Frage zum Stimmen

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Tastenscherge
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Hier lesen ja auch einige Klavierbauer mit. Da hab ich mal eine Frage an euch:

als ihr angefangen habt zu stimmen, auf welche Obertöne habt ihr da gehört? Ich meine die Frage folgendermaßen: man lernt ja u.a. in Ludwigsburg viel Theorie und über Inharmonizität und so. Und seit einigen Jahren gibt es ja auch etliche wirklich gute Stimmgeräte. Fast alle Geräte (außer Verituner) beachten nur einen einzelnen Teilton pro Saite und man muss sich als Benutzer festlegen, welchen Oktavtyp man haben möchte, also 4:2, 6:3 oder was auch immer. Habt Ihr das anfangs auch so beim Stimmen nach Gehör gemacht? Oder macht ihr es heute mit Berufserfahrung? Ich meine: achtet ihr auf spezielle Teiltonkonstellationen oder eher auf eine allgemeine Schwebungsfreiheit, also eher unbewusst?

Ich lese ja viel bei den amerikanischen Kollegen mit, und die unterhalten sich ständig über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Oktavtypen und deren Auswirkungen auf die Doppeloktaven usw. Ich muss gestehen, dass ich darüber eigentlich nie wirklich nachgedacht habe, bevor ich mir ein Stimmgerät gekauft habe. Ich habe eher "holistisch" gestimmt, so dass es für mich "irgendwie" gut klingt. Aber ich kann mich nicht daran erinnern, speziell auf eine Teiltonkonstellation wie z.b. 4:2 anstatt 2:1 oder 6:3 gehört zu haben. Und ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass mich irgendjemand dazu ermutigt hätte. Mein Meister damals jedenfalls nicht, und ich glaube auch in Ludwigsburg keiner. Täuscht mich da mein Gedächtnis was Ludwigsburg angeht? Wurde oder wird das heute so gelehrt (ich war dort von 1988 bis 1991)? Und wie macht ihr das, sofern ihr nach Gehör stimmt :confused:
 
 

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