Intervalle lernen


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newbie123
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Hallo

wie kann man eigentlich die Intervalle lernen? Ich meine das Wissen, das z.B. eine kleine Terz 3 halbtonschritte hat oder das eine übermäßige Quint 8 halbtonschritte hat? Immerhin gibt es 16 verschiedennamige Intervalle. Gibt es da einen Trick?
 
.marcus.
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Willst du jetzt eine Art Systematik haben, um dir ein Auswendig lernen zu ersparen oder willst du Intervalle im Notentext richtig bestimmten können?

Zu letzterem kann ich was sagen, würde aber ungern groß etwas beschreiben, was du gar nicht hören willst ;)

marcus
 
Guendola
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Lerne erstmal die Intervalle, die in der C-Dur Tonleiter vorkommen. Einmal von unten (cc, cd, ce....) und einmal von oben (ch ca cg etc.). Dann bleiben noch ein paar übrig, die aus den Stammtönen nicht gebildet werden können. Diese können (zum Teil?) aus anderen Tonleitern abgeleitet werden. Damit bist du aber nicht am Ende, obwohl vielleicht schon alle Halbtonabstände abgedeckt sind. Eine kleine Terz hat drei Halbtonschritte (c-es), eine übermäßige Sekunde (c-dis) auch. Dieser Unterschied ist am einzelnen Intervall nicht zu erkennen und ergibt sich erst aus dem Zusammenhang.

Jetzt stellt sich aber wirklich die Frage, was du im Moment lernen willst, denn dieses Thema ist ein Faß ohne Boden.
 
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newbie123
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Ich dachte daran die Intervalle in dem Sinne alle zu lernen, indem ich weiß wieviel Halbtonschritte dem jeweiligen Intervall zuzuordnen sind, d.h. das ich weiß das z.B. ein kleine Terz 3 halbtonschritte hat, eine große Terz 4 usw.
Ich möchte im Endeffekt jedem beliebigen Anschlag von 2 Tasten gleichzeitig sofort den entsprechenden Intervallnamen zuordnen können.
Ich stelle mir das so vor, das wenn ich weiß wieviel halbtonschritte jeder Intervall hat, ich dann ziemlich schnell bei jedem beliebigen Anschlag von 2 Tasten den entsprechenden Intervall erkennen kann.


Lerne erstmal die Intervalle, die in der C-Dur Tonleiter vorkommen. Einmal von unten (cc, cd, ce....) und einmal von oben (ch ca cg etc.). Dann bleiben noch ein paar übrig, die aus den Stammtönen nicht gebildet werden können. Diese können (zum Teil?) aus anderen Tonleitern abgeleitet werden

Das werde ich wahrscheinlich machen, aber heißt das nicht, dass man alle möglichen Abstandmöglichkeiten auswendig lernen muss und gibt es da nicht extrem viele Möglichkeiten (also alle Intervalle von c ausgehend, dann alle Intervalle von cis ausgehend, dann alle Intervalle von d ausgehend usw.), die kann man doch nicht alle auswendig lernen? Wenn ich z.B. die Tasten d und f anschlage ist diese Möglichkeit z.B. ja nicht in dem von dir beschriebenen Lernschema vorhanden.
 
.marcus.
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Ich finde es extrem unpraktisch auswendig zu lernen, wie viele Halbtonschritte jedes einzelne Intervall hat und dann jedesmal nachzuzählen.
Am besten du lernst anhand der Notennamen das Intervall zu bestimmen.

Dazu gibt es eine relativ einfache Methode, allerdings muss man dafür mit den Dur-Tonleitern vertraut sein.
Betrachtet man innerhalb Durtonleiter ausgehend vom Grundton alle Intervalle, in C-Dur wäre das c-d,c-e,c-f,c-g,..., dann stellt man fest, dass nur große und reine Intervalle vorkommen.
Das kann man sich beim Herausfinden eines Intervalls zu Nutze machen.
Mal ein Beispiel zur Verdeutlichung: das Intervall c-fis:
In der C-Durtonleiter haben wir das Intervall c-f, was also eine reine Quarte sein muss. c-fis ist durch das Kreuzvorzeichen um einen Halbton größer als eine reine Quarte, also ist es eine übermäßige Quarte.

Das klingt erstmal relativ kompliziert, aber sobald man in den Durtonarten sattelfest ist, was man sowieso früher oder später werden sollte, ist diese Methode sehr schnell und natürlich absolut zuverlässig.

marcus
 
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newbie123
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Dazu gibt es eine relativ einfache Methode, allerdings muss man dafür mit den Dur-Tonleitern vertraut sein.
Betrachtet man innerhalb Durtonleiter ausgehend vom Grundton alle Intervalle, in C-Dur wäre das c-d,c-e,c-f,c-g,..., dann stellt man fest, dass nur große und reine Intervalle vorkommen.
Das kann man sich beim Herausfinden eines Intervalls zu Nutze machen.
Mal ein Beispiel zur Verdeutlichung: das Intervall c-fis:
In der C-Durtonleiter haben wir das Intervall c-f, was also eine reine Quarte sein muss. c-fis ist durch das Kreuzvorzeichen um einen Halbton größer als eine reine Quarte, also ist es eine übermäßige Quarte.

Das heißt bei allen Dur-Tonleitern habe ich ausgehend vom jeweiligen Grundton bis zu einem beliebigen anderen Ton der Tonleiter immer einen reinen oder großen Intervall? Wäre ja auch logisch, weil die Abstände immer dieselben sind?! Also ich sehe schon ich werde mich da noch ein bisschen einarbeiten müssen.
 
Eva
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Brauchst du das Wissen für einen bestimmten Anlass (Theorietest oder so)?

Sonst kann ich dir nur sagen, dass dieses Wissen mit der Zeit beim Spielen ganz nebenbei gelernt wird. Ist fast so ähnlich wie Gehörbildung, je länger man spielt, desto besser kann man das auch ohne extra Gehörbildungsstunden zu nehmen.

Könntest dir aber vielleicht auch ein paar Intervalle raussuchen und von denen dann die Halbtonschritte immer abwärtszählen, wenn du sie wissen willst.
Dann musst nur lernen, dass zum Beispiel Quinte aus 7 Halbtönen besteht und kannst ableiten, dass ne Quarte 5 hat, die Terz demzufolge 3 oder 4...

So ähnlich, wie viele mit den Schlüsseln beginnen. Man merkt sich gewisse Töne im Notensystem und leitet am Anfang daran alles ab und irgendwann ist das nicht mehr nötig.
 
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newbie123
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Brauchst du das Wissen für einen bestimmten Anlass (Theorietest oder so)?

Sonst kann ich dir nur sagen, dass dieses Wissen mit der Zeit beim Spielen ganz nebenbei gelernt wird.

Nein, ich lerne es nur so, ohne Test. Ja, kommt bestimmt mit der Zeit, ich bin wahrscheinlich etwas ungeduldig.
 
.marcus.
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Das heißt bei allen Dur-Tonleitern habe ich ausgehend vom jeweiligen Grundton bis zu einem beliebigen anderen Ton der Tonleiter immer einen reinen oder großen Intervall?
Ja. Es sind immer eine große Sekunde, große Terz, reine Quarte, reine Quinte, große Sexte, große Septime und reine Oktave. Das lässt sich auch noch genauso fortführen c'-e'' ist also eine große Dezime (Oktave + gr.Terz)

marcus
 
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Hacon
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Sonst kann ich dir nur sagen, dass dieses Wissen mit der Zeit beim Spielen ganz nebenbei gelernt wird. Ist fast so ähnlich wie Gehörbildung, je länger man spielt, desto besser kann man das auch ohne extra Gehörbildungsstunden zu nehmen.
Echt? Bekommt man dann einfach so von alleine ein gutes relatives Gehör? Das wär ja toll:p
 
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Echt? Bekommt man dann einfach so von alleine ein gutes relatives Gehör? Das wär ja toll:p

Ich bezweifle das ehrlich gesagt. Bin nämlich ein miserabler "Hörer", obwohl ich schon seit ein paar Jahren Klavier spiele. Hab auch schon reine Oktave mit nem Tritonus verwechselt, von daher... :D

Ich habe aber mal in Vorbereitung für eine Musik-Klausur extra Gehörbildung geübt und ich bin mir zu 99% sicher, dass das meine Fähigkeiten zumindest kurzfristig verbessert hat.

marcus
 

Pianoboy
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und was hättet ihr für tipps zum hören von intervallen, wie kann man das am besten trainieren?
habe musiktheorie kurs gehabt und dort haben wir unter anderem auch intervalle hören mussten (udn wo ich gemerkt habe das ich da ziemlich schlecht bin :p)

irgendwelche trainigstipps?
 
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und was hättet ihr für tipps zum hören von intervallen, wie kann man das am besten trainieren?
habe musiktheorie kurs gehabt und dort haben wir unter anderem auch intervalle hören mussten (udn wo ich gemerkt habe das ich da ziemlich schlecht bin :p)

irgendwelche trainigstipps?
Du kannst dir von jemandem Intervalle vorspielen lassen und sie bestimmen. Wenn du niemanden hast, der das kann, gibt es auch ein paar interaktive Internetseiten, mit denen man ganz gut üben kann.
Außerdem soll man die Intervalle singen (normalerweise von unten nach oben).
Ich hab mich am Anfang mal ans Klavier gesetzt und einfach versucht einen Ton, den ich spiele, nachzusingen. Dabei ist mir übrigens klar geworden, dass ich kein a' singen kann :D *räusper* Naja, wenn man dann rausgekriegt hat in welcher Oktave es möglich ist, läuft es jedenfalls gleich besser...

Muss ich aber mal wieder machen.

@Hacon: Das war übrigens kein Scherz. :cool:

marcus
 
Guendola
Guendola
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Ich hatte mal einen Test zum Üben von Intervallen auf einer Website gesehen. Das ist ein guter Anfang.

http://www.lehrklaenge.de/html/intervalle_horen.html

Was das Lernen aller möglichen Intervalle betrifft, so muß man nicht jede Tonart einzeln lernen, was für C-Dur gilt, gilt auch für alle anderen Tonarten, nur daß die Töne anders heißen. Wenn du also weißt, daß der erste und der dritte Ton in C-Dur eine große Terz bilden, weißt du das für alle Dur-Tonleitern.
 
W
wieder dabei
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ausprobieren und zuhören

Hi Newbie123,

was sehr hilft ist, wenn Du gleichzeitig Intervalle zu hören versuchst, dann - finde ich - ist das Thema sehr viel einfacher zu merken. Ich überlege immer welche Melodie beginnt mit welchem Intervall und plötzlich ist es sonnenklar.

Wieviele Halbtonschritte ein Intervall jeweils hat, ist nur eine Frage des auswendig lernens, wie Vokabeln. Ob Du das dann eher visuell mit den Tasten vor Augen tust, oder lieber komplett theoretisch liegt arg am Lerntyp) Es zu hören und zu verstehen, hilft dann vielleicht viel mehr.
LG WD
 
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CapUndChino
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ich finde am besten lernt man die intervalle wenn man deren klang kennt... wo ich anfing mit spielen, was auch erst ein jahr her ist, fand ich es unwichtig intervalle zu lernen... also ich wusste nach dem abzählen wie viel halbtonschritte das sind, aber ob das nur der tritonus, ne quinte oder ne septime war, war mir recht egal^^... mitterweile hab ich den sound der einzelnen zusammenklingenden intervalle recht gut kennengelernt und man hört, wenn sie nacheinander erklingen ja auch die spannung, bzw. die entfernung zueinander und irgendwann wusste ich dann auch die bezeichnungen...
da ich aber absolut nichts mit noten am hut ab, und nicht auf nen blatt starren will während ich spiele hab ich mich ausführlich mit akkordsymbolen beschäftigt... davon abgeleitet geb ich meinen intervallen lieber ziffern... so wird ne quinte ne 5, ne kleine septime ne b7, ne große terz ne 3 etc...
nen dummes beispiel spielt meine linke hand z.b. als basstimme nur "c-e-g-a", is doch "1-3-5-6" leichter zu merken als "grundton - große terz - reine quinte - große sexte"

und entschuldigung, falls ich nicht wirklich auf deine frage einging, ich wollt vorm schlafen einfach noch kurz meinen senf dazu geben^^...

nette grüße....
 
Stuemperle
Stuemperle
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Ihr habt ja beide Recht - Intervalle kann man gut identifizieren anhand passender Liedanfänge,
s. http://de.wikipedia.org/wiki/Intervall_(Musik)#Merkhilfen,
und wichtig ist dann auch, ihren Klangcharakter (auch im Zusammenhang) zu spüren/zu wissen. Jedenfalls versuche ich's :rolleyes:

Aber für newbie123 kommt ihr zu spät, der hatte die Frage vor drei Jahren gestellt...
 
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wieder dabei
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oopsie

manchmal bleibt da wohl die zeit stehen....
 
 

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