Klavier im WZ vs. Digitalpiano im SZ

maxe

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Wieviel sollte ich für ein digitales Zweitinstrument finanziell veranschlagen?

ggf. würde ich noch überlegen, ob ein transportables Stagepiano Vorteile hätte, wenn Du es in den Urlaub oder woandershin schnell mitnehmen möchstest oder/und du es in der Wohnung schnell abbauen und ein/umräumen willst (zB Klapp/Zug/Schiebe/Versenk-Vorrichtungen zur platzsparenden zeitweiligen Aufstellung).

Ansonsten ist ja das normale Digi in zig Varianten zu testen,

vielleicht versuchst Du mal die HP Rolands 508 oder 605 (2-2,5kEu), die sind vom Preis "noch" moderat bei sehr guter Leistung, eine Etage zurück könnte auch die CLP 525 (1,3kEeu) von Yamaha.
oder ganz puristisch aber dennoch durchaus brauchbar FP30 Roland mit Unterbau ca. 0,8kEur
 
Tastenscherge

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- Wer hat / kennt sich aus mit Gehörschutz und Othoplastik (hoffe es richtig geschrieben zu haben)? Hat das jmd von euch?

Ja, ich. Hab ich mir vor Jahren von Hearsafe machen lassen und habe einen 15 dB Filter drin. Mittlerweile frage ich mich, wie ich all die Jahre ohne die Dinger auskommen konnte.

Ich benutze die in erster Linie beim Klavierstimmen. Insbesondere im Diskant wird das bei starkem Anschlag beim Stimmen ja doch recht laut. Das hätte damals durchaus einen höheren Stellenwert in der Berufsschule haben können. Aber anscheinend ändert sich das. Wie ich sehe, ist die Firma Hearsafe im September zu Gast in der Berufsschule in Ludwigsburg.

Außerdem spiele ich noch in einer Hard Rock Band. Und wie die meisten Rock Gitarristen übertreibt es auch unser Gitarrist mit der Lautstärke. Ohne Gehörschutz wäre ich schon längst taub.

Ich hab das bei der Probe auch mal mit Standardgehörschutz probiert (diese gelben Stöpsel). Die schützen zwar auch sehr gut, aber der Klang ist wirklich übel. Ich hab das mal im direkten Vergleich ausprobiert: die individuell angepassten mit auswechselbarem Filter geben ein super Klangbild ab. Alles wird halt leiser, aber die Charakteristik des Klangs bleibt gleich. Mit den gelben Stöpseln klingt alles nur noch mumpfig.

Aber ein Vergnügen sind die Teile auch nicht. Halt sehr nützlich bis unverzichtbar. Im Kino kann ich mir die nicht so richtig vorstellen. Je nach Anwendungsgebiet reicht wahrscheinlich auch ein schwächerer Filter. In deinem Fall könnte ich mir 10 dB vorstellen.

Die Firma Hearsafe sitzt in Köln und nur dort kannst du einen Abdruck von deinen Ohren machen lassen. Es sei denn, die sind auf Tour, was auch häufiger mal passiert. Ansonsten gibt es viele Hörgeräteakustiker, die auch so etwas anbieten.
 
Tastenscherge

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Dorforganistin

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hanna78

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@maxe okay, danke für die Vorschläge :-) voraussichtlich wird´s was portables unterhalb der 1000,- ...
Erstmal sparen ;-$

@Tastenscherge Danke für den Tipp mit der genannten Firma, werde dann wohl mal bei einem Hörgeräteakustiker fragen, was die so kosten. Ja stimmt, gerade die hohen Töne sind´s (egal ob Instrumente oder Menschen). Aber auch Bässe spüre ich relativ schnell unangenehm.
Find ich übrigens gut, dass du da so verantwortungsvoll mit deiner Gesundheit umgehst!
Würde mir das als Standard wünschen für bestimmte Berufe wie Erzieher o.ä. Berufen mit lauter Umgebung, v.a. wenn die so gut sind, wie du beschreibst, d.h. man hört alles wichtige noch.
Was ist mit "ein Vergnügen sind die nicht" gemeint? Meinst du es bezogen auf Tragekomfort, Preis, Lebensdauer? Habe bisher immer gezögert, weil ich mir den Prozess des Abdrucks von kitzlig bis unangenehm vorstelle... Manche scannen wohl auch, wäre mir persönlich lieber. D.h. zu den 60 EUR Filter kommen wohl noch die Herstellungskosten des eigentlichen Trägers, richtig? Kann man die Filter je nach Umgebung variabel auswechseln? Das wäre ja super.

@Dorforganistin Dankeschön, der Link ist jedenfalls auch interessant, schau ich mir nachher mal genauer an. Evtl. wäre das ja auch eine Sofortmaßnahme, bis ich mich zu den angepassten genauer informiert habe... :-)
 
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jensen1

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Ich empfehle dir mal diese Ohrstöpsel:
https://www.amazon.de/3M-R-ClearE-G...8841945&s=gateway&sprefix=3m+,aps,213&sr=8-28

Diese nutze ich fast täglich, weil ich auch oft mit zu viel Lärm und auch häufig mit lauter Musik zu tun habe. SIe halten bei guter Pflege mehrere Monate und ich kaufe immer mehrere Packungen auf Vorrat, so dass ich dann schnell Ersatz habe. Mit diesen Stöpseln kannst du mal testen, ob das grundlegend was für dich ist, oder nicht. Generell haben alle Kunststoffstöpsel eine begrenzte Lebensdauer und da muss man sich überlegen, wieviel Geld man ausgeben möchte und kann. Wie lange sie halten, hängt von der Pflege, aber noch mehr von der Nutzung ab.

Vom Preis/Leistungsverhältnis sind diese Stöpsel unschlagbar. Wenn ich mal auf Bühnen mit etwas zu viel Lautstärke konfrontiert bin, reguliere ich die Dämpfung, indem ich die Stöpsel etwas tiefer in den Gehörgang schiebe (mehr Dämpfung) oder nur leicht in den Gehörgang lege (geringere Dämpfung). So habe ich trotzdem ein natürliches Spielgefühl und kann auch ganz normal mit meiner Umwelt kommunizieren (diese Stöpsel haben auch Filter, d.h. man kann damit noch ganz gut hören, nur gedämpfter - nicht zu vergleichen mit den Schaumstoff-Stöpseln).

Vom Klang her sind die Alpine Music Safe Stöpsel noch etwas besser, kosten aber auch fast das fünffache. Angepasste Stöpsel sind nochmal teuerer. Ob man das über die längere Lebensdauer herein bekommt, weiß ich nicht.

Die tiefen Frequenzen lassen sich allgemein nicht so gut dämpfen, da man diese auch sehr stark über die Wangenknochen hört. Das kannst du leicht mit hoch-dämpfenden Schaumstoffstöpseln oder auch durch Zuhalten der Ohren prüfen. Die Tiefen kommen trotzdem durch. Die ganz tiefen Frequenzen, z.B. bei einer Bass Trommel vom Schlagzeug kann man auch körperlich als Schalldruck empfinden.
 
Tastenscherge

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Was ist mit "ein Vergnügen sind die nicht" gemeint? Meinst du es bezogen auf Tragekomfort, Preis, Lebensdauer? Habe bisher immer gezögert, weil ich mir den Prozess des Abdrucks von kitzlig bis unangenehm vorstelle... Manche scannen wohl auch, wäre mir persönlich lieber. D.h. zu den 60 EUR Filter kommen wohl noch die Herstellungskosten des eigentlichen Trägers, richtig? Kann man die Filter je nach Umgebung variabel auswechseln? Das wäre ja super.

Kein Vergnügen soll heißen, dass es ohne Stöpsel immer angenehmer ist. Egal, welche Stöpsel. Aber der Tragekomfort ist sehr gut. Es macht halt mehr Spaß, ohne solche Stöpsel zu musizieren.

Das ganze ist recht teuer. Ich habe es mir vor ca. 10 Jahren auf der Musikmesse machen lassen. Da wurde der Abdruck gemacht und die Teile kamen später mit der Post. War damals ein super Messepreis, weiß aber nicht mehr wie teuer genau. Ich denke, heute kosten die mindestens 250.- €. Filter kann man tatsächlich auswechseln, mache ich aber nie. Verschleiß ist absolut null zu bemerken, auch nach 10 Jahren nicht.

Und wie gesagt: im direkten Vergleich zu den ganzen nicht angepassten Stöpseln ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wenn ich die nicht angepassten Stöpsel bei der Probe drin habe, nehme ich die nach jedem Song heraus, um mich mit den Bandkollegen zu unterhalten. Wenn ich die angepassten drin habe, nicht. Muss aber jeder selber wissen, was ihm das wert ist. Für mich war das eine langfristige Betriebsausgabe.
 
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hanna78

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@jensen1 I.O., vielen Dank für den ausführlichen Hinweis! Ich denke, ich fange mal damit an und probiere aus, ob die Variante "für Konzert" oder die "für Musiker" für mich besser passt, bei dem Preis für mich auf jeden Fall sinnvoll... Freue mich, dass es da tatsächlich was bezahlbares gibt, was ich sofort ausprobieren kann.

@Tastenscherge Okay, danke auch für die ausführliche Rückmeldung. Habe schon vermutet, dass sich das etwa in dieser Preisregion 200-400 abspielt... Momentan wäre mir das finanziell zu viel, aber es ist auf jeden Fall gut zu wissen, evtl. leiste ich mir mal sowas etwas später oder für den Fall, dass ich mit den anderen nicht zurechtkommen sollte.

Ihr habt mir da auf jeden Fall sehr weitergeholfen. Habe das zwar immer mal wieder angedacht, weil es mich schon beeinträchtigt, werde das aber meinen Ohren und meiner Spielfreude zuliebe jetzt endlich mal umsetzen...

@alle: Ich glaube, mir ist nun auch klar, warum ich mein Instrument in der alten Wohnung als nicht so "laut" empfunden habe, obwohl auch zu diesem Zeitpunkt die Ohren schon sensibel waren:
Unser altes Wohnzimmer hatte 5 Seiten, war asymmetrisch geschnitten... Vermute stark, dass es damit zusammenhängen könnte.

lg :-)
 
Marlene

Marlene

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Zum möglichen Standort der Instrumente fällt mir leider nichts ein, vermutlich weil mich etwas anderes beschäftigt hat.

Ich sitze mit dem Rücken zum Geschehen. Wenn ich mit Kopfhörer übe, höre ich niemand kommen, das fühlt sich blöd an.

ich bekomme Ruhe/Sicherheit im Durchgangsbereich hinter meinem Rücken


Ich würde – neben der Frage nach dem Standort des Klaviers – ergründen wollen, was - zuhause im sicheren Heim - hinter den mit Fettdruck hervorgehobenen Wahrnehmungen stecken könnte.
 
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hanna78

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@Marlene Danke für deinen Beitrag. Das ist ein Ansatz, den ich kontinuierlich versuche umzusetzen. Ich versuche darauf zu antworten ohne zu privat zu werden. Das Thema Privatsphäre/Rückzugsmöglichkeit hat bei mir aufgrund meiner Erfahrungen in meinem Elternhaus (viel Kontrolle, wenig Selbstbestimmung u.a.) besondere Bedeutung und ich versuche mittlerweile relativ offen mit ihren Auswirkungen umzugehen, sie zu verändern und v.a. als Motor für meine Entwicklung zu sehen. Um mich aufs Thema zu beziehen:
Die Zusammenhänge sind mir mittlerweile zum Glück bewusst, so dass ich Situationen nun viel besser gestalten kann - mich auch traue sie zu gestalten - und bei Bedarf, wie hier :-) Hilfe anderer Menschen anzufragen/ anzunehmen; immer auch in dem Bemühen um Ausgewogenheit zwischen meinen und den Bedürfnissen Beteiligter.

PS @Marlene
Wenn man so will, hatte ich in dem Sinne keine sichere Basis (materiell ja, emotional nein) die ich mir als Erwachsene nun selbst schaffe mit meinem Mann, der mich zum Glück unterstützt. Ich kann nicht beurteilen, ob andere Menschen einen "sicheren", angenehmen Platz beim Spielen auch als so zentral wichtig empfinden, aber vielleicht kann es ja der ein oder andre nachvollziehen.

Und mit der Variante "Raum in Absprache für mich + Zweitinstrument im SZ" passt das für mich gut, der Input hier tat gut :-)
 
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