Rock, Boogie-Woogie, Improvisieren

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von Johofa, 23. Juli 2007.

  1. Melegrian
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    Melegrian

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    Ja, beliebte Melodien verselbständigen sich mit der Zeit und werden unterschiedlich genutzt. Einige Urheber werden sich dann vielleicht im Grabe umdrehen. In der Wikipedia steht z.B. unter "She'll Be Coming Round the Mountain", was ja heute mehr ein Kinderlied ist:
    Gestern lief doch so eine Sendung mit den beliebtesten Weihnachtsliedern. "Stop the Cavalry" sollte eigentlich ein Anti-Kriegslied sein, doch da im Text "Wish I was at home for Christmas" vorkommt, wurde an diesen Stellen im Studio noch ein Glöckchen zugegeben und fertig war ein Weihnachtslied. Dem Urheber dürfte es recht sein, wenn es stimmen sollte, was in der Wikipedia steht:

    View: https://www.youtube.com/watch?v=2HkJHApgKqw

    Ausschnitt aus einer Midi von Gloryland im Stil der Lords, sollte dem Takt von "Over in the ..." entsprechen. Dieses "Notengemurkel" auf "Eins und" (auf und), ich meine so sieht es an unterschiedlichen Stellen auch danach aus. Würde meinen, der Pianist folgt dem Schlagzeug und nicht umgekehrt. Wenn die anderen Stimmen entfallen, so sollte sich das durch Achtelnoten auf Punkt "und" ersetzen lassen, denke ich mir zumindest, doch sehr viel Erfahrung habe ich ja noch nicht.

    gloryland.png
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Dez. 2018
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  2. J. S. Schwach
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    J. S. Schwach

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    Mal ne andere Frage...
    Sobald ich ein bisschen schneller spiele, fliege ich links immer aus dem Rhythmus. Die Versuche, eine Unabhängigkeit der Hände zu entwickeln, betrachte ich nach 2 Jahren als gescheitert. Jetzt versuche ich es anders: taktweise üben, also ganz bewusst nicht auf die Handunabhägigkeit zielen.
     
  3. ehenkes
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    ehenkes

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    Die linke Figur sollte blind laufen in C, F, G incl. Wechsel (12 bars).
    Dann kann man sich auf die Licks der rechten Hand konzentrieren.
    Beim Rhythmus müssen die betonten Schläge zusammen geübt werden und alle Übergänge (beidhändig). Am besten wie folgt üben:
    Lick besteht aus 4 betonten Teilen. Übergänge gezielt üben (bei Problemen vertieft): 1-2, 3-4, 4-1, 2-3.
    Langsam üben und auf starke Betonung achten (beim Schnellspiel verliert sich das etwas), damit es rhythmisch nicht langweilig gleichmäßig wirkt. Der Rhythmus ist alles! Der Rest kann Katzenmusik sein. Falsche Töne wahr nehmen und dagegen arbeiten, aber nicht stoppen.
    Die acht grundsätzlichen Licks findet man im Buch von A.Migliazza, "How To Play Boogie Woogie Piano" (2016) ab Seite 33.


    View: https://www.youtube.com/watch?v=zxZqeDuF3_Y

    Vielleicht ist es auch wichtig, dass die Füße mitgehen. Der ganze Körper muss den Rhythmus leben:


    View: https://www.youtube.com/watch?v=BGZKEM_1oG8


    Die Slides sind ebenfalls wichtig, um es "bluesy" zu machen.


    View: https://www.youtube.com/watch?v=vhwqZ-VzR90
     
    Zuletzt bearbeitet: 10. Jan. 2019 um 18:14 Uhr
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  4. Melegrian
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    Melegrian

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    Du versuchst die linke Hand im ternären Rhythmus zu üben und dazu rechts irgendwelche Licks?

    Habe die linke zum Üben umgeschrieben in 6/4. Bei Veröffentlichung oder weiteren Ausbau würde sich halt auch 12/8 anbieten. Jedenfalls entfällt dadurch erst einmal diese Angabe mit "gespielt wie gleich" über den Noten oder die Noten mit Balken und alles wird übersichtlicher, um ganz langsam zu beginnen.

    Shuffle-64.jpg

    Übe nicht oft, eher selten, funktioniert bisher eigentlich, klingt wie ein Shuffle klingen sollte, lasse mir aber viel Zeit. So wie ich es mir bisher dachte, wollte ich dazu dann später erst einmal ganz einfache Licks üben. Dazu brauchte man eigentlich noch nicht einmal mit der linken Hand sich weiterzubewegen, bleibt halt in C oder wo auch immer man sich gerade befindet. Nur zum Üben, versteht sich.
     
  5. ehenkes
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    ehenkes

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    Schaust du auf die Hände? Wenn ja, auf welche? Finde heraus, wo du weniger Fehler machst. Dann in dieser Art üben und versuchen, gar nicht mehr hinzusehen. Eher mit den Füßen unterstützen.
     
  6. J. S. Schwach
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    J. S. Schwach

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    Danke für die Hinweise. Ich übe ganz normal nach Noten. Das hat leider frustierende Nebenwirkungen.
     
  7. Boogieoma
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    Boogieoma

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    Hallo @J. S. Schwach, auch ich versuche mich seit Jahren an Boogie Woogies, auch nach Noten. Mir hat wirklich auch am meisten geholfen, zuerst den Rhythmus mit der linken Hand zu verinnerlichen, mit dem linkem Fuß zu wippen und dann die rechte Hand dazu zu nehmen. Aber es ist bei jedem neuen Stück nicht einfach bis es einigermaßen klingt. An welchem Boogie hakt es denn gerade?
     
  8. ehenkes
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    ehenkes

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    Schau dir oben ganz bewusst die Fuß- und Körperarbeit von A.Migliazza an. Der rechte Fuß und der Kopf gehen voll mit. Wenn das unbewusst erfolgt, hast du das richtige Tempo (ca. 120 bpm). :007:
    Notenfehler einfach ignorieren, stahlhart den Rhythmus halten. :011::026:
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Jan. 2019 um 16:40 Uhr
  9. J. S. Schwach
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    J. S. Schwach

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    Ich denke, dass ich mich verkrampfe und dass unbewusst die rechte Hand das Tempo macht, was natürlich nicht funktioniert. Aber wenn ich spiele, höre und merke ich das nicht.

    Monday Struggle bringt mich zur Verzweiflung. Das Stück läuft extrem über die linke Hand - oder halt nicht. Na ja, Manöverkritik und dran bleiben...
     
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  10. ehenkes
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    ehenkes

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    Du kannst dir doch erstmal etwas leichteres suchen, oder eben zunächst langsam spielen, was aber zumeist bei Rhythmus und Betonung irritiert.