Nocturne Cis Moll... kleines Problemchen...

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CroBenji

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Hallo alle zusammen,

ich weiß nicht wie oft diese Frage schon gestellt wurde, aber ich stell sie trotzdem und hoffe keiner ist böse ;)

Ich spiele so gerne oben genanntes Stück da ich es einfach schön finde. Es ist auch wirklich nicht schwer... naja... bis auf eine kleine Stelle die mir JEDES MAL mein schönes Spiel versaut!!!!

Es geht um den (finde ich sehr schnellen) Lauf am Ende des Stückes... und zwar den zweiten (es ist der längste). Im Prinzip ist das ja nur die Tonleiter aber ich schaffe es einfach nicht das flüssig, schnell und fehlerfrei zugleich :/

Ich wäre, wenn mir jemand vllt Tipps geben könnte, was man beachten muss...oder vllt spezielle Übetechniken für dieses Problem.

Hatte noch nie Klavierunterricht leider, mein Wissen basiert nur auf leaning by doing und Tipps aus dem Internet ;)

Im Prinzip bin ich für jeden Tipp dankbar :)
Wer auch immer mir jetzt helfen mag, schon mal vielen Dank :)

LG Benny
( Video von mir...wer mag!! )
 
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xXpianOmanXx

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Ich hätte lieber ein Video von dem Lauf gesehen ;)
Aber gut, Tipps hab ich :

1. Handgelenk entspannt, tief halten
2. den lauf 1-3x forte spielen (stell Dir dabei vor dass Du einen Apfel oder sowas umfasst, die Finger sollen NICHT flach auf die Tasten treffen).
3. Die Hand sollte möglichst einen rechten Winkel mit der Klaviatur bilden
4. Nun in gemäßigtem Tempo den Lauf staccato (die Finger sollten beim loslassen nur minimal von den Tasten "abprallen") spielen und dabei darauf achten dass die Hand nicht verkrampft
5. den Lauf auch mal mit geschlossenen Augen spielen

LG
 
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CroBenji

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Ich hätte lieber ein Video von dem Lauf gesehen ;)
Aber gut, Tipps hab ich :

1. Handgelenk entspannt, tief halten
2. den lauf 1-3x forte spielen (stell Dir dabei vor dass Du einen Apfel oder sowas umfasst, die Finger sollen NICHT flach auf die Tasten treffen).
3. Die Hand sollte möglichst einen rechten Winkel mit der Klaviatur bilden
4. Nun in gemäßigtem Tempo den Lauf staccato (die Finger sollten beim loslassen nur minimal von den Tasten "abprallen") spielen und dabei darauf achten dass die Hand nicht verkrampft
5. den Lauf auch mal mit geschlossenen Augen spielen

LG
http://www.youtube.com/watch?v=4_0umDHCfSE&feature=related

ab 2:52 bis 2:55 wobei mir das video nicht gefällt, aber man siehts halt gut.

lieber:

http://www.youtube.com/watch?v=m3fgrNheimY

ab 3:11....

Es ist wirklich ärgerlich für mich ich spiel das ganze Stück schon sooo gut (finde ich ;) ) und nur weil ich die stelle jedes mal verhaue nehm ichs nicht auf hehe

Vielen vielen dank für die Tipps vielleicht kommen ja noch mehr zusammen. werde alles mal beachten vielleicht wirds dann schon besser :)
 
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xXpianOmanXx

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Hab's geahnt, Du setzt die Finger zu flach auf ;)
Versuchs mal mit meinen Tipps aber vll. kommen wirklich noch welche...
 
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xXpianOmanXx

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ach das bist gar nicht du? :D ..hahaha
der typ hat auf jeden fall auch ein problem und sein lauf scheint mir nicht ganz makellos ;)
 
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CroBenji

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Bachopin

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Hi,

ich hab' zwar nicht verstanden, ob das 1. Video jetzt von dir ist oder nicht.

Aber egal, zu den flachen Fingern:
Es ist heute gängige Praxis auch mit flacheren (und ganz flachen) Fingern zu spielen (schau dir mal Horrowitz an), gerade bei gefühlvollen romantischen Stücken. Barock verlangt dagegen eher steilere Finger, ist aber auch keine strenge Regel. Jeder Pianist hat da aber ein bischen andere Vorlieben. Wichtig ist, dass du flexibel bist und durch experimentieren deine eigene Finger Haltung findest.

Allerdings hat pianoman Recht, bei einem schnellen Lauf mit wechselnden weissen und schwarzen Tasten muss man mit eher steileren Fingern spielen, damit die weissen Tasten besser getroffen werden. Aber auch hier kann man experimentieren.

Gruß
 
Madita76

Madita76

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2. den lauf 1-3x forte spielen
4. Nun in gemäßigtem Tempo den Lauf staccato (die Finger sollten beim loslassen nur minimal von den Tasten "abprallen") spielen und dabei darauf achten dass die Hand nicht verkrampft
Kurze Zwischenfrage an pianoman:
Kannst du mir bitte kurz zu obigen Punkten genauer erklären:
Warum forte spielen?
Warum staccato, für was ist die Artikulation hierbei gut? Ich weiß, Rolf führt das Staccato-Spielen auch öfters an.

Vielen Dank! Grüße, Madita
 
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xXpianOmanXx

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Hi,

Eine Stelle forte üben sollte man nur, falls man sich nen laschen Sound angewöhnt hat.
Beim staccato Spielen lernt man der Taste nur einen kurzen Ruck zu geben (bzw. das sofortige Loslassen des Fingers nach dem man die Taste angetippt hat). Hilft sehr gut gegen Arhythmik, "verklebten" Klang und lässt eine Geschwindigkeitssteigerung zu ;)

Bei mir hat die Methode wahrlich Wunder gewirkt:
Ich spielte die Czerny Etüde op. 740 n°5 (http://www.youtube.com/watch?v=fAThBkp6xdc) vor einigen Monaten mit verkrampften Handgelenken und entsprechend holprig.
Einige Tage spielte ich sie nur noch langsam staccato ("Handgelenk-staccato", das Ziel dabei ist nach jedem Anschlag eine vollkommene Entspannung des Handgelents & Fingers wahrzunehmen). Dann ging ich zum Figner-Staccato über (dabei "prallen" nur noch die Finger ab, wobei das Handgelenk selbstredend nicht verkrampft sein sollte). Vor jedem normalen Durchspielen, habe ich die Etüde staccato durchgespielt, Tag für Tag und es klappte immer besser, bis ich sie in meinem Ausgangstempo spielen konnte, allerdings staccato :) Bei normlaler Artikulation läufts jetzt wie am Schnürchen, in einem enormen Tempo (eigentlich habe ich schon längst das Zieltempo erreicht).

Gruß
 
Guendola

Guendola

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Die Handhaltung macht natürlich viel aus, aber am besten findest du selbst heraus, was für dich richtig ist. Ein tiefes Handgelenk empfehle ich nicht, denn damit stolperst du noch mehr über deinen Daumen. Ich vermute, daß das Übersetzen der Finger das Hauptproblem ist und das kannst du wie folgt verbessern:

- nur so schnell spielen, wie du den Lauf oder die folgenden Übungen gleichmäßig spielen kannst. Wenn du merkst, daß du es nicht sauber schaffst, anhalten, einen Gang zurück schalten und neu beginnen.

- Die Finger sollten möglichst nahe an den Tasten bleiben, auch beim Übersetzen. Aber beim Übersetzen muß natürlich genügend Platz für den Daumen bleiben, solange du langsam spielst.

- Wenn du schneller wirst, ist der Daumen immer im Weg, es sei denn, du läßt ihn gewissermaßen über "seine" Taste fliegen. Das ist eine Aufgabe, die jeder Klavierspieler früher oder später meistern muß, ein Lehrer wäre hierzu wirklich gut. Vielleicht findest du ja einen Pianisten, der dich etwas anleiten kann. Entscheidend ist, daß die horizontale Handbewegung nicht ins Stocken kommt und daß zwischen Hand und Klaviatur immer genug Platz für den Daumen bleibt, dafür aber nicht auf und ab bewegen. Das geht in der Tat besser mit runden Fingern aber die Hauptsache ist die Höhe des Handgelenks.

- Die Tonleiter separat üben, und zwar in unterschiedlichen Taktarten, aber immer nur innerhalb von zwei Oktaven.

- Um die Fingerwechsel herumspielen, also nur fünf oder sechs Töne auf- und abwärts.

- Alle obigen Übungen solltest du legato und stakkato spielen. Stakkato ist etwas heikel, weil die horizontale Handbewegung trotzdem gleichmäßig bleiben muß, was während der Fingerübersätze schwierig ist, aber zum Ausgleich wird die Handhaltung entspannter und ruhiger. Also einfach darauf achten, daß du nicht von Fingerübersatz zu Fingerübersatz zur Seite ruckst.

Alle Übungen kannst du auch mit links machen und parallel mit beiden Händen. Obendrein kannst du links spiegelverkehrt zur rechten Hand spielen, dafür mußt du die linke Hand so versetzen, daß sie das gleiche Tastenprofil bekommt. Wenn du z.B. rechts auf dem Fis beginnst, also auf der linken der drei schwarzen Tasten, die nacheinander folgen, beginnst du links mit Ais, also auf der rechten der drei schwarzen Tasten. Die Finger beider Hände haben also immer die gleichen Bewegungen und Tastenabstände zu meistern. Auf diese Weise lernen die Hände von einander, es klingt aber bestenfalls exotisch, eher schauerlich.

Deine Aufmerksamkeit sollte sich darauf richten, die Hand gleichmäßig seitwärts zu bewegen, auch wenn du gerade übersetzt. Dabei entsteht ein kleines Loch zwischen den Tönen, das aber bei dem Zieltempo unwichtig bzw. unhörbar ist, jedenfalls ziemlich, und beim stakkato ist es logischerweise nicht zu hören.

Was jetzt noch fehlt, ist ein kleiner Gedankentrick: Spiele den Lauf in mehreren Teilen. Zu Anfang sogar so, daß du zwischen den einzelnen Teilen langsamer wirst, quasi eine Verschnaufpause einlegst. Das verhindert, daß die Hand fest wird. "Gedankentrick" deswegen, weil es im Prinzip ausreicht, wenn du in kleineren Teilen denkst. Wenn du die Lauferei im Griff hast, kannst du das etwas abwandeln und beibehalten: Den Lauf langsam angehen und beschleunigen, zum Ende hin wieder verzögern - diesmal aber tatsächlich gespielt, nicht nur gedacht.

PS: Stakkato hilft einem, die Finger sauber zu setzen und das Handgelenk nicht zu verspannen. Das setzt aber voraus, daß man nicht aus den Fingern heraus stakkato spielt. Damit erreicht man zwar kein besonders hohes Tempo, aber das macht nichts. Ein "verklebter Klang" löst sich dabei nur wenn man auch beim Stakkato bleibt, etwas weniger Pedal ist da wesentlich effektiver.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Madita76

Madita76

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Vielen lieben Dank an pianoman und guendola!
 
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xXpianOmanXx

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Zitat von Guendola:
PS: Stakkato hilft einem, die Finger sauber zu setzen und das Handgelenk nicht zu verspannen. Das setzt aber voraus, daß man nicht aus den Fingern heraus stakkato spielt. Damit erreicht man zwar kein besonders hohes Tempo, aber das macht nichts. Ein "verklebter Klang" löst sich dabei nur wenn man auch beim Stakkato bleibt, etwas weniger Pedal ist da wesentlich effektiver.
Es kommt auf die staccato-Art an! Man kann auch mit verspanntem Handgelenk staccato spielen.
Ich kann aus eigener Erfahrung berichten dass man mithilfe von staccato durchaus ein sehr hohes Tempo erreichen kann, sobald man sich angewöhnt hat die Tasten nur extrem kurz "anzutippen".
Und von der Verwendung des Pedals war erstmal auch gar nicht die Rede!
Das staccato bleiben (sagt sich so leicht LOL), das muss man sich eben antrainieren!
 
Guendola

Guendola

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Es kommt auf die staccato-Art an! Man kann auch mit verspanntem Handgelenk staccato spielen.
Ich kann aus eigener Erfahrung berichten dass man mithilfe von staccato durchaus ein sehr hohes Tempo erreichen kann, sobald man sich angewöhnt hat die Tasten nur extrem kurz "anzutippen".
Und von der Verwendung des Pedals war erstmal auch gar nicht die Rede!
Das staccato bleiben (sagt sich so leicht LOL), das muss man sich eben antrainieren!
Fingerstakkato ist in diesem Zusammenhang allerdings völlig uninteressant. Es geht darum, die Hand frei über die Tasten zu bewegen, ohne fest zu werden, also auch nicht mit verspanntem Handgelenk. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie du auf den Unsinn mit dem verspannten Handgelenk kommst - es geht zwar, aber es ist eben Unsinn.
 
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xXpianOmanXx

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Das mit dem verspanntem Handgelenk war auf Deinen Post bezogen ;) Klar ist das Unsinn.
Wir wissen nun nicht woran genau es bei dem TE hapert, da erübrigt sich eigentlich jegliche Diskussion...
 
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broadwood1830

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Hab's geahnt, Du setzt die Finger zu flach auf ;)
Versuchs mal mit meinen Tipps aber vll. kommen wirklich noch welche...

Hahaha,
Hellseher oder wie? Zu flache Finger gibts nicht. Früher musste man diese unnatrülich runden Finger zeigen und muss das heute auch noch bei Jugend musiziert und so. Aber guck doch mal Videoas von Horowitz oder Rubinstein an, wo siehst du da runde Finger? Die spielen alle mit relativ flacher Hand. Ausschlaggebend ist das Gewicht, das man auf den Finger legt und mit dem die Taste gedrückt wird. Der Touch überhaupt ist wichtig, sonst klingt jedes Klavier oder oder jeder Flügel wie ein Eimer. Guck dir einfach mal an, wie die großen Painisten das gemeistert haben. Macht nix, wenn da in einer Tonleiter mal ein Tönchen rausfällt, solange es rund klingt, solange da ein Spannungsfeld zwischen rechter und linker Hand existiert und hörbar ist. einfach zuhören und ausprobieren. Und nix mit Fingerhaltung und Fingersätzen und all dem Quatsch. Alle, die das propagieren, können in der Regeln selber nicht spielen. Berühmtestes Beispiel: der "Erfinder" der russischen klavierschule: Neuhaus. Lies was er schreibt und hör dir auf Youtube an, wie schlecht er es selber umsetzen kann.
Besuch mal den Martin Dalheimer auf youtube: broadwood1830 oder RcoPopPiano
Sabine:keyboard:
 
hasenbein

hasenbein

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Sabine - oder soll ich besser sagen: Martin? :cool: - nun hör mal bitte auf, hier überall Dein frustriertes "Ceterum censeo" unterzubringen und für Dalheimer zu spammen, ja? Vielen Dank!

LG,
Hasenbein
 
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CroBenji

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Habe ein Video von mir hochgeladen!!!!

Hey, war heute unterwegs und ich dachte ich könnte eine Aufnahme machen... hm nicht perfekt (hatte ja keine Zeit :p ) Der eine oder andere Fehler ist schon dabei, aber wie gesagt, mir gings eigenltich um den Lauf am Ende. Trotzdem dürft ihr es ganz sehen und wer mag auch auf youtube Kommis machen etc würd mich freuen. LG

Meine Aufnahme

Benny
 
 

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