Finger auf Tasten liegen haben?

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Blumenhaendler

Guest
Habt ihr eine generelle Empfehlung, wie man die Tasten drücken sollte (z.B. bei Bach)? Soll man, bevor eine Taste angespielt wird, schon den Finger auf der jeweiligen Taste liegen haben und man drückt dann mit der Fingerspitze nur noch runter, oder ist es besser mehr von oben den Finger mit der Fingerspitze auf die Taste zu hauen? Mir mißfällt die zweite Option, weil man, wenn zu sehr auf die Tasten gehauen wird, man das Geräusch vom Tasten-hauen mithört.
 
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thomas 1966

thomas 1966

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Habt ihr eine generelle Empfehlung, wie man die Tasten drücken sollte ...
Ich nicht.
... Soll man, bevor eine Taste angespielt wird, schon den Finger auf der jeweiligen Taste liegen haben ...
Das finde ich ganz praktisch.
Umgekehrt, den Ton vorher zu spielen und dann den Finger auf die Taste zu legen erscheint mir irgendwie blöd.
 
LankaDivore

LankaDivore

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Du sollst die Finger rund auf den Tasten liegen haben. Wenn man die Finger über der Taste in der Luft schweben lässt ist das 1. zu anstrengend, sieht 2. ziemlich daneben aus und 3. wird man nie wirklich gut spielen können:super:

Das kann man hier schön nachlesen:
https://de.m.wikibooks.org/wiki/Klavier:_Haltung_am_Klavier
 
B

Blumenhaendler

Guest
Du sollst die Finger rund auf den Tasten liegen haben. Wenn man die Finger über der Taste in der Luft schweben lässt ist das 1. zu anstrengend,

Ich meinte nicht direkt "in der Luft schweben", die Haltung der Hand ist korrekt, es geht mir eher darum dass man dann in dieser Haltung den Finger eher nochmal schwungvoll nach oben zieht und dann auf die Taste haut, oder ihn aber schon auf der Taste liegen hat? Mir ist klar, dass es Stücke gibt, wo man zwangsläufig auf die Tasten hauen muss, aber wie ist es bei mittelschnellen Stücken?
 
cwtoons

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Wenn es langsam und unkompliziert zugeht, hat man genügend Zeit, die Finger in Stellung zu bringen. Und wer sie gerne in der Luft schweben lassen will, kann das tun.

Wenn es schnell gehen muss, geht das nicht.

So einfach ist das.

CW
 
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LankaDivore

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Man reißt seine Finger vor dem Anschlagen einer Taste NICHT theatralisch nach oben, es sei denn man heißt Lang Lang:super:
 
thomas 1966

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Du sollst die Finger rund auf den Tasten liegen haben.
...
Das kann man hier schön nachlesen:
https://de.m.wikibooks.org/wiki/Klavier:_Haltung_am_Klavier
Das sieht aber ziemlich unnatürlich aus. (Auch die als richtig bezeichnete Haltung gefällt mir nicht besonders.)

PS:
Vorbildlich: Clara Haskil
clarahaende_650.jpg
 
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LankaDivore

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.....aber bissel anheben und fallen lassen oder hab ich da was falsch verstanden :konfus:

Was letzten Endes fast das selbe ist. LL zeigt nur ganz hervorragend wie man es NICHT machen sollte.

Wenn man seine Hände "fallen" lässt, kann man niemals einen kontrollierten Anschlag bekommen, von "hinspielen" etc. mal ganz zu schweigen.

@Blumenhaendler was sagt denn dein KL dazu?
 
S

Steppenwolf

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Also ich würde mich gar nicht so darauf festlegen, ob man Bach jetzt mit einer bestimmten Handhaltung spielen muss. Es kommt ganz auf das Stück an. Zum Beispiel würde ich das Cis-Dur Präludium aus dem WTK I durchaus so spielen, dass ich keinen Kontakt mit der Klaviatur hätte, weil mir das eine schnellere Spielweise ermöglicht.

Achte nicht so sehr auf deine Hände, sondern eher auf den Klang, also das, was rauskommt.
 
hyp408

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Finde es immer lustig, wenn Leute von denen man noch nie etwas gehört hat, sich anmassen zu beurteilen ob Lang Lang die richtige oder falsche Technik drauf hat. Das ist typisch deutsch-kleinkarriert und spiessig. Man kann sich ja über seine Interpretation streiten oder auch seine Attitüde - aber er ist unbestritten ein ganz großer Techniker.

Zum Thread: Den Finger direkt vor dem Anschlag nach oben zu bringen und dann anzuschlagen ist bestimmt ergonomisch ungünstig. Aber Du brauchst Dir da keine so großen Gedanken zu machen, mit zunehmender Schwierigkeit der Stücke treibt es einen fast automatisch in die günstigste Ergonomie (am besten mit einem guten KL der korrigierend eingreifen kann).

Gruss Hyp
 
S

Steppenwolf

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Eine Professorin in Klavier hat mir mal folgende Anektode erzählt:

Sviatoslav Richter hat sich bei einem Konzert beim Anfangen total verspielt. Er hat den Eingang des Stückes vermasselt. Aber es war dennoch Musik!

Und ich glaube, darauf kommt es an. Ob Lang Lang jetzt wirklich Musik macht, oder nur die Tasten trifft, sei mal dahingestellt.
 
fisherman

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Du machst Musik. Dann sollten Deine Finger "tanzen". Nicht vom 10 Meter-Brett runterplumpsen, aber auch nicht Knöpfchen drücken. Die Tasten sind Mini-Trampoline, die Deine Finger unterstützen. Nutze die Kraft der Tasten.
 
S

Steppenwolf

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Du machst Musik. Dann sollten Deine Finger "tanzen". Nicht vom 10 Meter-Brett runterplumpsen, aber auch nicht Knöpfchen drücken. Die Tasten sind Mini-Trampoline, die Deine Finger unterstützen. Nutze die Kraft der Tasten.

Und vor allem: Nutze deinen Kopf. Es bringt nichts, wenn du nur auf deine Finger achtest. Wobei das auch nicht zu vernachlässigen ist.

Du kannst dir das so vorstellen: Bei Sprüngen musst du so leicht federn, wie eine Robbenflosse. Bei der Dynamik piano musst du so spielen, dass deine Finger die Tasten streicheln.

Es gibt unzählige Metaphern, die Klavierlehrer benutzen, um dir das beizubringen.
 
K

koelnklavier

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oder ist es besser mehr von oben den Finger mit der Fingerspitze auf die Taste zu hauen?
Es ist mindestens ebenso schäbig, auf Tasten zu hauen wie auf kleine Kinder ... (Letzteres ist verboten, ersteres gehört verboten!)

Aber im Ernst: Auch wenn es bei den erstklassigen Pianisten mitunter so aussieht, als würden sie wüst auf die Tastatur "eindreschen", so sollte der Klangeindruck eines besseren belehren: Nur mit Kontrolle läßt sich der Klang differenzieren. Das macht u.a. gute Pianisten aus, daß sie diese Kontrolle auch im Höchsttempo beherrschen. Der Weg dahin ist im Prinzip altbekannt: Erst muß man Souveränität über den Bewegungsablauf eines jeden Fingers (auch im Zusammenspiel mit den andern Fingern) erlangen. D.h. die Bewegungen müssen gleichsam präzise ausgezirkelt werden. Mit zunehmender Routine gelingt es (hoffentlich) im Laufe der Zeit, solche Bewegungsabläufe zu komplexeren Bewegungsmustern zusammenzufassen und gleichsam zu automatisieren. Auch das Trainieren von Virtuosität und Geschwindigkeit beruht letztlich darauf, daß man sich um die Bewegungsdetails keine Gedanken mehr zu machen braucht. (Mir ist bewußt, daß dies nur eine grobe Skizze ist. Mit "Hauen" ist jedenfalls einem "Precipitato" in keinem Falle beizukommen.)
 
 

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