Entwickung der Klavierschulen

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Bria

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Ich hoff ich bin hier richtig, bin noch ganz neu... :oops:

Ich schreibe gerade an einer Hausarbeit über Klavierschulen, da kam mir der Gedanke, wie sich diese Schulen eigentlich entwickelt haben. Gefunden hab ich bisher noch nichts, aber ich dachte mir, vielleicht hat jemand von euch ein bisschen Ahnung.
Schließlich fielen die Schulen nicht einfach irgendwann von den Bäumen, und zu Mozarts Zeiten haben die Schüler ja noch ganz anders gelernt... Wie hat sich das Ganze eigentlich entwickelt? Und wie war die Methodik früher so?

Es geht mir hier vorrangig gar nicht um meine Hausarbeit (wobei es natürlich toll wäre, da etwas einbinden zu können), mich interessiert das wirklich. Kennt jemand Literatur oder kennt sich einfach so aus?


Vielen Dank schon mal, Bria.
 
rainerboettchers

rainerboettchers

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Hallo Bria,

ein erster Schritt wäre die Betrachtung der früheren Musiklehrer. Friedrich Wieck zum Beispiel, auch J.S. Bach. In Wikipedia und anderen Online-Quellen sollte sich da schon Einiges finden lassen. Ich denke, dass der Weg über die Personen effektiver ist, eventuell aber auch über Lehr-Werke wie das Album für Jugend, oder Diabellis Op. 149, oder Bachs Inventionen.

Rainer
 
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ariadne

Guest
Schließlich fielen die Schulen nicht einfach irgendwann von den Bäumen, und zu Mozarts Zeiten haben die Schüler ja noch ganz anders gelernt... Wie hat sich das Ganze eigentlich entwickelt? Und wie war die Methodik früher so?
hallo bria,

nein, viel ahnung habe ich leider nicht, aber mein klavierlehrer hat mir zu diesem thema mal folgendes Buch empfohlen:

Gellrich, Martin: Üben mit Lis(z)t. Wiederentdeckte Geheimnisse aus der Werkstatt der Klaviervirtuosen. CH-Frauenfeld (Waldgut) 1992.​
gellrich beschreibt, wie sich die klavierdidaktik seit den zeiten von johann sebastian bach entwickelt hat. bei bach war klavierspielen und erfinden ("inventionen") noch eine musikalische einheit. türk, löhlein und witthauer (2. hälfte 18. jh.) ging es vor allem um den musikalischen ausdruck. bei czerny und hanon liegt das hauptaugenmerk auf virtuosen versatzstücken. das buch finde ich sehr anschaulich geschrieben. man kann auch manches für seine eigenen arbeitsstrategien daraus ziehen.

interessant ist auch:

Riemann, Hugo: Vergleichende theoretisch-praktische Klavier-Schule. Eine Anweisung zum Studium der hervorragendsten Klavier-Unterrichtswerke nebst ergänzenden Materialien. Op. 39. Hamburg [1890]​
riemann analysiert detailliert die klavierschulen seit cpe bach ("versuch über die wahre art ..."). den text kannst du hier im internet finden.

lg
a.
 
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Bria

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Vielen Dank ihr 3, ich schau mir das alles nacher in Ruhe mal an... :)
 
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Atra

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Ich hoff ich bin hier richtig, bin noch ganz neu... :oops:

Ich schreibe gerade an einer Hausarbeit über Klavierschulen, da kam mir der Gedanke, wie sich diese Schulen eigentlich entwickelt haben. Gefunden hab ich bisher noch nichts, aber ich dachte mir, vielleicht hat jemand von euch ein bisschen Ahnung.
Schließlich fielen die Schulen nicht einfach irgendwann von den Bäumen, und zu Mozarts Zeiten haben die Schüler ja noch ganz anders gelernt... Wie hat sich das Ganze eigentlich entwickelt? Und wie war die Methodik früher so?

Es geht mir hier vorrangig gar nicht um meine Hausarbeit (wobei es natürlich toll wäre, da etwas einbinden zu können), mich interessiert das wirklich. Kennt jemand Literatur oder kennt sich einfach so aus?


Vielen Dank schon mal, Bria.
Na ja früher haben die Klavierlehrer für ihre Schüler komponiert. Z.B. das Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach oder Robert Schuhmanns Album für die Jugend.
Bela Bartok hat viel für Schüler komponiert.
Viele einfache mehrhändige Werke sind extra für Schüler komponiert worden.
Vielleicht kann man in die Richtung mal recherchieren.
 
klaviermacher

klaviermacher

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Hallo, viel kann ich nicht beitragen, aber was ein wesentlicher Unterschied im im Vergleich zu heute war: es gab sicher viel mehr Intensivunterricht. Zwangsläufig, weil die Mobilität nicht gegeben war, hatten die Musiklehrer etwa in Dienstwohnungen der Adeligen auf befristete Zeit Unterkunft bezogen. Der musikalische Nachwuchs wurde täglich zweimal unterrichtet und nach ein paar Wochen war die Ausbildung abgeschlossen bzw. reiste der Lehrer weiter. Nur die allerreichsten konnten sich einen Musiker/Lehrer permanent anstellen.

LG
Klaviermacher
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Mir ist garnicht recht klar, was hier mit "Klavierschulen" gemeint ist.
Geht es um die Methode des Unterrichts allgemein, oder geht es um die Unterrichtsliteratur, die man normalerweise als Klavierschulen bezeichnet?
 
B

Bria

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Um beides. Erst die Methode, da es ja keine "Schulen" in dem Sinne gab. Und dann eben die Klavierschulen wie wir sie kennen, mit Übungen und Stücken etc. Mich würde auch Dinge interessieren wie was war die erste Klavierschule in letzterem Sinne, und wer hat sie aus welchem Grund geschrieben?
Aber auch alle anderen Dinge sind sehr interessant.
 
 

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