Der Einstieg - ein Erfahrungsbericht

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Klavierdummie

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25. Juli 2009
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Hallo @all,
da ich mich seit kurzem zum Kreis der Klavierbesitzer (ok, Digitalpianobesitzer) zählen darf und dieses Forum mir beim Einstieg doch sehr geholfen habe, habe ich gedacht ich schreibe mal einen kleinen Erfahrungsbericht über meine ersten Wochen, vielleicht kann ich anderen damit ja auch ein wenig helfen.
Zum Digitalpiano bin ich eher aus Zufall gekommen, aus der wagen Idee gerne Klavier spielen zu lernen die ich schon länger hege und der Lektüre einiger Internetseiten. Nachdem ich sehr interessiert die Diskussionen Klavier contra Digitalpiano verfolgt habe bin ich bei ebay über ein Digitalpiano gestolpert und habe einfach mal ein paar Stunden vor Ende der Auktion mitgeboten. Ich war am nächsten morgen ziemlich überrascht, das ich auf einmal stolze Besitzerin eines neuwertigen Digitalpianos war. Na gut, es hat nicht so viele Tasten wie ein Klavier, aber ich denke, die fehlenden werde ich erst in ein paar Jahren vermissen. Dafür hat es so ne Art gewichtete Irgendwas beim Tastenanschlag, das wohl ein Klavieranschlag sehr gut nachahmt. Bisher komme ich damit sehr gut zu recht, ob es mir die Technik versaut oder nicht werde ich wohl erst in ein paar Jahren erfahren. Ich werde meine Erfahrungen dann hier veröffentlichen.. ;-)

Gut, da ich in ein paar Tagen mit der Ankunft des Paketes rechnen durfte, habe ich mich voller Vorfreude ins Internet gestürzt und mir in der ersten Euphorie Notenbücher meiner Lieblingsbands besorgt (die Ärzte und Schandmaul), die nagende Stimme im Hinterkopf, das es sich mit Sicherheit nicht um Klaviernoten handelt, wird erst mal ignoriert. Als die beiden angekommen sind, war ich vor allem von dem Notenfreund von den Ärzten schwer beeindruckt, da sind wirklich alle jemals von den Ärzten veröffentlichte Lieder drin. Für den Preis bekommt man bei anderen nur zehn bis fünfzehn Lieder. Beim Durchblättern bin ich auf die Idee gekommen, das es wohl ganz clever wäre, mir für den Anfang ein Buch zu besorgen, aus dem man Klavier spielen lernt. Das Pro und Contra von Klavierunterricht habe ich mir auch auf verschiedenen Seiten im Internet durchgelesen, ich habe mich allerdings aus dem einfachen Grund dagegen entschieden, das ich schlicht und einfach im Moment nicht die Möglichkeit habe, einen regelmäßigen, festen Termin unterzubringen. Irgendwann später, je nach Motivation und Zeit, werde ich mir einen Klavierlehrer suchen, der die gröbsten Fehler aus meinen Angewohnheiten wieder ausbügeln darf. ;-)

Also wieder ins Internet und ein wenig rumgesurft. Als Ergebnis gab es „Klavierspielen – mein schönstes Hobby“ mit CD, „Piano Piano – die 100 schönsten Melodien von Klassik bis Pop für Klavier – leicht arrangiert“ sowie „Pirates of the Caribbean – Easy Piano Solo“ (ich find die Musik einfach Klasse). Die Notenbücher habe ich mir angeschaut und erstmal beiseite getan, anscheinend ist man beim Klavierspielen recht lange „Anfänger“. Das Lehrbuch hab ich sehr interessiert durchgelesen, ich finde es sehr gut aufbereitet, zu Anfang wird viel erklärt und dann darf man auch schon loslegen. Ich bin bisher bei Lektion zwei mit „Sur le Pont d´Avignon“, „Yankee Doodle“, „Aura Lee“ und „Au Clair de la Lune“ beschäftigt, die Daumen immer schön auf dem Mittel-C. Sehr hilfreich finde ich dabei die CD, denn man kann da immer schön den Takt prüfen, wenn man die Lieder mitlaufen lässt. Ohne CD ist bei mir im Moment Takt eher noch Glückssache, aber ich denke wenn man mit den Noten sicherer ist, kommt das auch noch… hoffe ich jedenfalls. Ziemlich gut finde ich auch das zuschaltbare Metronom bei meinem DigiDing, auch wenn ich mich davon im Moment noch ziemlich gehetzt fühle.

Nach ein paar Tagen wurden mir die vier Lieder allerdings ein wenig über, da ich auch merkte das ich eher die Abfolge des Tastendrückens auswendig lernte als zu lernen, welche Noten welchen Ton verursachen sollten. Allerdings sind die nächsten Lektionen schon einiges Anspruchsvoller, die wollte ich erst angehen, wenn die Noten etwas besser sitzen. Also müssen ein paar andere Lieder her, die ich mit Daumen auf dem Mittleren C spielen kann. Wieder ins Internet, diesmal die Ausbeute „Piano Crash-Kurs“ und „Flinke Finger“. „Flinke Finger“ hörte sich meiner Meinung nach ganz brauchbar an, halt Übungen zu Tonfolgen usw. allerdings war der erste Effekt aufgeschlagen, gelacht, weggelegt. Ist wahrscheinlich ganz hilfreich, wenn ich andere Lagen kennengelernt habe, dann werde ich mich da nochmal rantrauen. Der PianoCrash-Kurs ist ein sehr leichter Einstieg, die ersten Sachen lernt man nicht mit Noten sondern mit kleinen Bildchen, welche Taste zu drücken ist. Da ich schon bei Noten bin, habe ich das ganze einfach mal überblättert. Das nächste Lied war ein alter Bekannter, „Aura Lee“, allerdings mit ein paar Noten Zweistimmig. Eine nette neue Übung, die nächsten vier Lieder sind noch in Mittel-C-Lage, auch schon Zweistimmig. Als nächstes hab ich mal die Songbooks von den Ärzten und Schandmaul durchgeblättert, nach etwas mit dem ich üben kann. Die hab ich dann etwas wehmütig wieder beiseite getan, vielleicht ja in einem Jahr nochmal. Und das wäre dann die Zusammenfassung meiner letzten Drei Wochen… Mein Resümee:

• Ein Klavieranfänger und jemand der grad mit Klavierspielen anfängt, sind zwei sehr unterschiedliche Sachen. ;-) (Wenn ich mir so die „Für Anfänger-Noten“ anschaue…)
• Es kann ziemlich irritierend sein, ständig den rechten Zeigefinger und den linken Ringfinger zu verwechseln. Diese neuronale Vernetzung im Gehirn ist für mich definitiv nicht nachvollziehbar… ;-)
• Auch mit 10-15 min täglich kann man durchaus Fortschritte machen (für diejenigen, die sich aufgrund fehlender Zeit nicht an den Start trauen)
• Ob man mit einem Digitalpiano Klavierspielen lernen kann, kann ich nicht beantworten, weil mir der Vergleich fehlt, aber ich kann sagen das man sich die Grundlagen damit durchaus sehr gut aneignen kann, auch ohne gleich 500 € oder mehr auszugeben (meins lag bei 250 €)
• Wer am PC das Zehn-Finger-Blind-schreiben gut beherrscht hat meiner Meinung nach beim Klavierspielen schon einen Vorteil. Ich hatte bis jetzt noch nicht einmal das Bedürfnis auf die Tasten zu schielen..
• Nein, man muß für den Anfang keine Noten lesen können, bei gut aufbereiteten Lehrbüchern wird das quasi nebenbei mit erledigt.

• Und das wichtigste: Klavierspielen macht Spaß, auch wenn es nicht unbedingt einfach ist, aber es lohnt sich!
Jetzt zum Abschluss noch eine Frage, vielleicht kann mir da jemand einen Tip geben: Ich möchte jetzt gerne weiterüben, natürlich in Mittel-C-Lage, bis ich die Noten soweit drauf habe. Perfekt wäre ein Übungsbuch mit unterschiedlichen Liedern in Mittel-C, die nach und nach mehr Zweistimmigkeit reinbringen, natürlich mit CD. Gibt es sowas? Und wenn nicht, welche Alternativen schlagt ihr vor?

Jetzt ist mein kurzer Einstiegsbericht doch recht lang geworden, ich hoffe mal, ich hab niemanden vergrault.
Schönen Gruß
Anja
 
Liebe Anja,

mit Interesse habe ich deinen Erfahrungsbericht verfolgt. Da bist du hier im Forum genau richtig: Einerseits, um viele wertvolle Tipps zu erhaschen, andererseits, um sich auszutauschen und auch selbst eigene Erfahrungen mitzuteilen. Es gibt immer andere (außer einem selbst), die profitieren.
Ich freu mich ehrlich für dich und dein neues, wunderbares Hobby!

Grüße, Madita
 
Hi Anja,

hab noch empfehlenswerte Bücher für dich:

  • Seymour Bernstein, Klavier-Choreographie von Schott music distribution. Leider, leider ohne CD.
  • Uli Molsen, Flexible Basis Technik Klavier.
  • Klavierschule für Erwachsene von Uli Molsen. Das hab' ich nicht selber, aber die Bücher von Molsen sind gut.
  • Das Klavier Handbuch. Inkl. CD von Carl Humphries. Ist etwas anspruchsvoller.

Gruß
 
Hallo Anja!!!!

Das ist echt witzig !!!!

Ich hab fast genau zur selben Zeit angefangen wie DU !!!
Und ich spiele auch genau dasselbe !!!! Naja, wie alle wohl, die mit dem Klavierspielen anfagen ...
Ich nehme allerdings Klavierunterricht.

Ich bin 30 Jahre und hatte totale Bedenken, jetzt noch anzufangen. Wie is das bei dir ???

Hattest du auch schon die Bacerole (oder Bacarole???) ???
Das hatte ich auf zu üben von der KL her... Kann es leider aber schon und nu is das Problem, dass ich die Noten schon gar nicht mehr spiele, sondern eher nach Erinnerung und Gefühl ... Habe dann mit Winter Ade weitergemacht (kennst das auch schon ??) aber das kann ich jetzt auch schon ....
Ich finde, dass es ziemlich schnell geht, wenn man sich dahinterklemmt.

Dann muss ich noch Noten lernen - das fällt mir allerdings sehr schwer !!!
Ich glaube aber, dass das sehr wichtig ist !!!!! Ich bemühe mich, aber es will nicht in den Kopf ... Es fällt mir einfacher, (Achtung!!! Profis weghören!!!) wenn ich mir die Finger und die Tasten merke ... Das ist sicherlich der falsche Weg, weil ich will ja weiterkommen, aber das Noten lernen is echt ne Wissenschaft für sich ... Vielleicht bin ich DAFÜR scho zu alt (oder ich habe eine neue Technik entwickelt ...;-)) )

Auf jeden Fall schaue ich mal nach den hier vorgeschlagenen Büchern - oder hat jemand einzelne, schöne Lieder, welche für Anfänger geeignet sind ??? Die könnte man sich dann z.b. auch vom Internet besorgen . Oder austauschen ...

Liebe Anja, ich würde mich freuen, mehr von dir zu hören - wir haben ja das Gleiche Schicksal ....

Liebe Grüsse,
Katrin
 
Hallo Anja,

erstmal auch von mir herzliches Willkommen hier! Ich habe auch mit über 40 Jahren angefangen mit dem Klavier (auch ein Digi), weil meine Tochter da angefangen hatte und es war schon immer mein Traum. Auch ein digitales Klavier ist meiner Meinung nach ein Klavier, natürlich nicht so satt im Klang, da kann es nicht mithalten, aber es hat einfach ungemeine Vorteile: man kann weit nach Mitternacht mit Kopfhörer spielen (ist mir oft nach!), man kann sein Stück aufnehmen und anhören, Spielereien gibt es dann auch noch (Orgel, mit Begleitung und so'n Zirkus), also klar möchte man nach gewisser Zeit ein richtiges Klavier, ich auch! Ist aber im Moment kein Geld übrig, wir renovieren z.Zt. Aber die ersten Jahre reicht es vollkommen. Ich spiele jetzt in den Ferien bei meiner KL zuhause am Flügel, das ist natürlich schon was Tolles. Du solltest, falls du Unterricht nimmst, an einem Klavier spielen, denn abgesehen vom Klang ist der Umgang mit dem Pedal nur mit einem richtigen Klavier möglich, ein Digi ist dafür nicht ausgerüstet. Jedenfalls höre ich mein Pedal nicht, mag sein dass es hochwertige Digis gibt, aber dann würde ich sowieso ein Klavier vorziehen. Den "Piano-Crash-Kurs" von Heumann hatte ich auch, er ist nicht schlecht für den Anfang ohne Lehrer, den kannst du auch ruhig weiterhin benutzen. Allerdings wirst du bald an den Punkt kommen, an den wir alle irgendwann kamen, das wirst du selbst merken, und dann muss ein Lehrer her. Das machst du ganz automatisch, da brauchen wir dich nicht zu drängen, es kommt einfach dann der Zeitpunkt. Weil irgendwann kommst du nicht mehr so richtig weiter, jedenfalls war es bei mir so, man tritt dann auf der Stelle. Aber warte das erstmal ab und übe weiter, viel Erfolg und Spaß weiterhin wünsche ich dir!
 
Hallo Katrin,
na das passt ja, da lernen wir sogar die selben Lieder. Bin auch grad bei der Barcarole und bei Winter Ade probier ich grad den Trick, den ich hier irgendwo gelesen habe, das lernen von hinten anzufangen. Also erst die letzen Takte üben und dann immer weiter vorne einsteigen. Klappt bis jetzt ganz gut, ist irgendwie ein besseres Feeling wenn du zum Ende hin immer sicherer statt unsicherer wirst.
Bedenken hatte ich eigentlich nicht. Mein Motto ist ja, wenns andere lernen können, kann es nicht so schwer sein als das ich nicht auch zumindest ne Chance hätte… ;-) Etwas pauschal, aber damit kann ich recht gut leben..
Ich lern auch irgendwie mehr die Tasten auswendig, aber um das zu vermeiden übe ich die einzelnen Stücke immer nur kurz, dafür die Stücke immer sehr abwechselnd. Ich hoffe irgendwie, das ich die Noten dadurch etwas leichter lerne und das automatische Auswendig spielen dadurch irgendwie ausgetrickst wird. Aber immerhin merke ich schon sofort, wenn ich die falsche Taste erwischt habe. Ich rede mir ja ein das das irgendwie ein Vorteil ist…
;-)
Und Noten lernen ist bei mir auch mehr, das ich Versuche zu identifizieren welches Notenbildchen zu welchem Klang gehört. Wenn ich jetzt sagen sollte ob das ein F oder ein A oder was auch immer ist, müsste ich mir erstmal ein C suchen und Anfangen abzuzählen.. Geht dir das auch so?
Mit den Anfängerliedern ist das so eine Sache hab ich festgestellt. Wenn man so im Internet rumsurft und Klaviernoten für Anfänger sucht, stelle ich eigentlich immer früher oder später fest, das für Anfänger nicht unbedingt die Mittel-C-Lage beinhaltet. Sobald man bei der normalen C-Lage ist, hat man auf den Schlag ne ziemliche Notenauswahl…

Hast du auch Aura Lee gelernt? Das Lied mag ich irgendwie. Ich hab ja meine zwei Lehrbücher, in dem einen war es Mittel-C-Lage und die Hände immer schön abwechselnd und im zweiten schon ein bißchen Zweistimmig. Jetzt hätte ich gern das Lied durchgängig zweistimmig und dann später in einer anderen Lage bis ich mich zum Original hochgearbeitet hab. Da freu ich mich schon drauf…
Dann bin ich ja mal gespannt auf deine Fortschritte. Mal schaun, vielleicht haben wir hier ja bald ein doppeltes Klavierlerntagebuch... Freuen sich andere Anfänger bestimmt auch drüber.
;-)
Schönen Abend noch!
Anja
 
@All,

vielen Dank für das herzliche Willkommen und die Tips! Hab mir gleich noch zwei Bücher bestellt. Irgendwie macht das Forum bereits einen einen nicht unerheblichen Teil des Spaßes aus, den ich im Moment am Klavierspielen habe.
Schönen Gruß
Anja
 
Hallo zusammen,

ich finde es ja toll, hier Gleichgesinnte zu treffen. Ich habe auch vor ca. 1 Monat angefangen, auch auf einem Digi und auch mit dem Lehrbuch von Heumann. Parallel dazu nehme ich auch noch Alfreds Klavierschule für Erwachsene. Nach der Mittel-C und C-Lage bin ich jetzt bei der G-Lage angekommen und arbeite mich so langsam an die schwarzen Tasten ran.

Wenn ich ein neues Lied einstudiert habe, erst rechte Hand, dann linke Hand und dann beide zusammen lerne ich das Ganze ganz bewußt auswendig. Ich habe im Internet auch den Online-Chang gefunden, über den hier schon im Forum diskutiert wurde, und mir einige Kapitel durchgelesen. Dort wird das Auswendiglernen sogar besonders empfohlen. Und ich kann aus meiner bisherigen Frischlingserfahrung nur sagen, das mir das sehr weiterhilft. Ich habe zuerst nur auf die Tasten geschaut und eigentlich die Tastenfolge auswendig gelernt. Das war aber nichts. Jetzt schaue ich bewußt aus dem Fenster oder auf eine Blume und konzentriere mich beim Spielen ganz auf die Töne, das Setzen der Finger und versuche, mit ganz viel Gefühl zu spielen. Und da hatte ich auch schon das ein oder andere Aha-Erlebnis, das ist so, als ob man mit der Musik mitschwebt, auch wenn das im Moment natürlich nur kurze Taktfolgen sind.

Mit dem Notenlesen habe ich auch meine Schwierigkeiten. Das Erkennen der Notenwerte und die Bedeutung der einzelnen Zeichen und Symbole auf einem Notenblatt ist kein Problem, aber ich habe auch Probleme auf Anhieb zu erkennen, welche Note denn welche Taste ist. Aber ich denke, dass ist eine Frage der Zeit und natürlich des Übens. Irgendwann macht es "klick" und man hat's drauf. Wenn andere das gelernt haben, kann ich das irgendwann auch.

Piano Piano - die 100 schönsten Melodien habe ich bei meinem Digi-Kauf geschenkt bekommen. Ich habe mich dann mal an "Guten Abend, Gut' Nacht" von Brahms versucht, bin aber kläglich gescheitert. Die Melodie mit der rechten Hand und die Begleitung mit der linken konnte ich getrennt gut spielen aber beide Hände zusammen habe ich nicht hinbekommen. Das war einfach noch zu früh. Ich habe es jetzt erstmal wieder weggelegt.

Meine Erfahrung mit dem Digi ist im Moment auch nur positiv (ich habe aber auch keine Vergleichsmöglichkeit mit einem akustischen Klavier). Wenn jemand Lust dazu hat, Klavierspielen zu lernen, und sich aus Platz- oder Budgetgründen kein akustisches Klavier zulegen kann, sollte es meine Meinung nach ruhig mit einem Digi versuchen. Und wenn jemand "im reiferen Alter" ist und deshalb unsicher, ob man noch Klavierspielen lernen kann - nur ran! Man muss sich nur realistische Ziele setzen und darf sich nicht unter Druck setzen - das ist alles kein Hexenwerk.

Kann mir jemand vielleicht noch ein paar Internetadressen sagen, wo man
!einfaches! Notenmaterial downloaden kann? Vielen Dank schon mal vorab.

An alle viel Spaß beim Klavierspielen und viel Erfolg und Motivation!

Lieben Gruß - Petra
 
Kann mir jemand vielleicht noch ein paar Internetadressen sagen, wo man
!einfaches! Notenmaterial downloaden kann? Vielen Dank schon mal vorab.

An alle viel Spaß beim Klavierspielen und viel Erfolg und Motivation!

Lieben Gruß - Petra

Hi Petra,

versuch es mal auf www.toningenieur.com. Ist so eine Seite auch mit Lektionen, wo du dann direkt für das grad gelernte entsprechende Stücke raussuchen kannst. Die Lektionen sind meiner Meinung nach doch sehr knapp gefasst, aber das man genau spezifizieren kann, was für Noten, Tonlage, Schwierigkeit usw man braucht find ich ziemlich gut. Und wenn man dieses Scorch-Irgendwas Dingens installiert, kann man sich die Lieder auch anhören.

Schönen Gruß
Anja
 
Hallo Anja, hallo Fisherman,

vielen Dank für die Links. Das ist genau das, was ich gesucht habe! Super :)

Viele Grüße - Petra
 

Hallo zusammen,

jetzt bin ich ein Stückchen weiter beim lernen und wieder über was gestolpert wo sich mir Fragen stellen. Diesmal: das Pausenzeichen. Das es da verschiedene Symbole gibt, je nachdem für welchen Notenwert sie stehen, ist mir klar. Allerdings, wofür genau sind die Pausenzeichen da?
Im Prinzip ist ja jede Note genau definiert, wie lange sie gespielt werden muß, ganze Note, halbe Note usw. Und wenn dann da keine Note steht, wird halt nix gespielt, wozu dann noch ein extra Pausenzeichen? Folgt irgendwann später noch was wo die Pausenzeichen richtig wichtig werden? Ist der übliche Klavierspieler (anwesende natürlich ausgenommen) grundsätzlich etwas Stur, das man alles zweimal betonen muß? Oder ist es vielleicht ein Stilmittel, damit die Notenblätter extra kompliziert aussehen? Fragen über Fragen...
;)
 
Hi Klavierdummie,

in der Musik sind die Stellen, wo nichts gespielt wird (Pausen) genauso wichtig. Das erkennt man als Beginner nicht sofort, dazu benötigt man manchmal Jahre. :D

Die Pausen werden von ihrer Länge nach dem gleichen System bezeichnet wie die Noten, wie du richtig erkannt hast.
Man könnte jetzt tatsächlich nach deinem Vorschlag die Konvention festlegen, dass ein Takt automatisch mit Pausen aufgefüllt wird, ohne dass man die extra einzeichnet. Diese Konvention wurde aber bisher unter den Musikern bei gedruckten Noten nicht vereinbart.
Bei handschriftlichen Noten, gibt es oft faule Musiker, wie du und die lassen in ihren Noten die redundanten Pausen weg. Meines Wissens haben das sogar alle grossen Komponisten in ihren Aufzeichnungen oft gemacht.

Übrigens werden genaue Pausenbezeichnungen dann besonders wichtig, wenn der Notentext mehrere Stimmen enthält.

Ausserdem fällt mir noch ein Grund für Pausenzeichen ein. Beim "vom Blatt spielen" muss man mit einem Blick bestimmte Notenstrukturen erkennen und das geht besser, weils eindeutiger ist mit Pausenzeichen. Zum Lesen von einzelnen Noten und dann auch noch die Pausen dazudenken hat man keine Zeit.

Gruß
 
Ich bin immer froh, wenn es Pausenzeichen gibt :). Sie sind mir die liebsten Zeichen. Da kann ich mal in Ruhe hingucken :).
 
Hi Klavierdummie,

Übrigens werden genaue Pausenbezeichnungen dann besonders wichtig, wenn der Notentext mehrere Stimmen enthält.

Ausserdem fällt mir noch ein Grund für Pausenzeichen ein. Beim "vom Blatt spielen" muss man mit einem Blick bestimmte Notenstrukturen erkennen und das geht besser, weils eindeutiger ist mit Pausenzeichen. Zum Lesen von einzelnen Noten und dann auch noch die Pausen dazudenken hat man keine Zeit.

Gruß

Ok, hört sich logisch an, das laß ich gelten. Also werde ich den Pausenzeichen in Zukunft doch mehr Aufmerksamkeit schenken. Ich war auch schon ganz fleißig und habe 4´33" von John Cage geübt. Klappt aber noch nicht so ganz, brauche im Moment immer noch länger als vorgesehen...
;-)
 
Hallo @all,

ein wenig geübt und wieder hab ich was gelernt, zwei (für mich) sehr wichtige Sachen. Wobei eines davon wahrscheinlich sowieso nur mir passiert...
Ich habe heute nämlich festgestellt, das man sich auf gar keinen Fall zum üben hinsetzen sollte, wenn man sich grad ganz frisch die Hände eingecremt hat. Ganz doofe Idee...
;)

Und heute bin ich dahintergekommen, warum immer so betont wird, das man erst die eine, dann die andere und wenn das beides gut klappt erst beide Hände zusammen üben soll. Bisher hatte in meinen beiden Lehrbüchern immer nur Lieder wo die linke Hand im nur so ein oder zwei Noten im Takt hatte und die dann immer nur als Untermalung der Hauptmelodie (also nicht unabhängig - ich hoffe, irgendjemand versteht was ich damit meine...?!?!), da hab ich ja immer mit gleich beiden geübt, alles andere ist ja für Weicheier... ;). Jetzt bin ich mal wieder ein Stück weitergegangen, als nächstes ist die Eurovisions-Melodie dran (natürlich immer noch recht einfach gestaltet in Mittel-C-Lage) und bin irgendwie überhaupt nicht mit der Melodie zurechtgekommen, auch mit CD nicht. Bis ich einfach mal die Noten der linken Hand weggelassen habe, die irgendwie nicht zur Hauptmelodie gehören und da hat´s Klick gemacht. Jetzt kann ich identifizieren, was zur Hauptmeldodie gehört und wie ich die anderen Noten quasi dazwischensortieren muß. Hurra, Erfolgserlebnis, jetzt wird fleißg weitergeübt, natürlich erst schön die Hände einzeln.
Ich hoffe mal, ich verursache mit meinen Präanfängerformulierungen bei niemandem Kopfschmerzen oder Gruselanfälle, in diesem Sinne schönen Sonntag noch, ich setzt mich wieder an mein DigiDing.
Gruß Anja

P.S. Frage an die anderen Mitanfänger: Geht euch das eigentlich auch so das ihr euch verspielt sobald auch nur die Möglichkeit besteht das jemand zuhören könnte?
 
P.S. Frage an die anderen Mitanfänger: Geht euch das eigentlich auch so das ihr euch verspielt sobald auch nur die Möglichkeit besteht das jemand zuhören könnte?
Ist ganz normal - wird aber mit der Zeit besser. Vor allem, je mehr Du vorspielst. Oma, Opa und die Nachbarsgören sind dankbare "Opfer"...
 
Guten Abend,

ein sehr schöner Thread, den ich - gerade frisch aus dem 2wöchigen Urlaub zurück - eben entdeckt habe.

Ich habe im Mai mit dem Klavierspielen angefangen und bin erstaunt, was du bzw. ihr nach nur wenigen Wochen schon alles übt! Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich zumindest einen virtuellen Lehrer habe, der mir bisher auch sehr abwechslungsreiche Übungsstücke geschickt hat.

Jetzt hatte ich schon etwas Angst, dass ich im Urlaub alles verlernt habe könnte oder völlig aus der Übung bin, habe aber heute gleich 2 x 1 Stunde geübt und bin froh, dass diese Angst unbegründet war.

Für weiteres Übematerial kann ich auch diese Seite empfehlen. Da kann man auch die Suche dadurch einschränken, indem man angibt, auf welchem Niveau man sich so bewegt...

Viel Spaß und ich freue mich, weiter von dir/euch zu lesen.
LG,
Babs

P.S. Das mit dem Vorspielen geht mir auch so... :(
 
Hallo An Alle Mitfühler !!!

Es ist doch recht erstaunlich, das so ziemlich alle Anfänger das Gleiche durchmachen ...
Das beruhigt mich immens !!!!
Nach den ersten Anfängen war ich fest davon überzeugt, dass ich für das Klavier ein Händchen habe, aber es gibt doch immer wieder sehr tiefe Tiefen ...

Ich hänge grade auch an der Eurovisionshymne fest ... Die macht mir doch einige Knoten in den Kopf.
Mir gings da GENAU wie dir, liebe Anja...
Rechts alleine super, links alleine super - Aber zusammen - KATASTROPHE !!!
Aber ich habe nicht aufgegeben und so langsam flutscht es, und da bin ich echt stolz drauf, finde die nämlich schon richtig schwer - für einen Anfänger ..
(Und wenn ich dann im Buch umblättere - dann kommt Hänsel und Gretel - HÄÄHH)
Ausserdem mache ich es dann so, wenn gar nix mehr geht- Aufstehen, was anderes machen (SChokolade essen) und dann nochmal hinsetzen und geht es wie von Zauberhand ..

Meine KL zieht aber auch das Tempo echt an, gefällt mir aber, will ja weiterkommen.
Freu mich schon auf die nächste Stunde- dann gehen wir bestimmt auch weiter in eine andere Lage.
Manchmal wünschte ich mir ein paar mehr Übungsstücke, zum festigen des Erlernten...
Habe auch schon viele Noten im Internet gesehen, aber ich schau irgendwie net richtig, weil entweder sind se zu schwer oder schon wieder zu leicht...

Hier ein kleiner Gedanke von mir: Wenn ich spiele oder mich durch ein Lied kämpfe, muss ich immer daran denken (mich erinnern), wie ich Englisch 'höre'.
Man übersetzt die Worte auch nicht im Kopf ins deutsche- man versteht es einfach. So geht es mir mit dem Klavier spielen- ich 'übersetzè' die Noten nicht, aber ich weiss, wie sie sind ...
Ich hoffe trotzdem immer noch, das ich irgendwann genau auf Anhieb weiss, wo dieses verdammte f sitzt ...

@Anja
Ich habe auch schon die Erfahrung mit frisch eingecremten Händen gemacht ... Total schräg ...
Und ich verspiele mich auch mehr, wenn jemand zu hört...
Is halt der berüchtigte Vorführeffekt ... Müssen wir uns halt bis zu unserem ersten Konzert halt noch ein bisschen Zeit lassen ... :-)


Bis denne, liebe Grüsse,
Katrin
 
(Und wenn ich dann im Buch umblättere - dann kommt Hänsel und Gretel - HÄÄHH)

Hab ich auch gedacht, aber das ist gar nicht sooo einfach... Meine Linke Hand hat noch nicht ganz akzeptiert, das sie ja jetzt zwei Noten weiter links liegen bleiben soll... Wenn ich nicht aufpasse rutscht sie wieder in die Hamster-Haltung...

Ausserdem mache ich es dann so, wenn gar nix mehr geht- Aufstehen, was anderes machen (SChokolade essen) und dann nochmal hinsetzen und geht es wie von Zauberhand ..
Ich auch, Ich auch!!! Und dann bin ich genervt, weil ich mir denke, toll, lass ich das klappt gar nicht einfach weg und nehm nur die hinsetzen und alles gut-Momente...
:)

Und heute hat bei mir ja wirklich gar nichts geklappt... Ich hab die Eurovision geübt, bis zum klappt gar nich mehr-Moment und bin dann einfach ins andere Übungsbuch gegangen und hab mit "Oh, when the saints" angefangen. Auch noch Mittel-C. Allerdings ist da über jede Note eine Ziffer für die Finger geschrieben, was mich ziemlich nervt weil ich dann immer auf die Ziffern und nicht auf die Noten schaue. Das hab ich solange gemacht, bis ich völlig genervt eine Tip-Ex-Maus genommen habe und alle Ziffern übermalt hab. Jetzt sieht mein Übungsbuch ein bißchen doof aus...
;)
Und ich hab nebenbei noch ein neues Zeichen gelernt (konnt mich grad noch zurückhalten das auch weg zu tip-exen) und zwar die Synkobe. Ein Pfeil über einer Note. Neugierig im Glossar nachgeschaut: Die Synkobe stellt die Verlagerung eines betonten Taktteils auf einen unbetonten dar.
...
Hä?
...
Das ist das erste mal, das ich wirklich überhaupt nix verstanden hab..
Schafft es jemand, mir das auf noch-nicht-Klavieranfänger-Deutsch zu übersetzen? ;)

Schönen Gruß
Anja
 

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