Mehr als 1 Klavierlehrer, macht das Sinn?

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talex

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Hallo Zusammen,

mal eine Frage in den Raum geworfen:

Macht es mehr Sinn, sagen wir 2 mal die Woche je 1 Stunde bei einem Klavierlehrer zu nehmen, oder
unabhängig voneinander 2 verschiedene Lehrer zu haben.

Ich meine man lernt dann ggf. verschiedene Ansätze, Sichtweisen und kann für sich so vielleicht schneller Erfolge verbuchen und viel mehr mitnehmen.

Ich spiele aktuell so ca. 1 Jahr und bin Anfäger und möchte das Ganze jetzt etwas intensivieren.

Oder macht mehr als 1 Stunde Klavierlehrer pro Woche nicht wirklich Sinn?
 
Rheinkultur

Rheinkultur

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Hallo zurück,

solche Fragen tauchen immer wieder mal auf, zum Beispiel hier:
https://www.clavio.de/threads/frischer-wind-durch-zweiten-lehrer-gleichzeitig.19963/

oder hier:
https://www.clavio.de/threads/mehrere-lehrkraefte-gleichzeitig-sinnvoll.20477/#post-418204

Ich meine man lernt dann ggf. verschiedene Ansätze, Sichtweisen und kann für sich so vielleicht schneller Erfolge verbuchen und viel mehr mitnehmen.
Ich wage folgende Prognose: Sehr weit fortgeschrittene Spieler vermögen zu erkennen, dass sich verschiedene Ansätze und Sichtweisen widersprechen können. Deshalb sollten die beiden Lehrkräfte auf voneinander gut abgrenzbaren Feldern als Spezialisten agieren können. Etwa Nummer Eins für klassisches Literaturspiel und Nummer Zwei für Jazz und Popularmusik (Improvisation!). Ansonsten kommt es im günstigsten Fall zu Verwirrung und im ungünstigsten Fall zur Katastrophe. Näheres dazu in den genannten Fäden!

@Moderation: Zusammenführung mit einem der beiden Fäden sinnvoll?

LG von Rheinkultur
 
cwtoons

cwtoons

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So eine Frage kann nur ein erwachsener Anfänger stellen. Erfolge sollen her, und zwar schnell.

Das klappt aber nicht - auch nicht mit drei oder vier Lehrern.

CW
 
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talex

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So eine Frage kann nur ein erwachsener Anfänger stellen. Erfolge sollen her, und zwar schnell.

Das klappt aber nicht - auch nicht mit drei oder vier Lehrern.

CW

Genau das war der Plan - sich das "Klavierspielen können" erkaufen ;-).
Eigentlich kann ich schon das ein oder andere Stück von zb. Ludovico Einaudi spielen, nur leider nicht so gut wie er :-((

Ich werde wohl mit einem Lehrer anfangen, und ggf. dann Anfangs erstmal 2 Stunden pro Woche Unterricht nehmen.
 
cwtoons

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Zwei Stunden Unterricht pro Woche sind für den Amateurklavierspieler mehr als ausreichend. Da kommt ja noch die Übezeit hinzu.

Irgendwann in der Woche muss man ja noch seine Brötchen verdienen.

CW
 
Tyr

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Ich war anfangs skeptisch ob eine Stunde pro Woche Klavierunterricht als fortgeschrittener Anfänger ausreicht. Mittlerweile denke ich, dass mehr momentan keinen Sinn macht. Eine Woche ist schnell um und die Übungen und der Stoff den man mit nach Hause nimmt, würde sich durch eine weitere Stunde in der Woche nicht schneller festigen.
 
violetta

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Etwa Nummer Eins für klassisches Literaturspiel und Nummer Zwei für Jazz und Popularmusik (Improvisation!).
wenn dann aus diesem grund wie reinkultur schrieb, allerdings kann ich mir das das zeitmässig nicht vorstellen. ich habe während der woche schon genug damit zu tun was ich mit einer klavierlehrerin erarbeite, zeitgleich zwei verschiedene themen bei 2 lehrer? nö...
wenn dann ein lehrer für beide themen.

lg
 
cwtoons

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Das Doofe am Klavierspielen ist, dass es leider ziemlich lange dauert, bis man auf einem halbwegs vorzeigbaren Level ankommt. Bis ein erwachsener Einsteiger auch nur ein Weihnachtsliedchen so spielen kann, dass es sich nicht mehr wie eine hölzerne Klavierparodie anhört, vergehen schon 'mal schnell zwei, drei oder noch mehr Jährchen.

Sehr viel üben, sehr viel Unterricht und sehr viele Lehrer - wenn man denn für so etwas überhaupt Zeit und Geld hat - können den Lernprozess natürlich beschleunigen. Wer also täglich vier Stunden üben schafft, täglich eine Unterrichtsstunde verdaut und fünf Lehrer am Laufen hält, kann die "Elise" anstatt nach vier schon nach dreieinhalb Jahren nett zum Vortrag bringen.

Insgesamt lohnt das den Aufwand nicht.

CW
 
Steinbock44

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Nur so nebenbei: Der Begriff Amateur sagt wenig über die Sachkenntnis aus, die durchaus professionelles Niveau haben kann.
 
Barratt

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Ich verstehe nicht den Zweck hinter dem Ansinnen, als Anfänger zweimal pro Woche bei verschiedenen Lehrern Unterricht zu nehmen.

Zweimal pro Woche bei EINER (guten ;-)) Lehrkraft, das ergibt m. E. durchaus Sinn, weil man vielleicht noch nicht die richtige Übestrategie erworben hat oder weil "betreutes Üben" als sinnvoll erachtet wird - zum Beispiel, weil gerade am Anfang häufigere Kontrolle verhindern kann, dass man Unsinniges, Falsches oder auch nur Unzweckmäßiges verfestigt oder dass man wegen einer Unsicherheit gar nicht richtig übt, weil man das mit dem Polyrhythmus nach einmaligem Erklären vielleicht doch nicht 100%ig verstanden hat. So was kommt ja vor.

Aber zweimal pro Woche bei verschiedenen Lehrkräften den gleichen Stoff bearbeiten? Strange... entweder erklären beide das Gleiche - warum dann zwei? - oder etwas Unterschiedliches - wie dann als Anfänger entscheiden, welchen Ratschlägen man folgen soll? :denken:

Zweimal pro Woche verschiedene Lehrkräfte mit jeweils unterschiedlichem Lernstoff? Aus dieser straffen Taktung würde entweder doppelter Übeeinsatz oder (wahrscheinlicher) doppelte Frustration resultieren. Letztere nicht nur auf der Seite der Lernenden, sd. auch bei den Lehrkräften. ;-)
 
Häretiker

Häretiker

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"Meister, ich würde gerne Aikido lernen. Wie lange braucht man dafür?"
"Wenn Du jeden Tag 2h übst, 10 Jahre."
"Oh, und wenn ich jeden Tag 4h übe?"
"Dann dauert es 20 Jahre."
"Und wenn ich jeden Tag 8h übe?
"Dann dauert es 40 Jahre."
"Aber, Meister, wie kommt es, das es länger dauert, wenn ich pro Tag mehr übe?"
"In der Zeit wo Du übst, verlierst Du den Weg aus dem Auge."

Grüße
Roland
 
stoni99

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"Meister, ich würde gerne Aikido lernen. Wie lange braucht man dafür?"
"Wenn Du jeden Tag 2h übst, 10 Jahre."
"Oh, und wenn ich jeden Tag 4h übe?"
"Dann dauert es 20 Jahre."
"Und wenn ich jeden Tag 8h übe?
"Dann dauert es 40 Jahre."
"Aber, Meister, wie kommt es, das es länger dauert, wenn ich pro Tag mehr übe?"
"In der Zeit wo Du übst, verlierst Du den Weg aus dem Auge."

Grüße
Roland

Ich hab da so'ne Idee:
Wenn ich eine Stunde übe 5 Jahre.
12min übe 1 Jahr.
Und wenn ich gar nicht übe... ?! :-D
 
 

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