Orgelschuhe?


Ladanum
Ladanum
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Hallo zusammen,

bald werde ich auch das Orgelspielen beginnen, jetzt stellt sich mir nur
die Frage wo ich passende Orgelschuhe herbekomme. Wüsstet ihr mir
vielleicht einen Internetshop, oder sonstiges, wo ich sie kaufen könnte?
Ist es überhaupt notwendig extra Schuhe anzuschaffen, oder reichen auch
welche mit hohen Absätzen?

Vielen Dank im Voraus,
Ladanum
 
P
Pflaume
Guest
Hallo Ladanum,

HIER findest Du schon ein paar Meinungen zum Thema Orgelschuhe.

Gruß
Pflaume
 
Guendola
Guendola
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Oder die Kurzantwort:

Schmale perfekt sitzende Schuhe mit Absatz und dünner Rauhledersohle sind optimal, die findet man zum Beispiel bei den Tanzschuhen. Gymnastikschlappen mit Rauhledersohle (ebay!) sind auch nicht schlecht, es gibt aber gewisse Probleme weil die keinen Absatz haben (z.B. mit einem Fuß legato D-Fis-A zu spielen, das geht mit Absatz prima). Rauhledersohle, damit die Schuhe nicht zu sehr rutschen. Gummi wäre zu rutschfest.
 
C
Christoph
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Spiele selber immer strumpfsockert -bei Schuhgröße 48 braucht man keinen Absatz mehr:D
 
Guendola
Guendola
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Rauhledersohlen sind meiner Meinung nach optimal, die sind nicht so glatt wie normale Ledersohlen und nicht so rutschfest wie z.B. Gummi. Man hat also Halt, wenn man ihn braucht, kann aber trotzdem gut nach vorne Rutschen, um die kurzen Tasten zu erreichen. Aber wehe, man geht mal damit vor die Kirche um eine zu rauchen, dann muß man erstmal sorgfältig alle Erdkrümel entfernen, sonst kratzt es. Deswegen (und wegen des geringeren Preises) habe ich auch Gymnastikschlappen erwähnt, die lassen sich viel schneller an- und ausziehen.
 
Mindenblues
Mindenblues
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Ich finde auch Rauhledersohlen-Tanzschuhe optimal. Meine sind allerdings nach nunmehr 2 Jahren ziemlich verschlissen, die Sohlen lösen sich hier und da und das Leder ist an den Schuhrändern schon richtig dünn gewetzt (obwohl ich die Schuhe ausschließlich beim Orgelspielen anhabe). Da sie mir so gut gefallen, erwäge ich, ein identisches Paar nachzukaufen als Reserve. Allerdings weiß ich nicht, ob Leder auch durch reine Alterung spröde wird, und ich daher lieber warten soll, bis die alten entgültig verschlissen sind. Aber dann bekomme ich evtl. nicht mehr die gleiche Marke, man ist eben ein Gewohnheitstier...
 
A
Atra
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Hallo zusammen,

bald werde ich auch das Orgelspielen beginnen, jetzt stellt sich mir nur
die Frage wo ich passende Orgelschuhe herbekomme. Wüsstet ihr mir
vielleicht einen Internetshop, oder sonstiges, wo ich sie kaufen könnte?
Ist es überhaupt notwendig extra Schuhe anzuschaffen, oder reichen auch
welche mit hohen Absätzen?

Vielen Dank im Voraus,
Ladanum

Ich habe Schnür-Schuhe mit glatter Sohle und kleinem Absatz und leicht schmal zulaufender Spitze, aber keine Tanzschuhe. Mit hohem Absatz kann ich nicht spielen.
Zuhause übe ich meist mit Socken oder Barfuß. Nur bei Stücken mit wirklich anspruchsvollem Pedal, wo ich sehr viel Spitze Hacke über weitere Entfernungen spielen muss, ziehe ich zuhause auch Orgelschuhe an.
Die großen Bachpräludien versuche ich z.B. erst gar nicht auf Strümpfen, Buxtehude kommt auf Socken gut daher....
Und ich hab im ERnstfall auch schon mit Turnschuhen gespielt - geht alles wenn man muss.

Lg. Atra
 
Mindenblues
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@ Atra:

Irgendwie habe ich mich dermaßen an meine Orgelschuhe gewöhnt, dass ich mit normalen Schuhen oder auf Strümpfen nicht mehr spielen kann, verspiele mich dann dauernd.

Ob die Schuhe Absatz haben müssen oder nicht, und in welcher Höhe, spielt nur dann eine Rolle, wenn man auch mit der Ferse spielt. Manche tun es, manche nicht. Barocke Musik geht auch ohne Absatz. Ich spiele aber auch mit Ferse, wenn es sich anbietet. Dafür brauche ich aber meine so knapp 2cm hohen Absätze.

Mit Ferse spielen ohne Absatz bedeutet höhere Fußdehnung, und das ist der Geschmeidigkeit nicht zuträglich - finde ich zumindest.
 

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Atra
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@ Atra:

Irgendwie habe ich mich dermaßen an meine Orgelschuhe gewöhnt, dass ich mit normalen Schuhen oder auf Strümpfen nicht mehr spielen kann, verspiele mich dann dauernd.

Ob die Schuhe Absatz haben müssen oder nicht, und in welcher Höhe, spielt nur dann eine Rolle, wenn man auch mit der Ferse spielt. Manche tun es, manche nicht. Barocke Musik geht auch ohne Absatz. Ich spiele aber auch mit Ferse, wenn es sich anbietet. Dafür brauche ich aber meine so knapp 2cm hohen Absätze.

Mit Ferse spielen ohne Absatz bedeutet höhere Fußdehnung, und das ist der Geschmeidigkeit nicht zuträglich - finde ich zumindest.

Ich hab mal Nachgemessen: Meine Orgelschuhe haben 1,7 cm - damit komme ich gut zurecht. Ich habe aber auch mal extra welche mit 4 cm gekauft (Cameron Carpenter hat ja immer so hohe Schuhe an). Aber da spiel ich wie Storch im Salat.

Früher konnte ich auch nur mit Orgelschuhe spielen. In der Kirche spielt man irgendwie nicht strumpfert. Als ich dann die Orgel zuhause hatte, hat man sich halt auch mal zwischendrin ans Instrument gesetzt und ich war zu faul zum Schuhe anziehen. War am Anfang ungewohnt, aber es geht.
Allerdings in der Kirche oder halt wenn es drauf ankommt, dann nur mit Schuhen.

Und klar ohne Absatz müssen die Füße beweglicher sein. Ist für mich jetzt kein Problem, in meiner Kindheit/Jugend habe ich 12 Jahre lang getanzt mit bis zu 4 x Training in der Woche, ich kann meine Füße in alle erdenklichen Richtungen extrem weit überdehnen (mein Mann wird immer ganz blass wenn er das sieht), insofern ist das für mich keine Einschränkung, aber das ist sicher sehr individuell.

Aber wenn ich ehrlich bin, ich bin nur C-Musiker. Die großen Bachpräludien spiel ich nur selten und eigentlich nur im Rahmen von Festgottesdiensten und (seltenen) Konzerten, da muss ich nämlich richtig viel üben. Für die Normal-Gottesdienste tut es einfachere Literatur, schließlich bin ich nur nebenamtlich, hab das nicht studiert und muss mich nicht mit meinem A-Musiker-Kollegen messen - und dann kann man auch strumpfert spielen.
Jetzt für Sonntag übe ich eine einfache dorische Fuge von Ph.E. Bach und ein wirklich simples Orgelpräludium von Beate Leibe (macht aber klanglich echt was her). Das habe ich mir erst am Dienstag aus dem Internet runtergeladen. Das spiel ich jeden Tag 3 mal durch, dann die etwas "schwereren" Stellen nochmals 2-3x extra und dann passt das.

LG Atra
 
Mindenblues
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Aber wenn ich ehrlich bin, ich bin nur C-Musiker. Die großen Bachpräludien spiel ich nur selten und eigentlich nur im Rahmen von Festgottesdiensten und (seltenen) Konzerten, da muss ich nämlich richtig viel üben. Für die Normal-Gottesdienste tut es einfachere Literatur, schließlich bin ich nur nebenamtlich, hab das nicht studiert und muss mich nicht mit meinem A-Musiker-Kollegen messen - und dann kann man auch strumpfert spielen.
Jetzt für Sonntag übe ich eine einfache dorische Fuge von Ph.E. Bach und ein wirklich simples Orgelpräludium von Beate Leibe (macht aber klanglich echt was her).

Eins von den großen Bach_Präludien oder Fugen im Gottesdienst zu spielen, ist schon sehr hohes Level! Da braucht man sich als C-Musiker auch nicht vor den studierten Kollegen verstecken, finde ich.
Und weil du A-Musiker erwähnt hast - manche holen zum Gottesdienst auch nur noch eins von ihren 10 Standardstücken raus, und zwar weit unterhalb von einem Bach P&F, was dann routiniert abgespult wird. Habe ich zumindest erlebt...
 
A
Atra
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Und weil du A-Musiker erwähnt hast - manche holen zum Gottesdienst auch nur noch eins von ihren 10 Standardstücken raus, und zwar weit unterhalb von einem Bach P&F, was dann routiniert abgespult wird. Habe ich zumindest erlebt...
Mein A-Musiker-Kollege ist sehr ambitioniert, der spult nix runter.
Aber der hat auch eine 100% Stelle, ist Single und hat so auch keine Familie am Bein.
Nur was ist dagegen einzuwenden auch einfache Stücke zu spielen? Auch als A-Musiker. Gute Musik muss nicht zwingend gut sein, ebensowenig muss schwer zu spielende Musik automatisch der große Wurf sein.
Erinnert mich an die Choralvorspiele zum Anhang des EGs ("Kommt mit Gaben und Lobgesang" heisst das und ist in 3 Bänden). Selbst Hauptamtliche müssen da teilweise echt üben, für eben mal als Choralvorspiel 2 Tage vor dem Gottesdienst - undenkbar. Und manche Sachen sind echt schrill, da wurde komponiert nach dem Motto je stärker die Reibung umso besser.


LG Atra
 
B
Brandwein-Dieter
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Ich kann die sehr die Puma Konstrukt empfehlen, die trägt auch der Pastor unserer örtlichen Gemeindekirche!
 
I
inventio
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und ein wirklich simples Orgelpräludium von Beate Leibe (macht aber klanglich echt was her). Das habe ich mir erst am Dienstag aus dem Internet runtergeladen. Das spiel ich jeden Tag 3 mal durch, dann die etwas "schwereren" Stellen nochmals 2-3x extra und dann passt das.

Und wo hast Du das gefunden?

Grüße
Inventio
 
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Atra
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und ein wirklich simples Orgelpräludium von Beate Leibe (macht aber klanglich echt was her). Das habe ich mir erst am Dienstag aus dem Internet runtergeladen. Das spiel ich jeden Tag 3 mal durch, dann die etwas "schwereren" Stellen nochmals 2-3x extra und dann passt das.

Und wo hast Du das gefunden?

Grüße
Inventio


www.kirchenmusikliste.de

Ein reiches Sammelsurium an frei herunterladbaren Noten. Teilweise Abschriften von alten Noten, teilweise Neukompositionen von (Kirchen)musikern, die ihre Werke eben frei zur Verfügung stellen.
Viele Orgelnoten, aber auch Orgel+ Soloinstrument, Chornoten...

LG Atra
 
 

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