Wiedereinaussteiger
- Registriert
- 01.02.2011
- Beiträge
- 3.504
- Reaktionen
- 2.381
... jährt sich der Tod des vielleicht besten Klaviermusik-Komponisten und Klavierspielers zum 177. Male.
Zwischen 2:00 Uhr und 2:15 Uhr war es zuende, das jahrzehntelange Leid der Tuberkulose. Seine letzten Worte, auf die Frage seines Arztes, ob er noch Schmerzen habe, waren : "jetzt nicht mehr".
Er starb, umgeben von seinen Freunden, nach Genuss der Musik und des Gesangs von Pauline Viardot am Vorabend. In der ehemals russischen Botschaft an No. 12 Place Vendome. Die Wohnung, die Jane Stirling, die reiche schottische Erbin, seine Klavierschülerin und Impresaria seiner letzten Konzerte, für ihn angemietet hatte, als klar wurde, dass es mit ihm zuende gehen werde.
Jane S, die dann in Paris als "Chopins Witwe" herumgereicht wurde. Die wohl (auch) sehr gerne Madame Chopin geworden wär, ebenso wie George Sand sechs Jahre älter war als der Komponist, und die seinen privaten Hausstand ersteigerte, aber den angekauften Pleyel-Flügel* seiner Schwester nach Warschau mitgab.
George Sand, die berühmte Schriftstellerin und seine ex Freundin, war nicht dabei, obwohl sie ihm einst versprochen hatte, dass er in ihren Armen sterben dürfe. Ihre Tochter Solange Clesinger war dabei - die Tochter, deren Avancen, einen mittellosen, etwas windigen Bildhauer zu heiraten, zum Zerwürfnis zwischen Mutter und Tochter, und zwischen der Mutter und Chopin geführt hatten. Chopin hatte der Tochter nach dem Krach in Nohant seine Kutsche geliehen, um nach Paris zurückzufahren - ein Affront, den die Mutter mit dem Rauswurf auch des Komponisten meinte ahnden zu müssen.
Eine andere Aspirantin auf "Mme. Chopin" war ebenso nicht dabei, womöglich auf Konzerttournee, die bekante schwedische Opernsängerin Jenny Lind, die von dem ganzen Musikzirkus in Europa schon ihre hübsche Nase voll hatte. Die 1847 in Paris und 1848 auf seiner Englandreise viel Freude mit Chopin hatte, beim Musizieren und Singen polnischer und schwedischer Volkslieder. Jane Stirling hatte in England selbstlos das zweisame Abend-Treffen vermittelt. Jenny Lind, die dann 1850 dem Drängen des US-Impresarios Phileas Barnum nachkam, eine große Konzertreise in die Staaten zu machen. Auf der beim New Yorker Erstkonzert auf der Bühne ein Chickering-Flügel* stand, den sich ein deutscher, gerade in den Staaten angekommener Immigrant so genau ansah, dass man ihn zum Konzertbeginn von der Bühne vertreiben musste - Heinrich Steinweg, drei Jahre später der Gründer von Steinway* & Sons. Jenny Lind, das "missing link" über die Jahre nach Chopins Tod und vor Steinways Gründung.
Als der Komponist offiziell verabschiedet wurde in der "Madeleine", der klassizistisch griechischen Kirche., brauchte es einen speziellen Dispens des Pariser Erzbischofs, damit seine Freundinnen singen durften - nur hinter einem schwarzen Vorhang, denn Frauengesang war in Kirchen nicht statthaft zu jener Zeit. Mit Vorhang hätten es auch Kastraten sein können - die waren statthaft. Der damalige Organist an der Madeleine, Lefebure-Wely, wurde später auch noch bekannt als Komponist von Nocturnes.
Das heutige kleine Privatmuseum an selber Adresse 12 Plac Vendome ist allerdings in einer anderen Etage desselben Hauses, also nicht in Chopins ex Wohnung.
Zwischen 2:00 Uhr und 2:15 Uhr war es zuende, das jahrzehntelange Leid der Tuberkulose. Seine letzten Worte, auf die Frage seines Arztes, ob er noch Schmerzen habe, waren : "jetzt nicht mehr".
Er starb, umgeben von seinen Freunden, nach Genuss der Musik und des Gesangs von Pauline Viardot am Vorabend. In der ehemals russischen Botschaft an No. 12 Place Vendome. Die Wohnung, die Jane Stirling, die reiche schottische Erbin, seine Klavierschülerin und Impresaria seiner letzten Konzerte, für ihn angemietet hatte, als klar wurde, dass es mit ihm zuende gehen werde.
Jane S, die dann in Paris als "Chopins Witwe" herumgereicht wurde. Die wohl (auch) sehr gerne Madame Chopin geworden wär, ebenso wie George Sand sechs Jahre älter war als der Komponist, und die seinen privaten Hausstand ersteigerte, aber den angekauften Pleyel-Flügel* seiner Schwester nach Warschau mitgab.
George Sand, die berühmte Schriftstellerin und seine ex Freundin, war nicht dabei, obwohl sie ihm einst versprochen hatte, dass er in ihren Armen sterben dürfe. Ihre Tochter Solange Clesinger war dabei - die Tochter, deren Avancen, einen mittellosen, etwas windigen Bildhauer zu heiraten, zum Zerwürfnis zwischen Mutter und Tochter, und zwischen der Mutter und Chopin geführt hatten. Chopin hatte der Tochter nach dem Krach in Nohant seine Kutsche geliehen, um nach Paris zurückzufahren - ein Affront, den die Mutter mit dem Rauswurf auch des Komponisten meinte ahnden zu müssen.
Eine andere Aspirantin auf "Mme. Chopin" war ebenso nicht dabei, womöglich auf Konzerttournee, die bekante schwedische Opernsängerin Jenny Lind, die von dem ganzen Musikzirkus in Europa schon ihre hübsche Nase voll hatte. Die 1847 in Paris und 1848 auf seiner Englandreise viel Freude mit Chopin hatte, beim Musizieren und Singen polnischer und schwedischer Volkslieder. Jane Stirling hatte in England selbstlos das zweisame Abend-Treffen vermittelt. Jenny Lind, die dann 1850 dem Drängen des US-Impresarios Phileas Barnum nachkam, eine große Konzertreise in die Staaten zu machen. Auf der beim New Yorker Erstkonzert auf der Bühne ein Chickering-Flügel* stand, den sich ein deutscher, gerade in den Staaten angekommener Immigrant so genau ansah, dass man ihn zum Konzertbeginn von der Bühne vertreiben musste - Heinrich Steinweg, drei Jahre später der Gründer von Steinway* & Sons. Jenny Lind, das "missing link" über die Jahre nach Chopins Tod und vor Steinways Gründung.
Als der Komponist offiziell verabschiedet wurde in der "Madeleine", der klassizistisch griechischen Kirche., brauchte es einen speziellen Dispens des Pariser Erzbischofs, damit seine Freundinnen singen durften - nur hinter einem schwarzen Vorhang, denn Frauengesang war in Kirchen nicht statthaft zu jener Zeit. Mit Vorhang hätten es auch Kastraten sein können - die waren statthaft. Der damalige Organist an der Madeleine, Lefebure-Wely, wurde später auch noch bekannt als Komponist von Nocturnes.
Das heutige kleine Privatmuseum an selber Adresse 12 Plac Vendome ist allerdings in einer anderen Etage desselben Hauses, also nicht in Chopins ex Wohnung.
*) Affiliate/Werbung