Einstieg ohne Klavierlehrer


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Jella
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Hallo,

bedingt durch meine Tochter steht seit 3 Monaten ein Klavier bei uns im Esszimmer und erinnert mich eigentlich täglich daran, dass es ein lange gehegter Traum meinerseits war, Klavier spielen zu lernen. Leider hat die Klavierlehrerin meiner Tochter keine freien Unterrichtsstunden mehr, ich stehe aber sozusagen auf ihrer "Warteliste". Nachdem ich mich nun immer öfter ertappe, dass ich mich an Stücken aus dem Klavierbuch für Kinder versuche, möchte ich das ganze etwas systematischer angehen. (Auch nachdem ich hier gelesen habe, dass es mit meinen 38 Jahren als Anfänger nicht sooo völlig utopisch ist, Klavier zu lernen.

Gibt es für Erwachsene einigermaßen sinnvolle "Selbstlernkurse"?
Hat irgendjemand damit Erfahrungen gemacht?


Würde mich freuen von euch zu hören.

Grüße Jella

P.S. Fernziel ist natürlich irgendwann "richtige" Klavierstunden zu nehmen..
 
fisherman
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Hallo Jella;

nimm die Klavierstunden bitte JETZT! Lieber später mal pausieren. Den Einstieg solltest Du nicht ohne Klavierlehrer/-in machen, es muss ja nicht die Deiner Tochter sein. Der Weg andersrum ist viel schwieriger und steiniger!

P.S. Bin 48 und spiele seit rund 6 Monaten ... mit KL, das Klavier (meiner Tochter) steht seit 6 Jahren hier. Das spricht doch schon Bände, oder?
 
Ibächlein
Ibächlein
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Hallo Jella, herzlich willkommen hier!
Ich schließe mich der Meinung von Fisherman an, dass gerade der Einstieg sehr sorgsam betreut werden sollte. Was Du Dir jetzt falsch angewöhnst, ist später nur mühsam wieder auszubügeln. Außerdem ist die Verletzungsgefahr in höherem Alter einfach größer (z.B. Sehnenscheidenentzündung wegen verkrampfter Handhaltung ... ich kenne das, deshalb sag ich's).

Wenn es aber zur Zeit gar nicht möglich ist, eine(n) Klavierlehrer(in) zu finden, kannst Du vielleicht die Lehrerin Deiner Tochter bitten, Dir Tipps zu geben - sie weiß ja am besten, wie sie mit Dir arbeiten würde, wenn sie denn freie Termine hätte. Ich würde mich von ihr beraten lassen. Vielleicht kannst Du auch bei den Klavierstunden Deiner Tochter ab und zu mal dabei sein und Dir einiges abschauen?

Sonst würde ich Dir empfehlen: Schau Dir möglichst viele Videos von guten Pianisten an und beobachte deren Handhaltung.

Ich habe mir vor kurzem die DVD von Alan Fraser "Die Kunst Klavier zu spielen" gekauft: http://alanfraser.net/

Mir gefällt der Ansatz gut, aber es ist ganz sicher kein Ersatz für Unterricht (schon gar nicht für Anfängerunterricht).

Viel Erfolg bei Deinen weiteren Bemühungen!
Auf jeden Fall: Dranbleiben - es wird einen Weg geben.

Liebe Grüße vom Ibächlein
:klavier:
 
E
Emma
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Hallo Jella!
Erstmal herzlich willkommen und Glückwunsch zu deiner Entscheidung, Klavier zu lernen. Läuft ja bei dir fast so wie bei mir, auch ich habe erst angefangen als meine Tochter Unterricht bekam, mit 40. Also du bist noch jung:) Allerdings gehöre ich zu den "Selbst-lern-Leuten", jedenfalls das erste Jahr bevor ich Unterricht nahm (bei der Lehrerin meiner Tochter, jede 2.Woche, sonst wird's mir zu teuer). Und ich kann aus eigener Erfahrung sagen: nimm dir von Anfang an einen Lehrer, man gewöhnt sich so komische "eigene" Fingersätze an, die gar keine sind, musste ich mir wieder abgewöhnen und von vorn anfangen. Aber was nicht verkehrt ist: die Theorie kannst du dir ja schonmal ansehen, Noten (ich hatte Vorkenntnisse). Ich hatte am Anfang von Heuermann den "Piano-Crash-Kurs" mit CD, da wurde sehr anschaulich alles erklärt, wage mal vorsichtig diesen Vorschlag, mir hat das Werk anfangs sehr geholfen, es hat viel Theorie aber nicht zu verwirrend dargestellt. Die Klebenoten für die Tasten empfehle ich mal lieber nicht, ich konnte viel befreiter ohne diese Dinger spielen, sie waren eigentlich nur anstrengend. Kennt hier jemand das Buch? Es ersetzt aber auf keinen Fall einen Lehrer.
Bleib am Ball, ich hoffe du musst nicht mehr allzu lange warten müssen!
Lieben Gruß von
Cati
 
W
Wiedereinsteigerin
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Hallo Jella,
ich empfehle den Einstieg auch nur MIT Klavierlehrer, weil du dir sonst fast sicher eine Körper- und Handhaltung angewöhnst, was dann schwer zu korrigieren ist. Auch von der Methodik her ist es besser mit einem Lehrer, als nur mit einem Buch, das dir ja nicht auf die Hände schauen und dich gleich korrigieren kann.

Es gibt nichts schwierigeres, als falsch Eingelerntes wieder zu korrigieren, und das ganz besonders beim Klavierspielen.
 
J
Jella
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Hallo und vielen Dank für eure Antworten!
Ich glaube ich werde mich dann doch noch nach einem Klavierlehrer umsehen. Vielleicht war es auch die Angst vor meiner eigenen Courage, die mich bisher abgehalten hat.. Mit Lehrer wäre es ja quasi offiziell und Befürchtungen mich doch lächerlich zu machen waren schon da ;)
Also, ich begebe mich nächste Woche dann ans Telefon und schau mal ob ich da etwas organisieren kann.

Viele Grüße von einer Ermutigten :keyboard:
 
fisherman
fisherman
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Toll, Jella!

ich möchte Dir zu Deiner Entscheidung gratulieren! Ist nämlich gar nicht so einfach: Ich habe erst angefangen, als meine Frau mir Klavierunterricht geschenkt hat. Vorher nur getönt und geplant und in Richtung Rentenalter geschielt.

Hau rein! Und halte uns auf dem Laufenden.
 
 

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