mit fast 14 begonnen-noch chance auf Konzertpianist?

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viennapianoplayer94

viennapianoplayer94

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Achtung! Dies ist eine Diskussion, die vor mehr als zwei Jahren ihren Start hatte! In letzter Zeit kommt es allerdings immer öfter vor, dass Leute, die nicht auf das Datum geachtet haben, mir ihre doch sehr netten Glückwünsche, Ratschläge, Fragen, wie es mir mit den Schumann Kinderszenen ergehe :D etc. zukommen lassen. Das ist dann natürlich ein kleines Missverständnis. Und auf dass der Nächste, welcher hier auf diese Beiträge stößt, nicht das Gesamtpaket über sich ergehen lassen muss, erlaube ich mir den Status quo (d.h. nunmehr ist auch das schon über ein halbes Jahr her) gleich in den ersten Beitrag zu packen: klick mich


hallo^^
also das thema beschäftigt mich schon sehr lange und es wird endlich zeit das als thema zu verfassen, weil die meinungen (bisher warens nicht viele) alle sehr verschieden waren. Also ich spiele jetzt seit einem Jahr Klavier, bin jetzt vor kurzem 15 geworden, und möchte nichts lieber als nach meiner Matura (in Deutschland: Abitur) Klavier zu studieren. Das wäre dann vorraussichtlich in 3 Jahren. Eigentlich wollte ich ja Konzertfach machen, aber die meisten Leute sagen mir: Null Chance...ein paar andere: mit viel fleiß und natürlich talent geht das. So ich sage gleich vorweg um ein paar vorurteile zu beseitigen: Ich meine es ernst udn mach es nicht nur als Hobby oder stells mir nur halt lustig vor so ein leben als Pianistin. NEIN,ich weiß, dass es bis dahin ein schwerer Weg ist und bin alles andere als faul. Vl. ein kleiner Überblick: Ich übe in der Schulzeit 4-5h und in den Ferien/Wochenden etc.. 6-8h (meist 7) und ich spiele im moment:

°schubert impromptu op90 no2
(hier ein video dass ich hierzu gemacht habe, aber das wird nochmal gemacht weil der clip hier noch ein paar verbesserungen benötigt unter anderem die beleuchtung XD: http://www.youtube.com/watch?v=Ez-rVESWdaM für noch mehr videos einfach meinen Kanal checken^^)
° schumann kinderszenen (alle)
°bach inventionen und Sinfonias (auch fast alle, ein paar werden wahrsch. ausgelassen)
°Czerny etüde aus Op. 740 Cah.I

Also daher um endlich einmal auf den Punkt zu kommen: Habe ich noch eine Chance auf den ,,Konzertpianisten" oder sollte ich mir da wirklich keine Hoffnungen machen, weils einfach zu spät ist? beziehungsweise könnte ich es schaffen in ,,Konzertfach" aufgenommen zu werden? Meine zweite Option wäre auch IGP und dann Konzertfach hinterher (oder auch nicht, wenn ich da ,,eh keine chance hab") ...nur kann ich es überhaupt in IGP reinschaffen?

Ich bitte um Antworten (ernsthafte Antworten!)^^ denn das ist wie schon oben erwähnt eine Sache die mich sehr beschäftigt. Es geht ja schließlich um meine Zukunft *bibber* oder auch ums mal sentimental auszudrücken: Um meinen innigsten Wunsch:!:

vielen Dank im Vorraus,
vienna : )
 
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violapiano

violapiano

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Hi vienna,
es ist doch zu früh, darüber nachzudenken. Du übst viel, dann mach doch so weiter und guck, was sich entwickelt. Die Konkurrenz ist stark, ich würde an Deiner Stelle versuchen, so weit wie möglich zu kommen, und es probieren. Deine KL wird Dir sicherlich dazu etwas sagen können. Du kannst aber auch später, wenn Du weiter bist, mal Kontakt zu einem Hochschulprof aufnehmen und vorspielen- aber bis dahin wirds sicher noch dauern!

Einen Versuch ist es doch wert, aber versteife Dich nicht zu sehr drauf. Es gibt im Leben noch viele andere Möglichkeiten, und die Musik macht Dich auch glücklich, wenn Du sie nur als Hobby behälst. Vllt sogar glücklicher, als wenn es Dein Beruf wäre, Klavier zu spielen.

Vllt schreiben ja die studierten Pianisten dazu, die das Prozedere besser kennen.

LG und hab vor allem Spaß
violapiano
 
L

Lalona

Guest
hollaholla,
na sowas...bist du in muskalischem Umfeld aufgewachsen? Singst du? Hoerst du gut?
Also grundsaetzlich wuerde ich niemanden entmutigen wollen...wieso laesst du dir nicht ein bisschen mehr Zeit? Nach vier Jahren die Eignungspruefung fuer Konzertfache zu bestehen kaeme einem Wunder gleich. Die solls geben, keine Frage ;-)
Ich finds toll, dass du gerade so einen Feuereifer entwickelst, lass dir den jedenfalls nicht nehmen, hm? Wenn du so fleiszig bleibst, kannst du wahrscheinlich nach deiner Matura irgendeinen Platz in einem wie auch immer gearteten Studiengang einer Musikhochschule bekommen, und dann kannst du ja weitersehen.
Liebe Gruesze,
Lalona
 
Sesam

Sesam

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Liebe Vienna!

Die Frage ist doch vor allem, was du in den folgenden 3 Jahren -abgesehen davon musst du dich doch nicht sofort nach dem Abi in die Aufnahmeprüfung stürzen, können da nicht noch weitere 2-3 Jahre ins Land ziehen?- naja, also jedenfalls was kannst du in den nächsten Jahren unternehmen, damit dein Erfolg wahrscheinlicher wird? Was hilft das ganze Spekulieren, was helfen DIR Aussagen aus dem Forum? Kein Mensch kann deine Frage stichhaltig beantworten. Und dass die Statistik gegen dich spricht, nun, dazu brauchst du das Forum nicht.
Wie könnte denn der Weg aussehen, der dich bis zur Aufnahmeprüfung bringt? Keine gute Idee, und das sage ich jetzt aus dem Bauch raus, wäre es, zu früh, auf Biegen und Brechen schwere Stücke einzustudieren. Nur um sich den Anschein zu geben, man wäre schon so weit. Aber vielleicht ist genau das der richtige Weg. Ich weiss es nicht :-|
Ich an deiner Stelle würde mir einen sehr, sehr, sehr erfahrenen Klavierlehrer suchen (der sicher nicht für eineurofünfzig zu haben ist), wenn du nicht sowieso schon in guten Händen bist. Das Problem dürfte sein, dass hochangesehene Professoren kaum Anfänger unterrichten dürften. Aber du musst halt die Ausnahme sein :D Und beizeiten würde ich auch Kontakt zu Musikhochschulen aufnehmen, vielleicht vorerst nur zu Studenten, so in Sachen Erfahrungsbericht. Und ich würde mir ein gescheites Instrument kaufen. Unabdingbar und unaufschiebbar in meinen Augen!
Was ich vor allen Dingen machen würde, ist: das Klavier der Musik halber lieben, weniger der Vorstellung vom gefeierten Konzertpianisten wegen. Der letzte Satz ist etwas spitz formuliert, aber er drängte sich mir so auf. Heute erst war ich wieder in der Musikabteilung eines renommierten Kaufhauses. Was fällt mir auf: hübsche, sexy Männer im verführerischsten Don Juan-Look (ich sage nur David Fray; sieht selbst der Stadtfeld blass gegen aus), aber auch Klasse-Frauen, keinen äusseren Makel am Körper: das ist sie die neue Künstlergeneration, von den Massen gefeiert, geliebt, Pop-Stars (so wie die Labels das halt verlangen). Auch wenn es nicht so klingt, aber meine Meinung zu diesem Thema ist nicht ganz so platt wie es den Anschein hat, nur will das hier wohl jetzt keiner hören, es geht ja schließlich um dich und deine Aussichten, eines Tages Konzertpianist "zu sein". Mit dem letzten Gedanken wollte ich nur andeuten, dass ich, wäre ich an deiner Stelle, gaaaaaaanz tief in mich hineinhorchen würde, was für mich den Charme dieser Profession ausmacht.

Lieben Gruß und gute Nacht,
Sesam
 
viennapianoplayer94

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danke für sooo rasche antworten, ich hätte gedacht da steht frühestens in 2 Tagen was^^. also nur damit der eindruck nicht entsteht, dass ich nur völlig besessen darauf hinarbeite eines Tages studieren zu können. nein, natürlich spiele ich in erster Linie, weil es mir Spaß macht und ich es mir wirklich viel freude bereitet=).

Lalona: ja ich bin in einem musikalischen umfeld aufgewachsen, viele in meinr famile spielen instrumente oder singen, manche üben es sogar beruflich aus. was singen betrifft: töne kann ich treffen, aber ich hab keine ahnung wie meine stimme klingt *bibber* mit meiner KL lerne ich mache ich auch Gehörtraining. Und üb das zu Hause mit einer dafür entwickelten software. Danke für die netten worte^^

sesam:
nun natürlich beginne ich jetzt nicht sofort mit super schweren stücken. Meine KL, die übrigens seeeeehr gut ist, weiß schon genau was sie mir für stücke gibt und daran halte ich mich auch=) Nun ich hoffe mal mein Instrument ist bereits gescheit. Danke, es ist eine gute idee kontakt zu den hochschulen auszunehmen:)
um den ersten gedanken zu erläutern. Nun ich habe dieses Thema verfasst, um eben ein paar ratschläge zu erhalten, was man am besten tun sollte um diesem Ziel näher zu kommen. Wie andere meine chancen mit meinem jetztigen fortschritt sehen. Beziehungsweise mir jemand ehrlich ins gesicht sagt ob ich überhaupt talent habe. Oder ob jemand ähnliche Fälle kennt, bei denen jemand mit 14 oder so begonnen hat und es tatsächlich zum Pianisten geschafft hat. Ich könnte hier jetzt noch einiges ergänzen, aber bin jetzt schon zu müde dazu *gääähn*

also gute nacht und liebe grüße^^,
vienna
 
F

Franz

Guest
Also daher um endlich einmal auf den Punkt zu kommen: Habe ich noch eine Chance auf den ,,Konzertpianisten"

Klavierlehrer, Schulmusik usw. ist machbar.
Hier findest Du die Anforderungen für Instrumental(Gesangs)pädagogik und Instrumentalmusikerziehung.

Deine Chancen Konzertpianist zu werden streben gegen null.

Ich kenne einige hervorragend ausgebildete Pianisten, keiner davon könnte von seiner Tätigkeit als Konzertpianist leben. Es gibt eine Hand voll, die eine große Karriere schaffen, die anderen müssen unterrichten.

Deinen Schubert und andere Einspielungen habe ich gehört. Sicher ist das für die kurze Zeit eine beachtliche Leistung. Von einem professionellen Gesichtspunkt betrachtet muss man aber sagen, es ist schon noch ein weiter Weg bis zur Konzertreife. Das kann man nicht durch viel Üben in ein paar Jahren erzwingen, dazu ist eine langfristige Entwicklung (mit viel Üben) nötig.

Zu einem Musikstudium würde ich Dir nur raten, wenn Du bereit bist, mit Freude zu unterrichten. Wenn eine Unterrichtstätigkeit die Notlösung wird, machst Du Dich unglücklich.

--------------

Nachtrag: In München bewerben sich jedes Jahr ca. 100 Pianisten für die Aufnahmeprüfung Klavier/Konzertfach. Aufgenommen werden meistens nur ca. ein Dutzend. Ich weiß nicht wie es dieses Jahr war, vielleicht hat Lalona genaue Zahlen.
 
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klaviermacher

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Deine Chancen Konzertpianist zu werden streben gegen null.
Hallo Franz!

Objektiv, und nach statistischer Auswertung gesehen magst Du recht haben. Ich denke jedoch, jeder Mensch ist einmalig und wer weiß schon, was in ihm schlummert. Mancher einer erreicht Dinge nicht, wo die Chancen eindeutig zu seinen Gunsten stehen. Andere wiederum schaffen das Unmögliche!

Die Chance Drillinge auf die Welt zu bringen liegt bei 1:600.000 und ist damit bestimmt um ein vielfaches geringer als mit starkem Willen und Begabung Konzertpianistin zu werden, wenn man daran aktiv arbeitet. Wer sich jedoch den Nipf nehmen lässt von statistischen Aussagen, der hat eigentlich schon verloren. Jemand hat den Mount Everest bezwungen, genau weil es vorher noch niemand gemacht hat und jeder sagte es ginge nicht.

Vienna, was Du nach einem Jahr geschafft hast ist großartig - ich habs mir angehört. Schlüsse auf Deine Zukunft kann man daraus natürlich nicht ziehen.

Ich würde an Deiner Stelle den Wunsch Konzertpianistin zu werden umformulieren auf etwa folgende Formel:

"Ich will und ich kann viele Menschen glücklich machen mit meinem Klavierspiel. Ich will und ich kann Leute für die Musik begeistern, wo es andere nicht können und sehe einen Weg, dies zu tun. Ich will und ich kann den Menschen Klaviermusik näher bringen als irgendjemand anderer. bzw. Ich will und ich kann Beethoven, Mozart, Chopin etc. anderen näher bringen, als es bisher irgendjemand tat. Ich will und ich kann mich jeder gegebenen Situation schnell anpassen und meine Leistung bringen. "

Wenn Du diese Dinge als Dein Ziel nimmst, und umsetzt, bist Du früher oder später Konzertpianistin, ob Du es nun willst oder nicht.:D

LG
Michael
 
violapiano

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Hallo vienna, hallo Franz,

Franz, Du hast sicher objektiv recht, dass die Chancen äußerst gering sind, noch Konzertpianistin zu werden.
Aber- warum vienna so entmutigen? Vllt ist grade der Wunsch, Konzertpianistin zu werden, die stärkste Triebfeder, Klavierspielen zu lernen.
Ganz bestimmt recht hast Du auch damit, dass das Musikzieren etwas ist, was über lange Zeit einen Reifungsprozess durchlaufen muss.

Was man unbedingt hinzufügen muss, ist, dass der Musikerberuf an sich ein hartes Brot ist. Leben vom Beruf des Konzertpianisten ist sicher nur wenigen möglich.
Und ständig auftreten zu müssen, wenn man sich nicht danach fühlt, ist sicherlich auch nicht das reine Vergnügen.
 
L

Lalona

Guest
Naja, was versteht man unter Konzertpianist?
ich weisz nicht, als ich mit dem Studium angefangen habe, war meinr absolut groeszter Wunschtraum eigentlich nie, beruehmt zu werden - sondern einfach richtig gut spielen zu koennen. So richtig gut, und alles, worauf man Lust hat. Ich finde, wenn man das kann, kann man auch Konzerte geben, und dann ist man in meinen Augen Konzertpianist. Dass man davon allein nicht leben kann, ist fuer mich eine ganz andere Sache und auszerdem denke ich, dass auch Karrierepianisten idR gleichzeitig eine Hochschullaufbahn einschlagen...
Dass man auch als unterrichtender Pianist Konzerte gibt, ist jedenfalls kein Problem (jedenfalls in meinem Bekanntenkreis nicht).
Ich denke, so aehnliche Diskussionen hatten wir schon des oefteren; grundsaetzlich wuerde ich allen vergoennen, ein richtig lehrreiches Studium absolvieren zu duerfen, wenn ihnen das Spasz macht!!!
Kopf hoch, das Leben ist einmalig und wir sollten es genieszen, finde ich...
 
C

Clara Clementi

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Ich habe dir ja auch gesagt, wenn dann denke erst einmal über Schulmusik nach. Das ist wirklich machbar.

Aber du solltest dir im klaren sein, selbst wen du später zum Zeitpunkt deiner Aufnahmeprüfung das erforderliche Level erreicht hast, vielleicht sogar besser bist. Das heißt nicht, dass du genommen wirst.
An den Hochschulen herrscht Klüngel, das muss man leider Gottes sagen. Die Besten werden nicht immer genommen. Bei Hauptfach Klavier ist dies zwar nicht so krass wie dies beim Hauptfach Gesang ist, doch dort gibt es dies auch.

lg

Clara
 
Sesam

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Wie andere meine chancen mit meinem jetztigen fortschritt sehen. Beziehungsweise mir jemand ehrlich ins gesicht sagt ob ich überhaupt talent habe.

Das kann wohl deine KL am besten. Das Forum sicher nicht. Was das Schubert Video betrifft schließe ich mich -als Laie- Franz (Profi!) an:
Zitat von Franz:
Deinen Schubert und andere Einspielungen habe ich gehört. Sicher ist das für die kurze Zeit eine beachtliche Leistung. Von einem professionellen Gesichtspunkt betrachtet muss man aber sagen, es ist schon noch ein weiter Weg bis zur Konzertreife. Das kann man nicht durch viel Üben in ein paar Jahren erzwingen, dazu ist eine langfristige Entwicklung (mit viel Üben) nötig.


Zitat von Lalona:
Naja, was versteht man unter Konzertpianist?
ich weisz nicht, als ich mit dem Studium angefangen habe, war meinr absolut groeszter Wunschtraum eigentlich nie, beruehmt zu werden - sondern einfach richtig gut spielen zu koennen. So richtig gut, und alles, worauf man Lust hat. Ich finde, wenn man das kann, kann man auch Konzerte geben, und dann ist man in meinen Augen Konzertpianist.

Das hört sich vernünftig an. Alles andere klingt wirklich nach "Wenn ich mal groß bin, werde ich Feuerwehrmann!" :D

Wo ist eigentlich Rolf? Was sagt er denn dazu?

Lieben Gruß und nicht verzagen,

Sesam
 
viennapianoplayer94

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Wo ist eigentlich Rolf? Was sagt er denn dazu?

rolf hat bereits etwas dazu gesagt, es aber als private nachricht an mich geschickt, aus gründen dich ich gut nach vollziehen kann^^

soo also eine wichtige sache die ich hätte gestern wirklich noch aufschreiben sollen, aber mir ist das einfach nicht mehr eingefallen. Es geht mir nicht darum allein vom Konzerte machen zu überleben, ich möchte hier auf das zitat von klaviermacher/michael zurückgreifen:

"Ich will und ich kann viele Menschen glücklich machen mit meinem Klavierspiel. Ich will und ich kann Leute für die Musik begeistern, wo es andere nicht können und sehe einen Weg, dies zu tun. Ich will und ich kann den Menschen Klaviermusik näher bringen als irgendjemand anderer. bzw. Ich will und ich kann Beethoven, Mozart, Chopin etc. anderen näher bringen, als es bisher irgendjemand tat. Ich will und ich kann mich jeder gegebenen Situation schnell anpassen und meine Leistung bringen. "

darum was hier steht geht es mir, und das muss nicht heißen, dass ich jetzt den zwingenden wunsch habe möglichst berühmt zu werden. Mein Wunsch ist es Konzerte zu geben, aber damit allein über die runden zu kommen, ist doch recht unwahrscheinlich. Nebenbei würde ich dann gerne unterrichten, mit betonung auf gerne. Das klingt jetzt irgenwie alles so wie eine spielanleitung. Doch ich weiß, das ganze ist leichter gesagt als getan.

Kann sein,dass ich jetzt noch irgendwas vergessen hab aufzuschreiben, so wie gestern schon, aber derzeit fällt mir nix mehr ein.

also liebe grüße,
vienna
 
F

Franz

Guest
Ich würde an Deiner Stelle den Wunsch Konzertpianistin zu werden umformulieren auf etwa folgende Formel:

"Ich will und ich kann viele Menschen glücklich machen mit meinem Klavierspiel. Ich will und ich kann Leute für die Musik begeistern, wo es andere nicht können und sehe einen Weg, dies zu tun. Ich will und ich kann den Menschen Klaviermusik näher bringen als irgendjemand anderer. bzw. Ich will und ich kann Beethoven, Mozart, Chopin etc. anderen näher bringen, als es bisher irgendjemand tat. Ich will und ich kann mich jeder gegebenen Situation schnell anpassen und meine Leistung bringen. "

Wenn Du diese Dinge als Dein Ziel nimmst, und umsetzt, bist Du früher oder später Konzertpianistin, ob Du es nun willst oder nicht.:D

Diese Formel gefällt mir. Vor allem Punkt 2 und 3 lassen sich wunderbar als guter Lehrer umsetzen. Auch ich bemühe mich ständig darum.

Ich weiß nicht wie vienna "Konzertpianistin" definiert. Für mich beinhaltet die Definition: das tägliche Brot damit zu verdienen, das bedeutet, viel reisen, ständiger Druck und vor allem zu den Besten zu gehören.

Leider gibt es zu viele verkrachte Existenzen. "Konzertpianisten", Meisterklassenabsolventen, die es nicht geschafft haben und jetzt an irgend einer Musikschule ein unglückliches Dasein fristen, weil es eben nicht der Wunsch war, ein guter Lehrer zu werden und mit Freude zu unterrichten.

Deshalb nochmal mein Rat. Wer ernsthaft überlegt, Klavier als Hauptinstrument zu studieren, sollte sich rechtzeitig die Frage stellen: "Kann ich mir vorstellen, meinen Lebensunterhalt als engagierter Lehrer zu verdienen?"
 
viennapianoplayer94

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franz:

aargh zu schade, dass ich so lange gebraucht hab, einige deiner fragen beantworten sich hoffentlich mit dem beitrag von mir ober deinem^^ kurz einen blick hinaufwerfen, dankeschön=) ich sollte wirklich mal einen kurs für das erlernen des 10-Fingersytems auf der tastatur belegen
 
violapiano

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Hi Vienna,

keep cool, hab Spaß, relax. Es wird sich rausstellen, was Du schaffen kannst.
Lass Dich nicht entmutigen, aber beherzige die Einwände von Franz und Co., realistisch bleiben ist das Stichwort!

GLG
und ich wünsch Dir viel Spaß und Erfolg bei deinen Vorhaben!

violapiano
 
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Hallo violapiano^^,

Danke!
Ja realstisch bleiben ist tatsächlich das Stichwort, so danke ich auch jedem der hier seine Beiträge abliefert, wie verschieden sie auch sein mögen. :)

liebe grüße,
vienna
 
klaviermacher

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Hi Vienna^^

"Realistisch gesehen" sehe ich als ein furchtbares Mittelmassmerkmal und Einebnungswerkzeug, dass keine sonderlichen Ausnahmen zulässt. Natürlich soll man nicht als blindes Huhn durch die Gegend laufen und Dinge so sehen wie sie sich vorläufig darstellen. Aber mit heruntergeschraubten Zielen, weil solche realistischer sind, kann man keine herausragenden Dinge vollbringen, sondern nur realistische. ;) So gesehen ist diese Art Realismus der Tod des Traums.

Realistisch gesehen hättest Du mit mir die Taste an Deinem Klavier NIE richten können, eine Minute nach dem Du den Chat das erste mal betreten hast. Meinst Du nicht auch, dass das bis dahin höchst unrealistisch war.:p


LG
Michael

Es ist nicht wahr, dass Menschen aufhören, ihren Träumen zu folgen, weil sie altern. Sie altern, weil sie aufhören, ihren Träumen zu folgen.
Gabiel Garcia Marquez
 
violapiano

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Hi Vienna^^

"Realistisch gesehen" sehe ich als ein furchtbares Mittelmassmerkmal und Einebnungswerkzeug, dass keine sonderlichen Ausnahmen zulässt. Natürlich soll man nicht als blindes Huhn durch die Gegend laufen und Dinge so sehen wie sie sich vorläufig darstellen. Aber mit heruntergeschraubten Zielen, weil solche realistischer sind, kann man keine herausragenden Dinge vollbringen, sondern nur realistische. So gesehen ist diese Art Realismus der Tod des Traums.

Realistisch gesehen hättest Du mit mir die Taste an Deinem Klavier NIE richten können, eine Minute nach dem Du den Chat das erste mal betreten hast. Meinst Du nicht auch, dass das bis dahin höchst unrealistisch war." (Zitat Michael)

Michael, realistisch heißt doch nicht, dass man keine Träume haben und nicht nach den Kirschen angeln darf, die weiter oben hängen.
Um Gottes Willen, bloß nicht! die Träume aufgeben, da stimme ich dir vollkommen zu, Michael. Vllt ist es ja in ein paar Jahren "realistisch", sich Hoffnungen zu machen, im solofach angenommen zu werden. Es ist eine Frage des Zeitpunkts und gegenwärtigen Ausbildungstands.

Ich bin ganz gegen Einebnen und Gleichmacherei, im Gegenteil, erst der Blick weg von dem, was jeder macht, eröffnet die Aussicht auf Besonderes. Träume und Vorstellungen sind die Wurzeln des Besonderen, Außergewöhnlichen. Und deshalb braucht man sie unbedingt.
Realistisch ist aber auch, dass viele Solisten werden wollen und es nicht schaffen, und, wie Franz schrieb, daran unglücklich werden. und ich finde es nur recht und billig, das mit einzubeziehen in die Überlegung, wohin die pianistische Reise gehen soll. Und sträflich von Lehrern und anderen Musikern, die Risiken und Gefahren der Ausbildungswunsches nicht darzulegen.

LG
violapiano
 
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Barpianodilettant

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"Realistisch gesehen" sehe ich als ein furchtbares Mittelmassmerkmal und Einebnungswerkzeug, dass keine sonderlichen Ausnahmen zulässt. Natürlich soll man nicht als blindes Huhn durch die Gegend laufen und Dinge so sehen wie sie sich vorläufig darstellen. Aber mit heruntergeschraubten Zielen, weil solche realistischer sind, kann man keine herausragenden Dinge vollbringen, sondern nur realistische. So gesehen ist diese Art Realismus der Tod des Traums.

Realistisch gesehen hättest Du mit mir die Taste an Deinem Klavier NIE richten können, eine Minute nach dem Du den Chat das erste mal betreten hast. Meinst Du nicht auch, dass das bis dahin höchst unrealistisch war.


Diese Argumentation halte ich nicht für schlüssig.
Es mag auf der Welt viele verkannte Genies geben, die durch äußere Umstände (kein Förderer, falsches Umgebeung, Zeitalter, -- siehe "Schlafes Bruder") ihre Begabungen nicht entwickeln konnten.
Im Vergleich dazu dürfte die Zahl derer, die ihre Träume verwirklichen wollten und daran letztlich gescheitert sind, um einiges größer sein.

Anders gesagt: "Realistisch gesehen" ist der Preis für herausragende Leistungen für den Einzelnen durchschnittlich zu hoch.


Vienna, ich möchte auf die Kurzsichtigkeit Deiner Eingangsfrage hinweisen:
Der Frage, ob man auf ein Klavierstudium hinarbeiten soll, muss doch eine Antwort über die Zeit bzw. den Tätigkeitsbereich danach vorausgehen.
Und da müsste man sich schon im Klaren sein, ob man Lehrer werden will oder nicht, wie Franz schon sagte. Das ist doch die eigentliche Frage. Und wenn man das unbedingt möchte, sollte man darauf hinarbeiten (Und dafür gibt es z.B. auch Berufsfachschulen, sollte es mit einem Studium nicht klappen).
Die Chance auf eine Karriere als Konzertpianist halte ich (besonders in Deinem Fall) für so unglaublich minimal, dass am Lehrerdasein kein Vorbeikommen ist. Anders gesagt: Falls Du Dir das nicht AUF JEDEN FALL vorstellen kannst, wäre es ziemlich naiv, den beruflichen Weg in Richtung Musik (als Ausführender) einzuschlagen und grob unverantwortlich, jemandem dazu zu raten.
Hm, Horowitz find ich ja auch super, und wäre auch gerne so, ich würde auch viel tun dafür, ein Traum. Die Welt indes ist anders.
 
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