundpuls darstellen, zu dem man dann dazu spielt. Man sollte nicht genau das zählen was man spielt (das wäre dein Beispiel).

In deinem Fall sollte man also, wenn man die 1/16 noch nicht spürt (kann), durchgehend "1 e und e 2 e... " zählen und dann wieder reduzieren zu erst auf "1 und 2 und 3 und 4 und" und dann auf "1 2 3 4".

Diese "und" und "e" Zählweisen sollten nur ein Hilfsmittel sein, einen bestimmten Rhythmus zu lernen. Wenn man ihn dann kann, sollte man nur noch den Grundpuls (1 2 3 4, etc) zählen.

Beim Spielen gleichzeitig laut den Grundpuls zu zählen, ist übrigens eine super Übung für das rhythmische Empfinden und oft auch super schwierig (ausser man ist in Brasilien geboren, da wächst man mit so etwas auf ;-) ).

Gruß
 
wahnfried

wahnfried

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Cool! Hach ja, Youtube ist immer wieder eine Fundgrube.

Man könnte ja auch faul sein und statt dem "1-e und e"-Kram auch ein Metronom benutzen. Ich kann das von Tama wärmstens empfehlen, da es Achtel, Sechzehntel und Triolen kann und man es so brüllend laut machen kann, daß man einfach mitmuß :-) (Ist für Schlagzeuger.)

http://www.tamadrum.co.jp/eu/products/accessories/RW105.html

FF,
Wahnfried
 

Guendola

Guendola

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zu dem "Zählproblem" muß ich noch mal sagen, daß bei mir immer die kleinste Noteneinheit als Puls vorhanden ist. Das funktioniert auch bei 27-tolen, nur ist der Puls dann natürlich auf eine andere Art gleichmäßig. Ab einem bestimmten Tempo würde ich allerdings nicht mal mehr versuchen, 16-tel, 32-tel oder sogar 64-tel während des Spielens zu zählen.

Aber wenn man so hübsche Figuren hat, wie z.B. 8. Beehtoven Sonate, erster Satz, Takt 9, kann es durchaus helfen, sich mal klar zu machen, wie oft die kleinsten Noteneinheiten in die längeren Noten passen.
 
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guido48

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Hallo liebe FreundInnen,

vielen Dank für Eure ausführlichen und sehr verständlichen Antworten.

Wenn ich es recht verstehe, gibt es, zumindest um es einmal zu üben, ab 32 telbzw. 64tel Noten bzw. wenn Noten verschiedener Länge z. Bspl 8 ud 16 mit einem gemeinsamen Balken zusammengefasst, keine konkreten Zählanweisungen als Hilfesstellung mehr?

Sehe ich das so richtig?

Vielen Dank schon mal und Euch allen einen schönen und erfolgreichen Tag

wünnscht Euch

Wolfgang
 
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CroBenji

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Hi Freund guido48,



Meiner Meinung nach: nein.

Das Zählen sollte immer einem durchgehenden Grundpuls darstellen, zu dem man dann dazu spielt. Man sollte nicht genau das zählen was man spielt (das wäre dein Beispiel).

In deinem Fall sollte man also, wenn man die 1/16 noch nicht spürt (kann), durchgehend "1 e und e 2 e... " zählen und dann wieder reduzieren zu erst auf "1 und 2 und 3 und 4 und" und dann auf "1 2 3 4".

Diese "und" und "e" Zählweisen sollten nur ein Hilfsmittel sein, einen bestimmten Rhythmus zu lernen. Wenn man ihn dann kann, sollte man nur noch den Grundpuls (1 2 3 4, etc) zählen.

Beim Spielen gleichzeitig laut den Grundpuls zu zählen, ist übrigens eine super Übung für das rhythmische Empfinden und oft auch super schwierig (ausser man ist in Brasilien geboren, da wächst man mit so etwas auf ;-) ).

Gruß

ich denke mal wenn man eine weile mit 1 und e und 2 und e .... zählt lernt man es (hoffentlich) schnell. Ich bin jetzt erstmal bei "Le Onde" von Einaudi hat nur max 8tel-Noten und ist superschön! :-)
 
 

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