Mahagonifarbendes Klavier in schwarzen Schellack "umlackieren"

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Talha

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Hallo an alle,

ich habe mich die letzte Zeit recht intensiv mit der Technik der Schellackpolitur beschäftigt und bin da eigentlich in der Theorie recht fit. Jetzt geht es erstmal ans üben bevor ich mich ans Klavier wage.

Habe leider nirgendwo eine Info darüber gefunden, wie man sozusagen umfärbt. Das Klavier ist mahagonifarbend und ich hätte es gerne in schwarz.

1. Komplett runterschleifen und dann den schwarzen Schellack drauf? (Wäre gefühlt etwas übertrieben und unnötig)
2. Anschleifen danach beizen und dann Schellack?
3. Nur anschleifen und direkt den schwarzen Schellack drauf? (Könnte mehr Schichten benötigen um zu decken. Vielleicht wird es auch nicht zufriedenstellen deckend)

Anbei mal ein paar Bilder vom guten Stück.

Natürlich bleibt auch immer noch die Option das gute Stück einfach so zu lassen.

Danke schon mal im voraus!

2.jpg 1.jpg
 
Ambros_Langleb

Ambros_Langleb

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Ich will Dir natürlich nicht hineinreden, möchte aber zu bedenken geben, dass durch eine nicht-fachlich ausgeführte Neulackierung das schöne Stück mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht an Ansehnlichkeit gewinnen wird. Hast Du denn schon geklärt, welche Art von Furnier vorliegt?
 
bebob99

bebob99

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Womöglich möchte @Talha das Klavier ja erst kaufen, bevor es neu lackiert werden soll. Die selbe Frage wurde auch andernorts gestellt und ich würde das auch nicht mit Schellack verschandeln, noch dazu im Erstversuch. Das wäre schade um das schöne Klavier.
 
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Talha

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Ich will Dir natürlich nicht hineinreden, möchte aber zu bedenken geben, dass durch eine nicht-fachlich ausgeführte Neulackierung das schöne Stück mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht an Ansehnlichkeit gewinnen wird. Hast Du denn schon geklärt, welche Art von Furnier vorliegt?

Hast natürlich recht, dass es am meisten Sinn macht, dass von einem Fachmann machen zu lassen. Leider ist eine Schellackpolitur beim Fachmann aufgrund des hohen Aufwands extrem teuer (nach meinem Wissenstand ca. 4000€). Daher werde ich mich zwischen selber Polieren oder halt es so lassen entscheiden müssen.
Bin halt gerade in der Phase mir so viele Infos zu besorgen um dann eine hoffetnlich Kluge Entscheidung zu treffen.
 
st_w

st_w

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Ich würde es in Mahagoni belassen, aber die Risiko-Nutzen-Abwägung ist natürlich zu einem großen Teil auch abhängig von deinem Geschmack, also wie gut bzw. schlecht du mit einem nicht-schwarzen Klavier zufrieden bist. Einen Weg zurück gibt es eigentlich nicht mehr wenn etwas schief gehen sollte bei der Umlackierung. Ich muss in diesem Zusammenhang immer an Klaviere denken, die vor vielen Jahren weiß umlackiert wurden.
Noch was anderes: Wenn du es ohnehin neu erwirbst, wieso schaust du dich da eigentlich nicht nach einem Exemplar um, das auch äußerlich deinen Wünschen gerecht wird?
 

K

Klavierbauermeister

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Hast natürlich recht, dass es am meisten Sinn macht, dass von einem Fachmann machen zu lassen. Leider ist eine Schellackpolitur beim Fachmann aufgrund des hohen Aufwands extrem teuer (nach meinem Wissenstand ca. 4000€). Daher werde ich mich zwischen selber Polieren oder halt es so lassen entscheiden müssen.
Bin halt gerade in der Phase mir so viele Infos zu besorgen um dann eine hoffetnlich Kluge Entscheidung zu treffen.

Wenn Du 7.500 € für ein 90 Jahre altes Steinway-Klavier ausgibst welches als Referenz aufweist daß es vor " 2 Jahren gestimmt wurde" und ansonsten ohne Garantie usw. verkauft wird , dann hast Du bestimmt auch das Geld für eine professionelle Lackierung.
 
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Talha

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Wenn Du 7.500 € für ein 90 Jahre altes Steinway-Klavier ausgibst welches als Referenz aufweist daß es vor " 2 Jahren gestimmt wurde" und ansonsten ohne Garantie usw. verkauft wird , dann hast Du bestimmt auch das Geld für eine professionelle Lackierung.

Sagt ja niemand, dass ich es blind kaufen werde und zu welchem Preis. Im Vordergrund steht für mich natürlich der Klang. Die Optik ist sekundär. Schwarz wäre schön, aber muss nicht. Wie schon erwähnt, ging mir hier um Meinungen einzuholen um es einschätzen zu können. Aber sieht leider so aus, dass viele hier lieber nichts konstruktives beitragen wollen sondern eher rumpöbeln.
 
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Talha

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Ich würde es in Mahagoni belassen, aber die Risiko-Nutzen-Abwägung ist natürlich zu einem großen Teil auch abhängig von deinem Geschmack, also wie gut bzw. schlecht du mit einem nicht-schwarzen Klavier zufrieden bist. Einen Weg zurück gibt es eigentlich nicht mehr wenn etwas schief gehen sollte bei der Umlackierung. Ich muss in diesem Zusammenhang immer an Klaviere denken, die vor vielen Jahren weiß umlackiert wurden.
Noch was anderes: Wenn du es ohnehin neu erwirbst, wieso schaust du dich da eigentlich nicht nach einem Exemplar um, das auch äußerlich deinen Wünschen gerecht wird?

Macht schon Sinn, dass das Risiko etwas hoch ist das Klavier zu verhunzen. Denke, dass ich erstmal bei Mahagoni bleiben werde, falls ich mich für das Klavier entscheide. Fokus liegt auch erstmal auf dem Klang. Was die Farbe angeht, kann man sich später ja immer noch entscheiden.
 
Ambros_Langleb

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Macht schon Sinn, dass das Risiko etwas hoch ist das Klavier zu verhunzen. Denke, dass ich erstmal bei Mahagoni bleiben werde, falls ich mich für das Klavier entscheide. Fokus liegt auch erstmal auf dem Klang.

Was zur nächsten und interessanten Frage führt: Worauf beruht Deine Annahme, dasss das Klavier den geforderten Preis wert ist?
 
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Talha

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Was zur nächsten und interessanten Frage führt: Worauf beruht Deine Annahme, dasss das Klavier den geforderten Preis wert ist?

Der Thread ist von der Ausgangsfrage zur Schellackpolitur ziemlich abgeschweift. Ich habe hier gar nicht erwähnt ob ich das Klavier kaufen werden, für wie viel etc.Wollte in dem Thread eigentlich nicht auf den Kaufprozess des Klaviers eingehen. Hätte meiner Ausgangsfrage nichts hinzugefügt und nur abgelenkt.

Aber trotzdem zu deiner Frage. Ich empfinde den geforderten Preis für viel zu hoch. Gründe hierfür: 1. Mechanik muss aufbereitet werden. Auf den ersten Blick definitv die Hammerköpfe 2. Privatverkauf daher keine Garantie 3. Stimmwirbel sind etwas locker etc.

Ich werde es so handhaben:
1. Besichtigung mit einem Klavierbaumeister
2. Abschätzung der Kosten für eine Restauration/Aufbereitung und allgemeiner Eindruck des Klaviers
3. Verkaufspreis + Aufbereitung < aktueller Marktpreis für ein K aus Ende der 20er?
4. Entscheidung ob Kauf oder kein Kauf
 
agraffentoni

agraffentoni

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Was heißt hier rumpöbeln?
So wie ich (und sicher auch andere) Deinen 1. Beitrag lese(n), kommt das so rüber, wie wenn Du das Klavier schon dastehen hast.
Wenn ich nun dieselben Bilder von dem Klavier anderweitig finde, mache ich mir halt so meine Gedanken, zumal Theorie und Praxis der Schellackpolitur nicht so einfach unter einen Hut zu bringen sind.
 
Manuela

Manuela

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Danke für den Tipp, auch wenn es leider etwas weiter weg ist von mir.

Der Verkäufer scheint ja noch eine Menge anderer Klaviere zu verkaufen, ein Ausflug dorthin könnte sich also lohnen. Du wirst ohnehin nicht darum herumkommen, das anvisierte Instrument persönlich auszuprobieren.

Das Steinway gefällt mir von der Optik her überhaupt nicht, ist aber natürlich Geschmackssache. Bei einem Verkäufer, der ein Klavier anpreist, indem er auf 52 weiße und 36 schwarze Tasten hinweist, wäre ich sowieso misstrauisch.

Jedenfalls viel Erfolg bei deiner Suche.
 
 

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