Gesangsunterricht

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Johnny1900

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Ich habe schon seit längerem die Idee mal etwas Gesangsunterricht begleitend zum Klavierunterricht zu nehmen. Meine Erfahrungen mit dem Singen sind sehr gering und ich werde auch keine Karriere mehr machen ;) Aber ich würde zumindest gerne für mich selbst die Klavierstücke die ich spiele, oder auch bei Improvisationen, Teile nach bzw. vorsingen können und ein besseres Gefühl für meine Stimme bekommen sowie mein Gehör trainieren. Kurzum mir würden zunächst mal ein paar Stunden genügen um eine Ahnung und kleine Anleitung zu haben.
Nun habe ich wie gesagt wenig Ahnung vom Singen und dem Unterricht...nach was für einem Lehrer und wo suche ich denn am besten? Was haltet ihr überhaupt von der Idee, haben hier schon andere (Amateure) Erfahrungen mit begleitendem Gesangsunterricht gemacht?
Ich spiele zur Zeit v.a. Jazz-Standards und Popsongs mit Band (inkl. Sängerin die ich begleite).

Falls jemand eine gute Adresse in Stuttgart kennt, auch gerne her damit :)
 
Gernot

Gernot

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Ich finde die Idee gut. Ich hatte vor ein paar Jahren auch Stimmbildung und habe das sehr genossen. Muss aber dazu sagen, dass ich davor schon eine Zeit lang im Chor gesungen hatte und meine Motivation war, stimmtechnisch weiter zu kommen. Ich glaube schonm, dass mir meine Singerei auch beim Klavierspielen hilft. Bin aber noch weit davon entfernt, aus Klaviernoten konkrete Klangvorstellungen abzuleiten.

Wie beim Klavierunterricht auch, gibt es Spezialistinnen und Spezialisten für klassischen Gesang, Pop, Jazz und Allrounder. Auch wenn Du derzeit keine größeren sängerischen Anbitionen haben magst, würde ich jemanden suchen, der die Richtung anbietet, die Dich am meisten anspricht.

Suchen würde ich an Musikunis und Musikschulen suchen, da findet man Aushänge mit entsprechenden Angeboten. An Musikunis mit Gesangspädagik als Studienfach gibt es wahrscheinlich auch die Möglichkeit, Schüler von IGP-Studis zu werden. Da hat man dann Unterricht bei einer/m angehenden GL unter Oberaufsicht durch eine/n Prof.

Es kann auch sein, dass du keinen Gesangsunterricht suchst, sondern Gehörbildung und Solmisation. Da gibt es auch Leute, die so etwas anbieten, insbesondere für Studieninteressierte, die sich auf Aufnahmeprüfungen vorbereiten wollen.

Liebe Grüße
Gernot
 
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Johnny1900

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Es kann auch sein, dass du keinen Gesangsunterricht suchst, sondern Gehörbildung und Solmisation. Da gibt es auch Leute, die so etwas anbieten, insbesondere für Studieninteressierte, die sich auf Aufnahmeprüfungen vorbereiten wollen.
ok danke. Da muss ich mich mal noch näher informieren ob ich mir dann eher was Richtung Pop/ Jazz suche oder explizit Gehörbildung.

Meine Klavierlehrerin singt leider nicht...
 
Stilblüte

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Wenn ich Gesangsunterricht wollte, nützt mir ein profunder Bass nichts - wohl aber ein ausgebildeter Sänger, der einen profunden Bass hat. Es wundert mich, dass du nicht zu wissen vorgibst, dass man nicht zwangsläufig bei einem Sänger der eigenen Stimmlage studieren muss.
Wir hatten bis vor kurzem eine sehr gute Gesangsprofessorin in Würzburg (inzwischen im Ruhestand), die viele Männer als Studenten hatte.
 
Tastatula

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@Stilblüte , nichtsdestowenigertrotz ist es hilfreich, wenn man einen Lehrer eigener Stimmlage hat.
Ich persönlich kann über Hören und Imitieren viel erreichen.:-)
 
rolf

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dass dir der Humor abhanden gekommen ist... na ja, kurz vor Weihnachten ist eine stressige Zeit... einen spaßigen Klon Pavarotti/Horowitz oder Callas/Argerich wirst du nirgends finden.
Aber dich hindert niemand daran, cantables spielen bei deinen Professoren/innen zu lernen (die müssten das erklären können und auch drauf haben) und zusätzlich z.B. in Liedklassen zuzuhören und ggf als Begleiterin dort mitzumachen.
 
Leoniesophie

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Ich habe schon seit längerem die Idee mal etwas Gesangsunterricht begleitend zum Klavierunterricht zu nehmen. Meine Erfahrungen mit dem Singen sind sehr gering und ich werde auch keine Karriere mehr machen ;) Aber ich würde zumindest gerne für mich selbst die Klavierstücke die ich spiele, oder auch bei Improvisationen, Teile nach bzw. vorsingen können und ein besseres Gefühl für meine Stimme bekommen sowie mein Gehör trainieren. Kurzum mir würden zunächst mal ein paar Stunden genügen um eine Ahnung und kleine Anleitung zu haben.
Nun habe ich wie gesagt wenig Ahnung vom Singen und dem Unterricht...nach was für einem Lehrer und wo suche ich denn am besten? Was haltet ihr überhaupt von der Idee, haben hier schon andere (Amateure) Erfahrungen mit begleitendem Gesangsunterricht gemacht?
Ich spiele zur Zeit v.a. Jazz-Standards und Popsongs mit Band (inkl. Sängerin die ich begleite).

Falls jemand eine gute Adresse in Stuttgart kennt, auch gerne her damit :)
Singen lernen ist schwerer als das Pianospiel zu erlernen.
ein paar Stunden nehmen.... das reicht glaube ich nicht, außer du bist ein naturtalent.
es ist der kampf mit den tonhöhen, der die überphase in die länge ziehen könnte. also nicht enttäuscht sein.
ganz ehrlich...wenn ich so traumhaft kavierspielen könnte, würde ich das singen bei auftritten lieber menschen mit ausgebildeter stimme überlassen. zur verbesserung der klangwahrnehmung ist es auf jeden fall prima. was willst du nach gehör trainieren?deine stimme oder das freie spiele auf dem piano? zur verbesserung der klangvorstellung, also ich meine damit jetzt, eine melodie vom blatt nach gehör zu zu singen, sind gesangsstunden prima
VG
Leonie
 

Klavirus

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Kampf mit den Tonhöhen...?:denken:
 
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Johnny1900

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was willst du nach gehör trainieren?deine stimme oder das freie spiele auf dem piano? zur verbesserung der klangvorstellung, also ich meine damit jetzt, eine melodie vom blatt nach gehör zu zu singen, sind gesangsstunden prima
Mir gehts gar nicht so sehr darum was vom blatt singen zu können (vom Blatt spielen kann ich auch nicht sehr gut, ich spiele meist ohne Noten) oder was meinst du damit "vom Blatt nach gehör"? Ich habe dieses Jahr das erste mal richtig Musik gemacht mit anderen und eine kleine Band gegründet (Gesang+Klavier+Bass+Cajon), dabei würde ich gerne noch besser im Hinhören und Nachspielen bzw. auf die anderen eingehen, werden. Und das fängt sicher schon beim Solo an wenn ich bei meinem rumgeklimper/ improvisieren gar nicht so richtig hinhöre. Ich denke dass ich mit einigermaßen sauberem vorsingen/ nachsingen meiner Melodie oder Begleitung eine bessere Vorstellung bekomme. Und ich würde auch gerne alle Stücke die wir spielen halbwegs sauber (natürlich nicht Auftrittsreif) singen können, ich denke das sollte bei den meisten Popsongs machbar sein.
Also im Großen und Ganzen etwas Singen lernen als musikalische Allgemeinbildung und zur Verbesserung meiner Musikalität auch fürs Klavier (Gehörbildung!?).

edit: kleines Beispiel aus der Übepraxis eben: Ich versuche gerade Phrasen (auch im Bass) aus verschiedenen Interpretationen von Jazz-Standards nach zu spielen, nach Gehör eben...so fällt mir das oft schwer, wenn ich es erst nachsinge gelingt es besser (aber mit dem nachsingen ist eben auch noch Luft nach oben).
 
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Tastatula

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Singen lernen ist schwerer als das Pianospiel zu erlernen.
Uff, das ist aber eine gewagte These.
Ich habe mich mit einigen Instrumenten in meinem Leben beschäftigt. Es gibt keines, das leichter oder schwerer zu erlernen ist. Klar, man drückt beim Klavier auf die Taste und es kommt ein Ton raus...
Wenn ich den Mund aufmache, kommt auch ein Ton raus....bei der Blockflöte auch...
Die Frage ist immer, welchen Anspruch man hat. In der Perfektion sind alle Instrumente gleich: schwierig!
 
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Johnny1900

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man drückt beim Klavier auf die Taste und es kommt ein Ton raus
Gerade das ist eigentlich das Schwere am Klavierspielen. Man hat zunächst mal nur diese Möglichkeit einen Ton zu erzeugen: ein Hammer schlägt gegen eine Saite, entsprechend langweilig klingts auch bei den meisten Anfängern. Richtiges Klavierspielen fängt ja erst an wenn man nun versucht mit diesen begrenzten Mitteln alle möglichen Klänge nachzuahmen (oder gleich ein ganzes Orchester). Bei einem Streichinstrument beispielsweise kann man ja direkt mit dem Finger an der Saite den Ton beeinflussen. Diese Feinheiten mit dem Klavier hin zu bekommen...da komme ich als Amateur kaum hin. Dazu kommt zum Beispiel beim Jazz für mich jetzt dass ich Bass, Percussion, Harmonie und Melodie drauf haben muss.
Abgesehen davon sind solche Vergleiche zwischen Instrumenten natürlich eher müßig...
 
Leoniesophie

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Uff, das ist aber eine gewagte These.
Ich habe mich mit einigen Instrumenten in meinem Leben beschäftigt. Es gibt keines, das leichter oder schwerer zu erlernen ist. Klar, man drückt beim Klavier auf die Taste und es kommt ein Ton raus...
Wenn ich den Mund aufmache, kommt auch ein Ton raus....bei der Blockflöte auch...
Die Frage ist immer, welchen Anspruch man hat. In der Perfektion sind alle Instrumente gleich: schwierig!
das ist klar.
aber der ton soll doch auch dem ton entsprechen, der gewünscht ist. jeder der mal in einem chor gesungen hat, weiss, wie viele d oder f oder G es geben kann.
ein schlechter chor sinkt innerhal eines stücks manchmal bis zu einem halben ton. statt einem gewünschten G als schlusston ist man dann auf einem beim Ges gelandet.:009:
Und da spreche ich nicht von perfektem singen von den basics. ein Piano erzeugt immer die gleiche tonhöhe, zumindest an einem tag.
naja, auch wer ein gutes gehör hat und meint, gesanglich den ton zu treffen, singt dann doch oft ein bisschen zu tief oder zu hoch. wie sich das dann anhört, brauche ich , glaub ich, nicht zu demonstrieren.
die stimmbäder müssen auch vor dem singen erst warm gemacht werden mit entsprechenden stimmbildungsübungen und lockerungsübungen.
ich habe auch schon einige instrumente in meinen fingern gehabt. streichinstrumente und holzblasinstrumente finde ich ähnlich schwierig wie die stimme als instrument.
 
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Leoniesophie

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edit: kleines Beispiel aus der Übepraxis eben: Ich versuche gerade Phrasen (auch im Bass) aus verschiedenen Interpretationen von Jazz-Standards nach zu spielen, nach Gehör eben...so fällt mir das oft schwer, wenn ich es erst nachsinge gelingt es besser (aber mit dem nachsingen ist eben auch noch Luft nach oben).
ah, ich verstehe. ich meine, wenn du im stillen kämmerlein singst und es dir für dein vorhaben was bringt, dann ist das doch prima. nimm doch einfach mal ein paar gesangsstunden, da tut sich eine andere welt auf und es wird dir zudem auch spaß machen.
 
rolf

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Es ist müßig, die Möglichkeiten der Tongestaltung beim Gesang und beim Klavier zu vergleichen: das Klavier kann keinen langen Ton gestalten (cresc.-dim.-Klangfarbenänderung usw)
Aber auch ohne diese Eigenschaft der Blas-, Streichinstrumente und Stimme kann sich das Klavier an der melodischen Gestaltung des Gesangs orientieren! Exakt das hat z.B. Chopin gelehrt/propagiert, und der war kein Esel. Um kantabel Melodien auf dem Klavier zu spielen, muss niemand selber singen lernen (!!) - man muss stattdessen verstehen lernen, wie gesangliche Melodiegestaltung funktioniert. (auch die schönste Stimme produziert Bockmist, wenn sie ohne kantable melodische Gestaltung loslegt)
 
Barratt

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die stimmbäder müssen auch vor dem singen erst warm gemacht werden mit entsprechenden stimmbildungsübungen und lockerungsübungen.
ich habe auch schon einige instrumente in meinen fingern gehabt. streichinstrumente und holzblasinstrumente finde ich ähnlich schwierig wie die stimme als instrument.
... und all das nützt nix, wenn das eingewachsene Instrument nix taugt. :007:
:016:


Was haltet ihr überhaupt von der Idee, haben hier schon andere (Amateure) Erfahrungen mit begleitendem Gesangsunterricht gemacht?
Ich hatte in der Blüte meiner Jugend vier Jahre lang Belcanto-Unterricht. In puncto Operngesang übrigens vergeblich (Registerprobleme), aber dümmer wird man dabei definitiv nicht. Es brachte viel

  • für Takt- und Rhythmus"gespür"
  • fürs Zuhören paralleler Musik und Einfügen der eigenen Stimme (Korrepetitor spielt ja am Klavier eine Begleitung, die nicht identisch ist mit dem eigenen Part)
  • für die Übertragung der Vorstellung "Ton" in "Note/Taste" (Schulung des relativen Gehörs)
  • für die Stimmbeherrschung beim Sprechen. Viele-Stunden-am-Stück laut, klar und ermüdungsfrei in der großen Reitbahn "brüllen" = null Problem,
  • für die Charakterbildung & das Selbstkonzept
  • für den Erwerb der italienischen Sprache

nach was für einem Lehrer und wo suche ich denn am besten?
Was für einen Lehrer Du suchst, musst Du von Deinen Zielen abhängig machen. Vielleicht kann Dein KL Dir jemanden empfehlen. Wenn ich keine Kontakte hätte, würde ich bei der örtlichen Musikschule anklopfen und mich beraten lassen.

Zu meiner Gesangslehrerin kam ich via Empfehlung durch meine erste Orgel- und Klavierlehrerin, die mir wieder begegnete, als sie sich für die Leitung unseres Kirchenchors bewarb. Allerdings lehrte diese Dame, selbst Italienerin und verwurzelt im "Opernfach", ausschließlich und kompromisslos italienische Belcanto-Technik, die sie auch jeder und jedem in ihrer Gesangsklasse beizubringen vermochte, nur nicht mir. :020: Stichwort: Talent, mangelndes.

Mein Bruder kam zu seinem Gesangslehrer über die Kirchenmusikerszene. Er singt mit der ach so verpönten "deutschen Technik" jedenfalls besser als ich je in der italienischen. :006:
 
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