Problem mit der linken Hand...

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Welpe

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hallo erstmal,
ich weiß, dass es sicher vielen so ergeht wie mir beim klavierspiel- die linke hand...:x:(
ich bin jetzt 16 jahre geworden und spiele seit etwa 8 jahre. zur zeit beethoven sonaten (einfachere) und mozart.
ich übe täglich 2-3 std., aber in letzter zeit ist es wirklich extrem schlimm mit meiner linken hand, (nebenbei,bin rechtshänder) sie bringt mich in jedem stück raus, so unbeweglich sind die finger, ich habe beethoven gespielt(mein lehrer sagte mir, es sei das beste für linke hand) und ewig nur linke-hand triller, nix bringt etwas, meinen lehrer sehe ich erst wieder in einem monat. auch bei vorspielen mache ich zahllos fehler wegen meiner linken hand, die gegen die rechte einfach nicht ankommt. die rechte rast davon! mit rechts kriege ich alles sauber hin, die ist super beweglich und tolle fingerfertigkeit, so möchte ich es links auch haben :(
ich habe ewig einzeln geübt usw aber..
könntet ihr mir vielleicht weiterhelfen und mir etüden o.ä. empfehlen? wie lange dauert es, die linke hand so auf vordermann zu bringen?;)
DANKE =)
 
killmymatrix

killmymatrix

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Dass die linke Hand nach 8 Jahren noch solche Probleme macht, ist schon erstaunlich. Vielleicht sind die Stücke, die du vorspielst, noch zu schwer für die linke Hand?

Ich würde ja grundsätzlich Bach für die Geläufigkeit der linken Hand empfehlen, aber nach 8 Jahren dürftest dich mit diesen schon angefreundet haben. Falls nicht: Barocke Stücke und vor allem Bach, die die linke Hand genauso wie die rechte fordern.
 
.marcus.

.marcus.

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[...]die rechte rast davon! mit rechts kriege ich alles sauber hin, die ist super beweglich und tolle fingerfertigkeit, so möchte ich es links auch haben :(
ich habe ewig einzeln geübt usw aber..
Hallo,

bei diesem Satz musste ich sofort an einen Beitrag Klavigens denken:

Zitat von klavigen:
Der beste Tip kommt immer von den Grossmeistern - Hamelin zeigt in einem seiner Videos aus der Reihe Supervirtuoso- wie man die linke Hand gleichwertig macht - begreife das Tastenfeld als Spiegelfeld und spiele schwierige aber auch einfache Passagen symmetrisch - wie er sagt: no matter what it sounds like - also auf harmonische Schönheit nicht achten sondern dass beide Hände auch wirklcih gleichwertig die Stelle spielen. Wegen des immer vorhandenen Unterschieds beider Hände (also beider Gehirnhälften) wird so ein direktes Lernen durch das datenaustauschen zwischen beiden Hemisphären gefördert)- Es liegt in unserem Wesen, und auch im Wesen der Natur, dass Unterschiede in den Niveaus ausgeglichen werden, wenn man ihnen die Möglichkeit schafft. Selbst äusserst knifflige Stellen können so schnell perfektioniert werden. Und daran denken, die Spiegel stehen immer auf jedem D und jedem As-
Wenn eine Übung in der symmetrischen ausführung wirklich flüssig geht, dann kann man versuchen, dieselbe Übung unisono zu spielen, wobei genau zu beachten ist, dass die beim symmetrischen Spielen erworbenen Schwünge beim Parallelspiel in einer Phasenverschiebung von 180 'grad ablaufen.
Gelingt diese Unabhängigkeit nicht perfekt, muss wieder im Spiegel geübt werden.
Den gesamten Faden dazu findest du hier.

marcus
 
A

AnnaB.

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und ewig nur linke-hand triller, nix bringt etwas
Welche Art von Trillern übst du denn?
Ist aber eigentlich eine sehr gute Übung, die mir auch meine Lehrerin empfohlen hat. Lockert das Handgelenk und stärkt die Finger. Du musst Geduld haben und täglich viel üben: Erst mit dem Daumen und dem Zeigefinger langsam auf zwei beliebigen tasten trillern, dabei das Handgelenk immer auf und ab senken, so hoch beziehungsweise tief wie du kannst. Die Finger verndern sich nicht, der Ton bleibt gleichmäßig. Diese Übung wiederholst du auch mit dem Zeige- und Mittelfinger, dem Mittel- und Ringfinger und schließlich Ring- und kleiner Finger. (das ist am schwersten) Später wirst du immer schneller. Mir hat das super geholfen!
Außerdem kann ich dir wärmstens CHopins linke Hand Etüden empfehlen.(Linke Hand führt)
Etwas Aufwand. Aber das macht Spaß und ist sehr effektiv.
 
Axel

Axel

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Hallo,

die linke Hand wird von der rechten Gehirnhälfte gesteuert. Die ist für Bilder und Gefühle zuständig. Die linke Hirnhälfte für rationale Sachen, Zahlen und Mathematik.
D. h. exzessives Arbeiten mit Zahlen und Fingersätzen ist für die rechte Hälfte - sprich die linke Hand - schwierig. Dieser Input verursacht einen "Knoten im Hirn" und das scheint dann so, als wäre die l. H. langsam. Vielleicht hilft es, wenn du versuchst von der Vorstellung "Ich muss jetzt mit Finger 3 die Taste g treffen und dann mit 4 ein e" loszukommen und dir zur Linie der l. H. im Kopf ein Bild vorstellst.

Grüße
Axel
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Hallo,

die linke Hand wird von der rechten Gehirnhälfte gesteuert. Die ist für Bilder und Gefühle zuständig. Die linke Hirnhälfte für rationale Sachen, Zahlen und Mathematik.
Das muß man aber nicht wirklich glauben, oder...?

Früher gabs die Gebrüder Grimm, heute gibts den Manfred Spitzer :cool:


Ich denk, da liegt der Hase im Pfeffer!
Mir glaubt es ja niemand, aber diese einzelhändige Überei ist total kontraproduktiv!
Beidhändig üben von Anfang an, dann gibts diese Probleme nicht. Und natürlich langsam und auf Lockerheit achten.
 
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Axel

Axel

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Das muß man aber nicht wirklich glauben, oder...?

Früher gabs die Gebrüder Grimm, heute gibts den Manfred Spitzer :cool:


Ähhhm? Wieso nicht? :confused:
Das dürfte eigentlich durch neurologische Befunde abgesichert sein. Dass die beiden Hirnhälften unterschiedliche Themen bearbeiten und für die jeweils andere Körperhälte zuständig sind, hätte ich jetzt für unstrittig gehalten.

Ratlose Grüße
Axel
 
mad83

mad83

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Mir glaubt es ja niemand, aber diese einzelhändige Überei ist total kontraproduktiv!
Beidhändig üben von Anfang an, dann gibts diese Probleme nicht.
Wenn du das jetzt in Bezug auf eine technische Angelegenheit lesen würdest, würdest du doch ausflippen, da werden von dir auch keine Verallgemeinerungen akzeptiert. Es kommt aber immer darauf an, was man wozu wie lange einzelhändig übt. Allein schon, um die Konzentration auf ein bestimmtes Problem fokussieren zu können (gerade bei Anfängern), ist es doch einfach nur sinnvoll, die Prozesse zu minimalisieren. Ich spreche jetzt nicht von diesem Problem hier, da magst du vielleicht recht haben, aber überdenke doch bitte diese schwarzweiße Sicht.
Wenn es einzelhändig klappt aber beidhändig nicht, bringt einzelhändiges Üben natürlich nichts mehr. Es gibt nichts was man um seiner selbst willen üben sollte aber genauso wenig kann man sagen etwas würde partout nichts bringen.
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Ähhhm? Wieso nicht? :confused:
Das dürfte eigentlich durch neurologische Befunde abgesichert sein. Dass die beiden Hirnhälften unterschiedliche Themen bearbeiten und für die jeweils andere Körperhälte zuständig sind, hätte ich jetzt für unstrittig gehalten.

Ratlose Grüße
Axel
Wenn ich schon das Wort Hirnhälften höre... Hilfäääää....!!!

Die Theorie von der Unterteilung des Gehirns in einen rationalen und einen gefühlsmäßigen Teil ist schon über 30 Jahre alt:

Franz Vester Denken, Lernen, Vergessen

Nachdem die Psychologie die Vorstellung von einer strikten Trennung von körperlichen und seelischen Vorgängen längst über Bord geworfen hat, weil sie nicht mehr zu halten war (=> psychosomatische Krankheiten) haben die Neurologen diese Trennung einfach ins Gehirn verlegt bzw. auf die zwei "Hirnhälften" übertragen. Diesen Hirnhälften wurden dann die unterschiedlichsten Eigenschaften angedichtet. Einerseits ist immer die Rede vom "ganzheitlichen"(!) Lernen, andererseits soll der Verstand unabhängig von den Gefühlen im Gehirn werkeln. Und nun soll auch noch die rechte Hirnhälfte die linke Hand steuern... Die linke Hand wäre dann die Gefühlshand...??? Und wie ist das bei Linkshändern? Für mich ist es Humbug.
 
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Haydnspaß

Haydnspaß

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Wenn du das jetzt in Bezug auf eine technische Angelegenheit lesen würdest, würdest du doch ausflippen, da werden von dir auch keine Verallgemeinerungen akzeptiert.

???

Meine Aussage bezieht sich doch auf eine "technische Angelegenheit" - bzw. ich sage, daß das technische Problem dadurch verursacht wird, daß die Hände keinen sinnstiftenden Kontakt zueinander bekommen, wenn man einzelhändig übt.
 
pille

pille

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Ich denk, da liegt der Hase im Pfeffer!
Mir glaubt es ja niemand, aber diese einzelhändige Überei ist total kontraproduktiv!
Beidhändig üben von Anfang an, dann gibts diese Probleme nicht. Und natürlich langsam und auf Lockerheit achten.
Endlich sagt es mal einer! :p Habe angetrieben durch diesen Chang auch mal ausprobiert ob das beidhändige Üben was bringt, also ich brauche dann genau dreimal so lange, nämlich eine Einheit für die Rechte, eine Einheit für die Linke und dann nochmal eine, um beide Hände wieder zusammenzubringen. Und was das vom Blatt-Spiel Training angeht, davon wollen wir mal lieber garnicht reden.

und was das ursprüngliche Thema angeht: Hat Dein Lehrer Dir denn mal reine Übungen für Links gegeben? Ich habe früher immer massenweise Tonleitern beidhändig durch alle Tonarten und über möglichst die ganze Tastatur gespielt, gleichläufig, gegenläufig dauernd abwechslend, aber immer mit beiden Händen gleichzeitg. Hat eigentlich Spaß gemacht und ich hatte schon das Gefühl, dass das was bringt.
.........Und wenns denn garnicht gehen sollte, es gibt da ja noch das Akkordeon :floet:
 
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