Schumann op. 68 Nr. 5 und der „passende“ Flügel (?)

  • Ersteller des Themas Marlene
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Marlene

Marlene

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Hallo,

gestern hatte ich zu meiner großen Freude erstmals ein Stück von Schumann auf dem Notenpult stehen und habe zuhause abends zielstrebig am Bösendorfer Platz genommen. Zu meinem großen Erstaunen habe ich nach wenigen Takten mit meinem Schatz gesprochen und ihm gesagt: „Schumann ist nichts für Dich“ und mich an den Bechstein gesetzt wo es viel schöner klingt und auch besser klappt mit der linken Hand. Heute, wo die linke Hand schon besser läuft, habe ich mich erneut an den Bösendorfer gesetzt und bin dann nach zehn Minuten wieder zum Bechstein gegangen bei dem es irgendwie besser läuft und ich mich mit dem Stück wohler fühle (auch vom Klang her).

Am Montag hatte ich Besuch von einem „Clavionisten“ der mir gesagt hat, es würde noch eine Weile dauern bis der härtere Anschlag des Bösendorfers weicher würde. Könnten die noch nicht „weich“ gespielten Hammerfilze der Grund sein? Aber: mir ist ein so signifikanter Unterschied bei den anderen Stücken bisher nicht aufgefallen.

Eigentlich komme ich mit beiden Instrumenten gut zurecht und ich wechsele öfters hin und her, spiele ein Stück auf dem einen und dann auf dem anderen und wieder auf dem einen.

Oder kann es sein, dass es Instrumente gibt die für das ein oder andere Stück besser geeignet sind als andere?

Liebe Grüße
Marlene
 
cwtoons

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Für die Romantik, und da ganz speziell für Schumann, sind Instrumente von Bösendorfer und Bechstein überhaupt nicht geeignet. Ihre allgemein bekannte Stärke liegt im Honky-Tonky-Style. Einzig das YAMAHA Clavinova Digipiano wird den extrem aufwühlenden und berührenden eruptiven Emotionsebenen der romantischen Musik gerecht.

CW
 
Moderato

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CW, für die "allgemein bekannte Stärke Honky Tonky Stile" sind Marlenes Instrumente nicht optimal gestimmt. Michael muß da etwas falsch gemacht haben.:D
 
cwtoons

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Nicht optimal gestimmt? Out of tune? Das macht nix. Eine Reißzwecke in jeden Hammerkopf veredelt auch den ehrwürdigsten Bösie.

Dann klappt 's auch mit Schumann.

CW
 
fisherman

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Am Montag hatte ich Besuch von einem „Clavionisten“ der mir gesagt hat, es würde noch eine Weile dauern bis der härtere Anschlag des Bösendorfers weicher würde. Könnten die noch nicht „weich“ gespielten Hammerfilze der Grund sein? Aber: mir ist ein so signifikanter Unterschied bei den anderen Stücken bisher nicht aufgefallen.
Ähem, räusper, Marlene - die Hämmer werden durch das Spielen eher hart! Aber die Tastatur wird im Lauf der Zeit etwas weicher und flüssiger! Dass der Schumann am KUK besser läuft, wundert mich erst mal nicht. Aber das kann sich ändern. Dennoch: Auch ich würde Schumann eher am Bechstein soielen.
 
Marlene

Marlene

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Sorry, da habe ich etwas durcheinander gebracht.

Ähem, räusper, Marlene - die Hämmer werden durch das Spielen eher hart!
Weil die Filze durch den häufigen Anschlag verdichtet werden?!

Aber die Tastatur wird im Lauf der Zeit etwas weicher und flüssiger!
Hmm, genau das scheint mein Problem mit Schumann und dem Bösendorfer zu sein: Es läuft („fließt“) an diesem (noch) nicht so gut. An meiner Fingermotorik kann es eigentlich nicht liegen, denn „Seine Majestät“ ist beim genannten Stück handzahmer.

Dass der Schumann am KUK besser läuft, wundert mich erst mal nicht. Aber das kann sich ändern. Dennoch: Auch ich würde Schumann eher am Bechstein spielen.
Da fällt mir ein, dass auch Stechbein gesagt hat (oder geschrieben), dass K.u.K. definiv „weiblich“ sei. Frauen sind ja eh (meist) romantischer als Männer und Schumann und Romantik... Vielleicht ist das ja der Grund... ;)
 
Peter

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Bechsteinfan
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Wer oder was ist KUK?
 
Marlene

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Moin Peter!

Fisherman hat mal erzählt, dass seine Instrumente einen Namen haben worauf sich meine Nase gekräuselt hat. Bevor ich dann meinen alten Bechstein bekommen habe wollte ich nicht vergessen, dass ich vorher die Fenster putzen will damit ihm nicht kalt wird, wenn ich sie während seiner Anwesenheit putze. Wegen des Schriftzuges "Hoflieferant seiner Majestät des Kaisers und Königs" auf der Tastenklappe habe ich auf einen Zettel geschrieben: "Fenster putzen vor K.u.K."! Und da hatte er seinen Namen.

Liebe Grüße
Marlene
 
Dreiklang

Dreiklang

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... und sprecht es auch bitte immer ordentlich und korrekt aus ;)

Zitat von Wiki:
Das u zwischen den zwei ks wird trotz der verkürzten Form voll ausgesprochen; die korrekte Aussprache lautet somit „k[a] und k[a]“.
->/wiki/kaiserlich_und_königlich

(Marlene, zu was macht Dich Dein K.u.K. dann letztlich? Zur Gräfin, Baronesse, Comtesse, oder Prinzessin? ;))

Zitat von fishi:
die Hämmer werden durch das Spielen eher hart!
Der Filz wird also verdichtet? Wie genau wirkt sich das auf Klang und Spielgefühl aus?

Aber die Tastatur wird im Lauf der Zeit etwas weicher und flüssiger!
Wie muß man sich das vorstellen? Leiert da dann die Mechanik aus? Oder verringert sich einfach die Reibung der beweglichen Teile gegeneinander mit der Zeit, so daß sich alles einfach leichter bewegt?

fragt der Dreiklang
 

Tastenjunkie

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Liebe Marlene,

ich kenne Dich kaum, deine Posts lese ich nur teilweise. Als du letztes Jahr das Forum mit Deiner Doppelflügelfindungsgeschichte bereichert hat (ich meine das wirklich so) fand ich Dich mit den Luxusproblemen, die du damals hattest, zwar etwas skuril, aber mit der Zeit habe ich aus Deinen Post herausgelesen, dass Du mit dem Klavier und allem was dazu gehört (in leicht fortgeschrittenem Alter) einen hochbefriedigenden Lebensinhalt gefunden hast. Mit welcher Begeisterung du das tust imponiert mir ebenfalls.

Zu Deiner Frage in diesem Faden: Dein Bechstein ist ein altes Instrument, der Bösi (es ist doch ein 220er, oder?) ist ein moderner Semi-Konzert-Flügel. Folgende Tendenz lässt sich nicht leugnen: Alte Instrumente wie Dein Bechstein sind meistens (nicht immer) eher leichtgängig, die modernen eher schwergängig, weil gemäß den Ansprüchen in den heutigen Konzerträumen (und Säälen) aus einem modernen Instrument oberhalb der 210 cm Marke einfach mehr Wums rauszukommen hat als
noch vor 80 Jahren. Und mehr Wums braucht eben mehr Kraft. An eine schwergängige Mechanik muss man sich über längere Zeit gewöhnen. Will sagen: Spiel 2 Wochen lang ausschließlich den Bösi, und der Schumann wird deutlich besser laufen. Das
gleiche würde übrigens auch gelten, wenn Du einen alten (nur als Beispiel) Seiler und einen nagelneuen Yamaha C3 zuhause stehen hättest. Wie gesagt, das muss nicht so sein, es gibt auch softe neue und harte alte Instrumente, aber tendenziell ist es eher umgekehrt. Und natürlich kannst Du das alles auch nach Gusto umregulieren lassen.

Abschnitt 2 meiner Antwort: Wie Du vielleicht aus dem ironischen Unterton bei den meisten der Vorposter in diesem Faden schon herausgelesen hast, erregst du mit Deinem heutigen Luxusproblem erneut die Gemüter. Heute lieber die Gucci- oder
doch die Prada-Handtasche? Nach 20 km Spritztour umgekehrt, weil sich der Jaguar heute irgendwie nicht stimmig anfühlt, und doch noch schnell in den Maybach gewechselt. Da kann man doch schon mal öffentlich um Entscheidungshilfe und
fachkompetente Beratung bitten...

[Einschub: Bevor wieder die übliche "Deutschland - Neider-Land - Leier auf dem Fuße folgt: Ja, klar, aber natürlich beneide ich Dich um deine beiden tollen Instrumente. Aber deswegen schreibe ich das hier nicht, denn auch wenn noch 5 Exemplare aus der obersten Liga bei Dir rumstehen und den ganzen Tag Zeit dafür hättest, würde ich nicht mit Dir tauschen wollen. Hab ich auch gar nicht nötig, den ich habe selbst alles was ich brauche und der Rest ist eine Frage der Prioritäten. Ich gehöre - zumindest auf dem Papier - zu den Besserverdienern und zur geistigen Elite dieses Landes.
Trotzdem finde ich es geschmacklos bis unanständig, wie Du Dich hier öffentlich in Sekt-oder-Schampus-Manier beömmelst.]

Du solltest folgendes wissen: Da Du über einen Haufen brachliegenden Kapitals zu verfügen scheinst, gibt es bei Dir etwas zu holen. Genau deswegen wirst Du auch dieses mal mit sehr freundlichen und zuvorkommenden Vorschlägen (Umregulierung,
Nachintonierung Deines Bösis, vielleicht doch nochmal in Wien schauen, ob ein anderes Exemplar nicht besser zu Dir passt etc.) überhäuft werden und zwar von denen, die daran verdienen bzw. mitverdienen (da nenne ich jetzt mal keine Namen, aber das kapiert sowieso jeder, es sind eben die "üblichen Verdächtigen"). Dabei geht es aber in keinster Weise um Schumann oder um deine Fortschritte am Klavier, sondern es geht um die Kohle, die es bei Dir offensichtlich abzugreifen gibt.

Und das ist auch total ok so !!!

Nur: Seid doch bitte alle mal so ehrlich und steht dazu!

Mein Vorschlag: Gründet so eine Art Piano-Rotary oder -Lions-Club! Du würdest darin eine wunderbare First Lady abgeben und hättest bestimmt bald viele Mitgliedschaftswünsche. Und damit das ganze politisch korrekt wird, sehe ich schon
glanzvolle Charity-Aktionen vor meinem inneren Auge: Spendet einen geringen Betrag, kauft einen abgehalfterten Steinelhuber-Flügel von 1634, renoviert ihn, und schenkt ihn einer Ganztagesschule im Problemviertel einer dahinsiechenden griechischen Industriestadt (vielleicht gibts noch ein paar Förder-Euro aus Brüssel dazu). Das Kapital dafür ist ja wohl vorhanden, für die Öffentlichkeitsarbeit fällt mir gerade niemand ein, aber irgendeinen Kommunikationsfachmann könnte Dein Verein dafür sicherlich an Land fischen und für die technischen Aufgaben wird sich auch irgendein Klaviermacher finden. Und für alle, die das und die Diskussionen, ob sich Takt 27 von Beethovens Elise jetzt auf Steingräber oder Fazioli runder anfühlt, mitbekommen wollen, könnt ihr dann die "Clavio-Plus"-Mitgliedschaft einführen.

Ich finde das einen fantastischen Plan, alle hätten, was sie wollen, und die, die sich in Ruhe über relevante Fragen des aktiven Klavierspiels und -baus austauschen wollen, könnten das auf "Clavio-Basic" in Frieden tun.

Prösterchen!
 
Klavierretter

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Lieber Tastenjunkie,

wenn du Marlene kennen würdest... wäre Dein Posting definitiv in dieser Form nicht entstanden ;)
Mag sein, dass sie durch diverse Postings bei dem ein oder anderen diesen Anschein erweckt... aber wärest Du mal bei einem ihrer Treffen dabei gewesen, dann wüsstest Du, dass das oben geschriebene ziemlicher Quatsch ist. Keiner von uns ist "neidisch" oder will da "Geld abgraben"... wir freuen uns für Marlene, dass sie einfach das Glück hat, Ihren Traum zu verwirklichen und mag er noch so "spinnert" nach aussen wirken...
Andere bauen sich für 5-stellige Beträge eine Modelleisenbahn in den Keller... :D
LG Georg
 
kreisleriana

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Diskussionen, ob sich Takt 27 von Beethovens Elise jetzt auf Steingräber oder Fazioli runder anfühlt,
unpassender Kommentar finde ich.

Abgesehen von dem Unterschied in der Mechanik zweier Flügel ist es sehr wohl so, dass manche Instrumente sich besser für das Klangbild eines bestimmten Komponisten eigenen, für das eines anderen weniger ideal sind.
Aus praktischen Gründen haben sich viele Pianisten letztlich für ein bestimmtes "Universalinstrument" entschieden ( s. Goulds endlose Flügel-Such Geschichte), andere haben sehr wohl mehrere Flügel zu Hause stehen.

Wenn man nur ein Instrument besitzt (was aus Platz und Kostengründen bei der Mehrzahl der Fall sein dürfte) , muss man natürlich Abstriche machen oder eben den Klang akzeptieren, den das Instrument hergibt, und das beste draus zu machen veresuchen.
Wenn man aber zwei zur Auswahl hat, finde ich es sogar sehr naheliegend, den Mozart z.B auf einem Bösendorfer zu spielen, den Liszt am Steinway.
 
Marlene

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Danke Kreisleriana, für Deine Antwort.

zwar etwas skuril, aber mit der Zeit habe ich aus Deinen Post herausgelesen, dass Du mit dem Klavier und allem was dazu gehört (in leicht fortgeschrittenem Alter) einen hochbefriedigenden Lebensinhalt gefunden hast. Mit welcher Begeisterung du das tust...
Damit hast Du vollkommen Recht, Tastenjunkie.

Aber:

Hier gibt es „Clavionisten“ die noch mehr Flügel haben, vielleicht wurden sie deshalb nicht angegriffen weil sie genießen und schweigen. Das tun sie aber weil sie genug Erfahrung und Kenntnisse haben um keine Fragen stellen zu müssen. Mir fehlt die Erfahrung und davon eine ganze Menge.

Da Du über einen Haufen brachliegenden Kapitals zu verfügen scheinst, gibt es bei Dir etwas zu holen.
1000prozentiger Irrtum!!! Bei mir gibt es nichts zu holen - weder Geld, Schmuck, Gold oder Aktien. Ich hatte es bereits erwähnt:

Bevor mir jetzt anlässlich ... Protzerei vorgeworfen wird weise ich darauf hin: Ich bin nicht Krösus und (wie ich schon irgendwo geschrieben habe) ich selber habe finanziell nichts dazu beigetragen dass ich mir den Wiener kaufen konnte (man könnte in Erwägung ziehen, dass jemand erbt).
Danke, Georg, für Deinen Beitrag denn ich habe – aufgrund von Tastenjunkies Reaktion - schon befürchtet jemand könnte vermuten ich würde die Treffen nur veranstalten um mit den Flügeln anzugeben. Ich hasse Angeberei! Und ich freue mich bei den Treffen Gleichgesinne zu treffen und schöne Stunden mit ihnen zu verbringen verbunden mit schöner Musik die wir alle genießen können.

Ich sehe es als Privileg den Bösendorfer zu haben, ich möchte mich deshalb nicht verstecken müssen und möchte gerne Fragen im Forum stellen dürfen für die ich mich nicht rechtfertigen muss. Und ich möchte diese Dinge nicht meinen Klavierlehrer fragen müssen, weil ich die Zeit bei ihm lieber nutzen möchte um die Stücke angemessen spielen zu lernen.
 
fisherman

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Hab ich auch gar nicht nötig, den ich habe selbst alles was ich brauche und der Rest ist eine Frage der Prioritäten. Ich gehöre - zumindest auf dem Papier - zu den Besserverdienern und zur geistigen Elite dieses Landes.
Lieber Tastenjunkie, klare Ansage: Solange Du nur über mich hergezogen bist, wars mir völlig wurscht, aber nun geraten nicht nur Marlene, sondern auch noch viele Ratgeber hier im Forum in Dein Visier. Ich hatte das große Vergnügen, kürzlich Marlene und Ihre Flügel kennenlernen zu dürfen. Und nichts von dem, was Du in Deiner Weisheit vermutest, trifft zu.

Mein Vorschlag: Löse erst mal DEIN Problem. Neid & Missgunst sind hässlich anzuschauen, auch wenn Du das natürlich von Dir weist. Und lass uns in der Zwischenzeit das Vergnügen, über unsere Luxusproblemchen zu philosophieren. Wir haben ja nichts anderes. So gut wie Du werden wir wohl nie mehr spielen. Das meine ich nun ganz ehrlich und ohne jede Spur von Ironie. Wenn Dir unsere Freude am Tastenstreicheln und und Instrumenten-Blahblah missfällt - Du musst es nicht lesen. In der Profi-Ecke gibt es genug Gesprächsstoff auf dem von Dir gewünschten Niveau.
 
Moderato

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..aber wärest Du mal bei einem ihrer Treffen dabei gewesen, dann wüsstest Du, dass das oben geschriebene ziemlicher Quatsch ist.
Muß man dabei gewesen sein? Wie das mit dem Bösi-Erwerb war, hatte man ja gelesen. Ich wäre sicher nicht gekommen, wenn bei mir der von Tastenjunkie beschriebene Eindruck entstanden wäre. Da sollten Gäste gewesen sein, die etwas abgraben wollten, nur weil auch wenige Profis dabei waren? Ich betrachte ganz im Gegenteil Ihre Einladungen als großzügiges und außergewöhnliches Geschenk. Und weil Tastenjunkie es gefordert hat: Ich "bin mal so ehrlich und stehe dazu".
Alle freuten sich darauf auf ihren Flügeln zu spielen können und mit Marlene und ihren eingeladenen Gästen (jede Menge Tastenjunkies) über unser Lieblingsthema Klaviermusik zu plaudern. Man spürte Marlenes Freude mit so vielen Gleichgesinnten zusammen zu sein, und das kommt auch in ihren zum Teil sehr offenen Forumsbeiträgen zum Ausdruck.

Gruß
Manfred
 
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@ Dreiklang
Der Filz wird also verdichtet? Wie genau wirkt sich das auf Klang und Spielgefühl aus?
;-) Das weißt Du doch selbst. Der Klang wird etwas "spitzer, klarer, sonorer". Aufs Spielgefühl sollte sich das eher nichtauswirken.

Wie muß man sich das vorstellen? Leiert da dann die Mechanik aus? Oder verringert sich einfach die Reibung der beweglichen Teile gegeneinander mit der Zeit, so daß sich alles einfach leichter bewegt?
Komm schon! Erst mal verringert sich die Reibung, alles wird leichtgängiger - aber nach Jahren kommt da natürlich zusätzliches "Spiel" hinzu - von Ausleiern würde ich nicht reden wollen.

Marlenes Bösi hat im Moment noch eine Tastatur, die schon fast überirdisch präzise ist. Vermutlich ist das sogar der Traum jedes Virtuosen. Aber für Leute wie Marlene und mich sind Instrumente lebendige Individuen und da ist mir eine nicht ganz so ultrapräzise Tastatur einfach "sympathischer". Und weil wir uns auch nicht für fremde Bühnen trainieren müssen, dürfen die Tasten für uns auch gerne etwas leichtgängiger sein. Bei dieser Gelegenheit sei für alle Neugierigen Flügelfetischisten gleich mal festgehalten: Marlenes Bösendorfer ist ein herrlicher Flügel, den ich gerne selber hätte. Da stimmt alles. Aber er ist noch "ein unbeschriebenes Blatt" - ein Baby, das alles perfekt kann, aber noch keinen eigenen Charakter ausgebildet hat. Den wird ihm Marlene aber im Lauf der nächsten Jahre "entwickeln" helfen.
 
 

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