Schadensbegrenzung


Stiene
Stiene
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Hallo zusammen!

Ich bin ein wenig deprimiert...:(
Anfang September wollte ich endlich meinen Traum verwirklichen und das Klavierspielen erlernen. Noten lesen kann ich - naja, zumindest habe ich es mal gelernt und es klappt auch relativ gut.

Leider habe ich mir wohl die falsche Schule ausgesucht... Nach wenigen Stunden (hatte auch in einem anderen Thread was dazu geschrieben) merkte ich, daß ich dort bzw. so nicht weiterkommen würde auf Dauer.

Zum einen besitze ich momentan selbst nur ein Keyboard (Yamaha DGX 300), zum anderen gab mir der KL auch keinen Unterricht am Klavier, sondern ebenfalls an einem Keyboard. Tonleitern (C und G) wurden nur einmal ganz kurz angesprochen, ansonsten gab es immer nur ein Lied, welches mir vorgespielt wurde, dann musste ich es solange üben, bis es "saß", danach gab es das nächste usw...

Deshalb habe ich den Unterricht dort nun beendet.
Ich möchte auch erst wieder Klavierstunden nehmen, wenn ich ein eigenes Klavier habe. Das wird aber wohl noch bis zum nächsten Jahr dauern, ich glaube nicht, daß das Christkind mir einen so großen Wunsch erfüllt, und selbst wenn, würde ich so schnell keinen Platz an der Musikschule bekommen. Ich denke, wenn alles gut läuft, kann ich im Frühjahr dann dort noch einmal von vorn beginnen.

Jetzt gibt es da nur ein kleines Problem... Ich liebe das Spielen so sehr... es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an meinem Keyboard sitze. Sicher, es ist weit von einem richtigen Piano oder E-Piano entfernt, aber besser als nichts. Es tut einfach so gut, ein wenig zu spielen. Das meiste, was ich kann, habe ich einfach selbst gelernt. Ich spiele aus den Büchern Piano Piano (leicht arrangiert), z.B. das "Ave Maria" von Schubert, "You light up my life" oder die Schlittschuhläufer usw..

Ich bin eigentlich ein recht ungeduldiger Mensch und möchte am liebsten schon Bach's Prelude aus dem WT spielen oder "River flows in you" von Yiruma :oops:, aber ich weiß natürlich, daß ich da mehr falsch machen kann, wenn ich einfach so drauflos übe.

Deshalb wollte ich euch mal fragen, was ich am besten jetzt in der Zwischenzeit machen kann, ohne mir falsches Spielen jetzt so anzugewöhnen, daß es hinterher schwer wird, wieder umzudenken. Gibt es evtl. ein schönes Buch, was ich mir zu Weihnachten wünschen könnte? Eine Klavierschule z.B.? Oder meint ihr, ich kann da nichts groß verkehrt machen, wenn ich so leichte Stücke in der Art wie oben erwähnt selbst lerne?

Ich spiele so gerne, aber die paar Stücke, die ich bis jetzt kann, habe ich nun schon so oft gespielt... da würde ich gern doch mal an ein neues... oder eben die Zeit mit sinnvollen Übungen (Tonleitern? Fingersätze?) nutzen...

Würde mich über Tips sehr freuen...


LG, Nicola
 
M
matzelo94
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Ich bin auch sehr ungeduldig, aber bevor ich etwas falsch lern mach ich lieber kleine Schritte und langsame, dass ich danach mehr Spass hab;).

Solche Musikschulbücher zum Selbstlernen wären da keine schlechte Idee.

Ich lese mir auch öfters Sachen im Internet durch, dass ich nicht komplett Planlos im Unterricht rumm tiger. Mein KL erklärt mir zwar jedes Fachwort wenn ich was nicht versteh, aber für mich ist das bei einer halben Std. Unterricht in der Woche, zu schade allein 10-20 Min. nur rumm zu labern was was ist.

Was ich damit sagen will:
Man lernt nicht alle Sachen aufeinmal im Unterricht die man haben will, wenn man sie aber trotzdem sofort haben will, muss man es eben außerhalb lernen.

Da wären wir jetzt bei den Punkt angelangt "Wann kann ich ein Lied selbst lernen ohne mir irgendetwas falsches bei zu bringen?!"

Ein gescheiter Fingersatz ist für mich Pflicht genauso wie gutes Rhythmisches Gefühl und Takt Gefühl und auch automatisch das Pedal benutzen zu können.

Das sind für mich die wichtigsten Punkten.

Fingersatz lernste eigentlich zum Großteil automatisch, "was bequem ist, kann nicht schlecht für die Hände sein" und so sollte der Fingersatz auch sein:-D.

Was für Bücher/Hefte da geeignet sind, kann ich dir leider nicht sagen, aber die anderen Millionen User die hier online sind bestimmt:blues:
 
fisherman
fisherman
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Stiene; ich glaube, Du solltest Deinem Herzen folgen und Yiruma & Co am Keyboard spielen. Du lernst doch auf jeden Fall einiges dabei.

Das Antrainieren von Fehlern sehe ich - gerade am Keyboard (hier wandelt sich der Fluch zum Segen) - überhaupt nicht, da du beim Umstieg aufs Klavier ohnehin VÖLLIG anders spielen musst. Das ist so, wie wenn man Angst haben müsste, wegen begeistertem Blockflötenspiel sich das Saxophonspiel zu versauen. Naja, der Vergleich hinkt leicht, aber Du wirst wissen, was ich meine. Gut wäre es, wenn Du später Deine Fingersätze nicht umstellen müsstest. DA würde ich drauf achten!

Bin kein Lehrer! Was meinen die?
 
K
Klavieroma
Guest
Hallo Stiene,

ich bin in einer ähnlichen Situation wie Du, bin auch auf der Suche nach einem geeigneten Klavierlehrer. Ich hatte den letzten Klavierunterricht vor 40 Jahren und übe seit 2 Jahren wieder intensiv. Meine Stücke finde ich meistens durch Hören (z.B. Stöbern bei YouTube) und indem ich mich dann in das Stück verliebe. Und dann halte ich es auch nicht lange aus, ich besorge mir die Noten und fange an zu üben. Das hat manchmal etwas von Besessenheit.

Also, wenn ich Dich so höre, glaube ich nicht, daß Du bis zum Frühjahr ohne Üben neuer Stücke aushältst ...

Sollte Dein zukünftiger Klavierlehrer feststellen, daß Du Dir grobe Fehler antrainiert hast, kann es sein, daß die bis dahin geübten Stücke für eine Weile in "Quarantäne" müssen. Wenn Du die Disziplin aufbringst, die allerschönsten Sachen für den Unterricht aufzusparen, wäre das sicher nicht verkehrt. Ich versuche das auch gerade mit einer Beethoven-Sonate, mein Problem ist, ich habe die Noten schon :rolleyes:

Liebe Grüße
Klavieroma
 
 

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