Der Einstieg - ein Erfahrungsbericht

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Jodo
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Hallo Corki und Babs und an alle anderen,

ja, ein bißchen hat es "klick" gemacht :).

Ich habe mir alle Noten rechts von c1 bis c2 und links bis c, die auf einer Linie liegen, auf einem Notenblatt aufgemalt. Jedesmal, bevor ich mit dem Üben anfange, nehme ich mir jetzt das Blatt und schaue mir genau an, wo diese Noten auf dem Klavier liegen und versuche, mir dies einzuprägen und mir bei der ein oder anderen Note kleine Eselsbrücken zu bauen, h1 liegt z. B. auf der dritten Linie und ist die Taste direkt hinter der dritten schwarzen Taste in der eingestrichenen Oktave, f liegt auf der vierten Linie und ist die vierte Taste hinter C. Aber dass tägliche Anschauen vor dem Spiel hat schon sehr geholfen. Vielleicht würde euch das auch helfen.

Was mir jetzt noch ziemliche Probleme bereitet, ist die Koordination beider Hände bei neuen Stücken. Die Leadmelodie habe ich recht schnell "intus" und auch die Begleitmelodie der linken Hand klappt alleine relativ gut aber wenn ich dann versuche, mit beiden Händen zu spielen, bleibe ich komplett hängen und muss das mühsam Note für Note einüben. Vielleicht übe ich mit jeder Hand separat auch nicht lange genug. Vielleicht kann mir einer der Profis hier einen Tipp geben. Sollte man erst jede Hand für sich im Schlaf können, bevor man mit beiden Händen spielt?

Ansonsten bin ich mit meinen Fortschritten eigentlich soweit zufrieden. Ich bin beim Heumann jetzt bei der D-Lage angekommen und habe Good Luck einstudiert. Das hört sich sehr schön an. Zusätzlich habe ich mich nochmal an ein leichtes Stück aus Piano Piano herangewagt: Gutn Abend, Gute Nacht von Brahms. Ganz flüssig bekomme ich es leider noch nicht hin aber das wird schon. Für die meisten anderen Stücke muss man die verschiedenen Tonleitern mit # und b kennen, da muss ich noch etwas warten.

Ich habe mir heute noch ein weiteres Übungsbuch gekauft, weil der Heumann mir eigentlich etwas zu wenig Fingerübungen enthält, gerade was auch die Koordination betrifft: Klavierschule für Erwachsene Band 1 von Schaper/Meister mit CD. Etwas trocken vielleicht aber die Übungen sehen ganz interessant und auch ziemlich anspruchsvoll aus. Mal sehen, ob es was bringt.

So, ich wünsche noch allen viel Spaß beim Üben und gute Fortschritte! Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es bei mir weitergeht:)

Lieben Gruß - Petra
 
K
Klavierdummie
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Hallo zusammen,

heute ist es passiert, es war auf einmal nicht mehr Tastendrückerei sondern irgendwie ne Art Musik, mit Flooowww... ;)
Allerdings leider nur einmal, als ich dachte "wow, das war gut, gleich nochmal, bloß diesmal auf die richtige Handhaltung achten" wars wieder weg. :(
Aber ich verbuche es trotzdem mal als ne Art Erfolgserlebnis.

Habt ihr Mitanfänger eigentlich auch schon den Blog von Mos gefunden? Ich bin da gestern drüber gestolpert und find den echt spannend. Und wie ich grad eben gesehen hab, hat Babsbarbara auch einen.. Das hört sich ja echt gut an was du da vorspielst *neid*. Ich hab auch schon dran gedacht, einfach mal etwas einzustellen, aber im Moment trau ich mich glaub ich einfach noch nicht. Hier im Forum hört sich ja alles so gut und sauber und so an...

Ich habe mich jetzt erstmal ein wenig von den Lehrbüchern entfernt, meine aktuellen Stücke sind (immer noch) das Menuett KV 2 von Mozart, Guten Abend - Gute Nacht aus Piano Piano und Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen (naja, wenn ich Weihnachten was vorspielen soll, muß ich ja jetzt langsam anfangen...)
Mozart find ich nicht wirklich einfach, ich hab jetzt den ersten Satz zumindest soweit drauf, das ich mich nicht verspiele, zumindest nicht mehr immer. Aber Takt und Betonung sind immer noch schwer. Und mit dem Tempo der CD mithalten brauch ich gar nicht versuchen...
Bei dem Weihnachtslied waren leider gar keine Fingersätze bei, das hat mich ein bißchen verwirrt aber mit ausreichend rumprobieren hab ich was gefunden, was mir ganz gut von der Hand geht. Gibt es da eigentlich feste Regeln für?
Bei den Noten habe ich festgestellt, das ich irgenwie nicht auf die Note schau und weiß welche Taste gemeint ist, sondern das ich eher schau wie am Anfang die Fingerchen liegen müssen und dann nach den Relationen der Noten zueinander spiele (hat das irgendjemand verstanden? Ist das eher eine gute oder schlechte Angewohnheit?). Der Rest kommt irgendwie so nach und nach denk ich.. Bisher kann ich immerhin schon die C´s und die F´s auf Anhieb identifizieren und den Tasten zuordnen.
Und ich hab festgestellt, das sich meine vorgenommene Übungszeit von 15 Minuten irgendwie schleichend doch auf ein Stündchen verlängert hat.. Und ich spiele mit dem Gedanken, mir zu Weihnachten vielleicht doch ein paar Klavierlehrerstündchen schenken zu lassen.. Es ist doch ein sehr motivierendes Hobby :)

Und übrigens habe ich vor ein paar Tagen doch entnervt meinen Bürostuhl auseinandergenommen und die blöden Armlehnen abgebaut. Solange man sich im Mittelfeld bewegt stören die ja nicht, aber da Mozart irgendwie unbedingt möglichst viele Tasten einbringen wollte (wahrscheinlich wegen der gleichmäßigen Abnutzung) sind die Dinger inzwischen echt im Weg. Mit Armfreiheit geht es ja doch besser.

Wie sieht es denn bei euch so aus, was spielt ihr grad so, welche Fortschritte habt ihr gemacht? Bin ja neugierig..
Lieben Gruß
Anja
 
K
Klavierdummie
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Zusätzlich habe ich mich nochmal an ein leichtes Stück aus Piano Piano herangewagt: Gutn Abend, Gute Nacht von Brahms. Ganz flüssig bekomme ich es leider noch nicht hin aber das wird schon. Für die meisten anderen Stücke muss man die verschiedenen Tonleitern mit # und b kennen, da muss ich noch etwas warten.

Hallo Petra,

das hab ich mir auch als "einfachstes" rausgesucht. (Hast du übrigens auch die für Anfänger PianoPiano-Version?)Ist irgendwie auch schön zu spielen, oder? Wobei ich noch recht langsam bin, vor allem schwierig find ich mal die Hände gleichzeitig zu bewegen und dann wieder einer Hand Pause zu verordnen.. Da stolper ich öfter drüber..
Hast du dir auch schon ein nächst-einfaches rausgesucht? Ich bin mir so unsicher, ich liebäugele mit Largo auf Seite 4o...
Schönen Gruß
Anja
 
Babsbara
Babsbara
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Hallo Anja,

also ich finde es echt erfrischend, wie du schreibst! Bitte weiter so.

Meine "Fortschritte" blogge ich ein bisschen, weil ich später gern mal sehen möchte, wie es so am Anfang war, was einen begeistert und was einen vielleicht entmutigt hat. Außerdem muss ich für meinen Internetlehrer sowieso immer Aufnahmen machen - die kann ich dann auch gleich weiter benutzen.

Im Moment spiele ich gerade "Muss i denn" - hört sich vielleicht simpel an und ist garantiert nicht mein Musikgeschmack, aber ich denke, so lange ich dabei etwas lerne, bringt es mich voran. Hier hat die linke Hand extrem gegen die rechte zu tun, was beim Zählen recht schwer war, den Rhythmus zu finden. Jetzt komme ich schon gut damit zurecht - es hilft tatsächlich, regelmäßig zu üben :o

Generell bin ich immer ganz gespannt, was ich als nächstes üben werde. Ich würde mich freuen, auch mal was von dir zu hören - diese Mozartsache interessiert mich z. B. sehr. Nur Mut!

LG,
Babs
 
K
Klavierdummie
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Generell bin ich immer ganz gespannt, was ich als nächstes üben werde. Ich würde mich freuen, auch mal was von dir zu hören - diese Mozartsache interessiert mich z. B. sehr. Nur Mut!

Hallo Babs,

jetzt hab ich mich doch getraut -> http://klavierkatze.blogspot.com/
Ein kleiner Anfang von Mozart... Die Eigenkritik folgt weiter unten...

Und gelernt hab ich heute auch wieder was. Leider was doofes... Ich hab in meinem "Übungsraum" ein echtes Lichtproblem! Ist mir die letzte Zeit noch nicht so aufgefallen, weil ich Urlaub hatte und Tagsüber üben konnte... seit Freitag übe ich Abends, und muß demenstprechend das Licht anmachen. Da hab ich die Wahl zwischen so einer uralt-Neonleuchte und einer nicht unbedingt jüngeren Leselampe... Noch aus meiner Schulzeit. Jetzt hab ich am WE ziemlich lang geübt, und gestern hab ich auf einmal ein ziemliches Flimmern vor Augen und ziemliche Kopfschmerzen gekriegt. Allerdings grad als ich im Stall bei meinem Pferdchen war, da hab ich den Zusammenhang nicht gesehen.. Und eben setz ich mich wieder hin, will eine kleine Aufnahme machen und Zack, flimmern wieder da... Mist. Naja, aus Reflex beim Spielen die Augen zugemacht und gemerkt, nanu, ich kann ja weiterspielen. Habs wohl ohne zu merken auswendig gelernt... ;) Also hab ich die Aufnahme erstmal mit Augen zu gemacht und dann für heute erstmal aufgehört. Jetzt muß ich mir echt überlegen, wie ich da vernünftiges Licht reinkriege...

So, jetzt die Selbstkritik. Übrigens soll das der erste Satz von Mozarts Menuett KV 2 sein. ;) Also Takt und Betonung sind noch nicht richtig, ich habe deutliche Pausen wenn ich einen Fingerwechsel zu den weiter-weg-Tasten machen muß, die Fingerhaltung ist glaub ich teilweise zu steil, und was mein kleiner Finger da macht sieht irgendwie seltsam aus. Ist mir erst auf dem Video aufgefallen.. schlängelt so rum... Die linke Hand und speziell der linke kleine Finger sind gern mal deutlich zu laut. Und mehr fällt mir grad nicht mehr ein... Ach ja, man soll ja immer mit was positivem abschließen: Ich hab mich zweimal hintereinander nicht verspielt! ;)

Ich frag mich im Moment welches ist jetzt eine sinnvolle Herangehensweise ans weiterüben? Einfach immer wieder spielen bis es besser klappt? Hab es Samstag etwa 20 Min hintereinander weg gespielt, eine Wiederholung a ca. 20 sekunden... Naja, rechnet selber... Oder gibt es da noch andere Tricks? Zum Einspielen spiel ich immer die C-Dur-Tonleiter und so eine Fingerübung aus dem Molsen-Technikheft. Sollte ich vielleicht erstmal ein paar Tage nur die Übergänge zwischen den weiter-weg-Tasten üben und das durchspielen erstmal wieder zurückstellen? Über Tips wäre ich sehr begeistert, hab im Moment das Gefühl das sich bei dem Stück irgendwie nicht mehr so richtig viel tut...

Ach ja, und noch was frustiges ist mir heut passiert.. Kennt ihr die Melodie von Tetris? Die hatte heut morgen im Zug jemand auf dem Handy und ich hatte die den ganzen Tag als Ohrwurm.. Bis ich soweit war und mir gedacht hab, naja ist ja im Prinzip ne ganz einfache Melodie, die müsste man doch auf dem Klavier hinkriegen. Wäre ja ein schwungvolles Gegenstück zu dem was ich im Moment übe, die sind ja eher ruhiger. Also ab ins Internet, Noten gesucht, gefunden, ausgedruckt, angeschaut, weggelegt. Warum sieht so eine Klimpermelodie in gedruckt eigentlich so schwierig aus? Grummelgrummelgrummel...

Naja, soviel erstmal wieder für heute
Schönen Abend noch
Anja
 
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Sookie
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Morgen gehts auch bei mir endlich los mit einer Probestunde bei einer Klavierlehrerin. Dann kann ich hoffentlich bald auch was beisteuern zu Eurem Lust und Frust! Weiter so!

Und bei allem Frust vielleicht etwas was Dich aufheitern sollte: Für mich ist das schon beneidenswert überhaupt in der Lage zu sein, diese Erfahrungen zu machen, diese Probleme zu erkennen und zu lösen. Ich steh ja noch total am Anfang und alles zieht sich so. Ihr beiden erscheint mir da schon so unendlich viel weiter :D Ist doch auch was oder?!
 
S
scubakarin
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Mozart Menuett F-Dur KV 2

Hallo Klavierdummie,
bei mir sieht der Fingersatz für die linke Hand in den ersten 4 Takten wie folgt aus:
1. Takt beginnt mit 5
3. Takt 1 ; 5
4. Takt 1 , 2; 5
vielleicht klappt es so!
Gruß Karin
 
Babsbara
Babsbara
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Hallo Anja,

na, siehst du, ein Anfang ist gemacht! Ich finde, das Menuett klingt sehr schön (ich mag Mozart sowieso), aber auch nach viel Arbeit und Geduld! Beim Üben solltest du vielleicht häppchenweise vorgehen. Schau dir alle Takte an und dann merkst du schon, wo es vielleicht ganz gut geht und wo es sicher schwer wird. Manchmal ist es motivierender, erst mit den Stellen anzufangen, die einfacher sind, dann klingt es schon mal nach Musik.

Mit den Videos, das kriegst du schon noch hin - ich bin mit der Kamera in meinem Laptop auch nicht so zufrieden, weshalb ich im Moment keine bewegten Bilder in meinen Blog stelle, sondern nur die Aufnahme an meinem Digi mache und die mp3-Datei dann im Windows MovieMaker mit dem Foto hinterlege. Da ich nur die Sachen spiele, die ich von meinem Lehrer aufbekomme, ist der Fingersatz ja vorgegeben. Um die Handhaltung zu korrigieren, werde ich ihm demnächst sicher mal wieder was mit Bild schicken. Allerdings fahre ich Ende nächster Woche erstmal für 3 Wochen in den Urlaub, so dass ich davor sicher nicht mehr mit diesen Experimenten anfange.

Ich habe jetzt die C-Dur-Tonleiter (mit dem Unter- bzw. Übersetzen der Finger) gelernt und das gleich bei "Muss i denn" anwenden müssen. Wenn ich es schaffe, kommt die Aufnahme auch wieder in meinem Blog.* Ich habe für das Lied schon ziemlich lange gebraucht (10 Tage geübt), aber ich fand es fast am schwierigsten von allem, was ich bisher gemacht habe. Aber es ist ja gut, wenn es immer eine Steigerung gibt.

Das halte ich für ein bisschen gefährlich, wenn man Autodidakt ist: Man geht so vielleicht eher etwas planlos vor und neigt dazu, sich permanent zu überfordern. Das kann natürlich etwas demotivieren.

Ich hab immer gedacht, es ist zu langsam, wie und was ich üben "muss", aber inzwischen merke ich, dass eins immer auf dem anderen aufbaut.

Na, jetzt schicke ich erstmal meine Aufgaben an meinen Lehrer und warte gespannt auf die nächste Steigerung!


*P.S. Hab es erstmal auf meinen you-tube-Kanal geladen - hier ist der Link http://www.youtube.com/watch?v=juTRrC7lN90
 
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Klavierdummie
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Hallo Klavierdummie,
bei mir sieht der Fingersatz für die linke Hand in den ersten 4 Takten wie folgt aus:
1. Takt beginnt mit 5
3. Takt 1 ; 5
4. Takt 1 , 2; 5
vielleicht klappt es so!
Gruß Karin

Danke, das ist in der Tat etwas einfacher, muß mich jetzt natürlich umgewöhnen.. Ich hatte ab dem 3 Takt 1 4; 1 4 1 4 5 hatte für mich den Charme das ich auf der zweiten 4 mit gedrückter Taste auf die 1 gewechselt habe mit dem Vorteil das die 5 automatisch zur richtigen Taste gerutscht ist. Aber das ist ein ganz schöner Hüpfer über die Tastatur, da hast du den Weg mit 1 5; 1 2 5 schon etwas abgekürzt..
Wie hast du´s denn ab dem 7. Satz? Kann ich da auch noch einsparen? ;)
Ich hab da jetzt 5 4 3; 1 4 5 wieder mit einem Fingerwechsel auf 1 bei der gedrückten zweiten 4...
Also wieder was gelernt, man sollte als Anfänger nicht unbedingt versuchen selber Fingersätze zu basteln... ;)

Vielen Dank für den Tip!
LG Anja
 
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Klavierdummie
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Ich habe jetzt die C-Dur-Tonleiter (mit dem Unter- bzw. Übersetzen der Finger) gelernt
Die übe ich immer fleißig zum aufwärmen... Getrennt klappt es ganz gut aber beide Hände zusammen gibt auch gern noch mal Wurstsalat...

und das gleich bei "Muss i denn" anwenden müssen. Wenn ich es schaffe, kommt die Aufnahme auch wieder in meinem Blog.* Ich habe für das Lied schon ziemlich lange gebraucht (10 Tage geübt), aber ich fand es fast am schwierigsten von allem, was ich bisher gemacht habe. Aber es ist ja gut, wenn es immer eine Steigerung gibt.
Ist beim Klavierlernen nicht sowieso immer das nächste Stück das schwierigste? Kommt mir jedenfalls deutlich so vor... ;)

Das halte ich für ein bisschen gefährlich, wenn man Autodidakt ist: Man geht so vielleicht eher etwas planlos vor und neigt dazu, sich permanent zu überfordern. Das kann natürlich etwas demotivieren.
Das mit dem Überfordern kann natürlich passieren, aber ich hab zum Glück auch überhaupt kein Problem damit, Noten die mir echt zu hoch sind einfach mal gepflegt in den Schrank zu legen. Ich bin da nicht so ehrgeizig, das ich mich an sowas festbeisse wenn ich merke es geht gar nix. Mein Problem ist eher das ich die letzte Zeit die Theorie doch deutlich vernachlässigt habe, ich denke ich kehre jetzt erstmal reumütig zum Heumann zurück und arbeite da ein wenig nach. Wenn ich da wieder drei, vier Kapitel weiter bin wird der Herr Zart, Vorname Mo, nochmal überabeitet. Vielleicht trau ich mich dann an auch an den zweiten Satz, der ist mir im Moment noch etwas unheimlich...

*P.S. Das hört sich echt nett an, so schön betont finde ich, damit hab ich immer noch ein Problem, ich neige mehr so zum Tastenwischen... :(
*P.P.S Wünsch dir einen schönen Urlaub!
Schönen Gruß
Anja
 
Klimperline
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Zitat von Klavierdummie: Ich frag mich im Moment welches ist jetzt eine sinnvolle Herangehensweise ans weiterüben? Einfach immer wieder spielen bis es besser klappt? Sollte ich vielleicht erstmal ein paar Tage nur die Übergänge zwischen den weiter-weg-Tasten üben und das durchspielen erstmal wieder zurückstellen? Über Tips wäre ich sehr begeistert, hab im Moment das Gefühl das sich bei dem Stück irgendwie nicht mehr so richtig viel tut...

Hallo Klavierdummie,

hier ein paar Tipps, die Du auch an anderen Stellen hier im Forum immer wieder finden wirst:

- Hände einzeln üben
- schwierige Stellen zuerst üben und auch häufiger als die leichteren
- Übergänge separat üben
- langsam spielen ist wichtiger als Durchspielen im Tempo (Bewegungsmuster wird vom Hirn gespeichert -schneller spielen ist dann nur noch ein kleiner Schritt)
- durchspielen gerne ab und zu, aber nicht als alleinige Übungsmethode
- einzelne Passagen auch mal auswendig versuchen
- bei Rhythmusschwierigkeiten: Rhythmus sprechen, zählen, klopfen.... (du musst dabei nicht gleichzeitig spielen)
 

Babsbara
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Guten Morgen,

ich schon wieder :)

Was Klimperline da anspricht, kann ich auch nur unterstreichen. Am Anfang ging mir die Zählerei ja immer auf die Nerven, inzwischen mach ich das auch dort, wo mein Klavierlehrer das nicht explizit verlangt: Lautes Mitzählen macht es nach und nach einfacher den Rhythmus an die Fingerchen weiterzugeben. Oft wird einem auch erst mit dem Zählen klar, wo ein Notenwert eben wie lang klingt oder mitklingen soll.

LG,
Babs

P.S. Danke für das Lob für meine Einspielung :)
 
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Hallo Anja,

das ist ja witzig, die Largo-Version auf Seite 40 in Piano Piano habe ich mir auch als nächstes vorgenommen. Es sieht wohl relativ einfach aus und streckenweise ist es das auch, aber der Lagenwechsel und die einzelnen tiefen Töne sind hier sicher für uns Anfänger die Herausforderung.

Im Moment bin ich ein klein wenig frustriert. Ich habe zur Zeit Urlaub und übe mehr als üblich, kann aber nicht wirklich Fortschritte feststellen. Aber vielleicht erwarte ich auch zu viel. Ich glaube, bei mir ist auch das Problem, dass ist etwas planlos vorgehe und auch zu schnell. Ich muss mir unbedingt mal einen Plan machen. Ich habe jetzt so viele Übungs- und Lehrhefte, da besteht die Gefahr, dass man sich verzettelt. Ich habe auch die Schwierigkeit, dass ich ein Stück mal sehr gut hinbekomme und wenn ich es dann nochmal spiele, klappt es gar nicht mehr. Komisch. Ich habe noch nicht verstanden, woran das liegt.

Was mir übrigens auch sehr hilft, sind die kleinen Übungsstücke, die man im Internet herunterladen kann, hier speziell auf den Seiten http://www.gmajormusictheory.org/Freebies/freebies.html und www.toningenieur.com. Es sind nur kleine Stücke aber immer mit speziellen Schwierigkeitsstufen, wie z. B. das Spreizen der Finger oder Lagenwechsel. Das hilft mir im Moment mehr als die Übungen im Heumann. Man merkt wirklich, wie die Finger immer geschmeidiger werden. Ist das bei euch auch so?

Bis auf weiteres - liebe Grüße - Petra
 
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Klavierdummie
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So, jetzt hab ichs geschafft, hab wirklich das allererste mal das Üben für heute frustriert abgebrochen... Der Takt, das unbekannte Wesen.. Mistvieh...

Das Einspielen mit der C-Dur Tonleiter hat noch ganz gut geklappt, ich übe auch bewusst den Unterschied zwischen Daumenuntersatz und "Daumenübersatz" nach Chang. Immer schön gleichmäßig, Hände einzeln, Hände zusammen in eine Richtung, Hände zusammen in Gegenrichtung. Dann ein erstes Antesten von "Morning has Broken" klappt nur mit rechts ganz gut, die Linke Hand werd ich noch ziemlich üben müssen. Dann "Guten Abend, Gute Nacht". Das übe ich schon ein Weilchen, beide Hände getrennt, beide zusammen, geht noch nicht flüssig aber geht. Und dann der Vorsatz, heute mal mit bewußter Betonung des Taktes.. Blöde Idee. Ich krieg es einfach nicht hin, mit links den 1 2 3 Takt genau zu halten und die rechte Hand die Töne dazwischen zu sortieren. Egal mit Zählen, mit Metronom, sogar mit Fußmitklopfen, es klappt nicht. Sobald ich rechts dazunehme gibt es Kuddelmuddel.
Aber ok, ich bin ja nicht verbissen, ich nehme mir (schon reichlich angenervt vor) das Lied jetzt erstmal sein zu lassen und mal nach nem guten Tip im Forum zu suchen. Als Abschluss dann mein Mozart, halt was nettes was eigentlich so recht gut klappt, und wollt den neuen Fingersatz noch etwas vertiefen. Pustekuchen, es funktioniert ja überhaupt gar nix mehr! Nicht mal mehr die ersten zwei Takte krieg ich vernünftig hin! Grrrrr! Also Abruch. Und Ausheulen gehen. Wunder mich grad, das ich es überhaupt schaffe, vernünftige Wörter am PC zu schreiben... Naja, ich geh jetzt erstmal zum Volleyballtraining, Ball verprügeln, morgen starte ich einen Neuen Versuch. Natürlich nach ausgiebieger Recherche... ;)

Im Moment bin ich ein klein wenig frustriert. Ich habe zur Zeit Urlaub und übe mehr als üblich, kann aber nicht wirklich Fortschritte feststellen. Aber vielleicht erwarte ich auch zu viel. Ich glaube, bei mir ist auch das Problem, dass ist etwas planlos vorgehe und auch zu schnell. Ich muss mir unbedingt mal einen Plan machen. Ich habe jetzt so viele Übungs- und Lehrhefte, da besteht die Gefahr, dass man sich verzettelt. Ich habe auch die Schwierigkeit, dass ich ein Stück mal sehr gut hinbekomme und wenn ich es dann nochmal spiele, klappt es gar nicht mehr. Komisch. Ich habe noch nicht verstanden, woran das liegt.

Das hab ich im Urlaub auch gemerkt, je länger ich übe desto weniger bringt es eigentlich. Hört sich skurril an, aber wenn ich immer nur so 20 bis 30 min übe und dafür mehrmals am Tag funktioniert es irgendwie besser. Und das Planlos-Problem hab ich glaub ich auch. Ich fang grad ständig was an weil ich mir denke, das muß ich ja auch noch lernen, aber das ist dann irgendwie zuviel auf einmal. Ich denke, ich werd mich jetzt auf drei bis vier zu übende Stücke eingrenzen und die aber halt vernünftig mit der dahinterstehenden Theorie. Die ignorier ich nämlich auch gern mal.. ;)

Gruß
Anja
 
Babsbara
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Hallo Anja -

ich denke, du hattest einfach mal n schlechten Tag. Es hat was nicht gepasst und dann hast du dich auch ein bisschen reingesteigert und schon drauf gewartet, dass ein Fehler kommt. Wenn du merkst, dass dir 30 min besser tun als eine ganze Stunde, dann lass es bei 30 min, auch wenn du nun nicht alle deine Stücke gespielt hast. Ich übe oft ausschließlich das eine Stück, das mein Lehrer mir aufgegeben hat. Und nur manchmal zur Abwechslung spiele ich ein älteres Stück, wenn ich sonst glaube, dass ich das Übungsstück nicht mehr hören kann ;)

Wenn du laut mitzählst, muss das so langsam sein, dass du mit deinen Fingerchen mithalten kannst. Ich habe festgestellt, dass es bei mir nicht viel Sinn macht, die linke Hand allein zu üben, weil sie für mich eigentlich nur im Zusammenspiel mit der rechten gut klingt. Die rechte übe ich daher ziemlich gut, damit sie dann relativ alleine läuft und ich mich mehr auf die linke und das Zusammenklingen konzentrieren kann.

Und sich beim Sport auszupowern ist sicher nicht falsch. Nur pass beim Volleyball gut auf deine Fingerchen auf. Mit nem geprellten Finger spielt es sich bestimmt noch schlechter ;)

LG,
Babs
 
 

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