Macht es Sinn mit Moderator Pedal zu üben?


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Play
Guest
Hallo,

eine Frage:
Ich übe über den Tag verteilt ca. 1,5 Stunden. Hin und wieder aber, wenn ich Zeit habe, würde ich auch noch zu später Stunde üben wollen, was aber die Nachbarn stören würde. Also könnte ich ja mit Moderatorpedal spielen, wobei ich mich frage, ob dies vielleicht eher kontraproduktiv wäre, da man die Töne nicht so gut hören, geschweige denn in ihren Nuancen wahrnehmen oder gar gestalten kann. Es klingt halt, als hätte man Watte in den Ohren. Sollte man dennoch mit Moderator üben, weil "unter schlechten Bedingungen" üben besser ist als gar nicht üben?
Komischerweise überkommt mich immer dann die Übelust, wenn ich aufgrund der Nachbarn nicht üben darf: Nachts.
Vielleicht wäre es ja noch sinnvoll zusätzlich zu meinem Klavier etwas günsiges Digitales zu kaufen, auch um neue Stücke erstal grob einzuüben (Noten, Fingersatz, Griffe, etc.)

Martin
 
fisherman
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Hallo Martin, auch mich überkommt just dann die große Lust, wenn alle anderen schlafen wollen.

Wenn Du es Dir leisten kannst, dann gönn Dir ein zusätzliches Digi. Allemal besser als Moderatorspiel. Natürlich viel schlechter als Klavier, aber was will man machen? Ich gehe hin und wieder auch sehr gern an mein Digi (Kawai CA-5) wenn ich einfach mal einen anderen Sound hören muss. So spiele ich dann Barockmsik mit Cembalosound oder Cembalo mit Kirchenorgel gemischt (ja, schüttelt euch nur - ich finds grandios!).

Fazit: Selbst ein einfaches DIgi ist m.E. besser als Moderator! Empfehlung: Kawai - wegen der klavierähnlichsten Tastatur. Vom Sound her gibt es gewiss besseres.
 
Kulimanauke
Kulimanauke
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Hat es einen Sinn, mit dem Moderator Pedal zu üben?

Ich konnte nicht anders. Die SinnMacherei dreht mir den Magen um.
 
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@Kulimanauke: Bahnhof?
 
8Finger&2Daumen
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Macht oder Hat

Die Frage muss lauten: Hat es einen Sinn? Macht Sinn ist zwar umgangssprachlich, aber anscheinend unfeines Deutsch.
 
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das ist mir neu!

Wie singen die Talking Heads: Stop making sense...:D
 
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Tut es einen Sinn machen tun, zu üben tun, mit Pedal wo am Klavier unten dran zu machen leise?, wenn treten tun?

Aber im Ernst ... "macht es Sinn" ist absolut korrekt. Etwas macht Sinn, bedeutet dass es sinnvoll ist es zu tun. Wenn etwas Sinn hat, bedeutet dies, dass Etwas sinnvoll ist.
Und das ist ja ein Unterschied.
Hat es Sinn eine Pistole zu nehmen um jeden zu erschießen? Ja. (weil sie benötigt wird) Macht es Sinn jemanden mit einer Pistole zu erschießen (also die Tat an sich)?
Und das das Spielen mit Moderator ja eine Tat, bzw. ein Vorgang ist heißt es "macht es Sinn [...] zu spielen"
 
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Haydnspaß
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Also das Üben mit eingeschaltetem Moderator kann sinnvoll sein, wenns darum geht, ein neues Stück einzulernen, Fingersätze zu machen, Sprünge zu üben etc. Bei allem, wo es auf die reinen Bewegungsvorgänge ankommt. Sobald der Klang mit ins Spiel kommt, ist das Üben mit Moderator eigentlich Unsinn, weil man diesen Klang dann eben nicht mehr kontrollieren kann. Also im Prinzip wäre eine komplette Stummschaltung einem Moderator sogar vorzuziehen 8)
 
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Bachopin
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Hi,

ich finde auch ein Digi sinnvoller als den Moderator zu benützen.

Mein Preis/Leistungs-Tip: Casio Privia px120.

Ausserdem gibt es dann auch noch die Möglichkeit, ganz ohne Ton zu üben, wodurch man das Gedächtnis und korrekte Koordination besonders schulen und aktivieren kann.

Gruß

@Play: Sorry, aber was soll das?
 
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andris_k.
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Tut es einen Sinn machen tun, zu üben tun, mit Pedal wo am Klavier unten dran zu machen leise?, wenn treten tun?

Aber im Ernst ... "macht es Sinn" ist absolut korrekt. Etwas macht Sinn, bedeutet dass es sinnvoll ist es zu tun. Wenn etwas Sinn hat, bedeutet dies, dass Etwas sinnvoll ist.
Und das ist ja ein Unterschied.
Hat es Sinn eine Pistole zu nehmen um jeden zu erschießen? Ja. (weil sie benötigt wird) Macht es Sinn jemanden mit einer Pistole zu erschießen (also die Tat an sich)?
Und das das Spielen mit Moderator ja eine Tat, bzw. ein Vorgang ist heißt es "macht es Sinn [...] zu spielen"

Naja diese Erklärung hast du dir wohl selbst ausgedacht.
"macht Sinn" ist kein gutes Deutsch und ist eindeutig von dem Englischen herübergerutscht. Das Problem ist bloß, dass es fast alle verwenden und in 5 Jahren wird gar keiner mehr glauben, dass es kein gutes Deutsch ist.

Mehr dazu in "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod"
http://www.amazon.de/Dativ-ist-Geni...=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1229420427&sr=8-1
 
Altistin
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To make sense or not to make sense!

Ich jedenfalls freue mich sehr zu hören, daß es so ganz ohne Digi doch nicht zu gehen scheint!

Grüße
 

Meckie
Meckie
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Ja - Digi oder Silentfunktion am Klavier ist wirklich gut für den Hausfrieden !!!

Gruß
Meckie
 
Kulimanauke
Kulimanauke
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Aber im Ernst ... "macht es Sinn" ist absolut korrekt.
Nein! Ein Sinn kann nichts machen. Der Sinn ist kein Mensch und kein Tier.

Die etymologischen Verhältnisse sind unklar. Einerseits steht das Substantiv neben dem starken Verb sinnan "reisen, sich begeben, trachten nach, wandeln, beachten", wie auch sinna "sinnen, beabsichtigen".
Andererseits ist die Bedeutung "Sinn" früher bezeugt, als nach einer Entwicklung aus "trachten nach" zu erwarten wäre. ...
Die Einzelheiten sind noch klärungsbedürftig - vielleicht liegt eine Wurzelmischung vor. (lt. Kluge "Etxmolog. Wörterbuch, Seite 673)
Das Verb MACHEN entspricht nicht den bisherigen Erkenntnissen.

Woher maßen wir uns an zu behaupten, daß der Sinn etwas macht. :confused:

Aber wenn das Wort schon mißbraucht wird, dann schreibt doch wenigstens noch einen ganzen deutschen Satz. Unsere deutschen Kinder wollen wir doch nicht deutschausländisch auch noch schreiben lernen lassen.

Hat es einen Sinn, eine Pistole zu nehmen, um jeden zu erschießen? Ja. (weil sie benötigt wird) Macht es einen Sinn jemanden mit einer Pistole zu erschießen (also die Tat an sich)?
:(
 
fisherman
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Richtig? Falsch?

Leute, Ihr seid verkopft. Wer entscheidet wie, was richtig und was falsch ist?

Sprache lebt und entwickelt sich täglich.

An was machen wir"richtig" also fest?

a) am Duden? Da sind genügend Fehler drin.
b) an der Historie? Dann müssten wir alle wie Goethe sprechen/schreiben.
c) am Richtig-Empfinden? Dann haben wir Bildzeitungs-Niveau.

M.E. gibt es keine definitive Antwort.

Ich bin beruflich über dieses Dilemma gestolpert, als wir den Satz "Gemeinsam geht es sich besser" mit einem stummen Vokal abkürzen mussten:
"Richtig" wäre natürlich: "Gemeinsam gehts's sich besser". Sieht bescheiden aus und nur Schlangen können das aussprechen.
Also haben wir es "falsch" geschrieben: "Gemeinsam geht sich's besser" - was von 100% der Leser als "richtig" empfunden wurde.

Seitdem halte ich es nach der Maxime, dass der Empfänger es als "richtig" erachten muss.

Und das macht Sinn. Für mich:D

PS. Und wenn im Sprachdeutsch der Dativ den Genitiv schon halb gekillt hat, so wird man wohl im Schriftdeutsch nach 100 Jahren gleiches vorfinden. Schade. Aber: Sprache lebt. Sie fest zu zementieren, bringt sie um.
 
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andris_k.
Guest
Leute, Ihr seid verkopft. Wer entscheidet wie, was richtig und was falsch ist?

Sprache lebt und entwickelt sich täglich.

An was machen wir"richtig" also fest?

a) am Duden? Da sind genügend Fehler drin.
b) an der Historie? Dann müssten wir alle wie Goethe sprechen/schreiben.
c) am Richtig-Empfinden? Dann haben wir Bildzeitungs-Niveau.

M.E. gibt es keine definitive Antwort.

Ich bin beruflich über dieses Dilemma gestolpert, als wir den Satz "Gemeinsam geht es sich besser" mit einem stummen Vokal abkürzen mussten:
"Richtig" wäre natürlich: "Gemeinsam gehts's sich besser". Sieht bescheiden aus und nur Schlangen können das aussprechen.
Also haben wir es "falsch" geschrieben: "Gemeinsam geht sich's besser" - was von 100% der Leser als "richtig" empfunden wurde.

Seitdem halte ich es nach der Maxime, dass der Empfänger es als "richtig" erachten muss.

Und das macht Sinn. Für mich:D

PS. Und wenn im Sprachdeutsch der Dativ den Genitiv schon halb gekillt hat, so wird man wohl im Schriftdeutsch nach 100 Jahren gleiches vorfinden. Schade. Aber: Sprache lebt. Sie fest zu zementieren, bringt sie um.

Naja gut, fischerman. Aber es muss doch irgendwelche Regeln geben, nicht wahr? Sonst könnte man ja irgendwie sprechen und schreiben und als Rechtfertigung den Hinweis darauf geben, dass die Sprache ja lebt.

Außerdem finde ich, dass die Art und Weise wie man mit der Sprache umgeht, einen gewissen ästhetischen Aspekt hat und nicht zuletzt auch die Denkweise eines Menschen bestimmt.

Übrigens ist Musik auch nichts Anderes als eine Sprache und wir möchten doch die Melodiestimme hervorheben und mit Gefühl spielen, oder? ;)

P.S. "macht Sinn" finde ich noch gar nicht schlimm zumal das nun wirklich fast jeder so formuliert und es sich darüber streiten lässt.

Was ich unglaublich lustig finde ist der Satz "Die Menschen wurden evakuiert". :-):-)
 
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Übrigens ist Musik auch nichts Anderes als eine Sprache und wir möchten doch die Melodiestimme hervorheben und mit Gefühl spielen, oder?

Das sei unbestritten. Und ich breche gerne eine Lanze für gute, saubere Sprache. Was ich nur sagen will: Du kannst nicht gegen den Strom schwimmen. Wenn etwas für 95% der Menschen Sinn macht, dann bekommt es Sinn:D.

Ich kämpfe seit bestimmt 5, 6 Jahren mit einem Texter (Dr. Germanistik), der stur und beharrlich "Der Bäcker bäckt" schreibt (Wir arbeiten beide für ein Industrieunternehmen, das diesen Sektor bedient). Natürlich ist das laut Duden "richtig", aber mal ehrlich: Es klingt einfach sch...

Und weil 90% der Menschen ebenso empfinden, ändere ich beharrlich seit dieser Zeit mit Engelsgeduld alle "bäckt" in "backt" um. Und grins mir eins...
 
J
J. Gedan
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Sprachkritik und Nachdenken über den Sinn oder Unsinn von Redewendungen ist zwar aller Ehren wert, macht aber keinen Sinn, wenn man sich in seiner Sprachkritik dabei grammatikalisch vertütelt. Denn Kulimanauke sprach: "Ein Sinn kann nichts machen", was zwar wahr ist, aber mißverstanden hat, daß der Sinn das Subjekt wäre, obwohl in der Konstruktion: "Es macht Sinn", es nicht der Sinn ist, der etwas macht, sondern "Es", das Sinn macht. Schließlich schreibt auch Kulimanauke: "Macht es einen Sinn...", verwendet also den Akkusativ des Sinns, benutzt den Sinn also auch nicht als Subjekt, das ja im Nominativ zu stehen hätte.
Sprachkritik macht dann Sinn, hat also einen Zweck und Nutzen, wenn sie die Unlogik einer Aussage kritisiert oder kritisiert, daß die Inhaltsleere einer Redewendung durch den Chic der Redewendung verbrämt werden soll, bzw. der Schreibende vor lauter hohlen Redewendungen, über die er nie selber nachgedacht hat, gar nicht mehr merkt, daß er nichts zu sagen weiß. Das an dem Anglizismus "Sinn machen" (wenn es denn ein Anglizismus ist -- ich empfinde ihn kaum als solchen) festmachen zu wollen, macht wenig Sinn, umso weniger, als Sprachen sich seit Urgedenken gegenseitig beeinflussen und bereichern. "Sinn machen" ist eine harmlose Redewendung -- ich wüßte weniger harmlose, gegen die zu streiten sich lohnte.
Aber daß sich jemand über Sprache Gedanken macht, ist ja immerhin etwas Positives, auch wenn die Behauptung, daß die Redewendung "Sinn machen" keinen Sinn macht, wenig Sinn macht.
__________________________
Jörg Gedan
http://www.pian-e-forte.de
 
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Tiefe Verbeugung, Jörg.

Und das um halb eins in der Nacht. Welche Drogen nimmst Du? :D
 
Kulimanauke
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Schließlich schreibt auch Kulimanauke: "Macht es einen Sinn...", verwendet also den Akkusativ des Sinns, benutzt den Sinn also auch nicht als Subjekt, das ja im Nominativ zu stehen hätte.
Stimmt, das habe ich im Eifer des Gefechts gar nicht bemerkt. :o
"Sinn machen" ist eine harmlose Redewendung --
Wenn es nur die eine wäre ... :(
Aber daß sich jemand über Sprache Gedanken macht, ...
Erfreulich ist, daß im clavioForum konstruktiv gestritten wird, sich noch mehr Mitleser über die Sprache Gedanken machen. Danke J. Gedan :p
 
 

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