Modi der G Dur Tonleiter

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feingeist1

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Hallo,
wie bilde ich aus der G Dur Tonleiter die 3. und 4. Tonleiter (phrgisch, lydisch) aus denen die Akkorder der Stufen ableitbar sind?

Danke:p
 
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Baxx

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Den phrygischen Modus(kl. Sext, kl. Sekunde) findest du bei jeder Dur-Tonleiter beginnend auf der 3. Stufe, in G also von H-h.
Der lydische Modus (übermäßige Quarte) beginnt auf der 4.Stufe, in G von C-c
 
Axel

Axel

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Ich hatte die Frage so verstanden, dass du phrygisch und lydisch von Grundton g aus haben möchtest. Das müsstest du nochmal genau formulieren, was gemeint war.

Also hier phrygisch von g aus:
entspricht moll mit kleiner Sekunde, also g-moll mit zusätzlichem as

Lydisch:
Hat eine übermäßige Quarte. Entspricht G-Dur mit zusätzlichem Vorzeichen cis.

Grüße
Axel
 
Mindenblues

Mindenblues

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Oder anders ausgedrückt (was die Antworten von Axel und Baxx verbindet):

g phrygisch: gedanklich die Es-Dur-Tonleiter sehen, aber die Es-Dur-Tonleiter von G-g spielen.

g lydisch: gedanklich die D-Dur-Tonleiter sehen, aber die D-Dur-Tonleiter von G-g spielen

Die große Frage ist aber, wie weit man kommt, wenn von den gedanklich gesehenen Tonleitern Es-Dur bzw. D-Dur auch die von dort abgeleiteten Akkorde nimmt für g-phrygisch bzw. g-lydisch. Da wäre ich gespannt, was andere Leute dazu sagen.
 
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Baxx

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@Mindenblues
Du hast dich gedanklich etwas verlaufen: bei g phrygisch muss in Eb-Dur gedacht werden, von G-g gespielt (deine Skala wäre ja wieder G-Dur)
Man findet den phryg. Modus auch schnell (z.B. bei Improvisationen) wenn man so denkt: wie Moll-Tonleiter, aber mit Dur-Akkord auf IIb
den lyd. Modus: wie Dur-Tonleiter, aber mit Dur-Akkord auf II
 
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Mindenblues

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@ Baxx:
Hast recht, hatte mich geirrt. Ändere das in meiner Nachricht, kann so nicht stehen bleiben.
 
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feingeist1

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Gut und müsste ich dann z.B. auf der 3. Stufe H-h einfach die 2/3 und die 5/6 mit Halbtonschritten versehen unter Berüchsichtigung der Gesetzmäßigkeiten
einer H Tonleiter, bzw. derer Vorzeichen?
 
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feingeist1

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Nein, phrygisch von H aus.
 
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Baxx

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Ich verstehe nicht ganz worauf du hinaus willst. Einfach die G-Durtonleiter von H-h spielen, und schon bist du in G-Phrygisch (man könnte diese Skala auch den "spanischen" Modus nennen) Die Stufenfolge von Phrygisch ist: Ht-Gt-Gt-Gt-Ht-Gt-Gt
 
Mindenblues

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Einfach die G-Durtonleiter von H-h spielen, und schon bist du in G-Phrygisch
Wie bitte? G-Phrygisch geht von H-h?

Also egal welche Kirchentonart, wenn es heißt g-dorisch, oder g-lydisch, oder g-phrygisch, startet es doch immer vom gleichen Grundton, in dem Fall "g", oder nicht?
So meine ich also, dass z.B.
g-dorisch bedeutet, dass man die F-Dur-Tonleiter von G-g spielt oder
g-phrygisch, dass man die Es-Dur-Tonleiter von G-g spielt oder
g-lydisch, dass man die D-Dur-Tonleiter von G-g spielt.
 
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Baxx

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DU hast natürlich recht, feingeist hat mich schon richtig kirre gemacht. Ich wollte schreiben ...und schon bist du im phrygischen Modus von G-Dur.
 

Mindenblues

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Wenn ich es richtig verstanden habe, drehte sich die Eingangsfrage ja auch um die Harmonisierung von g-phrygisch oder g-lydisch.

Und da will ich meine Frage nochmal wiederholen, an die Experten hier: funzt es, wenn man von den gedanklich gesehenen Tonleitern Es-Dur bzw. D-Dur auch die von dort abgeleitete Harmonisierung nimmt für g-phrygisch bzw. g-lydisch?
Also, ich meine, bei g-dorisch klappt es eigentlich ganz gut, wenn man ein Stück so harmonisiert, als wäre man in F-Dur. Habe gerade ein passendes Beispiel am Wickel, aus aktuellem Anlaß: "Nun komm der Heiden Heiland", g-dorisch. Ich finde, wenn ich so tue, als wäre es F-Dur, kann man es so harmonisieren. Funktioniert das bei anderen Kirchentonarten wie phrygisch oder lydisch genauso, einfach die gedachte dazu passende Dur-Tonart, in dem Fall Es-Dur bzw. D-Dur, zu verwenden?
 
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feingeist1

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Wie bitte? G-Phrygisch geht von H-h?

Also egal welche Kirchentonart, wenn es heißt g-dorisch, oder g-lydisch, oder g-phrygisch, startet es doch immer vom gleichen Grundton, in dem Fall "g", oder nicht?
So meine ich also, dass z.B.
g-dorisch bedeutet, dass man die F-Dur-Tonleiter von G-g spielt oder
g-phrygisch, dass man die Es-Dur-Tonleiter von G-g spielt oder
g-lydisch, dass man die D-Dur-Tonleiter von G-g spielt.
Wie sieht es denn in diesem Fall aus?
"Baut man nun auf jedem Ton der C-Dur Tonleiter einen Vierklang auf, welcher nur die Töne der C-Dur-Tonart enthält, erhält man die folgenden Septim-Akkorde:
C j7 - d 7 - e 7 - F j7 - G 7 - a 7 - h 5-/7". Ist nun die Tonleiter z.B. der 3. Stufe c phrygisch? (Bitte einmal die Töne der Tonleiter von e aufschreiben! Danke!
 
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feingeist1

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Danke liebe Musikfreunde,
ich habe es verstanden. Vielleicht war es einfach auch zu einfach. Ich beginne auf jeder Stufe mit dem jeweiligen Ton der Tonleiter (z.B. Tonleiter g Dur(ionisch) und
zweite Stufe , also a, bilde von dort aus die Tonleiter(dorisch), dann die dritte Stufe h usw. Es verschieben sich dann die Vorzeichen. Dies hatte ich nicht verstanden,
da ich immer in Dur und Moll gedacht habe. Also immer 3.4./7.8. und für Moll entsprechend. Die HTschritte liegen eben nicht auf allen Stufen dort.

Danke, auch wenn ich einige verwirrt habe.
 
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Mindenblues

Mindenblues

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... Dies hatte ich nicht verstanden, da ich immer in Dur und Moll gedacht habe...
Wir sind eben so trainiert, immerzu in Dur und Moll zu denken. Und dieses Exotische der alten, meist eher spröde klingenden Kirchentonarten macht für mich gerade eben den Reiz aus. Ich glaube auch, dass diese Tonarten eine wirkliche Chance sind, z.B. bei eigenen Komponierversuchen mal auszubrechen aus dem normalen Dur/Moll-Modus.

Und eigentlich gefallen mir gerade die Kirchenlieder mit den alten Kirchentonarten ganz besonders. Freue mich schon auf den 1. Advent - "Nun komm der Heiden Heiland" ist dort angesagt, g-dorisch. Werde es beim Vor- und Nachspiel mit den beiden großen Chorälen BWV659 und BWV661 aus den "18 Leipziger Chorälen" von Bach garnieren, und als Intonation zum Gemeindegesang habe ich mir BWV699 vorgenommen, was Gott sei dank zufällig ebenfalls g-dorisch ist und damit die gleiche Tonart wie im Gesangbuch (schwelg, schwelg) ...
 
NewOldie

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Wir sind eben so trainiert, immerzu in Dur und Moll zu denken. Und dieses Exotische der alten, meist eher spröde klingenden Kirchentonarten macht für mich gerade eben den Reiz aus. Ich glaube auch, dass diese Tonarten eine wirkliche Chance sind, z.B. bei eigenen Komponierversuchen mal auszubrechen aus dem normalen Dur/Moll-Modus.
hallo Mindenblues,

mir geht es wie dir, ohne die schönen Farben der Kirchentonarten wäre Musik ärmer.
Ich denke auch, dass gerade für Menschen mit "modernen Hörgewohnheiten", die sonst keinen Zugang zu klassischer finden, ein Einstieg durch solche geheimen Nebeneingänge möglich ist.

Die Zeitlosigkeit und Modernität des Werks von Johann Sebastian Bach raubt mir immer den Atem.
Besonders für uns Jazzer und BluesBrothers:D ist er die Inspiration schlechthin.

Nebenbei, sehr interessant finde ich die Rilling-Lectures und Gesprächskonzerte.
Eigentlich ein Skandal, dass solche Perlen bei Youtube nur so wenige Klicks haben.

Musikfest Stuttgart 2011 -- Gesprächskonzert 1 mit Helmuth Rilling - YouTube
The Rilling Discovery Lectures: Credo - YouTube

Ja, und dorisch ist meine liebste Farbe.:p
Hier fällt mir der Klassiker ein:
Marcus Miller - So What - YouTube

... eigentlich nur Überleitung zum FERNSEH-TIP:

Wer den Groove-Minimalisten am Bass sehen und hören möchte, Morgen, Sonntag auf Bayern-Alpha, Jazz oder Nie, Marcus Miller.
Jazz oder nie! | BR-alpha | Fernsehen | BR.de

Lieber Gruß, NewOldie
 
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Mindenblues

Mindenblues

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Nebenbei, sehr interessant finde ich die Rilling-Lectures und Gesprächskonzerte.
Eigentlich ein Skandal, dass solche Perlen bei Youtube nur so wenige Klicks haben.
Vielen Dank, NewOldie, für den Link auf das Rilling-Gesprächskonzert. Habe ich noch nicht gekannt, und gerade in Gänze genossen. Das Video vom Credo der h-moll-Messe werde ich mir auch noch reinziehen - Klasse!
 
F

feingeist1

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Hallo,
nochmals vielen Dank. Weitere Frage: Wie lautet der Akkord in Ges Dur auf der 7. Stufe? Danke!
 
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Baxx

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Hallo Feingeist, du scheinst hier die Leute doch etwas durcheinander zu bringen. Also: Ges-Dur hat 6 Bs (Frische Brezen essen Assessoren des Gesangs ), mit dem F auf der VII Stufe als einzig verbliebenem Stammton ( Ges-Dur ) Auf der VII Stufe einer jeden Dur-Tonleiter baut sich ein verm. Akkord auf. Wie heißt der gesuchte Akkord also?
 
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