Notensatz: Pause bei zwei Stimmen

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Nils

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Hallo,

ich hoffe das Unterforum ist das Richtige, weil mit dem eigentlichen Komponieren hat es nichts zu tun.

Im Anhang ist ein simpler 4/4-Takt dargestellt. Die halbe Note soll gehalten werden und dann soll in der zweiten Stimme nach einer Achtelpause eben die Duole gespielt werden. Doch wie genau würdet Ihr die Achtelpause platzieren ? Es ist einfach ein schlechter Notensatz so. Über die Halbe (Hals ist schon extra nach unten gerichtet dafür) sieht nicht gut aus, die Pause kann wegen Platzmangel nicht weiter nach rechts geschoben werden, sie wirkt halt insgesamt wortwörtlich reingequetscht.

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Gruß,
Nils
 
Rheinkultur

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Im Anhang ist ein simpler 4/4-Takt dargestellt. Die halbe Note soll gehalten werden und dann soll in der zweiten Stimme nach einer Achtelpause eben die Duole gespielt werden. Doch wie genau würdet Ihr die Achtelpause platzieren ? Es ist einfach ein schlechter Notensatz so. Über die Halbe (Hals ist schon extra nach unten gerichtet dafür) sieht nicht gut aus, die Pause kann wegen Platzmangel nicht weiter nach rechts geschoben werden, sie wirkt halt insgesamt wortwörtlich reingequetscht.
Gegenfrage: Wenn beide Stimmen in einem System notiert werden, warum dann beide als Unterstimme (Halsrichtung nach unten)? Über die Halbe lässt sich die Achtelpause notieren, wenn die Duole (2:3 Achtel) der Oberstimme angehört (Halsrichtung nach oben). Besteht die Oberstimme aus der halben Note plus halbe Pause (Halsrichtung nach oben), ist die Achtelpause darunter zu notieren. Eine Unterstimme und eine Oberstimme sollte man aufgrund der Halsrichtung problemlos voneinander unterscheiden können - alles andere ist zu unübersichtlich.

Die Duole kann nur auf die Achteldauer bezogen sein, da andernfalls nicht die Taktdauer von vier Vierteln ausgefüllt wird. Mit zwei punktierten Achteln oder punktierter Achtel plus Sechzehntel mit angebundener Achtel versteht jeder sofort, was gemeint ist, meint

Rheinkultur
 
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Nils

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Die Hälse umzudrehen war ein Fehler, das ist der Layout-Wahn da verbricht man manchmal Sachen und merkt es gar nicht. Die Halbe hat nun den Hals wieder nach oben gerichtet, da es die Oberstimme ist. Die Duole danach hat die Dauer einer punktierten Viertel und soll aber erst zur zweiten Achtel des Taktes gespielt werden. Der 4/4-Takt ist bewusst nicht ausgefüllt, es werden nur die ersten beiden Viertel genutzt.
Die Achtel-Pause bezieht sich also auf die Duole, nicht auf die Halbe, wüsste auch nicht wie das ginge, denn die Halbe ist eine Halbe und soll den halben Takt gedrückt bleiben.
 
Rheinkultur

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Die Hälse umzudrehen war ein Fehler, das ist der Layout-Wahn da verbricht man manchmal Sachen und merkt es gar nicht. Die Halbe hat nun den Hals wieder nach oben gerichtet, da es die Oberstimme ist. Die Duole danach hat die Dauer einer punktierten Viertel und soll aber erst zur zweiten Achtel des Taktes gespielt werden. Der 4/4-Takt ist bewusst nicht ausgefüllt, es werden nur die ersten beiden Viertel genutzt.
Die Achtel-Pause bezieht sich also auf die Duole, nicht auf die Halbe, wüsste auch nicht wie das ginge, denn die Halbe ist eine Halbe und soll den halben Takt gedrückt bleiben.
Alles klar - in diesem Falle sollte die Achtelpause unterhalb der halben Note aus der Oberstimme notiert werden. Wenn sie etwa im Bereich um die erste Linie von unten erscheint (etwa auf Balkenhöhe der Duole), kann man sie problemlos der Unterstimme (mit der Duole) zuordnen. Allerdings halte ich die Notierung dieser beiden Terzen als Duole (2:3) nach wie vor nicht für die beste Lösung - siehe oben. Zumindest ist aber jetzt die räumliche Enge um die "gequetschte" Achtelpause mit dieser Lösung bereinigt.

LG von Rheinkultur
 
hasenbein

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Das notiert man nicht so.

Viel zu unverständlich und ungebräuchlich.

Schreib statt der Duolen so: Achtelpause, dann auf 1und ne Achtelnote, die rübergebunden auf ne Sechzehntel auf Zählzeit 2 ist, und dann auf der 2. Sechzehntel der "2" eine punktierte Achtel.

Das versteht man dann wenigstens, wenn man es vorgesetzt bekommt, und kann es gleich spielen.

Eine Duole macht nur Sinn in einem nicht-binären Umfeld, also in einem triolischen Stück oder in einem dreiteiligen Takt (3/4, 6/8 o.ä.).

LG,
Hasenbein
 
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Nils

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So wie ich Euch verstehe wären also die beiden Möglichkeiten im Anhang möglich. Ist das so nun gut verständlich ?

In der Tat, die Duole ist schlecht, manchmal schreibe ich direkt drauf los und denke nur noch "Was brauche ich damit es passt ?" und wenn da halt Duole direkt einfällt, dann kommt so etwas zustande. Habe aber nochmal geschaut, im Rest des Stückes finde ich nichts derartiges mehr :)

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Rheinkultur

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Die im ersten Takt mit Überbindung notierten Nachschläge sind die beste Variante und decken sich mit dem, was @hasenbein und ich mit ihren Überlegungen gemeint haben. So kann man es gut lesen, gut verstehen, gut spielen - und es sieht so auch gut aus!

Herzliche Grüße von
Rheinkultur
 
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Nils

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Okay, super, vielen Dank.

Nun fällt mir gerade noch eine prinzipielle Frage ein, die sich immer noch auf dieses Thema bezieht, daher stelle ich sie noch in diesem Thema: Stellt Euch nun vor, man verschiebt die gezeigten Noten in die rechte Takthälfte, also auf das dritte Viertel. In den ersten beiden Vierteln spielt nur eine Stimme. Dann müsste man doch die halbe Pause in der Unterstimme hinschreiben, scheinbar ist das aber nicht immer üblich. Ich denke sie gehört hin, habe aber schon bei eigentlich durchweg gutem Notensatz von Henle (die ja auch die Quellen-Nähe anpreisen) Stellen gesehen bei denen solche Pausen unterschlagen werden, scheinbar weil es vom Layout her komisch aussähen.

Mal allgemeiner formuliert: Wenn man einen Takt hat, in dem zwei Stimmen vorkommen, die restlichen Takte des Stückes allerdings nur eine Stimme haben (ich rede hier nur von einer Notenzeile, hier die der "rechten Hand", ansonsten hätte man alleine mit der linken Hand ja immer eine zweite Stimme), dann muss ich bei diesem einen Takt die zweite Stimme voll mit allen Pausen schreiben, bei allen anderen Takten des Stückes brauche ich jedoch keine Pausen schreiben, die den Takt jeweils voll pausieren würden. Stimmt das so ?
 
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Anatol Analogon

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Der visuelle Eindruck des Layouts ist das eine, Intention des Komponisten und Eindeutigkeit das andere. Bei deinem Beispiel bliebe das Notenbild eindeutig, selbst wenn die halbe Pause fehlt.

Der weitere Stimmenverlauf hat allerdings auch einen Einfluß auf derartige Entscheidungen: Setzt die zweite Stimme an der Stelle erst ein, wird man wohl eher die Pause weglassen (eventuell wäre auch die Achtelpause entbehrlich), wird die Stimme nur kurz unterbrochen, kann es klarer sein, die Pause explizit zu notieren.

Damit solltest du auch den Fall mit nur einzelnen zweistimmigen Takten erschlagen können.
 
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Nils

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Okay, dann ist jetzt alles klar, vielen Dank Euch allen!
 
 

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