f-moll Etüde ous 10

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Jeune homme
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Hallo Ihr Klavierbegeisterten,

es gibt bestimmt Einige unter Euch, die sich bereits mit der Etüde f-moll (die Nummer Neun) aus dem opus 10 von Chopin beschäftigt haben.

Nach dem ersten "Durchfingern" dieses fantastischen Werks habe ich den Eindruck, dass sie zu den einfacheren gehört. Im Vergleich zu exorbitanten Schwierigkeiten anderer Stücke dieser Sammlung. Wer kann mir Tipps geben zu diesem Stück ? Insbesondere die Begleitung der linken Hand erinnert mich ein wenig an diejenige aus dem d-Moll Präludium von Frederic.
Nur sind die Spannungen dort noch extremer.

Bin schon sehr gespannt auf Eure Antworten.

Lieben Gruß
 
K
konstantin
Guest
Hallo,

in der Tat fällt die Etüde den meisten vermutlich etwas leichter als die anderen Etüden, ich selbst habe sie vor Jahren mal gespielt und von meiner damaligen Lehrerin einen genialen Fingersatz bekommen für die Linke Hand:
5-3-1-4-1-3

Ich weiß nicht aus dem Kopf, was Henle oder Peters vorschlagen, aber der Wechsel auf den 4. Finger ist einfach angenehm, wenn man wirklich ein agitato-Tempo anlegen möchte, und entspannt gerade bei kleineren Händen ungemein.

Technisch tatsächlich ähnlich zum Prelude 24, bei 10,9 muss man allerdings noch die Zweitstimme der rechten Hand (die Sexten) führen; in dieser Hinsicht ist das Prelude da etwas dankbarer.

Grüße
 
Jeune homme
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Hallo Konstantin,
vielen Dank für Deine Tipps, den Fingersatz, den Du mir empfohlen hast, halte ich auch für den angenehmsten...glücklicherweise habe ich relativ große Hände und dürfte damit weniger Probleme haben.
 
K
koelnklavier
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[...] glücklicherweise habe ich relativ große Hände [...]
Große Hände sind bei dieser Etüde nicht von Nachteil. :D
In den TT 50 und 52 solltest Du einmal versuchen, die beiden ges' (bzw. f') in der letzten 16tel-Gruppe mit der rechten Hand zu spielen. Da der Oktavgriff der RH mit Pedal gehalten wird, gibt es kein klangliches Problem, aber Deine linke Hand wird es Dir danken.

Die erste 16tel-Gruppe in T 50 nehme ich übrigens mit dem Fingersatz 5-1-2-5-1-4.

Ich weiß leider nicht mehr, von wem die Idee stammt, die beidhändigen Tremoli in den TT 65-66 als abwechselnde Doppelgriffe auf beide Hände aufzuteilen. Auch dies ist eine Überlegung wert - vor allem, wenn die Tremoli nicht in beiden Händen synchron laufen wollen. Allerdings habe ich den Endruck, daß es klanglich einen Unterschied macht. (In Doppelgriffen gelingt mir die Stelle nicht so ätherisch wie als Tremolo.)

Die Paderewski-Ausgabe verzeichnet übrigens in T 42 auf dem dritten Achtel (des") einen Praller wie in der Parallelstelle T 38. (Ich kenne allerdings die Quellenlage nicht.)
 
Jeune homme
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Hi Wolfgang, vielen Dank erstmal für die hilfreichen Tipps...Die Etüde muss zur Zeit leider ruhen, da im März ein Konzert ansteht. Auf dem Programm stehen das Brahms-Intermezzo opus 118 Nr. 2 (traumhaft) und die ersten beiden Sätze der 5. Klaviersonate von Beethoven. Damit habe ich erst einmal genug zu tun. Aber Chopin wird nicht in Vergessenheit geraten....

Lieben Gruß an den Rhein.
 
 

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