Kalte Hände vorm Auftritt bei unter 15 Grad

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Demnächst habe ich einen Auftritt unter freiem Himmel. Die Temperaturen liegen ja mittlerweile im kühleren Bereich, und kalte Finger sind beim Klavierspiel ja ein Problem. Deshalb eine Frage an die Open-Air-Pianisten unter euch: Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Eine Frage, die möglicherweise für alle Klavierspieler relevant werden wird, wenn die Wohnungen und Häuser demnächst nicht mehr verlässlich beheizt werden können.

Handschuhe mit freien Fingerspitzen sind nichts für mich. Mir hilft bis zu einem gewissen Grad (aber auch nur zeitlich begrenzt):
  • abwechselnd Hände zur Faust ballen und entspannen
  • mehrmals (ca. 30-50 x) in die Hände klatschen (wie bei einem tosenden Applaus)

Mittlerweile übe ich schon bewusst mit kalten Fingern, um diese Situation zu trainieren. Kann man die Hände darauf konditionieren, auch bei Kälte präzise zu arbeiten?

Wenn die Hände kalt sind, hilft es mir z.B. bei Läufen, das Handgelenk höher zu positionieren als sonst. Habt ihr vielleicht eine Erklärung dafür und ist das eine wirklich sinnvolle Strategie?
 
Ich würde mich nicht nur auf die Hände fokussieren, sondern den ganzen Körper auf Tour bringen.
Schließlich heizt der die Hände.

Also statt im dicken Mantel, mit heruntergefahrener körpereigenen Heizung und kalten Händen zu spielen, vorher so aufwärmen, dass eine Stufe weniger warme Kleidung genügt.

Passt natürlich nur, wenn die Performance nicht zu lang oder zu wenig fordernd ist, so dass der Körper währenddessen zu schnell wieder im Ruhemodus landet.
 
Demnächst habe ich einen Auftritt unter freiem Himmel. Die Temperaturen liegen ja mittlerweile im kühleren Bereich, und kalte Finger sind beim Klavierspiel ja ein Problem. Deshalb eine Frage an die Open-Air-Pianisten unter euch: Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Eine Frage, die möglicherweise für alle Klavierspieler relevant werden wird, wenn die Wohnungen und Häuser demnächst nicht mehr verlässlich beheizt werden können.

Handschuhe mit freien Fingerspitzen sind nichts für mich. Mir hilft bis zu einem gewissen Grad (aber auch nur zeitlich begrenzt):
  • abwechselnd Hände zur Faust ballen und entspannen
  • mehrmals (ca. 30-50 x) in die Hände klatschen (wie bei einem tosenden Applaus)

Mittlerweile übe ich schon bewusst mit kalten Fingern, um diese Situation zu trainieren. Kann man die Hände darauf konditionieren, auch bei Kälte präzise zu arbeiten?

Wenn die Hände kalt sind, hilft es mir z.B. bei Läufen, das Handgelenk höher zu positionieren als sonst. Habt ihr vielleicht eine Erklärung dafür und ist das eine wirklich sinnvolle Strategie?

Ich hab mir mit Tigerbalsam die Hände eingerieben.

Ätherische Öle wie Zimt, Anis, Wintergrün usw. gehen auch.

Ansonsten - in jeder Pause n Glühwein :trink191: :trink191::-D
 
Fürs Bogenschießen im Winter hab ich früher mit Wechselbädern trainiert. Öfters in der Woche die Hände inkl. Unterarme abwechselnd in warmes (über 30 Grad) und Wasser mit Eisstücken halten. (Kalt kürzer als Warm)
Im Wettkampf war kaltes und heißes Wasser in Thermoskannen auch effizienter als mit Handschuhen aufwärmen und wieder auskühlen lassen.
Viel Erfolg bei deinem Auftritt!
 
Fürs Bogenschießen im Winter hab ich früher mit Wechselbädern trainiert. Öfters in der Woche die Hände inkl. Unterarme abwechselnd in warmes (über 30 Grad) und Wasser mit Eisstücken halten. (Kalt kürzer als Warm)
Im Wettkampf war kaltes und heißes Wasser in Thermoskannen auch effizienter als mit Handschuhen aufwärmen und wieder auskühlen lassen.
Viel Erfolg bei deinem Auftritt!

Hast Du schon mal was von "Leichenfingern" gehört?

Die hab ich zum Beispiel.

Bei einer Temperatur unter 16 Grad, werden die weiß und Du kannst sie nimmer gescheit bewegen.

Ich mußte ja bereits auch schon in etwas unterkühlten Räumen stimmen und auch auf Christkindlmärkten spielen.

Die Leichenfinger wirst so schnell ned los, wenn koa heißes Wasser ned wo dorten ist.

Die einzige Möglichkeit ist hier wirklich nur, die Hände mit stark durchblutungsfördenden Substanzen (wie oben erwähnt) einzureiben.
 
Demnächst habe ich einen Auftritt unter freiem Himmel. Die Temperaturen liegen ja mittlerweile im kühleren Bereich, und kalte Finger sind beim Klavierspiel ja ein Problem. Deshalb eine Frage an die Open-Air-Pianisten unter euch: Wie geht ihr mit solchen Situationen um? Eine Frage, die möglicherweise für alle Klavierspieler relevant werden wird, wenn die Wohnungen und Häuser demnächst nicht mehr verlässlich beheizt werden können.

Handschuhe mit freien Fingerspitzen sind nichts für mich. Mir hilft bis zu einem gewissen Grad (aber auch nur zeitlich begrenzt):
  • abwechselnd Hände zur Faust ballen und entspannen
  • mehrmals (ca. 30-50 x) in die Hände klatschen (wie bei einem tosenden Applaus)

Mittlerweile übe ich schon bewusst mit kalten Fingern, um diese Situation zu trainieren. Kann man die Hände darauf konditionieren, auch bei Kälte präzise zu arbeiten?

Wenn die Hände kalt sind, hilft es mir z.B. bei Läufen, das Handgelenk höher zu positionieren als sonst. Habt ihr vielleicht eine Erklärung dafür und ist das eine wirklich sinnvolle Strategie?
Du spielst unter freiem Himmel in der Fußgängerzone am Samstagmittag für die Heilsarmee? Es gibt für Bekleidungstaschen Wärmekissen, die für einige Zeit durch exotherme Reaktion chemische, wohlige Wärme produzieren. Die genannten Pads für wenige Euro im Outdoor/Travel-Shops, manchmal auch in der Drogerie. Das sollte reichen für zwei, drei Stunden. Ältere Modelle brennen (glimmen) noch ein Stück Holzkohle ab. Das wärmt zum einen die Jacke und die Hände zwischendurch. Das gibt's auch für die Füße. Auch die Münzen im Hut kannst du dann noch zählen. Wenn du hinterher nicht unter einer Brücke nächtigst, kommst du mit einer roten Nase davon. :lol: :coolguy:Habe ich aber noch nicht ausprobiert, da ich noch nie Outdoor gespielt habe.
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Beten hilft da a ned viel.

Und was diesen ganzen sonstigen Hokuspokus anbelangt....ja mei - bei einigen Beschwerden langt es , wann man zum Beispiel an die Wirkung von Globolis etc. glaubt - nur handelt es sich bei solcherart Beschwerden um psyschosomatische.

Bei pathologisch bedingten Beschwerden, da hilft auch der Glaube an irgendwas ned.
 
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Diese Thermopads sind klasse, haben mir sehr oft bei Wanderungen/Weihnachtsmarktbesuchen etc, wenn es kalt war, lange warme Hände verschafft. Aber Vorsicht, manche werden sehr sehr warm. Da muss man etwas aufpassen.
 
Beim Orgelspielen an sehr kalten Wintertagen habe ich in Spielpausen einen Taschenofen verwendet.
 
Sicherstellen, dass die Finger bis kurz vorm Spielen warm bleiben können: Handschuhe tragen oder eine kleine externe Wärmequelle nutzen. Dafür sorgen, dass der Körper auch warm bleibt. Ordentliche Klamotten, ggf. lange Unterhosen, Schal, Mütze, was man halt braucht, um sich wohlzufühlen.
Ich spiele in der kühlen Jahreszeit meist mit Handwärmern aus Wolle. Die bedecken Handgelenk und Handrücken/Handfläche, lassen aber die Finger frei. Das Daumenloch muss natürlich passen, was aber kein Problem ist, wenn man sie selbst gestrickt hat ;-)
 
Erstmal danke für eure Antworten. Eine Ergänzung noch von mir: Thermacare-Kissen an allen möglichen Körperbereichen.

Und nun noch ein Vorschlag an all die Klavierbauer wie @Henry @Klavierbauermeister @Klavierbaumeister u.a. hier im Forum: Wäre es technisch möglich, ein Klavier bzw. Stagepiano mit beheizbaren Tasten zu entwickeln? Natürlich dürften die Tasten nicht wirklich heiß werden, aber doch so warm, dass sie ein Auskühlen der Finger verhindern.

Goldgrube oder Schnapsidee?
 

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