Rach-3 Ossia Kadenz

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Flying Fortress

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Hallo,

Ich wollte mich schon seit langem mal an die Ossia Kadenz von Rach 3 ranwagen.
Aber in allen Ausgaben die ich bis jetzt gesehen habe ist die unglaublich klein abgedruckt.
Um alles zu erkennen muss man mit dem Gesicht immer ziemlich nah dran gehen.
Kennt einer von euch eine Ausgabe, in der die Ossia Variante genau so groß oder erkennbar gedruckt ist wie die Reguläre? Oder gibt es vielleicht eine Website auf der man sie sich als PDF Datei runterladen kann?

Viele Grüße
Flying Fortress
 
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chief

Guest
Hallo Fliegende Festung.
Lange nichts gehört.
Sei Willkommen
Was willst du nun?
Frontal Angriff, oder kommst du eher von der Seite. Tacktisch sehr klug!

Gruß Chief
 
Pitt

Pitt

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Die Ossia ist die längere, dramatischere Kadenz, oder?

Guck mal hier. Seite 37.
 
thepianist73

thepianist73

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Aber in allen Ausgaben die ich bis jetzt gesehen habe ist die unglaublich klein abgedruckt.
Um alles zu erkennen muss man mit dem Gesicht immer ziemlich nah dran gehen.
Kennt einer von euch eine Ausgabe, in der die Ossia Variante genau so groß oder erkennbar gedruckt ist wie die Reguläre? Oder gibt es vielleicht eine Website auf der man sie sich als PDF Datei runterladen kann?
Muss darauf aufmerksam machen, dass man seit einiger Zeit ganz praktische Geräte kennt, wo man etwas Flaches, zB Notenbücher, reinlegen kann, dann ein paar Knöpfe drücken und dann kommt irgendwo ein Blatt raus wo das Ganze 100% identisch drauf ist. Sogar in gross, wenn man die richtigen Knöpfe gedrückt hat. :D


Klartext: Vergrösser das doch auf nem Kopierer! Gibt ja wirklich nichts einfacheres als das! ;)
 
klavigen

klavigen

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ossia Kadenz

Danke Pitt

sehr gut zu lesen

da kann ich dir nur viel Erfolg wünschen - hast du die normale auch schon mal gespielt ?

Ich hab die das letzte Mal an der Frankfurter hochschule von meinem russischen Freund gehört und weiss noch, dass der Pianist, der das Orchester am 2. Flügel spielte auch ziemlich unter Strom stand.
In meinem Institut habe ich den 1. Satz ein paarmal mit Studenten gespielt, wobei ich den Solopart übernahm. aber das war zum Zweck die Studenten mit schwierigen Begleitaufgaben zu betreuen. Wir haben also eher in Teilen gespielt und öfters unterbrochen. richtig studiert habe ich das Konzert nie, aber ich kenne es ganz gut und bin immer wieder fasziniert. Selber machen ist eben doch noch viel toller als nur Hören und Zuhören, nachdem man es selber gespielt hat ist auch besser.

Beschreib doch mal gelegentlich, ob du es machst und wie du weiterkommst. Wenn ich diese Kadenzen höre, gerate ich geradezu in einen Rauschzustand.
Leider verstehen das viele nicht und man kann dieses Gefühl nur mit Wenigen teilen.
 
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Flying Fortress

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Hi,

Danke für den Link.Ist echt super lesbar.Ich hab mir die Seiten gleich mal ausgedruckt und fange bald damit an sie zu lernen.

@thepianist73: Ich bin leider kopiertechnisch nicht so bewandert, dass ich es schaffen würde eine Seite zu kopieren und dabei zu vergrößern.Da sind einfach zu viele Knöpfe und Schalter.Aber danke für den Hinweis.Vielleicht frag ich das nächste mal jdm der sich mit dem Kopieren auskennt und der mir hilft.

Viele Grüße
Flying Fortress
 
tapirnase

tapirnase

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ich könnte kopieren aber im gegensatz dazu icht die rach 3 kadenz spielen^^
wie wärs wenn wer unsere fähigkeiten tauschen? :D
 
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xfvxfv

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Ein Ossia Fan mehr

Das Thema ist zwar schon älter, aber ich wollte nur klavigen mitteilen, dass ich einer mehr bin, der auch durch die Ossia in einen Rausch gerät. Ich bin zwar nur Hobby-Pianist, habe die Ossia aber immerhin so gekonnt, dass das spielen richtig Spaß gemacht hat, außer meinen Nachbarn vielleicht. :p

Für mich ist die Ossia wie ein absoluter Befreiungsschlag. Zuerst wird die (musiklaische) Verzweiflung immer größer, bis sie schließlich unaushaltbar wird und sich in den fette Akkorde befreiend entlädt. Einfach toll! :)
 
Aleko

Aleko

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Danke Pitt
Wenn ich diese Kadenzen höre, gerate ich geradezu in einen Rauschzustand.
Leider verstehen das viele nicht und man kann dieses Gefühl nur mit Wenigen teilen.
Aber Hallo! Mit mir aber zu Jederzeit! Weder kann ich es spielen, noch habe ich es probiert aber sollte ich in den Genuss kommen, es spielen zu können, werde ich dich, klavigen, höchstpersönlich darüber informieren :cool:
Im Moment bleibe ich beim Hören - selbst das empfinde ich aber manchmal als ein Geschenk Gottes :)
 
Fips7

Fips7

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Ich habe eine CD, auf der Horowitz das 3. Klavierkonzert mit der Ossia-Kadenz spielt. Finde ich auch toll, wie es da abgeht. :cool: Sie ist nicht so "schwer" wie die andere Kadenz ("schwer" im Sinne von "beladen"), obwohl ich die auch mag.

Grüße von
Fips

(PS: Dieser Beitrag wurde erst woanders gepostet. Aber hier passt er besser hin.)
 
klavigen

klavigen

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Hi Fips7,

das habe ich nun gerade nicht verstanden.
Meintest du, dass die normale Kadenz schwerer sei als die Ossia?

Im Gegenteil finde ich die Ossia doch erheblich aufgeladener als die Normale.

Und eben auch schwerer zu bewältigen.
 

Fips7

Fips7

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Hi Fips7,

das habe ich nun gerade nicht verstanden.
Meintest du, dass die normale Kadenz schwerer sei als die Ossia?

Im Gegenteil finde ich die Ossia doch erheblich aufgeladener als die Normale.

Und eben auch schwerer zu bewältigen.
Ich habe mich nur auf meine Erinnerung von Horowitz' Spiel bezogen. So weit ich mich erinnere, ist die Ossia-Kadenz kürzer und direkter. Die andere und häufiger gespielte Kadenz ist ausgedehnter und arbeitet sich quasi erst durch allerhand Notenmassen hindurch, bevor sie zum Ziel kommt. Deshalb hatte ich sie als "schwerer" bezeichnet. "Schwer" im Sinne von "Fülligkeit"/"Ausgeufertheit"/"Komplexität", aber nicht im Sinne von "energievoller" oder im Sinne des Schwierigkeitsgrads bei der Ausführung.

Kann sein, dass ich mich irre. Meiner Erinnerung nach rast die Kadenz ziemlich los und donnert dann in die Tiefe, bis sie recht bald in die Akkorde mit den permanenten Lagenwechseln (die Stelle mit diesem Frage/Antwort-Gestus, aaaah, das kann man mit Worten gar nicht so leicht beschreiben) mündet, die von der anderen Kadenz erst viel später erreicht werden.

Vielleicht sollte ich jetzt aber doch mal die Noten rauskramen und nachschauen. :D

Grüße von
Fips
 
klavigen

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Vielleicht sollte ich jetzt aber doch mal die Noten rauskramen und nachschauen. :D

Grüße von
Fips
Ja fips7, mache das bitte.

Die Kadenzen unterscheiden sich ja durch die erste Hälfte und münden dann wieder in eine gemeinsame Kadenz. Auch dies ist sehr ungewöhnlich.

Mit kommt es so vor, als ob du beide Kadenzen verwechseln würdest.
 
rolf

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meine Moskauer Ausgabe (1948, sehr gute Fingersätze) gibt im ersten Satz die kurze Kadenz als relevanten Notentext an - die deutlich längere wird als autorisierte Variante angehängt. Identisch ist bei beiden die schwere "Akkordarbeit", d.h. bei beiden Varianten ist der große letzte Abschnitt identisch.
es ist dem Spieler überlassen, welchen ersten Teil er wählt - den längeren oder den kürzeren.
extrem anspruchsvoll sind beide Kadenzvarianten - so gesehen ist es ziemlich egal, für welche man sich entscheidet.
 
klavigen

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meine Moskauer Ausgabe (1948, sehr gute Fingersätze) gibt im ersten Satz die kurze Kadenz als relevanten Notentext an - die deutlich längere wird als autorisierte Variante angehängt. Identisch ist bei beiden die schwere "Akkordarbeit", d.h. bei beiden Varianten ist der große letzte Abschnitt identisch.
es ist dem Spieler überlassen, welchen ersten Teil er wählt - den längeren oder den kürzeren.
extrem anspruchsvoll sind beide Kadenzvarianten - so gesehen ist es ziemlich egal, für welche man sich entscheidet.
Dem muss ich widersprechen.

Die "schwere Akkordarbeit" findet in der Ossiavariante bereits in der ersten Hälfte der Kadenz statt. Während sich die normale Kadenz überwiegend in diesem Teil mit zweistimmigen Akkorden begnügt, sind in der Ossiafassung bereits hier überwiegend vierstimmige Akkorde zu bewältigen. Da dies ebenfalls im allegro molto passiert ist die Schwierigkeit enorm gesteigert.

Erst als sich auch die Normalkadenz der schweren Akkordarbeit nähert verschmelzen dann in der zweiten Hälfte beide Fassungen wieder zu einer Version.

Ich denke schon, dass es Übereinstimmung zwischen fast allen Pianisten gibt, dass die Ossia die pianistisch grössere Herausforderung ist.

Ich wäre dann noch dankbar für einen link, wo Horovitz die Ossiafassung spielt.
 
Fips7

Fips7

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Ja fips7, mache das bitte.

Die Kadenzen unterscheiden sich ja durch die erste Hälfte und münden dann wieder in eine gemeinsame Kadenz. Auch dies ist sehr ungewöhnlich.

Mit kommt es so vor, als ob du beide Kadenzen verwechseln würdest.
Ich muss mich entschuldigen, ich habe wirklich die beiden Kadenzen miteinander verwechselt. :oops: Die Ossia-Kadenz ist die längere, die meistens gespielt wird. Ich hatte deshalb das Gefühl, dies sei die normale und habe das komischerweise in meinen Noten von Boosey&Hawkes (2-Klaviere-Ausgabe) auch immer so gelesen, obwohl dort die längere Kadenz deutlich kleiner gedruckt und mit "Ossia" bezeichnet ist.

Auf meiner CD spielt Horowitz also die normale Kadenz (Live-Aufnahme von 1980). Es war das erste Mal, dass ich einen Pianisten diese normale Kadenz habe spielen hören. Alle anderen haben immer die Ossia-Kadenz gespielt.
(Ich muss gleich weg und habe deshalb leider keine Zeit, auf YouTube zu suchen, ob es eine Aufnahme mit Horowitz gibt, wo er die Ossia-Kadenz spielt.)

Grüße von
Fips
 
rolf

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was gibt es einer russischen Ausgabe des d-Moll Konzertes zu widersprechen?

siehe:
Seite 37-40 ist die Kadenz
angehängt sind die Seiten 128-131 als Alternative
verbindlich für beide ist die Rückleitung (mit schwerer massiver Akkordarbeit) auf den Seiten 39 und 40

Nun ergeben sich folgende zwei Möglichkeiten:
a) kürzere Kadenz:
man spielt halt S.37 und 38 sowie 39 und 40
b) längere Kadenz:
man spielt die Seiten 128-131 und hängt nun an diese die Seiten 39 und 40 an
denn in beiden Kadenzvarianten, egal ob kürzer oder länger, sollen die Seiten 39 und 40 gespielt werden

So hat es Rachmaninov wohl festgelegt.

keine der beiden Kadenzvarianten beginnt mit "schwerer Akkordarbeit", beide setzen mit Achtelsextolen ein und fügen dann zu diesen akkordisch gesetzt die Melodie ein - lediglich enthält die längere Variante (auf S.131) mehr akkordische Satzweise.

zumindest sehen es meine russischen Noten (Moskau 1948 ) so vor, und bislang hatte ich keinen Grund, diese zu verwerfen.
 
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Fips7

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Nur noch zur Ergänzung:

Das 3. Notenbeispiel von Rolf ist das, was ich in Beitrag #12 mit "die Akkorde mit den permanenten Lagenwechseln (die Stelle mit diesem Frage/Antwort-Gestus...)" gemeint hatte.
 
rolf

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Nur noch zur Ergänzung:

Das 3. Notenbeispiel von Rolf ist das, was ich in Beitrag #12 mit "die Akkorde mit den permanenten Lagenwechseln (die Stelle mit diesem Frage/Antwort-Gestus...)" gemeint hatte.
in der längeren Kadenz ist vor dieser (dann ja beiden gemeinsame) Stelle eine satztechnisch ähnliche Variante des Hauptthemas (es wird in zwei Akkordschichten zerlegt und quasi punktiert), in der kürzeren Kadenz wird das Hautthema vor besagter Stelle scherzando in stacc. Akkorde zerlegt. Diese beiden unten angehängten Abschnitte führen dann jeweils in die beiden Kadenzen gleiche Rückleitung.
 

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