Aufnahmegerät vs Digitalpiano

  • Ersteller des Themas River Flowing
  • Erstellungsdatum
R

River Flowing

Dabei seit
Feb. 2019
Beiträge
10
Reaktionen
7
Hallo,

ich würde gerne die Qualität meiner Aufnahmen (mach ich bisher alles mit dem Smartphone) verbessern.
Daher spiele ich mit dem Gedanken mir ein Aufnahmegerät wie Zoom H2 zu kaufen.

Mein Klavierverkäufer meint allerdings, dass sich Aufnahmegeräte für Zuhause nicht lohnen, und ich bessere Resultate mit der Aufnahmefunktion von einem Digitalpiano erreichen würde.

Jetzt wundere ich mich ob er Recht hat und ob ich statt dem Aufnahmegerät lieber für ein Digitalpiano sparen soll.
Welche Erfahrungen habt ihr?
 
DonMias

DonMias

Dabei seit
Aug. 2015
Beiträge
2.189
Reaktionen
2.598
Mein Klavierverkäufer meint allerdings, dass sich Aufnahmegeräte für Zuhause nicht lohnen, und ich bessere Resultate mit der Aufnahmefunktion von einem Digitalpiano erreichen würde.
Ja, die reine "Aufnahmequalität" wäre evtl. besser. Schließlich wird ein digital erzeugter Klang da verlustfrei aufgezeichnet. Dummerweise hat das dann nicht mehr viel mit Deinem Klavierspiel am akustischen Instrument zu tun.

Ein ordentliches Digi kostet ab 1000 Euro, nach oben offen. Und auch das wird nicht wie ein akustisches Instrument klingen, schon gar nicht wie Deins. Also wenn Du schon auf was Besseres sparen willst, dann auf besseres Aufnahme-Equipment. Ein Digi nur für den Zweck der Aufnahme anzuschaffen halte ich für rausgeschmissenes Geld.

BTW: Ein Klavierverkäufer möchte Klaviere verkaufen. ;-)
 
andreg

andreg

Dabei seit
Feb. 2017
Beiträge
183
Reaktionen
49
Der Vorteil beim Digi ist natürlich, dass die Wiedergabe beim Spielen und Aufnehmen über die gleiche "Abhöre" erfolgt. Beim Aufahmegerät ist das einfach viel unhandlicher und von schneller, direkter Kontrolle kann auch keine Rede sein.

Ich finde die Funktion am Digi sehr praktisch.
 
Demian

Demian

Dabei seit
Okt. 2019
Beiträge
1.472
Reaktionen
1.905
Ich benutze beides, je nach Aufnahmesituation. Ein Zoom-Gerät liefert eine hervorragende Aufnahmequalität und ist z.B. für Aufnahmen mit Instrumentalisten und Sängern geeignet. Eine direktere, aber auch etwas sterilere Aufnahme erreicht man mit der Aufnahmefunktion des Digitalpianos.
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
März 2006
Beiträge
21.751
Reaktionen
20.719
Mein Klavierverkäufer meint allerdings, dass sich Aufnahmegeräte für Zuhause nicht lohnen, und ich bessere Resultate mit der Aufnahmefunktion von einem Digitalpiano erreichen würde.
Was ein Quatsch. :-D
Wie kommt man nur auf die Idee so überhaupt zu beraten. Klar ist das Aufnehmen mit Digis kinderleicht. Aber wenn keines da ist ein Digi nur für Aufnahmen zu empfehlen.... alo manche Verkäufer hamse nicht mehr alle.
Daher spiele ich mit dem Gedanken mir ein Aufnahmegerät wie Zoom H2 zu kaufen.
Ist ein guter Gedanke.
 
Martin49

Martin49

Dabei seit
Mai 2018
Beiträge
140
Reaktionen
136
Jetzt wundere ich mich ob er Recht hat und ob ich statt dem Aufnahmegerät lieber für ein Digitalpiano sparen soll.
Welche Erfahrungen habt ihr?
Gute akustische Aufnahmen sind schwierig, aber die MP3s oder WAVs meines Digitalpianos – kein billiges – hören sich leider sehr digital an. Für den Übealltag reicht es, aber ich würde sie nicht zum Aufheben oder "Verschenken" verwenden.
 
FünfTon

FünfTon

Dabei seit
Sep. 2015
Beiträge
3.174
Reaktionen
1.724
Warum sollte man ein Digi "aufnehmen", wenn man ein akustisches Instrument hat? Ein, zwei vernünftige Mikrofone korrekt plaziert, ein Audio-Interface (kann ein Zoom sein, muß aber nicht) und eine DAW auf dem PC und schon gibt's richtig amtliche Aufnahmen, gegen die kein Digitalpiano mithalten kann.
 
FünfTon

FünfTon

Dabei seit
Sep. 2015
Beiträge
3.174
Reaktionen
1.724
Hier mal ein kleines Beispiel, was mit einem Kunstkopf (Aufnahme fürs Abhören mit Kopfhörern) möglich ist:

 
andreg

andreg

Dabei seit
Feb. 2017
Beiträge
183
Reaktionen
49
Klar, mit einem Neumann KU-100 (Kostenpunkt ca. 7800€) und einem Yamaha C7 Grand (taucht in Google gebraucht für ca. 19500€ auf) kriegt man einen Sound über KOPFHÖRER hin, dem die Digis der 1000€ Klasse wahrscheinlich nicht gewachsen sind.

Ansonsten würde ich mal vermuten, das die meisten Privatpersonen nicht in der Lage sind, den Aufwand für die Aufnahme zu treiben, der bei der Aufnahme der Piano-Samples getrieben wurde.
 
Peter

Peter

Bechsteinfan
Mod
Dabei seit
März 2006
Beiträge
21.751
Reaktionen
20.719
Hier mal ein kleines Beispiel, was mit einem Kunstkopf (Aufnahme fürs Abhören mit Kopfhörern) möglich ist
Also bei diesem Budget würde ich dann auch ein Digitalpino empfehlen. :-D
Aber so hoch braucht man für anhörbare Hausaufnahmen ja zum Glück nicht zu gehen. Wenn man im Besitz eines Iphones/Pads ist, reichen sogar schon kleine Mikroaufsätze für 80 (Zoom IQ6/7) bis 140 € (Shure MV88) völlig aus.
 
V

virtualcai

Dabei seit
Sep. 2010
Beiträge
679
Reaktionen
297
Nachdem ich ein Olympus LS-P4 als neues Spielzeug habe, habe ich mal Vergleichsaufnahmen gemacht und das Olympus mit teureren Mikrofonen von lineaudio verglichen. Preislich entspricht ein lineaudio Mikrofon dem Olympus LS-P4. Also gegen Neumann immer noch sehr günstig.
Da meine Frau im homeoffice ist, geht nur beruhigende Musik - solange bis das Telefon klingelt :musik064::010:.
Die Mikrofone stehen so vorm Flügel:
35472-29e9e8ba601ca1945eef9eae54851a5d.jpg



 

V

virtualcai

Dabei seit
Sep. 2010
Beiträge
679
Reaktionen
297
Mir gefällt die Version mit den omnidirektionalen OM1, die zufällig in ca. 35 cm Abstand stehen am Besten. Klingen luftiger als die XY aufgestellten CM4. Das Olympus kann da erwartungsgemäß nicht ganz mithalten - vermutlich der Preisklasse entsprechend sind die Höhen etwas scharf und die Bässe etwas wummrig. Klingt aber gar nicht schlecht. Wäre interessant ein Zoom H2n vergleichen zu können, das dürfte wesentlich höhenbetonter sein.
Binaural finde ich auch spannend, höre aber selber meist mit Lautsprechern.
Ich überlege, mir eine Jecklin-Scheibe zu basteln - obwohl das mit binaural scheinbar nicht so viel zu tun hat.
Hörspiel: danke, kurz reingehört und unwillkürlich nach der Stimme geschaut :-).
 
R

River Flowing

Dabei seit
Feb. 2019
Beiträge
10
Reaktionen
7
Danke für die Antworten.

Also bei diesem Budget würde ich dann auch ein Digitalpino empfehlen. :-D
Aber so hoch braucht man für anhörbare Hausaufnahmen ja zum Glück nicht zu gehen. Wenn man im Besitz eines Iphones/Pads ist, reichen sogar schon kleine Mikroaufsätze für 80 (Zoom IQ6/7) bis 140 € (Shure MV88) völlig aus.
Brauch ich also doch kein Zoom H1/H2 wenn ich schon ein Iphone habe? Reicht es wenn ich mir nur ein Mikro kaufe? Was würde es mir bringen, wenn ich dazu noch ein spezielles Aufnahmegerät wie Zoom H1 kaufe?? Was hat die bessere Aufnahmequalität?
 
instrumentenfreak

instrumentenfreak

Dabei seit
Juli 2011
Beiträge
144
Reaktionen
73
Smartphone-Aufsteckmikrofone haben den Vorteil, dass man auch für seine Videos guten Ton hat. Zudem bieten natürlich die zahlreichen Apps ein paar Möglichkeiten um das Handy zum mobilen Tonstudio zu machen.
Nachteil ist der hohe Akkuverbrauch; mein iPhone 4s (mit Tascam im2x für damals sehr günstige 30€) war damals nach spätestens 2h leer. Ein Handyrecorder hält da schon etwas länger durch - und zur Not wechselt man einfach schnell die Akkus und kann weiter aufnehmen.
Der Sound des Tascam Aufsteckmikros:
View: https://www.youtube.com/watch?v=iZq_UClg4gQ


Hätte ich nicht schon einen guten Camcorder mit sehr guten Mikrofonen (Sony hdr-mv1), wäre sowas wie das Shure MV88+ Video Kit für mich interessant.

Wenn man professioneller aufnehmen möchte, sollte man sich ein Audiointerface für den Laptop (oder PC) und gute Mikrofone kaufen.
 
Eskimo71

Eskimo71

Dabei seit
Feb. 2019
Beiträge
50
Reaktionen
19
Echt eine gute Frage.
Ich habe gut 8 Jahre lang Aufnahmen für meinen YouTube Kanal mit meinem Digital-Piano gemacht. Das Set-Up hatte ich immer wieder mal verändert und über die Jahre verbessert. Field-Recorder (Olympus LS 20M) oder auch direkt in die Onboard-Sound-Karte des PCs (analog - was oft gar nicht mal so schlecht klang). Mal nutze ich den Hall des Digis, mal mischte ich ihn nachträglich am PC hinzu. Über die Jahre gewöhnte ich mich an den Sound - alles schien perfekt. Den Zoom H2n habe ich übrigens auch, er ist minimal besser als der Olympus (bei Line-IN), die eingebauten 5 Mikrofone sind auch auch nicht immer optimal, man muss schon wissen, wie man alles einstellt und wo man das Ding platziert.
Jetzt habe ich seit letztem Jahr einen Flügel (zwar mit eingebauter Digi-Funktion), den ich natürlich akustisch aufzeichnen möchte. Da fingen die Probleme natürlich an. Im Netz fand ich nach einiger Recherche heraus, dass Flügel-Mikrofonierung eine der höchsten Königsdisziplinen ist! Seitdem höre ich bei Klavier-CD-Aufnahmen auch genauer hin ;-)
Meine ersten Versuche unternahm ich mit dem H2n, danach war klar, dass ein größerer Zoom H5 mit XLR-Eingang und 2 gute RODEs hermussten. Dennoch - ich habe es bisher nicht hinbekommen, den Sound so zu konservieren, wie ich es mag und ich es gerne hätte - live klingt das Teil einfach um längen besser (vor allem auch geschlossen!).
Ich experimentiere weiter ... falls hier jemand gute Ideen für Mikrofonpositionen hat (S-Loch, direkt über den Hämmern, A/B, X-Y, etc...), wäre auch ich sehr dankbar dafür!!
@River Flowing: Aber extra ein Digitalpiano anzuschaffen, fänd ich übertrieben. Je nachdem wie schön Dein akustisches Instrument (Klavier/Fügel) klingt, ist es doch interessanter, dieses direkt zu recorden. Ein Field-Recorder bringt jedenfalls bessere Qualität als ein Handy, soviel ist sicher.
Ach ja: wie ich las, ist auch der H1 ein absolutes Spitzengerät, vor allem für den niedrigen Preis. Dieses Teil wird wohl meist unterschätzt (wahrscheinlich, weil billig!).....
 
 

Top Bottom