Neuer Flügel aus deutscher Produktion?

  • Ersteller des Themas rocky balboa
  • Erstellungsdatum
R

rocky balboa

Dabei seit
Mai 2012
Beiträge
127
Reaktionen
0
Wir hatten hier ja jetzt einige Threads, in denen Vor- und Nachteile von Klavieren und Flügeln aus China ausgiebigst diskutiert wurden. Das ausschlaggebende Argument für solche Instrumente ist ja in der Regel der Preis.

Zäumen wir das Pferd mal von hinten auf (in meiner Situation nicht ganz uneigennützung): Angenommen ich möchte als (nicht allzu ambitionierter) Dilettant einen Flügel (ab 170cm) aus deutscher Produktion für den Einsatz zu Hause haben, und für deutsche Wertarbeit möglichst wenig Geld ausgeben. Von "wenig" zu sprechen, ist bei den aufgerufenen Summen zwar irgendwie Fehl am Platz, aber sei's drum.

Welche Modelle sollte heuer man anspielen, wenn man a) auf das Budget achten muss aber b) trotzdem gerne die altbekannte Qualität hätte?
 
Ambros_Langleb

Ambros_Langleb

Dabei seit
Okt. 2009
Beiträge
9.226
Reaktionen
11.838
Der steht auf der Liste, seit ich den 190er meines Nachbarn gespielt habe. :-) Was das Instrument betrifft: Der 190er hat richtig Spaß gemacht, preislich mit UVP jenseits der 30.000 EUR leider auch nicht ganz günstig, selbiges gilt wohl auch für den 170er.
In einem auf diesem Florum nicht unbekannten Klavierhaus München wird der für rund 25000 feilgeboten ... ;). Ähnliche Preise werden für Rönisch und Wilh. Steinberg (IQ) verlangt.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
K

kristian

Dabei seit
Sep. 2009
Beiträge
855
Reaktionen
199
Es lohnt sich sicher auch die Instrumente von Sauter anzuschauen.
 

Jonathan

Jonathan

Dabei seit
Jan. 2013
Beiträge
219
Reaktionen
6
Hallo,

ich würde jetzt mal den Schimmel K169 vorschlagen, aktueller Listenpreis liegt um die 32.000 €, ist aber bestimmt auch ein bisschen Verhandlungssache.
Richtig gut ausgearbeitet (intoniert, reguliert) sind diese Instrumente sehr gut, haben einen gut ausgewogenen Klang mit kräftigen Bässen (bei meinem K169 ist das auf jeden Fall so...) und haben ein sehr gutes Spielwerk!

Das wäre jetzt mein Vorschlag...

Gruß
Jonathan

PS.: JEDES Instrument (v.a. eines aus deutscher Produktion) ist ein Instrument für sich und muss einem selbst gefallen; der Name des Herstellers ist dabei erstmal zweitrangig!
 
Klavierhaus Langer

Klavierhaus Langer

Dabei seit
Feb. 2013
Beiträge
21
Reaktionen
2
PS.: JEDES Instrument (v.a. eines aus deutscher Produktion) ist ein Instrument für sich und muss einem selbst gefallen; der Name des Herstellers ist dabei erstmal zweitrangig!
Bin ganz deiner Meinung Jonathan, der Schimmel K 169 ist ein wirklich tolles Instrument, für ca. 2000 € mehr gibts auch schon den K 189 !
Alternative: Schimmel C 182 Tradition, Österreichischer Listenpreis: 28.390 € - auch hier bekommt man ordentlich Flügel für sein Geld.

Natürlich kann kein Flügel aus deutscher Produktion mit Chinesischen Preisen mithalten, aber qualitativ kommt kein einziges Chinaprodukt an ein deutsches Instrument heran. Ich spreche jetzt gar nicht von Klangeigenschaften oder Spielgefühl. Wo es wiklich gravierend fehlt:
zb. Quietschende Pedale, quietschende Tastengarnierungen, Klaviaturverschub macht Geräusche, Dampferfilze (Keildämpfer) - sind von minderer Qualität die beim Abdämpfen zwischen den Saiten Geräusche machen.... meine Liste ist endlos!
Jedem Klaviermacher (einschließlich mir) kommt die Kotze wenn er bei einem 2 Jahre alten Instrument solche Kinderkrankheiten beseitigen muss, weil man nicht genau weiß, was passiert, wenn man vom Kunden weg ist und was als nächstes passiert.
Soetwas gibts bei keinem deutschen Klavierhersteller, nicht bei Yamaha und auch nicht Kawai.
 
klaviermacher

klaviermacher

Dabei seit
Apr. 2008
Beiträge
8.053
Reaktionen
3.295
Bin ganz deiner Meinung Jonathan, der Schimmel K 169 ist ein wirklich tolles Instrument, für ca. 2000 € mehr gibts auch schon den K 189 !
Alternative: Schimmel C 182 Tradition, Österreichischer Listenpreis: 28.390 € - auch hier bekommt man ordentlich Flügel für sein Geld.

Natürlich kann kein Flügel aus deutscher Produktion mit Chinesischen Preisen mithalten, aber qualitativ kommt kein einziges Chinaprodukt an ein deutsches Instrument heran. Ich spreche jetzt gar nicht von Klangeigenschaften oder Spielgefühl. Wo es wiklich gravierend fehlt:
zb. Quietschende Pedale, quietschende Tastengarnierungen, Klaviaturverschub macht Geräusche, Dampferfilze (Keildämpfer) - sind von minderer Qualität die beim Abdämpfen zwischen den Saiten Geräusche machen.... meine Liste ist endlos!
Jedem Klaviermacher (einschließlich mir) kommt die Kotze wenn er bei einem 2 Jahre alten Instrument solche Kinderkrankheiten beseitigen muss, weil man nicht genau weiß, was passiert, wenn man vom Kunden weg ist und was als nächstes passiert.
Soetwas gibts bei keinem deutschen Klavierhersteller, nicht bei Yamaha und auch nicht Kawai.
Hallo Kollege im Süden! :)

Deine Aussagen kann ich nur bestätigen!

LG
Michael
 
R

rocky balboa

Dabei seit
Mai 2012
Beiträge
127
Reaktionen
0
PS.: JEDES Instrument (v.a. eines aus deutscher Produktion) ist ein Instrument für sich und muss einem selbst gefallen; der Name des Herstellers ist dabei erstmal zweitrangig!
Das versteht sich doch von selbst, oder? :-) Mir ging es um Instrumente, die man in der deutschen Flügel-Einstiegsklasse (bei Neukauf) auf der Rechnung haben sollte, im Sinne von "sollte man auf seiner Suche mal angespielt haben". Ob dann Schimmel, Förster oder Acme drauf steht, spielt zumindest bei mir bei der Kaufentscheidung keine Rolle.

Den von dir genannten Schimmel habe ich übrigens schon mal unter den Fingern gehabt, das Exemplar war aber irgendwie vom Anschlag her nicht so meins, auch wenn er mir klanglich sehr gut gefallen hat. Das ist mir aber bei den Schimmel-Klavieren teils ähnlich ergangen. Habe drei verschiedene C116 angespielt, und mit keinem konnte ich viel anfangen, ein K125 hingegen fand ich klasse.
 
Jonathan

Jonathan

Dabei seit
Jan. 2013
Beiträge
219
Reaktionen
6
Mir ging es um Instrumente, die man in der deutschen Flügel-Einstiegsklasse (bei Neukauf) auf der Rechnung haben sollte
:confused: Ich wüsste jetzt ehrlich keinen (komplett) deutschen Flügel, der sich wirklich in der "Einstiegsklasse" ansiedelt...

Habe drei verschiedene C116 angespielt, und mit keinem konnte ich viel anfangen, ein K125 hingegen fand ich klasse.
Ja, da muss man unterscheiden, denn Schimmel C und Schimmel K sind zwei unterschiedliche (Preis-)Klassen.
Das ist wie wenn du nen 5er BMW mit nem 7er vergleichst (ACHTUNG: Vergleich hinkt extrem!!!) so ungefähr.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
R

rocky balboa

Dabei seit
Mai 2012
Beiträge
127
Reaktionen
0
:confused: Ich wüsste jetzt ehrlich keinen (komplett) deutschen Flügel, der sich wirklich in der "Einstiegsklasse" ansiedelt...
Naja, wenn man das Merkmal "aus deutscher Produktion" einbezieht, dann muss es ja auch einen Einstieg in diese Klasse geben. Dass die Flügel, ob Sauter, Schimmel, Förster oder sonstwer qualitativ einen anderen Anspruch erfüllen als das Einsteiger-Klavier aus China, ist ja klar.

Ja, da muss man unterscheiden, denn Schimmel C und Schimmel K sind zwei unterschiedliche (Preis-)Klassen.
Das ist wie wenn du nen 5er BMW mit nem 7er vergleichst (ACHTUNG: Vergleich hinkt extrem!!!) so ungefähr.
Ja, leider. Gäbe es das Schimmel K zum Preis eines C, würde ich nicht gedanklich mit einem Neuflügel spielen, sondern ich hätte das Ding ohne Absprache mit der Finanzministerin gekauft. :-)
 
 

Top Bottom