Klavierklima (Temperatur, Feuchtigkeit)

Ne, @Peter, Marlene hat m.E. nicht ganz unrecht! Natürlich bleibt es "Weichholz", aber der Abstand der (harten) Jahresringe ist schon wichtig - das (Sommer)Holz dazwischen kannst Du bei Weichhözern ja mit den Fingernägeln bearbeiten, während das bei den harten Jahresringen schwieriger wird. Je enger die also stehen, desto "weniger weich" (ich sage jetzt ganz bewusst nicht "hart")

@Marlene: Es geht nicht um die Kälte! Entscheidend ist langsames Wachstum (für das Kälte natürlich EINE Ursache ist). Langsames Wachstum, z.B. aufgrund von Wassermangel, gibt es auch im Mittelmeerraum, z.Bsp.
 
Ich orientiere mich nach einer Tabelle mit Sättigungswerten der absoluten Luftfeuchte von wikiwand.com.
Diese zeigt bei 24°C einen Wert von 21,7638 g/m³. Davon rechnete ich die 20% Unterschied zwischen den 30% und den 50% relativer Luftfeuchtigkeit aus.
Als Kind wurde mir ein einfaches Unterscheidungsmerkmal zwischen Hart- und Weichholz bei heimischen Bäumen erklärt: Nadelbäume - Weichholz, Laubbäume - Hartholz.
Fichte = Nadelbaum, Weichholz
Ahorn = Laubbaum, also Hartholz
Nachdem ich das nie hinterfragt habe gilt das für mich, bis ein Fachmann gegenteiliges behauptet und anhand von Beispielen belegt.
 
Nun halte ich erneut dagegen: Und was ist mit dem Mensch? Dessen Gesundheit toleriert trockene Luft nicht auf Dauer, es drohen grippale Infekte, trockene Haut und trockene Schleimhäute.

Ich glaube nicht, dass Bewohner höherer Lagen in den Alpen dauernd krank werden. Bei meinen Großeltern in Südtirol liegt die Luftfeuchtigkeit in kalten, klaren Winterperioden oft unter 20 %. Man gewöhnt sich dran, man muss einfach mehr saufen. Der Flügel hat allerdings so ein Life-Saver-Ding eingebaut.
 
Ich glaube nicht, dass Bewohner höherer Lagen in den Alpen dauernd krank werden. Bei meinen Großeltern in Südtirol liegt die Luftfeuchtigkeit in kalten, klaren Winterperioden oft unter 20 %. Man gewöhnt sich dran, man muss einfach mehr saufen. Der Flügel hat allerdings so ein Life-Saver-Ding eingebaut.

Man sieht es auch den Gesichtern an. Die Leut's von der Alpe sehen fast alle aus wie Trockenpflaume :lol:
 
Hallo,

Habe seit ein paar Tagen einen digitalen Feuchtemesser im Klavier. Drinnen steht eine Wasserschale die die relative Luftfeuchte auf 55% erhöht hat. Aussen sind es 17%. Ist so eine große Differenz *gesund"?

Vielen Dank
Andre
 
Da ihr inzwischen mit der Rechnerei anfangt...
Aus dem Wasserverbrauch für eine konstante Raumfeuchte und den Rauminhalt kann man errechnen, wie häufig sich die Luft mit der Außenluft austauscht. Dann wundert man sich vielleicht, wie häufig das ist.
Schaut zunächst plausibel aus. 100 Quadratmeter mit 2,50m Deckenhöhe ergeben 250 m³.
Bei 20°C und 100% Feuchte macht das (mit 17,3 g Wasser je Kubikmeter Luft, siehe oben) 4325 g Wasser,
bei knapp 50% also mikrige 2 Liter für die ganze Wohnung.

Aber es gibt Störgrößen:
Dann haben tatsächlich die ganzen Bücher & Möbel bei mir das Wasser gesoffen
Neben den Löschpapiersammlungen noch das Mobiliar (Polster) und auch das Mauerwerk. Wieviel sich dort versteckt, weiß ich nicht zu beziffern. Scheint aber ne Menge zu sein.

Die Messung mit dem Wasserkocher ist eine Momentaufnahme, die Störgrößen sind langsamer. Mit Venta & Co. schaut das besser aus, denn auch diese Systeme sind langsam.

Kommen die nächsten Störgrößen hinzu: Zimmerpflanzen und schließlich noch die Atemluft, die in der Lunge kräftig angefeuchtet wird.

Fragen wir mal die Allwissende Müllhalde zum Luftwechsel, und sie verweist auf Wikipedia, und die wiederum auf die DIN:
Zitat von Wikipedia:
Also pro Tag sollte die Luft der Wohnung schlappe 12mal gewechselt werden...
Hilfe, ich brauch jetzt :drink: (eher im Maßkrug-Format).
 

Ich denke doch, denn Kälte und eine kurze Vegetationsperiode lassen die Bäume langsamer wachsen was engere/dichtere Jahresringe hervorbringt.
Wollen wir Erbsen zählen? ;-)
Entscheidend ist die kurze Vegetationsperiode. Die wird aber nicht durch Kälte bestimmt - höchstens durch LANGE Kälte, genauso aber durch wenig Wasser, wenig Nährstoffe, wenig Licht. Insofern ist die Polarregion schon gut für sowas, aber auch Höhenlagen hier bei uns.
 
... und Linde, & Pappel und manche Weiden sind weich (aber im Prinzip stimmt die alte Schulregel schon)
 
Wenn es nur Mauerwerk ist: Nein. Im Gegenteil: Bei dem derzeitigen Wetter (Oberflächentemperaturen von 100 °C) kann das Mauerwerk wunderbar auslüften. Anders ist es bei (schlecht) gedämmtem Mauerwerk, wo der Taupunkt evtl. im oder am Mauerwerk liegt, es aber nach außen kalt (Oberflächentemperatur Minusgrade) und dicht ist.
Am schwierigsten ist eigentlich "feuchtkalt" um den Gefrierpunkt herum (Regen, Schnee, plus-minusgrade). Da sammelt sich am meisten Feuchtigkeit, die nicht weg kann.
 
Und es gibt knisternde kleine Blitze, wenn man sich im Bett umdreht.

Interessant, dass Du das erwähnst – ich habe mir schon gedacht, dass die nervigen kleinen Stromschläge beim Berühren der Autokarosserie mit der Trockenheit zusammenhängen.

Bei dem derzeitigen Wetter (Oberflächentemperaturen von 100 °C)

Das verstehe ich nicht, wie meinst Du das?



Es sind nicht nur dichte Wolken aufgezogen, es hat auch geschneit. Temperatur um den Gefrierpunkt herum, knapp drüber. Und schon ist der Spuk vorbei. Akzeptable 44%.
 
Hier noch nicht. :-(
Ich auch nicht. :lol:
Das zu berechnen habe ich nie richtig gelernt, nur in irgend einer Fachliteratur an Fallbeispielen gelesen, wo es um Vor- und Nachteile von diversen Dämmmaterialien und Oberflächen ging.
"Bei derzeitigem Wetter" bezog sich dabei vor Allem auf die Sonneneinstrahlung. Sieht man oft auch gut an neuen gedämmten Gebäuden mit Silikonputz: Da ist trotz Sonne die Fassade eingefroren, wird den gesamten Tag nicht trocken.

Beispielhaft sehe ich das immer an den Baustellen. Wenn im Winter z.B. das ganze Flachdach schwach vereist ist, schaffe ich es in 5 Stunden mit großer Flamme bei 400-600 Grad nicht, 200 m² Fläche zu enteisen und zu trocken. Die Sonne schafft das in 10-20 Minuten, auch wenn die Lufttemperatur -20 Grad hat.
Anderes Beispiel: Sind Profilbleche vereist, bleiben die auf Dämmung liegenden lange vereist oder nass, die auf Mauerwerk liegenden sind innerhalb kürzester Zeit wieder trocken (bei Sonneneinstrahlung).
 

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