(Vorab: Ich habe beide hier; vom DT770 Pro die 80-Ohm-Variante)
Der DT770 Pro ist in den mittleren Bereichen des Klavieres (kleine und 1'-Oktave) viel dünner.
Mehr Hifi-Badewannen-Frequenzgang.
Der Yamaha HPH150B ist zum einen viel präsenter und direkter, zum anderen hat er in dem o.g. Mittenbereich eine angenehme füllige Wärme, wenn ich das so sagen kann. Runder, natürlicher ... .
(Die Instrumente, an denen ich das so höre, sind ein SH2-Silent und ein CLP745 jeweils mit dem Kunstkopf-CFX.)
Da kann der DT770 Pro nicht mithalten.
Aber muss man halt selber mal vergleichen, wenn es nicht spekulativ bleiben soll.
Das ist immer schwer zu beurteilen, und hängt von verschiedenen Faktoren und Vorlieben ab. Ich finde das Geschlossene so toll beim DT 770, störe wirklich niemanden,und hab meine Ruhe vor den Nachbarn. Ich habe die 250 Ohm Variante. Dünne Mitten kann ich nicht bestätigen, das
Kawai CA63 liefert einen sehr amtlichen Pianosound, der mit dem DT 770 sehr gut harmoniert. Weiterhin haben natürlich hochklassige Epianos vermutlich höhere Leistungsreserven bei der Kopfhörerverstärkung, während andere Epianos ggf. an der Leistungsgrenze schuften, oder einfach zu leise klingen. Aber auch an einem Billig-Epiano, dem
thomann DP26, für den Urlaub angeschafft, macht der DT 770 eine gute Figur.
Der Tragekomfort wird auch unterschiedlich bewertet, die Geschmäcker sind eben verschieden. Der DT 770 Pro ist nicht umsonst ein Studiostandard über Jahrzehnte hinweg geworden, und hat seine Fans. Er macht einen fertigen Mix, den kann man mögen, muss man aber nicht. Ich hab schon Aufnahmen damit gemischt, die sehr gut klingen, ohne meine Studiomonitore anzumachen, da ich eben nachts mal was schnell runtergemischt habe, und am Folgetag auf den Monitoren doch sehr zufrieden war damit. Und wie gesagt, ich habe hier noch den AD2000X von Audio Technica rumliegen, ein teurer , sehr guter KH , der löst mir viel zu fein auf für das Kawai.