Orgelbegleitung des Gemeindegesangs bei Gottesdiensten

Axel

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Gar nicht mehr, habe schon länger die Schnauze gestrichen voll... Was aber nicht heißt, dass ich nicht weiter meine Begleitsätze und Vorspiele pflege, alleine, weil ich noch lange nicht meine zahlreichen Sammlungen durchhabe. Das schließt auch transponierte Sachen ein wie Orgelbüchlein und Schübler ("Kommst Du.." z.B.). Geht ja heutzutage leicht mit capella.
Und um wieder zum tollen Esslinger Orgelbuch zurückzukommen, wahllos herausgegriffen: "Himmel, Erde, Luft und Meer" höt man meistens ausbaufähig so in der Art:
View: https://www.youtube.com/watch?v=Uu3smyVi7TE

Spielt man dagegen die durchkomponierten (jede Strophe anders!), gewürzten Janca-Sätze (er ist bereits 87 wie ich gerade sah!), wird das ganze erst interessant, egal, wie groß die Orgel ist. Das muss man aber sorgfältig geübt haben. Da ist einfach massig Luft nach oben.
Ok, Thema war "Orgel studieren", das muss man dazu sicher nicht, die studiert Habenden könnten aber bessere Hilfestellung den Nebenamtlern geben (ich finde da manches schon erschreckend auf YT, und ich meine *nicht* ganze junge Spieler) und auch selber ein bisschen mehr Geist an den Tag legen, da hört man oft genug auch nur einfachste Griffe.

Meine Erfahrung ist, dass eben viele Nebenamtler NICHT zu Fortbildungen gehen...man könnte ja aus der Komfortzone gerissen werden.
 
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MartinH

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Als Jugendlicher hatte ich nie so Angebote, weiß aber auch nicht, ob ich die wahrgenommen hätte.
Als Erwachsener kann man natürlich Zeitprobleme haben - aber ansonsten versucht man sich ja auch fortzubilden, weiterzukommen... Schon schade. Oft geht es ja einfach um passende Literatur, Anstoß durch "anderes Spiel" etc.

Hier noch spontan ein schöner, etwas anderer Satz zu "Gott wohnt in einem Lichte", da werden quasi Sekundreibungen gesucht und gefunden.. Gefällt mir gut (mit passendem Vorspiel natürlich). Könnten ein paar Knackser drin sein, sorry, habe Probleme mit "lost Buffers"...
https://drive.google.com/file/d/1WtPnzHnVbQ5N-PBWujIWkNA-R6hDfrTi/view?usp=sharing
 
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MartinH

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Geht's jetzt? Man muss wohl "herunterladen" aktivieren, "ansehen" alleine reicht nicht.
 
Axel

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Als Jugendlicher hatte ich nie so Angebote, weiß aber auch nicht, ob ich die wahrgenommen hätte.
Als Erwachsener kann man natürlich Zeitprobleme haben - aber ansonsten versucht man sich ja auch fortzubilden, weiterzukommen... Schon schade. Oft geht es ja einfach um passende Literatur, Anstoß durch "anderes Spiel" etc.

Hier noch spontan ein schöner, etwas anderer Satz zu "Gott wohnt in einem Lichte", da werden quasi Sekundreibungen gesucht und gefunden.. Gefällt mir gut (mit passendem Vorspiel natürlich). Könnten ein paar Knackser drin sein, sorry, habe Probleme mit "lost Buffers"...
https://drive.google.com/file/d/1WtPnzHnVbQ5N-PBWujIWkNA-R6hDfrTi/view?usp=sharing
Ich habe auch als Schüler mitgenommen, was ging. Aber wenn Du auf Bistumsebens etwas anbietest, ist die Resonanz eher gering. Da gibt es halt genug Dorforganisten, die sich seit 40 Jahren einen zurechtfingern und König auf dem eigenen Misthaufen sind. Warum sollte man sich in so einer Situation irgendwelcher Kritik aussetzen?
 
altermann

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Da gibt es halt genug Dorforganisten, die sich seit 40 Jahren einen zurechtfingern und König auf dem eigenen Misthaufen sind.
Ich fingere seit 56 Jahren im Dorf auf dem Misthaufen rum. Seit 34 Jahren auf einem Misthaufen der Firma Eule. Den Vorgängermisthaufen von Jehmlich habe ich selbst mit 2 Helfern abgebaut. Gerne spiele ich auch Orgelvespern auf anderen Misthaufen. 5 Live-Gottesdienste wurden auch mit meinem Mist bereichert.

mistiges Gauf! :017:
 
Axel

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Ach, das ist einfach eine Einstellungsfrage. Zieh' Dir den Schuh nicht an, wenn er nicht passt. Ich stelle das halt hier im äußersten Westen immer mal wieder fest. Da wird das Präludienalbum mit -zig Fehlern geduldet und schleppend hinter der Gemeinde hergespielt, oft ohne Pedal. Die Qualifikation ist eine halbes Jahr Klavierunterricht. Aber man macht es an der "eigenen" Orgel eben schon sehr lange, egal wie schlecht. Und manchmal wäre es feierlicher, wenn keiner spielen würde. Ich bin schon an einigen Stellen genau einmal zur Vertreung eingeladen worden, dann nie wieder. Blöd, wenn man es besser macht als der Titulaire...
 

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Edeltraud

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HIer darf es im Prinzip wieder Gemeindegesang geben, allerdings dann nur mit Maskenpflicht für die Besucher. Das handhaben einzelnen Gemeinden dann unterschiedlich. Viele wollen Mund-Nase-Bedeckungen nicht verbindlich vorschreiben. Außerdem müssten alle Besucher ein Registrierungsformular mit Namen und Kontaktdaten ausfüllen. Das erscheint vielen Gemeinden nicht praktikabel und sie verzichten deshalb nach wie vor auf singen und sprechen durch Gottesdienstbesucher.
 
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reymund

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Orgel und Singen hat mich aus der Kirche vertrieben. Damit meine ich nicht das Orgelspiel von Otto Kremer, der spielt einfach super, aber dieses Rumgewurschtel in den kleineren Gemeinden , das beleidigt eher mein Ohr und wenn sich der Orgelspieler dann auch noch von dem leiherhaften Gesang der Gemeinde beeinflussen läßt, einfach Grauenhaft.
Zum Schluß hab ich nur noch Wortgottesdienste besucht.
 
Axel

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Orgel und Singen hat mich aus der Kirche vertrieben. Damit meine ich nicht das Orgelspiel von Otto Kremer, der spielt einfach super, aber dieses Rumgewurschtel in den kleineren Gemeinden , das beleidigt eher mein Ohr und wenn sich der Orgelspieler dann auch noch von dem leiherhaften Gesang der Gemeinde beeinflussen läßt, einfach Grauenhaft.
Zum Schluß hab ich nur noch Wortgottesdienste besucht.
Da wird aber auch gesungen.
 
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reymund

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Wortgottesdienst ist Wortgottesdienst, da wird nicht gesungen. Bei uns nicht. Aber ich geh ja nicht mehr ist vielleicht jetzt anders.
 
Ambros_Langleb

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Oder ihr habt einfach unterschiedliche Begriffe davon. In der katholischen Kirche ist ja "Wortgottesdienst" ein wesentlich präziserer Begriff als in den Kirchen der Reformation. Da hat, jedenfalls in der Bayerischen Landeskirche, schon eh und je gegolten: Wenn Orgel hin und / oder Pfarrer sangesunkundig, wird halt nur gesprochen.

Unvermeidlicher Traditionskalauer an dieser Stelle: In der alten Agende stand über dem "Der Herr sei mit Euch" als Anweisung: "Wenn der Geistliche nicht singt, dann spricht er". Der aufgeregte Vikar vertut sich in der Zeile, hebt an und singt "Wenn der Geistliche nicht singt, dann spricht er." Der ausgebuffte Organist antwortert von seiner Empore organo pleno: "Da tut er gut daran".
 
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St. Francois de Paola

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Zu hart sollte man mit der singenden Gemeinde nicht sein. Das ist ja Sinn der Sache, dass da jeder singen darf und nicht nur talentierte oder ausgebildete Sänger. Das soll ja auch kein Kunstgenuss wie ein Konzert sein - was nicht heißt, dass es nicht schöner ist, wenn einigermaßen richtig gesungen wird.
Beim Organisten sollte man auch vorsichtig sein. Wenn irgendjemand z.B. vertritt, die Liturgie nicht kennt, begrenzte Zeit zum Üben hat und der Pfarrer erst Freitag abends überlegt, welche Choräle denn gerade passen würden, dann soll er sich auch nicht wundern, wenn die schlecht gespielt werden. Das ist halt auch eine Frage der Organisation. Wenn man eine feste Stelle hat, sei es auch nur eine C-Stelle, sollte man natürlich erwarten können, dass ein zum 20. Mal im Gottesdienst gespielter Standardchoral normalerweise fehlerfrei, im Takt und singbar artikuliert erklingt.
 
Axel

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Zu hart sollte man mit der singenden Gemeinde nicht sein. Das ist ja Sinn der Sache, dass da jeder singen darf und nicht nur talentierte oder ausgebildete Sänger. Das soll ja auch kein Kunstgenuss wie ein Konzert sein - was nicht heißt, dass es nicht schöner ist, wenn einigermaßen richtig gesungen wird.
Beim Organisten sollte man auch vorsichtig sein. Wenn irgendjemand z.B. vertritt, die Liturgie nicht kennt, begrenzte Zeit zum Üben hat und der Pfarrer erst Freitag abends überlegt, welche Choräle denn gerade passen würden, dann soll er sich auch nicht wundern, wenn die schlecht gespielt werden. Das ist halt auch eine Frage der Organisation. Wenn man eine feste Stelle hat, sei es auch nur eine C-Stelle, sollte man natürlich erwarten können, dass ein zum 20. Mal im Gottesdienst gespielter Standardchoral normalerweise fehlerfrei, im Takt und singbar artikuliert erklingt.
Jein, ich kenne es aus katholischen Werktagsmessen so, dass man schnell vorher in der Sakristei schaut, was man singt. Da gibt es keine Vorbereitungszeit. Das muss dann auch laufen. Einen Orgelbuchsatz sollte eigenlich jeder, der dafür Geld bekommt vom Blatt spielen. Eine andere Sache sind rhythmisch vertrackte NGLs. Da habe ich auch schon mal bei exotischen Wünschen gesagt, sorry, mache ich , aber nicht vom Blatt.
 
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