Lerne ich richtig Klavier?

  • Ersteller des Themas Liam_ml
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Konzertpianist muss man auch erstmal definieren.

Einen Konzertpianist könnte man nennen, wenn derenige:

- Irgendwo mal ein eigenes Konzert gibt
- Irgendwo konzertiert und dafür eine Gage bekommt (mache ich sogar demnächst ;))
- ein Musikstudium abgeschlossen hat und gelegentlich irgendwo konzertiert
- ein Konzertexamen am Fach Klavier abgelegt hat
- einen nennenswerten Anteil seiner Einkünfte durch Konzertieren bezieht
- seinen kompletten Lebensunterhalt durch Konzertieren und CD-Aufnahmen bestreiten kann

Ich denke mal, die dritte Stufe wäre für den TE sehr ambitioniert, könnte aber eventuell durchaus realistisch sein.

Es ist wirklich schwer zu beurteilen, was realistisch ist. Ich beispielsweise habe auch mit dem Gedanken gespielt, Musik zu studieren. Ich habe mit 12 angefangen, Klavier zu spielen und konnte nach knapp 4 Jahren wirklich ordentlich Liszt Funerailles oder Rachmaninow Op. 23. Nr.5 spielen.
Das hat dazu geführt, dass so mancher, der mich mit 15 oder 16 spielen hören hat, mich etwas überschätzt hat. Man hört dann etwas, was wirklich beachtlich ist, hört aber nicht, dass ich unfähig war, beispielsweise eine Mozart-Sonate vernünftig zu spielen - das erwartet dann auch keiner. Ich konnte halt romantische Stücke ganz schön gestalten und hatte eine gute Treffsicherheit bei Sprüngen und eine gute Oktavtechnik.
Meine Klavierlehrerin wusste aber natürlich um meine Unfähigkeiten bei filigraneren Stücken und hat deshalb etwas auf die Euphoriebremse getreten bzgl. einer professionellen Musikkarriere. Es hat dann auch drei weitere Jahre gebraucht, bis ich ein Rondo Capriccioso oder dergleichen einigermaßen vernünftig bewältigen konnte.

Soll heißen, was wirklich dein Potential ist, kann man hier kaum mutmaßen, selbst wenn man eine Aufnahme von dir hört, ist das nicht so leicht zu beurteilen.
Träume vom eigenen Konzert, gib dein Bestes, sei kritisch mit dir selbst beim Üben und habe trotzdem Spaß.
 
Konzertpianist muss man auch erstmal definieren.

Einen Konzertpianist könnte man nennen, wenn derenige:

- Irgendwo mal ein eigenes Konzert gibt
- Irgendwo konzertiert und dafür eine Gage bekommt (mache ich sogar demnächst ;))
[...]

Also bei unserem Abitur-Abschlusskonzert hab ich BEIDES :-D:-D

nach Abzug von GEMA ( Suite Espanol, Albeniz, und "Der Große Blonde mit dem schwarzen Schuh, mit sonem Sheet, sowie Chopins Flötenvariationen mit ner Kollegin ( Huhu Regine ! ) ) blieb noch genug, um die anderen Teilnehmer und mich in 'ner der Schule gegenüberliegenden BAR vollaufen zu lassen.

Jetzt der NEGATIVPUNKT: Es reichte kaum, um den Musiklehrer ( alle Achtung ! ) mit zu verköstigen, er verzichtete zu unseren Gunsten, wir ( ich ) ließen uns vollaufen - danach waren die Einnahmen, die UNS blieben, - weg. :-D:-D:-D

LG, -Rev.-
 
Aus gegebenem Anlass: Misty Copeland war die erste schwarze Primaballerina der USA - und hat mit 13 (!) Jahren mit dem Ballett-Tanz begonnen. @Tanzpause korrigier mich gern, aber soweit ich weiß, ist man gerade im Tanz in diesem Alter schon fast Profi.

View: https://www.youtube.com/watch?v=sJSqlDHJ6AM


Wenn man etwas sehr will (und entsprechend danach sein Leben ausrichtet!) kann man sehr viel erreichen. So wie das klingt, liegt dieser Fall hier allerdings eher nicht vor. Doch man kann nie wissen.
Also @Liam_ml wenn du Konzertpianist werden willst, musst du ab jetzt Folgendes realisieren - egal wie:

1. Besorg dir eine Übemöglichkeit auf einem sehr guten Klavier oder Flügel, an dem du wöchentlich eine zweistellige Stundenzahl üben kannst
2. Such dir den besten Lehrer, den du kriegen kannst und nimm auch eine weite Anfahrt und hohe Unterrichtskosten in Kauf
3. Üb jeden g Tag 3-6 Stunden Klavier (je nach Schule / Wochenende)

Dann hast du zumindest eine Chance, deinen Fuß später in eine Musikhochschule zu setzen.


Stimmt @Stilblüte !
Ich habe mit 15 Jahren begonnen zu tanzen und hatte den Traum Ballerina zu werden. Bei uns auf dem Land praktisch unmöglich. Es gab kaum Angebot an Tanzstunden. Also habe ich daheim trainiert. Mit 20 habe ich dann eine Ausbildung zur modernen Tänzerin begonnen und habe Jahrelang versucht eine Karriere zu starten. Leider nicht erfolgreich. Aber dafür habe ich es wenigstens probiert und bin jetzt eine ganz gute Lehrerin, wahrscheinlich weil ich weiß mit welchen Problemen meine Schüler zu kämpfen haben.

Es ist halt wichtig dann auch mit Plan B Leben zu können, wenn Plan A nicht funktioniert....
 
Mit 14 wollte ich Zugführerin (Diesellok, versteht sich!) werden. Gescheitert ist es daran, dass es damals nicht möglich war, als Frau diesen Beruf auszuüben :-)
 
Uuups :blöd:,
bislang wähnte ich mich in einem zivilisierten Forum, wo kultivierte Menschen einen gepflegten Meinungsaustausch zelebrieren.
Sollte ich mich derart in Euch getäuscht haben... :schweigen:
:-D;-)
 
OFF
Hatte so eine Lok etwa keine Damentoilette?
Eine Lok hatte sowieso keine. Und ja, es waren u.a. solche Gegebenheiten wie z.B. Schlafsäle (bei mehrtägigen Fahrten) in den Stationen nur für die LokführER. Es gab halt die Ausbildung zum Fernlokführer nicht für Frauen. Und auf die Laufbahn als Schmalspurbahnlokführerin auf irgendeinem Betriebs- oder Fabrikgelände hatte ich keine Lust./OFF
 


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