Klavier mit Silent Funktion (z.B. Yamaha SC2) oder E-Piano an Lautsprecher-System anschließen - Erfahrungen

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Teggi

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Hallo Clavio Community,

ich spiele schon seit einigen Jahren Klavier und nach einem kurzen Intermezzo mit einem E-Piano bin ich jetzt Besitzer (zunächst Mieter) eines Yamaha B2 SC2 Silent Piano, mit dem auch unsere Tochter übt.
Ab und zu möchten wir den Klang des Digitalteils auch gerne über Lautsprecher ausgeben.
Bisher machen wir das über eine Monitor-Box, die aber nur eine Leihgabe ist.

Was sind Eure Erfahrungen mit dem Anschluss eines Silent oder E-Pianos an ein Lautsprechersystem?
Funktioniert Bluetooth oder ist da die Latenz zu hoch?

Es geht tatsächlich nur um einen gelegentlichen Betrieb am Lautsprecher.

Ich bin gespannt auf Euer Feedback.

Viele Grüße

Teggi
 
FünfTon

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Die Monitor-Box ist doch ein Lautsprecher oder nicht? Beim SC2 gibt es gar keine Ausgänge dafür. Ihr nutzt also anscheinend die Kopfhöreranschlüsse dafür. Und vor allem wo sollte Bluetooth ins Spiel kommen?

Was für Feedback erhoffst du dir?
 
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Teggi

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Hallo FünfTon,

Danke für Deinen Kommentar.
Ja, die Monitor-Box ist ein Lautsprecher und hängt am zweiten Kopfhörer-Ausgang. Das funktioniert sehr gut.
Bluetooth kommt ins Spiel über einen Bluetooth-Transmitter, der ebenfalls an den Kopfhörer-Ausgang angeklemmt wird, und dann die Audio-Signale per Bluetooth an einen Bluetooth-Lautsprecher oder anderes Gerät überträgt.
Das habe ich noch nicht ausprobiert, weil ich keinen Bluetooth-Transmitter zur Hand habe.
Ich wollte gerne von Euch wissen, ob Ihr einen Externen Lautsprecher an ein Silent- oder E-Piano angeschlossen habt.
Wie Ihr das gemacht habt und wie Eure Erfahrungen sind.

Gruß

Teggi
 
godowsky

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Eine Bluetooth Übertragung vom Kopfhörerausgang (Silent) auf meine Stereoanlage habe ich vor längerem mal ausprobiert. Wegen der Verzögerung zwischen Anschlag und dem übertragenen Ton habe ich das sofort wieder bleiben lassen. So kann man nicht spielen. Ob das mit hochwertigen Komponenten besser geht weiß ich nicht.
 
FünfTon

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Alles was digital ist, ist mit Latenz.
 
godowsky

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Das kann man wohl so sagen. Aber ob sich die Latenz technisch wesentlich verkürzen lässt wäre eine interessante Frage.
 
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virtualcai

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Es gibt verschiedene Bluetooth-Protokolle. AptX-HD-low-Latency sollte der Adapter senden, Bluetooth 5.0 der Empfänger haben. Dann sollte (!) die Latenz kein Problem sein.
Edit: Geht nicht, Latenz zu hoch.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Teggi

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Interessantes Feedback. Ich probiere mal etwas weiter.
AptX-HD ist sicher einen Versuch wert.
 

V

virtualcai

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Sind natürlich weniger Daten, aber MIDI über Bluetooth funktioniert ja auch gut, leider nur mit Apple, Windows kann kein genaues Bluetooth Timing.
 
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Teggi

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Ich mag den philosophischen Touch, den diese Diskussion bekommt :001:
 
FünfTon

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Mag sein. Die Frage ist jedoch immer: Ist die Latenz störend oder nicht. Streng genommen ist aufgrund der begrenzten Schallgeschwindigkeit jegliche Akustik "mit Latenz".
Deshalb überträgt man (semi-)professionellen Bereich Audio meist analog-elektronisch. Da bewegt sich die Welle dann nämlich mit annähernd Lichtgeschwindigkeit, egal ob mit oder ohne Draht. Denn die teilweise bis zu 150 m zum Mischpult und zurück will man natürlich nicht akustisch überbrücken.

Aber im konkreten Fall: Digi via Bluetooth halte ich tatsächlich auch für keine gute Idee.
Wenn man Kirchenorgel üben will, sicher machbar, für Klavier und andere Schlagwerke eher nicht.
 
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jensen1

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Also mal noch kurz zu den technischen Aspekten. Die Übertragung von Stage-Boxen zu Mischpulten macht man heute in aller Regel nicht mehr über hunderte Meter von langen Audio-Kabeln sondern per AES50 über Netzwerkkabel. Die reine Digitalwandlung funktioniert in Echtzeit mit (je nach Samplingfrequenz) midestens 44100 Samples pro Sekunde, das ist latenzfrei. Das AES50 Protokoll kann bis zu 48 Kanäle mit einer Latenz von 0.5ms hin- und her schaufeln. Diese Latenz ist nicht hörbar. Zum Klavierspielen ist eine Latenz im einstelligen ms-Bereich noch akzeptabel.

Bei Bluetooth handelt es sich nicht um einen linearen Datenstrom, sondern das ist ein Packet-basiertes Protokoll. D.h. es müssen erstmal alle Samples für ein Packet eingesammelt und zwischengespeichert werden, dann wird das Paket gesendet. Daher ergibt sich zwangsläufig eine höhere Latenz, die für Musikwiedergabe und Freisprecheinrichtungen belanglos ist, jedoch beim Anbinden von Audio an Live-Instrumente zu größeren Problemen führt.

Eine Übertragung per Funk, z.B. mit einem FM-Transmitter und einem angeschlossenen Rundfunkempfänger könnte eine funktionierende low-cost Lösung sein, wenn man partout kein Kabel verlegen kann oder will. Wenn möglich würde ich ein Kabel bevorzugen.
 
FünfTon

FünfTon

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Also mal noch kurz zu den technischen Aspekten. Die Übertragung von Stage-Boxen zu Mischpulten macht man heute in aller Regel nicht mehr über hunderte Meter von langen Audio-Kabeln sondern per AES50 über Netzwerkkabel.
Aber nicht da, wo ich auftrete. Da ich kann froh sein, wenn es schon ein digitales Mischpult gibt. Und auf USB aufgezeichnet werden kann und nicht auf Kompaktkassette. :lol:
 
 

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