Mozart KV 331 1. Satz, Variation II

Guendola

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Takt 44 und 54 scheinen auf den ersten Blick gleich, sind es aber in meiner Henle Urtext Ausgabe nicht: In Takt 44 ist die vorletzte Triole h-g#-d, in Takt 54 jedoch h-g#-e. Das erklärt, warum ich in beiden Takten mehr oder weniger zufällig mal die eine oder die andere Variante gespielt habe und mir gelegentlich auffiel, daß eben das gerade nicht da steht - bis ich gemerkt habe, daß es eben nicht gleich ist.

Die große Frage nun: Ist das richtig, von Mozart so gewollt, oder sollten beide Takte gleich sein, und wenn gleich, dann welche Variante?
 
W

Wiedereinsteigerin

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Ich habe die Ausgabe der Wiener Urtext Edition und da ist in beiden Takten die Note d'. Dazu finden sich folgende Einzelanmerkungen (ich schreib mal ab):
1. Satz Andante grazioso
In den T.26 und 54 lautet in OA
(Anm. Originalausgabe), der einzigen Quelle, MS 3 e' statt d' [vgl. aber T. 8, 18 und 44, so schon OC (Anm. Oeuvres Complettes)]; dieselbe Konjektur ist in T. 80 und 90 (MS 6) denkbar, aber dort aus Gründen der Stimmfühung weniger zwingend.

MS heißt Mittelstimme.

Vielleicht hilft dir das.
 
Guendola

Guendola

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Meine Urtext Ausgabe hat kein Vorwort, es wird aber auf der ersten Seite "Copyright 1955" angegeben.

Wenn ich das richtig verstehe (ich hasse diese kurzgef.Anm.), steht in der Originalausgabe in Takt 26 und 54 ein E, Wiener Urtext hat es aber in D umgedeutet. Laut Henles "kritischen Anmerkungen" im Internet sind (gedruckte) Originalausgabe und Mozarts Handschrift nicht komplett identisch, dann wären es allerdings zwei Quellen, nicht eine. Die Frage, was Mozart dort haben wollte, ist also leider weiterhin offen.
 
P

pianoboe

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In meiner Henle-Urtext Ausgabe ist in Takt 44 ein d' und in Takt 54 ein e'. Das Vorwort meiner Ausgabe ist von 1977.

In der neuen Mozartausgabe (erreichbar unter: http://dme.mozarteum.at/DME/nma/ ) sind die Takte genauso gedruckt.
 
W

Wiedereinsteigerin

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Also, was Mozart wirklich wollte, wird wohl unklar bleiben.
In den Noten vom Mozarteum ist i Tm Takt 26 d' und im T. 54 e', wobei hier aber "ossia: mit d' drübersteht, also sind beide Varianten möglich.
 
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