Hammer springt nicht zurück

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Baileys
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Hallo,
eine Klaviertaste dumpft nach dem Erklingen sofort ab. Ich habe dann herausgefunden, dass der Hammer nach dem anschlagen auf den Saiten bleibt und nicht zurückspringt. Dannach habe ich auch die Ursache dafür gefunden und die versuche ich nun anhand meiner Fotos zu beschreiben. Ich wollte mal nachfragen, ob jemand weiss was in diesem Fall zu tun ist.


auf den Bildern 2 und 3 sieht man kaputte und auf den Bildern 4 und 5 ein gut funktionierendes Beispiel. also das problem ist dass das untere Teil beim anschlagen nicht vom oberen Teil wegrutscht sondern das obere Teil weiter raufdrückt. somit bleibt der hammer beim Ton halten auf den Saiten.
 

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klaviermacher
klaviermacher
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Hallo Baileys,

Der Hammer löst vermutlich nicht aus. Du musst nur die Auslösepuppe hinein drehen, damit die Stoßzunge den Hammer frei gibt. Das soll 2 mm vor der Saite passieren.

LG
Michael
 
B
Baileys
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du bist ein Genie, ich danke dir Klaviermacher.

als ich nachfragen wollte wie ich die auslösepuppe reindrehen kann, da ich es mit der pinzette nicht geschafft habe, habe gerade noch gemerkt dass die Stosszunge auf einmal wieder wegrutscht. Einfach Super! Ich glaube ich habe mit der Pinzette nur ein wenig rumgefingert und vergebens versucht zu drehen.

das war jetzt bestimmt 3 Jahre kaputt und jetzt funktioniert es wieder einwandfrei.
Vielen vielen Dank
 
Sesam
Sesam
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Hallo Michael,
ein bißchen offtopic: aber ich habe grad deinen link zur "Auslösepuppe" angeschaut, so ein lustiger Name, da wollt` ich sehen, was das ist.... und siehe da, in genau dieser Werkstatt habe ich mein Klavier gekauft :-D (das du auf deiner Herbsttour -die du hoffentlich machst, auch wenn du grad mal die Nase voll hast:D- wieder stimmen und bewerkeln darfst)

Liebe Grüße, Sesam
 
saugferkel
saugferkel
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Hallo Baileys,

Der Hammer löst vermutlich nicht aus. Du musst nur die Auslösepuppe hinein drehen, damit die Stoßzunge den Hammer frei gibt. Das soll 2 mm vor der Saite passieren.

LG
Michael
Dieser sehr wertvolle Rat gab meinem Klavier wieder sein Leben zurück. Bei mir blieben die Tasten 47-52 an den Saiten hängen. Ich hab, wie @klaviermacher meinte, die Auslösepuppen 1,5 Runden hineingedreht. Nun lässt sich das Klavier wieder schön spielen und ich hab wieder Lust drauf, es zu stimmen. :-)

Vielen Dank. :super:
 
Klavierretter
Klavierretter
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Man sollte vielleicht mal nachsehen, warum sich die Auslösung so weit verstellt hat... im Regelfall passiert so etwas nicht ohne Grund. Klar, setzen sich manche filze und die Auslösung wird evtl. ein wenig enger... aber 1,5 Umdrehungen sind schon eine Menge... waren da etwa Motten am Werk und haben den Filz auf der Auslösepuppe extrem minimiert? Oder sind neue Vorderdruckscheiben eingesetzt worden, ohne den Tastentiefgang zu überprüfen und gegebenenfalls nachzustellen? Oder, oder, oder...
LG Georg
 
saugferkel
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Man sollte vielleicht mal nachsehen, warum sich die Auslösung so weit verstellt hat... im Regelfall passiert so etwas nicht ohne Grund. Klar, setzen sich manche filze und die Auslösung wird evtl. ein wenig enger... aber 1,5 Umdrehungen sind schon eine Menge... waren da etwa Motten am Werk und haben den Filz auf der Auslösepuppe extrem minimiert? Oder sind neue Vorderdruckscheiben eingesetzt worden, ohne den Tastentiefgang zu überprüfen und gegebenenfalls nachzustellen? Oder, oder, oder...
LG Georg
Das Klavier von ca. 1920 ist seit Ende 2015 bei mir, hat 3 lange Risse am Resonanzboden, wenn nicht am Stimmstock. Die letzten 20 Jahre wurde es nicht bespielt und somit nicht gestimmt.

Die Filze der betroffenen Tasten sehen nicht anders aus wie die von anderen. Daher denke ich nicht, dass da Motten unterwegs gewesen wären, vlt. schon.

Ich spiele täglich einpaar Mal Fantaisie-Impromptu und das tw. sehr laut. Im Stück werden die Töne von G bis H am meisten gespielt und sie waren davon betroffen. 1,5 Umdrehungen brauchte der Ton G#, die anderen weniger. Evtl. liegt es an mir, dass ich beim spielen mit dem Klavier nicht schonend umgehe. :konfus:
 
Henry
Henry
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im Regelfall passiert so etwas nicht ohne Grund. Klar, setzen sich manche filze und die Auslösung wird evtl. ein wenig enger... aber 1,5 Umdrehungen sind schon eine Menge... waren da etwa Motten am Werk und haben den Filz auf der Auslösepuppe extrem minimiert? Oder sind neue Vorderdruckscheiben eingesetzt worden, ohne den Tastentiefgang zu überprüfen und gegebenenfalls nachzustellen? Oder, oder, oder...

Kann auch die Puppenleiste lose oder die Steighöhe zu hoch sein, oder aber auch wie @sauferkel erwähnte einfach durch exzessiven sehr kräftigen Anschlag zustande kommen. Muß man sich vor Ort anschauen - in der Regel ist des nix dramatisches und läßt sich mit ner halberten Stund Arbeit maxiamal wieder herrichten.

LG
Henry
 
 

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