Nach Midi Dateien üben ?

Koan

Koan

Dabei seit
29. Jan. 2007
Beiträge
96
Reaktionen
0
Hallo Klavierfreunde,

haltet Ihr es eigentlich für sinnvoll, wenn man (abgesehen von CD Aufnahmen) sich zum Üben eines Stückes im Internet verfügbare Midi Dateien benutzt ?

Seht Ihr die Gefahr, dass man eine evt. schlechten Spielweise abschaut oder kann es sinnvoll sein, damit zu arbeiten ?

Danke für Eure Gedanken ...
 
Hallo!

Seht Ihr die Gefahr, dass man eine evt. schlechten Spielweise abschaut oder kann es sinnvoll sein, damit zu arbeiten ?

Warum "abschaut" - das sind doch Audio-Dateien - oder?

Ich glaube nicht, dass es schadet, sich mit MIDI-Dateien einen ersten Eindruck von einem Stück zu verschaffen. Wenn Du dann richtig am Stück arbeitest, wirst Du den "Einheitsklang" schnell vergessen und Dich auf Deine Interpretation konzentrieren.

lg :klavier:
 
Man übernimmt natürlich bestimmte Eigenheiten desjenigen, der die Datei eingespielt hat weil man nicht weiß, welche Freiheiten die Noten lassen. Falsches lernen kann man eigentlich nicht, es sei denn, die Datei hätte z.B. falsche Noten.
 
Gerade bei Midis würde ich mehrere Quellen überprüfen, da es schon mal passieren kann, dass Leute Midis einfach nach Gehör erstellen und diese manchmal in der falschen Tonart aufschreiben.

Allerdings wirkt der Großteil der Midis, den ich finde, relativ professionell...

Was die Eingenheiten des Erstellers angeht: Wenn die Noten richtig sind (und somit auch der Rhythmus) bieten Midis ja quasi nur noch die Möglichkeit, die Dynamik zu variieren. Allerdings sehe ich das in den wenigsten Midis...
 
Midi-Dateien

Hallo,

eine Midi-Datei kann man auch abspielen und hört dann nicht das Eingespielte sondern nur die zum Klang umgewandelten Noten.
Das soll heißen:
Aus Notenbildern in PDF-Format oder gescannten Noten kann man mit entsprechenden Programmen eine Midi-Datei erstellen, die angehört werden kann mit einem Player, der Midi-Dateien abspielt.
Da sie dann direkt aus den Noten entstanden ist, hört sie sich sehr gleichmäßig im Tempo und Lautstärke an. Man kann aber nachträglich dann bearbeiten und anderes Tempo z.B. einstellen.
Es gibt auch Programme, die Midi-Dateien mit den in der Partitur angegebenen Bezeichnungen wie Triller oder Lautstärken zurecht kommen und diese exakt wiedergeben.

Bei Midi-Dateien kann man auch nachträglich die Tonhöhen und Notenwerte sowie andere Dinge einzeln ändern.

Natürlich kann man nach dem Einspielen von einem midifähigen Instrument auch die Midi-Dateien, wie man sie eingespielt hat, dann wieder anhören. Die einzelnen Midibefehle der Wiedergabe lassen sich wiederum gezielt bearbeiten.

Gruß Hartwig
 
Midi dateien

Es gibt viele Möglichkeiten, Midi-Dateien herzustellen. HAt man ein ordentliches Programm, kann man die Noten z.b. Step by Step eingeben. Dies ist bei grossen Stücken ein sehr langwieriges Verfahren, aber normalerweise stimmen dann alle Noten. Der abgespielte Klang ist allerdings scheusslich mechanisch, quai ohne punkt und Komma, allerdings gibt es bei guten Programmen auch die Möglichkeit das Tempo variabel zu gestalten.

Dann kann man das gesamte Stück einspielen und hinterher die Fehler editieren. Das hat den vorteil, dass die eigene Interpretation viel genauer zu hören ist, mit allen Rubati und voller Dynamik.

Man kann auch einzelne Takes einspielen und die durch Overdubbing dann zusammenmontieren.

Um sich einen Überblick über viel Musik zu verschaffen, halte ich viel von Midi-Dateien. Es gibt gute Midi-Portale wie das Classical music archiv, welches mp3 und Midi in hoher Qualität anbietet.
http://www.classicalarchives.com/ - dort kann man sich kostenlos registrieren und jeden Tag 5 Musikstücke runterladen.

Bei bestimmten digitalpianos wie denen von Yamaha können auch die Notenanzeigen angeschalteet werden. Also leuchtet über jeder gespielten Taste ein Lämpchen, wenn man dann auf ganz langsam schaltet, kann man sich da auch was abgucken und ich weiss, dass manche das machen. Ich halte das aber für sehr mühsam und einen grotesken Umweg.
 

Zurück
Top Bottom